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Zur Shop-Startseite › Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Sprachbiographien und Spracherwerbsprozess

Titel: Sprachbiographien und Spracherwerbsprozess

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. European Studies Franziska Caesar (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung ………………………………………………………………………………….…………………Seite 03
1.0 Entwicklung der Sprachbiographieforschung ……………………………………………Seite 04
1.1 Entwicklungen in der Mehrsprachigkeitsforschung ……………………………..Seite 05
1.2 Sprecherzentrierte Sprachwissenschaft ………………………………………………………Seite 06
2.0 Zum Konzept Sprachbiographie ……………………………………………………………..….Seite 08
2.1 Biographische Rekonstruktion ……………………………………………………………………Seite 09
2.2 Formen und Methoden ………………………………………………………………………………Seite 09
3.0 Vorzüge und Bedenken……………………………………………………………………………..Seite 11
4.0 Analyse von sprachbiographischen Erzählungen ………………………………………Seite 15
4.1 Wiederkehrende Strukturelemente und Beispiele ……………………………………Seite 16
4.1.1 Unfokussierter Spracherwerb…………………………………………………Seite 16
4.1.2 Persönliche Bezüge …………………………………………………………………Seite 17
4.1.3 Emotion ……………………………………………………………………...…………..Seite 17
4.1.4 Erzählaufwand und argumentative Sequenzen ……………………Seite 19
4.1.5 Zusammenfassung ………………………………………………………………..…Seite 20
5.0 Ausblick …………………………………………………………………………………………………….Seite 21
Literaturverzeichnis ………………………………………………………………………………………Seite 22
Erklärung ……………………………………………………………………………………………………….Seite 23

 
0. Einleitung
In Zeiten der Globalisierung und Mobilisierung der Gesellschaft stellt individuelle Mehrsprachigkeit heute keine Ausnahme, sondern vielmehr den Normalfall dar. Doch noch immer löst Multilingualismus Erstaunen aus, insbesondere in ländlichen Gegenden und traditionell monolingualen Staaten wie Deutschland. Multilinguale Sprecher sehen sich mit Fragen nach der konkreten Anzahl ihrer ´beherrschten` Fremdsprachen oder der ´ersten` und ´zweiten` Muttersprache konfrontiert. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen, die zu Mehrsprachigkeit führen können und dabei von Region zu Region, wenn nicht sogar von Sprecher zu Sprecher variieren können, kann es auf diese Fragen keine eindeutigen Antworten geben. Obgleich Multilingualismus per se keine Besonderheit mehr ist, sind dessen Ausprägungen in ihrer Eigenheit zu betrachten. Im Zusammenspiel der Faktoren wie z.B. sprachliches Umfeld, Status der Sprache, Alter des Spracherwerbs oder Sprachförderung entstehen einzigartige Sprachenportraits, die durch eine externe Perspektive von Wissenschaftlern kaum zu erfassen sind. In den letzten Jahren wurden Forderungen nach einer sprecherzentrierten Sprachwissenschaft laut, die in neuen Ansätzen der Sprachbiographieforschung zum Tragen kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1.0 Entwicklung der Sprachbiographieforschung

1.1 Entwicklungen in der Mehrsprachigkeitsforschung

1.2 Sprecherzentrierte Sprachwissenschaft

2.0 Zum Konzept Sprachbiographie

2.1 Biographische Rekonstruktion

2.2 Formen und Methoden

3.0 Vorzüge und Bedenken

4.0 Analyse von sprachbiographischen Erzählungen

4.1 Wiederkehrende Strukturelemente und Beispiele

4.1.1 Unfokussierter Spracherwerb

4.1.2 Persönliche Bezüge

4.1.3 Emotion

4.1.4 Erzählaufwand und argumentative Sequenzen

4.1.5 Zusammenfassung

5.0 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Mehrwert der Sprachbiographieforschung für das Verständnis von Spracherwerbsprozessen und beleuchtet, wie individuelle, sprecherzentrierte Erzählungen tiefere Einblicke in die gelebte Mehrsprachigkeit ermöglichen, die über rein quantitative Daten hinausgehen.

  • Entwicklung und Etablierung der Sprachbiographieforschung.
  • Das Konzept der Sprachbiographie und Methoden der Rekonstruktion.
  • Vorzüge und methodische Bedenken bei der Analyse persönlicher Erzählungen.
  • Die Rolle von Emotionen und sozialen Kontexten im Spracherwerb.
  • Analyseansätze für sprachbiographische Daten unter Berücksichtigung von „life“, „subject“ und „text reality“.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Emotionen

Die Rolle von Emotionen für den Spracherwerbsprozess ist für Sprachbiographien, wie für Autobiographien generell, zentral. Multilinguale Sprecher beschreiben oftmals, wie schwer es fällt, ein und dasselbe Gefühl in verschiedenen Sprachen auszudrücken. Gleichzeitig können aber auch mit den gleichen Konzepten in unterschiedlichen Sprachen verschiedene Gefühle verbunden werden. Diese Diskrepanzen finden sich beispielsweise in den Ausführungen Elka Todevas40:

Quatro formaggio pizza makes my mouth water while four cheeses pizza leaves me unmoved. (S. 70)

I need a pile of words to express the physical and emotional wellness of being encapsulated in the Japanese giant of a mini word, genki. (S. 70)

English has been the main language of my daily communication for close to twenty years now; I live, love and dream in it. … Emotionally at least, my mother tongue still feels safe and honored, but now as an alternative means of expression and a handy secret language, which gives me a soul-saving vent for all sorts of unmentionables. (S. 71)

Wie ihre Gefühlswelt in den unterschiedlichen Sprachen, so beschreibt Elka Todeva auch ihre Sprachbiographie als „kleines Universum“: „Multilingualism as a kaleidoscopic experience: The mini universe within.“ 41

Nicht nur das semantische Feld um Emotionen ist immer wieder Thema in Sprachbiographien, sondern auch das Verhältnis zwischen Emotionen, Lerneffekten und Sprachenumgang. Erzählungen bestätigen, dass positive wie negative Emotionen entscheidend auf das Erlernen neuer Sprachen, aber auch auf die Verwendung der Muttersprache(n) einwirken.42 So schildert Fantini einerseits den Stolz gegenüber seiner Muttersprache Italienisch, als er in Mexiko und Griechenland auf positive Rückmeldung stoß, andererseits das Schamgefühl, als er in Philadelphia auf einen Immigranten mit italienischem Akzent reduziert wurde.43

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung individueller Mehrsprachigkeit ein und begründet die Notwendigkeit einer sprecherzentrierten Sprachwissenschaft.

1.0 Entwicklung der Sprachbiographieforschung: Dieses Kapitel skizziert den Aufstieg der Erzählwissenschaft und den "narrative turn", die den Weg für die Sprachbiographieforschung in den 90er Jahren ebneten.

2.0 Zum Konzept Sprachbiographie: Es wird die Arbeitsdefinition von Sprachbiographien erarbeitet und der rekonstruktive Charakter von Erinnerungen im narrativen Interview beleuchtet.

3.0 Vorzüge und Bedenken: Hier werden die Chancen der Methode zur Gewinnung tiefgreifender Einblicke gegen methodische Kritikpunkte und Bedenken hinsichtlich der Objektivität abgewogen.

4.0 Analyse von sprachbiographischen Erzählungen: Das Kapitel erläutert methodische Analyseebenen wie "life", "subject" und "text reality" anhand praktischer Beispiele.

5.0 Ausblick: Der Ausblick fasst die Potenziale der Sprachbiographieforschung zusammen und weist auf zukünftige Herausforderungen in der Erforschung hochgradiger Mehrsprachigkeit hin.

Schlüsselwörter

Sprachbiographieforschung, Mehrsprachigkeitsforschung, narrative Interviews, Spracherwerb, Autobiographische Erzählungen, Sprecherzentrierte Sprachwissenschaft, Sprachliche Identität, Emotionen, Language learning memoirs, Qualitative Sozialforschung, Biographische Rekonstruktion, Soziolinguistik, Fremdsprachenerwerb, Sprachbiographie, Multilingualismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sprachbiographieforschung als einem neueren, sprecherzentrierten Ansatz innerhalb der angewandten Sprachwissenschaft, der individuelle Lernwege und Erfahrungen mit Sprachen in den Fokus rückt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Erwerb von Fremdsprachen, der Einfluss von Emotionen auf den Sprachgebrauch, die Rolle der persönlichen Innenperspektive im Vergleich zur externen Beobachtung sowie die methodische Aufarbeitung narrativer Interviews.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Mehrwert von Sprachbiographien für die Spracherwerbsforschung aufzuzeigen und darzulegen, wie durch persönliche Erzählungen tiefere Einblicke in den Prozess des Sprachenerlernens und -lebens gewonnen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Forschungsansatz verfolgt, der auf der Analyse von narrativen Interviews, autobiographischen Berichten und language learning memoirs basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konzepts, die Diskussion der Vor- und Nachteile sowie die detaillierte Analyse der methodischen Analyseebenen (life, subject, text reality) anhand wiederkehrender Strukturelemente wie Emotionen und unfokussiertem Spracherwerb.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Sprachbiographieforschung, Mehrsprachigkeit, narrative Identität, biographische Rekonstruktion und introspektive Daten definieren.

Wie unterscheidet sich die europäische von der amerikanischen Herangehensweise bei der Datenerhebung?

Während in der europäischen Tradition (z. B. durch Franceschini) vermehrt lebensgeschichtliche Tiefeninterviews geführt werden, setzt die amerikanische Forschungstradition eher auf klassische Interviewmethoden mit direktem Fokus auf den Spracherwerb oder die Sammlung von schriftlichen Aufsätzen.

Welche Bedeutung hat das „Europäische Sprachenportfolio“ im Kontext dieser Arbeit?

Das Sprachenportfolio wird als ein praktisches Instrument gewertet, das die bewusste Reflexion über das eigene Sprachenportrait fördert und somit eine Form der schriftlich festgehaltenen Sprachbiographie darstellt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachbiographien und Spracherwerbsprozess
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Sprachliche Relativität und Mehrsprachigkeit
Note
1,0
Autor
B.A. European Studies Franziska Caesar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V212322
ISBN (eBook)
9783656399124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachbiographie Multilingualismus Mehrsprachigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. European Studies Franziska Caesar (Autor:in), 2011, Sprachbiographien und Spracherwerbsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212322
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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