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Andreas Karlstadts Kritik an spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken im Spiegel seines Bildertraktates

Title: Andreas Karlstadts Kritik an spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken im Spiegel seines Bildertraktates

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jonas Schilke (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Andreas Karlstadt war einer der bedeutendsten Nebenreformatoren, der besonders durch seine Radikalität auffiel.1 In seiner Schrift „Von Abtuung der Bilder“ argumentiert Karlstadt mit theologischen Argumenten gegen die Bilderverehrung nimmt aber auch Stellung zu den spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken.
Diese von Karlstadt erwähnten Frömmigkeitspraktiken sollen in der vorliegenden Arbeit dargestellt und erläutert werden. Was stand für den spätmittelalterlichen Menschen hinter diesen Praktiken? Inwieweit hatten diese von Karlstadt kritisierten Praktiken einen prägenden Einfluss auf die volkstümliche Frömmigkeit? Stand Karlstadt für eine volkstümliche oder elitäre Frömmigkeit?
Im ersten Teil der Arbeit werden kurz die Ereignisse um die Veröffentlichung der Schrift in Wittenberg und Karlstadts akademische Laufbahn bis zu seinem „radikalen sozialen Abstieg“2 dargestellt. Darauf folgt im zweiten Teil eine Darlegung der in Karlstadts Schrift erwähnten Frömmigkeitspraktiken und es wird erläutert, wie tief sie im Glauben der Menschen zur damaligen Zeit verankert waren. Im Fazit soll es dann um die Frage gehen, inwieweit die Kritik Karlstadts volkstümlich oder elitär war.
[...]
1 Vgl. Sider 29.
2 Looß 105.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Kontext der Karlstadtschrift „Von Abtuung der Bilder“

2.1 Karlstadt

2.2 Überblick über die Ereignisse in Wittenberg 1521-1522

3 Frömmigkeitspraktiken in der Karlstadtschrift

3.1 Bilderverehrung

3.2 Heiligenverehrung

3.3 Wallfahrt

3.4 Kruzifixe

4 Fazit und Ausblick

4.1 Zusammenfassende Kritik an den erwähnten Frömmigkeitspraktiken

4.2 In wie weit ist Karlstadts Kritik volkstümlich oder elitär?

4.3 Ausblick

5 Anhang

5.1 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Andreas Karlstadts theologische Auseinandersetzung mit spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken in seiner Schrift „Von Abtuung der Bilder“. Ziel ist es, die von Karlstadt kritisierten Praktiken darzustellen, deren Bedeutung für den damaligen Menschen zu analysieren und die Frage zu klären, ob seine Kritik als Ausdruck einer elitären oder einer volkstümlichen Frömmigkeit zu werten ist.

  • Historischer Kontext der Wittenberger Reformation (1521-1522)
  • Analyse der vier Hauptkritikpunkte: Bilderverehrung, Heiligenverehrung, Wallfahrt und Kruzifixe
  • Untersuchung der religiösen Autorität und Funktion von Bildern im Spätmittelalter
  • Verhältnis zwischen theoretischer Theologie und gelebter Laienfrömmigkeit
  • Spannungsfeld zwischen Karlstadts Radikalität und seinem Anspruch als Bruder der Laien

Auszug aus dem Buch

3.1 Bilderverehrung

Die erste Frömmigkeitspraktik, die Karlstadt in seiner Schrift erwähnt, ist die Bilderverehrung. Karlstadt geht es darum, dem Leser aufzuzeigen, dass Bilderverehrung Götzendienst ist und die Bilder daher aus den Kirchen entfernt werden müssen.26

Anfangs beschreibt Karlstadt den schändlichen Zustand der Kirchen, in denen die Bilder, welche er als Ölgötzen bezeichnet, sogar auf dem Altar stehen.27 Weiter zeigt er anhand der damals gängigen Frömmigkeitspraktiken auf, wie die Bevölkerung im Mittelalter die Bilder liebt. Besonders deutlich wird das für ihn in den kostbaren Kleidern der Bilder,28 in ihrer direkten Anrufung um Hilfe29 und in der stark verbreiteten Wallfahrt30 zu ihnen.

Konkrete Praktiken der Bilderverehrung, die Karlstadt in seiner Schrift nennt, sind die Abnahme der Kopfbedeckung, das Niederknien31 und das Anzünden von Kerzen32 vor den Bildern und das Küssen33 der Bilder selbst.

Mehrfach beschreibt Karlstadt die Praktik, vor den Bildern Kerzen anzuzünden, um sie dadurch zu ehren.34 Gerade Kerzen waren eine stark verbreitete Opfergabe, unter anderem deshalb, weil das Wachs als jungfräulich35 angesehen wurde und daher ein angemessenes Opfer darstellte. „Weil es zuletzt keine liturgischen Aktionen ohne Kerzen gab, wurde Wachs die erste, einfachste und selbstverständlichste Opfergabe.“36 Auf jedem Altar im Mittelalter standen Tag und Nacht brennende Kerzen.37

Karlstadt kritisiert weiterhin den Brauch, sich vor dem Bild zu verbeugen38, es zu küssen39 und die eigene Kopfbedeckung bewusst davor abzunehmen40. Alle diese Handlungen waren üblich, um jemandem untertänig ein persönliches Anliegen vorzulegen.41

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Person Andreas Karlstadt und seine Kritik an spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Der Kontext der Karlstadtschrift „Von Abtuung der Bilder“: Dieses Kapitel beschreibt Karlstadts akademischen Werdegang und die reformatorischen Unruhen in Wittenberg, die zur Entstehung seiner Schrift führten.

3 Frömmigkeitspraktiken in der Karlstadtschrift: Der Hauptteil erläutert detailliert die vier von Karlstadt abgelehnten Praktiken: die Bilder- und Heiligenverehrung, das Wallfahrtswesen sowie den Umgang mit Kruzifixen.

4 Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die zentrale Frage diskutiert, ob Karlstadts Kritik als elitär oder volkstümlich zu klassifizieren ist, ergänzt durch einen Ausblick auf offene Forschungsfragen.

5 Anhang: Dieses Kapitel enthält das Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Andreas Karlstadt, Reformation, Bilderverehrung, Heiligenverehrung, Wallfahrt, Kruzifixe, Bildersturm, Wittenberg, Laienfrömmigkeit, Götzendienst, Spätmittelalter, Theologie, Volksfrömmigkeit, Votivgaben, Religionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kirchengeschichtlichen Argumente von Andreas Karlstadt gegen spätmittelalterliche Frömmigkeitspraktiken, wie sie in seiner Schrift „Von Abtuung der Bilder“ niedergelegt sind.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Bilderverbot, die Verehrung von Heiligen und Reliquien, das Wallfahrtswesen sowie die veränderte Rolle des Kruzifixes in der Sterbebegleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Karlstadts Kritik theologisch und historisch einzuordnen und zu klären, ob er damit einen neuen volkstümlichen Glauben oder eine elitäre Frömmigkeit verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kirchengeschichtliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Primärquellen (Karlstadts Flugschrift) und relevanter Sekundärliteratur zur Reformationszeit basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ereignisse in Wittenberg und eine detaillierte Erörterung der vier genannten Frömmigkeitspraktiken, inklusive der populären Bräuche und Gegenargumente Karlstadts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Reformation, Karlstadt, Bilderverehrung, Volksfrömmigkeit und Bildersturm beschreiben.

Warum kritisierte Karlstadt das Anzünden von Kerzen vor Bildern?

Karlstadt sah darin eine Form des Götzendienstes, da Kerzen als Opfergaben direkt auf das Bild bezogen wurden, was er als Widerspruch zum ersten Gebot wertete.

Welche Rolle spielte Wittenberg bei der Bilderproduktion?

Wittenberg war unter Künstlern wie Lucas Cranach dem Älteren ein bedeutendes Zentrum der Bilderanfertigung, was die Dringlichkeit von Karlstadts Kritik unterstreicht.

Was schlug Karlstadt als Alternative zum Kruzifix für Sterbende vor?

Anstatt dem Sterbenden ein Kruzifix als visuelle Hilfe zu geben, forderte Karlstadt die direkte Verkündigung des Evangeliums der Sündenvergebung durch den Tod Christi.

Wie bewertet die Arbeit Karlstadts Rolle als „Bruder der Laien“?

Die Arbeit zeigt das Spannungsfeld auf zwischen seinem Wunsch, als Laie unter Laien zu leben, und seiner harten theologischen Kritik, die den volkstümlichen Praktiken der einfachen Menschen entgegenstand.

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Details

Title
Andreas Karlstadts Kritik an spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken im Spiegel seines Bildertraktates
College
Theological Seminary Elstal
Course
Seminar Kirchengeschichte
Grade
1,7
Author
Jonas Schilke (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V212022
ISBN (eBook)
9783656400721
ISBN (Book)
9783656401599
Language
German
Tags
karlstadts kritik frömmigkeitspraktiken spiegel bildertraktates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Schilke (Author), 2010, Andreas Karlstadts Kritik an spätmittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken im Spiegel seines Bildertraktates, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212022
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