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Analyse der „Großen Fuge" von Beethoven

Der Aufbruch in eine neue Stilepoche

Titel: Analyse der „Großen Fuge" von Beethoven

Hausarbeit , 2009 , 14 Seiten

Autor:in: Anne-Christin Schilke (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch Haydn waren die klassischen Merkmale des Streichquartetts festgelegt worden. Doch Beethoven bewies enormen Ehrgeiz und brachte die Gattung zu einer Vollkommenheit ohne gleichen. Viele Komponisten wären auf dieser Stufe stehen geblieben und nachfolgende Kollegen hätten sich darum gekümmert, wie es weitergehen könnte, doch Beethoven konnte sein Schaffen auf jenem Höhepunkt noch nicht beenden, obwohl ihn seine Taubheit leicht am Weiterkomponieren hätte hindern können. Er selbst begann mit der Aufweichung der klassischen Formen und schlug dadurch die Brücke zur Romantik.

Nach einem kurzen Überblick über das Leben des großen Künstlers, werde ich die klassischen Merkmale des Streichquartetts am Beispiel eines Frühwerks (op.18,5) betrachten und danach anhand der „Großen Fuge“ (Spätwerk, op.133) zeigen, welche Aspekte der Meister des Komponierens veränderte, erweiterte, vermischte und weiterentwickelte, um zu ganz neuen musikalischen Schwerpunkten zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiografie und musikalische Einordnung Beethovens

3. Das klassische Streichquartett am Beispiel von op. 18,5

3.1. Das klassische Streichquartett nach Haydn

3.2. Analyse von Beethovens Streichquartett op.18,5

3.3. Schlussfolgerung

4. Die Auflösung der Tradition am Beispiel von op.133

4.1. Analyse der „Großen Fuge“ op. 133

4.2. Schlussfolgerung

5. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Wandel im kompositorischen Schaffen Ludwig van Beethovens, indem sie die Entwicklung von den strengen klassischen Strukturen des frühen Streichquartetts bis zur radikalen Formauflösung in seinem Spätwerk analysiert.

  • Biografische und musikhistorische Einordnung Beethovens
  • Definition der klassischen Merkmale des Streichquartetts nach Haydn
  • Analyse der kompositorischen Gestaltung von Beethovens Streichquartett op. 18,5
  • Untersuchung der Formauflösung in der „Großen Fuge“ (op. 133)
  • Reflektion über den Übergang von der Klassik zur musikalischen Romantik

Auszug aus dem Buch

Analyse der „Großen Fuge“ op. 133

Ursprünglich als Finalsatz zu op.130 gedacht, entschied sich Beethoven auf Drängen seines Verlegers, für dieses Werk einen neuen Schlusssatz zu schreiben und die „Große Fuge“ einzeln herauszugeben. Keine andere Schöpfung des Komponisten nimmt in seiner kompromisslosen Radikalität so wenig Rücksicht auf die Hörgewohnheiten oder -erwartungen des damaligen Publikums. Schon die ersten Takte erscheinen nicht wie ein zusammen hängendes Musikstück, sondern eher wie ein Inhaltsverzeichnis, von G-Dur im Quintenzirkel über C- und F- bis B-Dur fortschreitend, bestehend aus den vier Varianten des Hauptthemas: a) in markigen ganzen Takten, aus zwei Tonschritten bestehend, b) in hetzenden 6/8-Bewegungen, c) in Viertelnoten im geraden Takt, d) aus dem Taktschwerpunkt herausgerückt und synkopisch versetzt.

Die sich sofort mit dem „Kontrasubjekt“ im Fortissimo anschließende 1. Fuge (Takt 30-158) in B-Dur kann als Exposition des Gesamtwerks gesehen werden. Das Gegenthema macht diesen Satz zur Doppelfuge und lässt, durch seine scharf punktierten Dezimensprünge und dem konsequent durchgehaltenen, schnellen Rhythmus, dem Hauptthema kaum eine Chance. Wenn dann im zweiten Teil (T.58-109) auch noch der freie Triolenkontrapunkt hinzutritt, wird das Hauptthema fast zur Auflösung gezwungen. „Seine melodische Form scheint zerstört und es läuft in großen Intervallsprüngen sozusagen ziellos umher (1. Violine T.83ff.).“ Dieser Auflösungsprozess setzt sich im dritten Teil fort, indem beide Themen um einen halben Takt verkürzt und das Hauptthema um ein Achtel verschoben synkopiert wird, und erreicht schließlich im vierten Teil durch das Zusammenpressen des Hauptthemas auf zwei Takte und das gänzliche Fehlen von Pausen seinen Höhepunkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert Beethovens Rolle bei der Aufweichung klassischer Formen und führt in die Absicht ein, anhand zweier Werkbeispiele den Übergang zur Romantik aufzuzeigen.

2. Kurzbiografie und musikalische Einordnung Beethovens: Dieser Abschnitt bietet einen Abriss über Beethovens Lebensweg und gliedert sein kompositorisches Schaffen in drei stilistische Phasen.

3. Das klassische Streichquartett am Beispiel von op. 18,5: Hier werden die Merkmale des klassischen Streichquartetts definiert und anhand des Frühwerks op. 18,5 analysiert, um Beethovens Umgang mit den Vorbildern Haydn und Mozart zu illustrieren.

3.1. Das klassische Streichquartett nach Haydn: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und die strukturellen Charakteristika des Streichquartetts als kammermusikalische Gattung.

3.2. Analyse von Beethovens Streichquartett op.18,5: Die Untersuchung zeigt die formale Orientierung des Werkes an klassischen Vorbildern bei gleichzeitiger individueller Ausgestaltung.

3.3. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung resümiert die Bedeutung der frühen Quartette als dialektische Auseinandersetzung mit der Tradition.

4. Die Auflösung der Tradition am Beispiel von op.133: Der Fokus liegt hier auf der radikalen Abkehr von klassischen Konventionen im Spätwerk.

4.1. Analyse der „Großen Fuge“ op. 133: Eine detaillierte formale Analyse der Fuge, die ihre Radikalität und den Auflösungsprozess der Themen beschreibt.

4.2. Schlussfolgerung: Dieses Kapitel ordnet die „Große Fuge“ als Gipfelpunkt und gleichzeitig als Bruch mit der Wiener Klassik ein.

5. Schluss: Der Schluss fasst die historische Rezeption des Werkes zusammen und würdigt Beethovens weitsichtigen Beitrag zur Musikgeschichte.

Schlüsselwörter

Ludwig van Beethoven, Streichquartett, Wiener Klassik, Romantik, Große Fuge, op. 133, op. 18,5, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Formauflösung, Kammermusik, Musiktheorie, Kontrapunkt, Kompositionsprinzipien, Musikgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Streichquartetts bei Beethoven und untersucht, wie der Komponist von traditionellen klassischen Formen zu einer radikalen, zukunftsweisenden Tonsprache gelangte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die musikalische Analyse der Gattung Streichquartett, die Biografie Beethovens, der Vergleich zwischen Früh- und Spätwerk sowie der Übergang von der Klassik zur Romantik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Beethoven die klassischen Errungenschaften Haydns und Mozarts aufnahm, weiterentwickelte und schließlich durch die „Große Fuge“ eine neue musikalische Ära einleitete.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine musikwissenschaftliche, vergleichende Analyse von Partituren und stellt diese in den historischen Kontext der Kompositionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der klassischen Form nach Haydn sowie in zwei konkrete Analysen: das Frühwerk op. 18,5 und das späte Meisterwerk „Große Fuge“ (op. 133).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Beethoven, Streichquartett, Wiener Klassik, Große Fuge, Formauflösung und Romantik charakterisiert.

Wie reagierten die Zeitgenossen auf die „Große Fuge“?

Viele Zeitgenossen empfanden das Werk als unverständlich, bezeichneten es als Missklang oder verglichen die Hörerfahrung mit einer fremden Sprache, da es die damaligen Hörgewohnheiten völlig überforderte.

Inwiefern beeinflusste die Taubheit Beethovens sein Spätwerk?

Die Taubheit zwang Beethoven dazu, sich zunehmend von äußeren Konventionen zu lösen und sich auf seine eigene Intuition und Inspiration zu verlassen, was die Radikalität seines Spätwerks maßgeblich mitprägte.

Warum wird op. 133 oft als „Monstrum der Quartettmusik“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung von Thomas Mann reflektiert die kompromisslose Radikalität, die Dissoziation und das Spiel mit dem Chaos in der „Großen Fuge“, die sowohl Spieler als auch Hörer bis an ihre Grenzen fordern.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der „Großen Fuge" von Beethoven
Untertitel
Der Aufbruch in eine neue Stilepoche
Hochschule
Universität Potsdam
Autor
Anne-Christin Schilke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V212104
ISBN (eBook)
9783656400783
ISBN (Buch)
9783656402237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
große fuge beethoven aufbruch stilepoche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne-Christin Schilke (Autor:in), 2009, Analyse der „Großen Fuge" von Beethoven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212104
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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