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Frauensprache in der neueren feministischen Theorie

Titel: Frauensprache in der neueren feministischen Theorie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eva-Maria Ludwig (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Sexismus war immer mehr als das, was in der nichtssagenen Geschmeidigkeit politischer Rhetorik „die Benachteiligung der Frau“ heißt oder was Soziologen verharmlosend mit „traditioneller Rollenverteilung“ bezeichnen. Sexismus war immer Ausbeutung, Verstümmelung, Vernichtung, Beherrschung, Verfolgung von Frauen. Sexismus ist gleichzeitig subtil und tödlich und bedeutet die Verneinung des weiblichen Körpers, die Gewalt gegenüber dem Ich der Frau, die Achtlosigkeit gegenüber ihrer Existenz, die Enteignung ihrer Gedanken, die Kolonialisierung und Nutznießung ihres Körpers, den Entzug der eigenen Sprache bis zur Kontrolle ihres Gewissens, die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, die Unterschlagung ihres Beitrags zur Geschichte der menschlichen Gattung.“ (Janssen-Jureit 1978, zit. in Samel 2000:15)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick über die Entstehung der feministischen Sprachwissenschaft

1.1. Historischer Abriss: Die Frauenbewegung(en)

1.2. Entstehung der Feministischen Linguistik

1.3. Die Idee von den „Frauensprachen“

2. Kritik an Sprachsystem und Sprachgebrauch

2.1. Grundgedanken der feministischen Sprachkritik

2.2. Männlicher und weiblicher Sprachgebrauch: Unterschiede und Hintergründe

2.2.1. Feministische Forschungsergebnisse

2.2.1.1. Frauensprache bei Key und Lakoff

2.2.1.2. Charakteristika und Hypothesen zum weiblichen Sprachverhalten

2.2.1.3. Das Aufkommen des Begriffes Genderlect

2.2.2. Nicht-feministische Forschungsergebnisse: Geschlechtsbedingte Unterschiede im Sprachgebrauch

2.3. Diskriminierung der Frau in patriarchalischen Sprachen

2.3.1. Das generische Maskulinum

2.3.2. Genus und Sexus bei Personenbezeichnungen

3. Vorschläge für ein geschlechtergerechtes Deutsch

3.1. Beidbenennung

3.2. Das generische Femininum

3.3. Neutralisation

4. Schlussbetrachtung

4.1. Sprachwandel unter dem Einfluss der Frauenbewegung

4.1.1. Richtlinien für einen nichtsexistischen Sprachgebrauch

4.1.2. Einführung neutraler Berufsbezeichnungen

4.2. Kritik an der Feministischen Linguistik

5. Quellen

5.1. Bibliographie

5.2. Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der feministischen Sprachwissenschaft sowie deren Kritik an der systematischen Benachteiligung von Frauen in der deutschen Sprache. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie patriarchalische Strukturen durch Sprache reproduziert werden und welche Ansätze für ein geschlechtergerechtes Deutsch existieren, um diese Diskriminierung abzubauen.

  • Historische Entwicklung der Frauenbewegungen und deren Einfluss auf die Sprachwissenschaft.
  • Analyse der sprachlichen Diskriminierung und des generischen Maskulinums.
  • Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Sprachgebrauch (Frauensprache vs. Männersprache).
  • Evaluation von Lösungsansätzen wie Beidbenennung, generisches Femininum und Neutralisation.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den methodischen Grundlagen der feministischen Linguistik.

Auszug aus dem Buch

1.1. Historischer Abriss: Die Frauenbewegung(en)

Die feministische Sprachreflexion in der Bundesrepublik begann mit der neuen Frauenbewegung. Die Frauenbewegung in Deutschland lässt sich in zwei aufeinanderfolgende Phasen unterteilen: Die erste Phase, die um 1848 begann und bis 1933 andauerte, wird „ältere“ oder „erste Frauenbewegung“ genannt. (Pusch 1984: 133) Sie kam während der 1848er Revolution auf, als Frauen im Zuge der sozialen und demokratischen Bewegung in Deutschland ihre benachteiligende gesellschaftliche Stellung reflektierten. Also kämpften die Frauen um ihre politische, soziale und kulturelle Gleichberechtigung. Zu diesem Zwecke organisierten sie sich in Vereinen und Verbänden, was 1933 mit der Selbstauflösung des „Bund[es] deutscher Frauenvereine“ ein Ende hatte. Somit gab es während des Nationalsozialismus keine eigenständige Frauenbewegung mehr.

Die zweite Phase der Frauenbewegung, auch „Neue Frauenbewegung“ genannt, hat ihren Ursprung in der Studentenbewegung im Jahre 1968. Hierbei standen nämlich nicht nur linksgerichtete, politisch inspirierte Debatten im Mittelpunkt, sondern auch die Analyse des Verhältnisses der Geschlechter zueinander. Aufgrund der Spannungen zwischen den Geschlechtern im SDS, die mit dem legendären Tomatenwurf kulminierten, entstand die Neue Frauenbewegung, die nach der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 1970er Jahren auch international an Land gewann. Eine große Rolle in der „Internationalisierung“ der Frauenbewegung spielte das Buch von Betty Friedan The Feminine Mystique, das im Jahre 1963 in New York erschien und schon bald ins Deutsche übersetzt unter dem Titel Der Weiblichkeitswahn oder Die Selbstbefreiung der Frau erschien. Es behandelt das langweilige, unausgefüllte, ausschließlich von Familie und Hausarbeit geprägte, Leben US-amerikanischer Mittelschichtfrauen. (Holland-Cunz 2003: 139ff.) Friedan setzt sich für die Selbstbefreiung der Frau ein und bedient sich dafür einer sehr bildhaften Sprache: „Das amerikanische Vorort-Haus ist nicht wirklich ein Gefängnis, und doch sind die Hausfrauen in ihm gefangen; [...]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick über die Entstehung der feministischen Sprachwissenschaft: Das Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Frauenbewegungen und die daraus resultierende Etablierung der feministischen Linguistik als eigenständige Disziplin.

2. Kritik an Sprachsystem und Sprachgebrauch: Hier werden die feministische Sprachkritik, Unterschiede im männlichen und weiblichen Kommunikationsverhalten sowie die Mechanismen der sprachlichen Diskriminierung, wie das generische Maskulinum, analysiert.

3. Vorschläge für ein geschlechtergerechtes Deutsch: Dieses Kapitel stellt praktische Strategien wie Beidbenennung, generisches Femininum und Neutralisation zur Beseitigung asymmetrischer Sprachstrukturen vor.

4. Schlussbetrachtung: Die Zusammenfassung bewertet den Einfluss der Frauenbewegung auf den Sprachwandel, diskutiert die Wirksamkeit von Sprachrichtlinien und setzt sich kritisch mit der wissenschaftlichen Methodik der feministischen Linguistik auseinander.

5. Quellen: Verzeichnis der verwendeten bibliographischen Werke und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Feministische Sprachwissenschaft, Sprachkritik, Frauensprache, Männersprache, Genderlect, generisches Maskulinum, Beidbenennung, Neutralisation, Sprachwandel, Personenbezeichnungen, Diskriminierung, Patriarchat, Movierung, Sprachnormenkritik, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die feministische Sprachwissenschaft und deren Ziel, geschlechtsbezogene Diskriminierung in der deutschen Sprache aufzuzeigen und durch sprachpolitische Vorschläge abzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte der Frauenbewegungen, die Kritik am patriarchalischen Sprachsystem, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kommunikation sowie Strategien für eine geschlechtergerechte Sprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu analysieren, inwieweit Sprache das Bewusstsein von Geschlechterrollen formt und wie durch bewusste sprachliche Veränderungen eine gesellschaftliche Gleichberechtigung unterstützt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziolinguistischer Ansätze und der Auswertung feministischer Forschungsergebnisse zur Identifizierung und Kritik diskriminierender Sprachmuster.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, spezifische Forschungsergebnisse zu Frauen- und Männersprache sowie konkrete Vorschläge wie Beidbenennung oder das generische Femininum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Feministische Sprachwissenschaft, Sprachkritik, generisches Maskulinum, Beidbenennung und Sprachwandel bilden die wesentlichen Eckpunkte der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die „Frauensprache“ nach Meinung der Feministinnen?

Frühe feministische Thesen, wie die von Lakoff, charakterisierten den weiblichen Sprechstil als unsicherer, höflicher und durch Rückversicherungsfragen geprägt, wobei diese Ansätze später in die Differenz- und Code-switching-Hypothesen übergingen.

Was kritisiert die etablierte Linguistik an der feministischen Linguistik?

Die Hauptkritik besteht darin, dass die feministische Linguistik ein präskriptives, politisch motiviertes Ziel verfolgt und daher nicht wertneutral forsche, was als Verletzung wissenschaftlicher Standards gesehen wird.

Was versteht man unter dem „generischen Maskulinum“ und warum wird es kritisiert?

Das generische Maskulinum verwendet männliche Formen für gemischte Gruppen. Feministinnen kritisieren dies als Ausschluss von Frauen, da es die sprachliche Sichtbarkeit und damit die Identität von Frauen in der Gesellschaft untergräbt.

Was beinhaltet der „Pusch-Vorschlag“ zur Neutralisation?

Der Vorschlag von Luise Pusch zielt darauf ab, in Fällen, in denen das Geschlecht irrelevant ist, einheitlich das Neutrum zu verwenden, um diskriminierende Suffixe wie -in oder -frau zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauensprache in der neueren feministischen Theorie
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Soziolinguistik: Frauensprache - Männersprache
Note
1,0
Autor
Eva-Maria Ludwig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
25
Katalognummer
V211746
ISBN (eBook)
9783656398530
ISBN (Buch)
9783656398868
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neuere feministische Theorie feministische Theorie Feminismus Sexismus Sprache Sprachwissenschaften Frauensprache Männersprache feministische Sprachwissenschaft Frauen Männer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva-Maria Ludwig (Autor:in), 2012, Frauensprache in der neueren feministischen Theorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/211746
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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