Observing this todays financial crisis one might find it hard to believe that only about sixty years ago we had a financial world order that was founded on the idea that finance has to be the “servant“ (Gardner 76) of the economy and of society as a whole. The Bretton-Woods-Conference in 1944 set out to regulate finance in a way that promotes trade while protecting national states from damage caused by monetary problems. The focus lay on the domestic economies, which the new system would strive to safeguard. The national states were, in the thinking of the makers, to be the “masters” (76) of international economy and the international financial system was to work in their best interest.
The way of thinking of economists and policy makers at the time did not originate out of thin air. After the turn of the 19th to the 20th century the world experienced two devastating World Wars and the Great Depression, which brought unemployment and poverty to millions of people and basically destroyed parts of the economy in the western hemisphere. These events resulted in the wish to create a system of international rules and regulations that could guarantee stability. Problems that called for a remedy included fluctuating exchange rates, extensive balance of payment deficits and destructive mercantilist trade policies, like competitive devaluations and foreign exchange regulations.
Still, to understand the foundations on which John Maynard Keynes and Harry Dexter White, the chief economists behind the Bretton-Woods-System, drafted their initial plans for an economic world order, it is necessary to go even further back in time. The starting point for the analysis in this paper will be a period of relative stability, namely the end of the 19th century when most economic activity gravitated around Great Britain, at the time the hub of the financial world. The system in place was the so-called gold standard, which guaranteed the convertibility of different currencies and ensured that balance of payments deficits were evened out.
Inhaltsverzeichnis
1. INTERNATIONAL ECONOMIC RELATIONSHIPS AROUND THE TURN OF THE CENTURY
1.1. PAX BRITANNICA AND THE GOLD STANDARD
1.2. ECONOMIC CONSEQUENCES OF THE FIRST WORLD WAR
1.3. THE INTERWAR PERIOD – RETURN TO THE GOLD-STANDARD
2.4. THE GREAT DEPRESSION AND ITS CONSEQUENCES FOR INTERNATIONAL ECONOMIC POLICIES
2. THE DEVELOPMENT OF THE BRETTON WOODS SYSTEM
2.1. THE HISTORIC BACKGROUND OF THE DRAFTING
2.2. THE KEYNES VERSUS THE WHITE-PLAN
2.3. AFTER THE NEGOTIATIONS: THE BRETTON-WOODS-SYSTEM
2.4. REACTIONS TO THE WHITE- AND KEYNES-PLAN
2.5. WHY WHITE AND NOT KEYNES
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Krisen, die zur Konzeption und Etablierung des Bretton-Woods-Systems führten, mit einem besonderen Fokus auf den ideologischen Kontrast zwischen den Entwürfen von John Maynard Keynes und Harry Dexter White.
- Historische Analyse des internationalen Goldstandards vor dem Ersten Weltkrieg
- Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs und der Großen Depression auf die globale Wirtschaftsordnung
- Vergleich der gegensätzlichen Lösungsansätze von Keynes und White für die internationale Währungsstabilität
- Politischer Kontext und Interessenskonflikte der beteiligten Nationen bei den Verhandlungen in Bretton Woods
Auszug aus dem Buch
2.2. The Keynes versus the White-Plan
The negotiations at the Bretton Woods Conference were based on two proposals, drafted by Harry Dexter White and John Maynard Keynes, referred to as the White- and the Keynes-Plan. Their main goal was to prevent the breakdown of the monetary system after World War II by establishing international organizations that could guarantee the stability of international currency exchange and that would promote free trade.
White officially received the commission to design a draft that represented the American mindset on international monetary policy on September 12, 1941 by Henry Morgenthau Jr., the U.S. Secretary of the Treasury. White’s plan intended for national governments to hand over a good share of their decision-making powers on economic matters to two centralized international organizations, namely the “United and Associated Nations Stabilization Fund” and the “Bank for Reconstruction and Development of the United and Associated Nations”. In his version of 1943 the Bank was to be the more influential part. It was to function as an international central bank that could grant extensive credits to the nations that had been affected by the war to promote reconstruction. Furthermore its aim was to prevent fluctuation of financial capital, stabilize commodity prices and in a broad sense promote productivity and maintain a good standard of living for its members (Limbers 21).
Zusammenfassung der Kapitel
1. INTERNATIONAL ECONOMIC RELATIONSHIPS AROUND THE TURN OF THE CENTURY: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise des Goldstandards als stabilisierendes Element der Weltwirtschaft und beleuchtet die ökonomischen Rahmenbedingungen vor dem Ersten Weltkrieg.
1.2. ECONOMIC CONSEQUENCES OF THE FIRST WORLD WAR: Hier werden die durch den Krieg verursachten wirtschaftlichen Umbrüche und die resultierenden Probleme in der globalen Handelsstruktur analysiert.
1.3. THE INTERWAR PERIOD – RETURN TO THE GOLD-STANDARD: Das Kapitel befasst sich mit den gescheiterten Versuchen, die Vorkriegs-Währungsstabilität in einer politisch zerrütteten Zwischenkriegszeit wiederherzustellen.
2.4. THE GREAT DEPRESSION AND ITS CONSEQUENCES FOR INTERNATIONAL ECONOMIC POLICIES: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen und globalen Auswirkungen der Großen Depression sowie die protektionistischen Gegenmaßnahmen der betroffenen Staaten.
2. THE DEVELOPMENT OF THE BRETTON WOODS SYSTEM: Das Kapitel beschreibt den Übergang zu einer neuen internationalen Finanzarchitektur vor dem Hintergrund des "New Deal" in den USA.
2.1. THE HISTORIC BACKGROUND OF THE DRAFTING: Der Fokus liegt auf der wirtschaftspolitischen Neuausrichtung unter Roosevelt und den ersten Schritten zur Planung der Bretton-Woods-Konferenz.
2.2. THE KEYNES VERSUS THE WHITE-PLAN: Dieses Kapitel stellt die konkurrierenden Entwürfe von Keynes und White gegenüber und zeigt deren unterschiedliche philosophische Ansätze zur internationalen Finanzkontrolle auf.
2.3. AFTER THE NEGOTIATIONS: THE BRETTON-WOODS-SYSTEM: Die Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz und die Gründung von IWF und Weltbank stehen hier im Zentrum.
2.4. REACTIONS TO THE WHITE- AND KEYNES-PLAN: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die zeitgenössische Kritik von Politikern, Bankern und Wissenschaftlern an den vorgeschlagenen Plänen.
2.5. WHY WHITE AND NOT KEYNES: Das abschließende analytische Kapitel erörtert die Gründe, warum sich die amerikanischen Vorstellungen (White) gegenüber den britischen (Keynes) weitgehend durchsetzten.
Schlüsselwörter
Bretton-Woods-System, Goldstandard, John Maynard Keynes, Harry Dexter White, Internationale Währungsordnung, Weltwirtschaftskrise, IWF, Weltbank, Handelsbilanz, Währungsstabilität, Protektionismus, New Deal, Kapitalverkehrskontrollen, Internationale Finanzpolitik, Deflation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und die inhaltliche Ausgestaltung des Bretton-Woods-Systems als Antwort auf die globalen wirtschaftlichen Erschütterungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise des historischen Goldstandards, die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise sowie der ideologische Wettstreit zwischen britischen und amerikanischen Wirtschaftsmodellen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt nach den historischen Entwicklungen und den spezifischen Interessenlagen, die dazu führten, dass das Bretton-Woods-System primär auf den Entwürfen von Harry Dexter White basierte, während Keynes' Ansätze in den Hintergrund rückten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische und ökonomische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung zeitgenössischer Literatur, offizieller Dokumente der Konferenz und wirtschaftswissenschaftlicher Sekundäranalysen basiert.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Instabilitäten der Zwischenkriegszeit, die detaillierte Gegenüberstellung der "White-" und "Keynes-Pläne" sowie die politische Auseinandersetzung während der Konferenzverhandlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Bretton-Woods-System, Goldstandard, internationale Währungspolitik, IWF, Weltbank, Keynes, White, Protektionismus und ökonomische Stabilität.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von White von dem von Keynes?
White favorisierte eine stärkere zentrale Kontrolle durch Institutionen wie den IWF und war stark von der US-amerikanischen Perspektive geprägt, während Keynes für eine flexiblere Clearing-Union eintrat, um auch Gläubigernationen zur Verantwortung zu ziehen.
Welche Rolle spielten die USA bei der Gestaltung des Systems?
Aufgrund ihrer dominanten wirtschaftlichen Position nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die USA ihre Vorstellungen durchsetzen, was dazu führte, dass das System stark auf den Dollar ausgerichtet war und weniger Raum für die Interventionismus-Konzepte von Keynes ließ.
- Arbeit zitieren
- Arne Frohwitter (Autor:in), 2012, The Bretton-Woods-System and it's Historical Backdrop, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213189