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Rohstoffe als Problematik globaler Gerechtigkeit. Theorievergleich zwischen Thomas Nagel und Thomas Pogge

Title: Rohstoffe als Problematik globaler Gerechtigkeit. Theorievergleich zwischen Thomas Nagel und Thomas Pogge

Bachelor Thesis , 2013 , 104 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Haupt (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Der Zugang zu Rohstoffen ist ein entscheidender Faktor für das ökonomische Potential von Volkswirtschaften und den Wohlstand der unter ihnen zusammengefassten Menschen. Gleichwohl ist der weltweite Verbrauch durch radikale Ungerechtigkeit gekennzeichnet. Paradoxerweise haben besonders Menschen in Ländern, die über große Vorkommen verfügen, kaum Zugang zum nutzen der Bodenschätze.
Ohnehin kann die Problematik der Bodenschätze als eines der herausragenden politischen und ökonomischen Themen gelten. Die ungleiche Verteilung und Verfügbarkeit auf der Welt erweist sich als strategische Herausforderung, die aufgrund der Endlichkeit und Knappheit erhebliches Konfliktpotential aufweist.
Die Arbeit widmet sich der Frage, ob und inwiefern die Verteilung von und der Handel mit Rohstoffen spezifische Fragen aufwerfen, die unter dem Begriff der Gerechtigkeit gefasst und auf globaler Ebene adressiert werden können bzw. müssen. Näherungsweise lassen sich folgende Problematiken herauskristallisieren:
1. Ist das unterschiedliche Maß an der Nutznießung von Bodenschätzen relevant für gerechtigkeitstheoretische Überlegungen?
2. Kann die Tatsache, dass einige Staaten und ihre Bevölkerung über große Vorkommen an Bodenschätzen verfügen, dazu herangezogen werden, globale Umverteilungsansprüche zu etablieren?
3. Besteht die Notwendigkeit, für ökonomische Austauschprozesse im Hinblick auf den Ressourcenhande Gerechtigkeitsprinzipien zu etablieren?

Mit einem Vergleich der Positionen zweier Autoren, die in der aktuellen Debatte um globale Gerechtigkeit eine herausgehobene Rolle einnehmen, soll sich einer Beantwortung genähert werden. Dafür werden die skeptische bzw. partikularistische Haltung Thomas Nagels einerseits und das Schaffen Thomas Pogges als Vertreter eines politischen Kosmopolitismus (Weltarmut und Menschenrechte, nicht sein Frühwerk) dargestellt und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemformulierung

1.2. Die internationale Gerechtigkeitsdebatte im Überblick

1.3. Inhalt und Aufbau der Untersuchung

2. Geltungsbereich der Gerechtigkeit

2.1. Thomas Nagel

2.1.1. Das Individuum als Ausgangspunkt

2.1.2. Gegenstand und Geltungsbereich der Gerechtigkeit

2.1.3. Signifikanz von Grenzen

2.2. Thomas Pogge

2.2.1. Das Individuum als Ausgangspunkt

2.2.2. Gegenstand und Geltungsbereich der Gerechtigkeit

2.2.3. Signifikanz von Grenzen

2.3. Zwischenfazit

3. Der internationale Handel

3.1. Thomas Nagel

3.1.1. Armut und die Begründung von Hilfspflichten

3.1.2. Akteure der internationalen Ordnung - Träger der Pflichten

3.1.3. Charakterisierung des internationalen Handels

3.1.4. Ressourcen

3.2. Thomas Pogge

3.2.1. Armut und die Begründung negativer Pflichten

3.2.2. Akteure der internationalen Ordnung - Träger der Pflichten

3.2.3. Charakterisierung des internationalen Handels

3.2.4. Ressourcen

3.3. Zwischenfazit

4. Möglichkeiten einer gerechte(re)n Welt

4.1. Thomas Nagel

4.1.1. Souveränität als Selbstbestimmung

4.1.2. Souveränität als Ermöglichungsbedingung

4.2. Thomas Pogge

4.2.1. Souveränität als Selbstbestimmung und Ermöglichungsbedingung?

4.2.2. Reformvorschläge im Lichte der Selbstbestimmung

4.2.3. Ermöglichungsbedingungen der Reformvorschläge

4.3. Zwischenfazit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen eines problemorientierten Theorievergleichs, inwiefern die Verteilung von und der Handel mit Rohstoffen Fragen globaler Gerechtigkeit aufwerfen und ob hierfür Gerechtigkeitsprinzipien etabliert werden können.

  • Vergleichende Analyse der Gerechtigkeitskonzeptionen von Thomas Nagel und Thomas Pogge
  • Untersuchung der Rolle nationalstaatlicher Souveränität gegenüber kosmopolitischen Anforderungen
  • Analyse der moralischen Implikationen des internationalen Handels mit Rohstoffen
  • Diskussion konkreter Reformvorschläge, wie der "Globalen Rohstoffdividende"
  • Evaluation des Zusammenhangs zwischen Ressourcenverfügbarkeit, Armut und globaler Verantwortung

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemformulierung

Der Zugang zu Rohstoffen ist ein entscheidender Faktor für das ökonomische Potential von Volkswirtschaften und den Wohlstand der unter ihnen zusammengefassten Menschen. Gleichwohl ist der weltweite Verbrauch durch radikale Ungleichheit gekennzeichnet. Obwohl die Bundesrepublik Deutschland, abgesehen von Braun- und Steinkohle, nur über vergleichsweise geringe Vorkommen an Bodenschätzen verfügt, gehört sie zusammen mit den USA, Europa und weiteren Industrienationen in die Reihe derjenigen, die sich durch einen hohen Rohstoffkonsum auszeichnen. Hingegen sind Individuen, die nicht in diesen Staaten leben, nur in geringem Umfang an ihrer Nutzung beteiligt oder gänzlich davon ausgeschlossen. Das betrifft vor allem Personen in den Entwicklungsländern, deren Situation vielerorts zugleich durch gravierende Armut und mangelnde Versorgung mit medizinischen Gütern oder Nahrung gekennzeichnet ist. Mit diesen Tatsachen konfrontiert drängt sich die Frage auf, ob und inwiefern ein solch radikale Diskrepanz der Chancen und Anteile an Gütern gerecht sein kann. Die nachfolgenden Beispiele dürften diesen Impuls, nach einer Rechtfertigung zu verlangen, bei den meisten Menschen noch verstärken.

Denn tatsächlich verfügen einige Entwicklungsländer über sehr große Reserven an nutzbaren Bodenschätzen. Nigeria beispielsweise besitzt die größten Öl- und Erdgasvorkommen Afrikas, im Jahr 2007 umfasste der Anteil der Ölausfuhren 95 Prozent der gesamten Exporte und etwa 52 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig leidet ein erheblicher Teil der Bevölkerung unter gravierender Armut, die sich trotz der Einnahmen aus dem Rohstoffexport von etwa 300 Billion USD zwischen 1970 und 2000 dramatisch verschärft hat. Dieser auf den ersten Blick paradoxe Zusammenhang zwischen großen Rohstoffvorkommen einerseits und gravierender Armut andererseits hat in die wissenschaftliche Debatte Einzug unter dem Begriff Ressourcenfluch erhalten. Darunter versteht man auffallend geringe Wachstumsraten und eine erhöhte Ausprägung sozialer Konflikte sowie autoritärer Regimes in rohstoffreichen Ländern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der ungleichen Rohstoffverteilung ein und erläutert das Ziel, die Positionen von Thomas Nagel und Thomas Pogge gegenüberzustellen.

2. Geltungsbereich der Gerechtigkeit: Hier werden die theoretischen Ansätze beider Autoren hinsichtlich der Rolle des Individuums und der Bedeutung territorialer Grenzen für Gerechtigkeitsfragen analysiert.

3. Der internationale Handel: Dieses Kapitel untersucht, welche Pflichten sich aus den Theorien der Autoren für den internationalen Handel und den Umgang mit Ressourcen ergeben.

4. Möglichkeiten einer gerechte(re)n Welt: Hier werden Reformvorschläge und die Rolle der nationalstaatlichen Souveränität im Hinblick auf eine gerechtere Weltordnung kritisch geprüft.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse des Theorievergleichs zusammen und beantwortet die zugrunde liegende Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Globale Gerechtigkeit, Thomas Nagel, Thomas Pogge, Rohstoffpolitik, Ressourcenfluch, Internationale Ordnung, Souveränität, Menschenrechte, Institutionenethik, Verteilungsgerechtigkeit, Globale Rohstoffdividende, Armut, Hilfspflichten, Handelsgerechtigkeit, Entwicklungsländer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik globaler Gerechtigkeit, speziell im Kontext der ungleichen Verteilung und Nutzung von natürlichen Rohstoffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Begründung von Gerechtigkeit, die Rolle nationalstaatlicher Institutionen, die Verantwortung für Armut im globalen Maßstab und der Einfluss des internationalen Handels.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der Gerechtigkeitstheorien von Thomas Nagel und Thomas Pogge, um herauszuarbeiten, wie sie die moralische Verantwortung der Weltgemeinschaft hinsichtlich der Rohstoffnutzung bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um einen problemorientierten Theorievergleich, bei dem die Argumentationslinien beider Philosophen systematisch gegenübergestellt und auf ihre Anwendbarkeit auf aktuelle globale Probleme geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Geltungsbereichs von Gerechtigkeit, die Analyse des internationalen Handels und die Prüfung konkreter Möglichkeiten für eine gerechtere Weltordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globale Gerechtigkeit, Souveränität, Ressourcenfluch, Institutionenethik und die Positionen von Nagel und Pogge.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Thomas Nagel von derjenigen von Thomas Pogge?

Nagel vertritt einen stärkeren Etatismus und sieht Gerechtigkeit primär als Pflicht innerhalb von Nationalstaaten, während Pogge ein moralischer Universalist ist, der eine Mitverantwortung für globale Armut durch ungerechte Institutionen postuliert.

Welchen Reformansatz verfolgt Thomas Pogge konkret?

Pogge schlägt unter anderem eine "Globale Rohstoffdividende" vor, um die aus der Ressourcenextraktion erwachsenden Vorteile gerechter an die ärmsten Teile der Weltbevölkerung zu verteilen.

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Details

Title
Rohstoffe als Problematik globaler Gerechtigkeit. Theorievergleich zwischen Thomas Nagel und Thomas Pogge
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie )
Grade
1,7
Author
Sebastian Haupt (Author)
Publication Year
2013
Pages
104
Catalog Number
V213026
ISBN (Book)
9783656409090
ISBN (eBook)
9783656409168
Language
German
Tags
rohstoffe problematik gerechtigkeit theorievergleich thomas nagel pogge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Haupt (Author), 2013, Rohstoffe als Problematik globaler Gerechtigkeit. Theorievergleich zwischen Thomas Nagel und Thomas Pogge, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213026
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