Beschäftigt man sich im Rahmen des Seminars und einer solchen Hausarbeit mit dem Thema der Berliner Mauer, so wünscht man vor allem auf authentisches Material zu stoßen, am besten auf Schriften oder Berichte, die nicht erst in den neunziger Jahren entstanden, sondern unmittelbare Geschehnisse dokumentierten. Während man sich also durch etliche Bücher wühlt und die Seiten in sich verschlingt, stellt man fest, dass diese Quellen gleichwohl faszinierend wie auch zum Teil abstoßend sein können. Man verfängt sich in den Berichten des Ministeriums für Staatssicherheit2, in Briefen von Opfern und Leidtragenden und verliert dabei teilweise das eigentliche Rechercheziel aus den Augen, worum man doch so sachlich bemüht ist, Informationen zusammen zu tragen. Doch erst die umfangreiche Lektüre dieser authentischen Quellen führt zu einer wirklich intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik und dies bringt einen3 dann dazu, einen Titel wie „Die Mauer der Schande“ zu wählen. Nach der (zeit)intensiven Arbeit mit all jenen Schriften entsteht der Eindruck, dass „Mauer der Schande“ der treffendste Ausdruck für den „antifaschistischen Schutzwall“4 darstellt und aus diesem Grunde trägt die Hausarbeit diesen Namen. Thematik und dies bringt einen3 dann dazu, einen Titel wie „Die Mauer der Schande“ zu wählen. Nach der (zeit)intensiven Arbeit mit all jenen Schriften entsteht der Eindruck, dass „Mauer der Schande“ der treffendste Ausdruck für den „antifaschistischen Schutzwall“4 darstellt und aus diesem Grunde trägt die Hausarbeit diesen Namen.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorwort
II. Der 13. August 1961. Zäsur deutscher Geschichte.
III. Flucht- und Ausreisebewegung
IV. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und Auswirkungen des Baus der Berliner Mauer, wobei ein besonderer Fokus auf der Flucht- und Ausreisebewegung aus der DDR sowie der Reaktion der SED-Führung auf diese Entwicklungen liegt.
- Die historische Zäsur des Mauerbaus am 13. August 1961
- Ursachen und Motive der Fluchtbewegung aus der DDR
- Der Verlust an "Humankapital" als zentrales Problem für die DDR
- Die repressiven Strategien der SED-Führung und des MfS
- Die Entwicklung von Fluchthilfe und offiziellen Ausreiseanträgen in den 1970er und 1980er Jahren
Auszug aus dem Buch
II. Der 13. August 1961. Zäsur deutscher Geschichte.
Der 13. August 1961 sollte die deutsche Geschichte (wieder einmal) für immer verändern. Noch heute spüren wir die Auswirkungen, die natürlich nicht ausschließlich auf den Bau der Mauer zurückzuführen sind, doch steht sie mit symbolischer Bedeutung für die Entschlossenheit und die Intensität der Trennung beider deutscher Staaten, was, wie bereits erwähnt, noch heute spürbar ist. Über die unmittelbare Entstehung des Entschlusses zur Errichtung der Mauer sind sich Historiker noch heute nicht zu einhundert Prozent einig. Dass Walter Ulbricht am 15. Juni 1961, also nicht einmal zwei Monate vor der Errichtung, auf die Frage eines Journalisten unter anderem mit den Worten „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ antwortete, sahen und sehen viele Menschen als „Ablenkungsmanöver“. Diese Betrachtung findet sich noch heute in vielen Köpfen und auch in der Literatur hält sich diese Meinung stetig. Eine Alternative kann bisher auch noch nicht vollends überzeugend argumentiert werden, jedoch deuten einige Sachverhalte darauf hin, dass die Vermutung des „Ablenkungsmanövers“ zu oberflächlich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorwort: Dieses Kapitel führt anhand eines authentischen Briefes in die emotionale Thematik des Mauerbaus ein und erläutert die Beweggründe für die Auswahl der verwendeten Quellen.
II. Der 13. August 1961. Zäsur deutscher Geschichte.: Es wird die historische Bedeutung des Mauerbaus analysiert, insbesondere die Entscheidungsprozesse in der Führung von UdSSR und DDR unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und politischen Instabilität.
III. Flucht- und Ausreisebewegung: Dieses Kapitel befasst sich mit den statistischen und soziologischen Hintergründen der Fluchtbewegung, den SED-Reaktionen darauf sowie der Zunahme offizieller Ausreiseanträge in den späteren Jahren.
IV. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung der DDR als "demokratische Diktatur" zusammen und reflektiert über das Scheitern des Systems trotz massiver Repression und Propaganda.
Schlüsselwörter
Berliner Mauer, SED, DDR, Fluchtbewegung, 13. August 1961, MfS, Humankapital, Ausreiseanträge, Sozialismus, politische Repression, Geschichte, Teilung Deutschlands, Widerstand, Diktatur, Grenzregime.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historischen Zusammenhänge und Folgen des Baus der Berliner Mauer sowie die Auswirkungen der massiven Fluchtbewegung auf das politische System der DDR.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Fluchtproblematik, dem Verlust an Fachkräften, der SED-Propaganda und der Verschleierungspolitik der DDR-Führung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel war es, die komplexen Ursachen der Fluchtbewegung und die Reaktion der SED-Führung darzustellen, wobei die Arbeit die Entwicklung bis zum Ende der DDR reflektiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Berichten des MfS und bestehender Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Zäsur des Mauerbaus, eine detaillierte Betrachtung der Flucht- und Ausreisebewegung und die systemimmanenten Reaktionen der SED.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mauerbau, Fluchtbewegung, SED-Diktatur, Humankapital und Repression charakterisiert.
Wie bewertet der Autor die Rolle des MfS?
Der Autor stellt das MfS als Institution dar, die versuchte, die Fluchtursachen durch Ideologie und inoffizielle Mitarbeiter zu verschleiern, anstatt die strukturellen Defizite des Systems anzugehen.
Was wird über die Ausreiseanträge in den 1970er und 1980er Jahren ausgesagt?
Die Zahl der Ausreiseanträge stieg signifikant an, was der Autor auf einen gesellschaftlichen Reifeprozess und die wachsende Hoffnung auf einen Freikauf durch die Bundesrepublik zurückführt.
- Quote paper
- Robert Schich (Author), 2012, Die Mauer der Schande, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213116