„Russisches Roulette. Die neuen Regeln in der Krise (VI). Die meisten Übernahmen scheitern, weil die Integration misslingt – wie sich Risiken besser abschätzen lassen“ (Klesse 2009:58) titelte die Wirtschaftswoche. Tatsächlich ist es so, dass circa die Hälfte aller Übernahmen scheitern, oftmals, weil im Vorfeld der Transaktionen ein zu geringer Fokus auf die unterschiedlichen Unternehmenskulturen gelegt und diese nicht ausreichend auf ihre Kompatibilität analysiert wurden. Oft geschieht dies aus Zeit- und Kostengründen, da eine genaue Analyse der einzelnen Kulturen, vor allem bei internationalen Zusammenschlüssen, mit umfangreichen und komplizierten Analysen verbunden ist (vgl. Köppel, Lukas, Seidenfus 2011:109 - 113).
Diese Hausarbeit beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie ein Kulturwandel bei Übernahmen und Fusionen zu gestalten ist. Es werden wichtige Begriffsdefinitionen erörtert, worauf die Motive, Ziele und die Phasen des Mergers & Acquisitions-Prozesses (M&A-Prozess) im Zentrum stehen. Anschließend werden im vierten Kapitel die Instrumente zur Gestaltung des M&A-Prozesses aufgezeigt, um im letzten Kapitel an einem Praxisbeispiel angewandt zu werden.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
1 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Mergers & Acquisitions
2.2 Kultur und Unternehmenskultur
3 Mergers & Acquisitions
3.1 Phasen des M&A-Prozesses
3.1.1 Pre Merger Phase
3.1.2 Merger Phase
3.1.3 Post Merger Phase
3.2 Motive und Ziele von Mergers & Acquisitions
3.3 Gründe für das Scheitern von Mergers & Acquisitions
3.4 Das Merger Syndrom
4 Instrumente zur Gestaltung des Integrationsprozesses
4.1 Cultural Fit-Modell von Cartwright & Cooper
4.2 Cultural Due Diligence & Creation
4.2.1 Kulturanalyse (Corporate Culture Analysis)
4.2.2 Komplementarität (Complementary Factor Statement)
4.2.3 Kreation (Post Merger Integration System)
5 Einfluss der Integrationsgeschwindigkeit
6 Erfolgsfaktoren für die personelle & kulturelle Integration
7 Praxisbeispiel
7.1 Situationsbeschreibung
7.2 Analyse nach dem Cultural Due Diligence & Creation-Modell
7.3 Möglichkeiten der Gestaltung des Kulturwandels
8 Fazit
Quellenverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum scheitern viele Fusionen und Übernahmen?
Etwa die Hälfte aller M&A-Projekte scheitert, oft weil die Unternehmenskulturen nicht kompatibel sind und der Fokus zu sehr auf Finanzen statt auf Integration liegt.
Was ist eine "Cultural Due Diligence"?
Es ist die systematische Analyse der kulturellen Übereinstimmung (Cultural Fit) beider Unternehmen bereits in der Vorbereitungsphase einer Fusion.
Was versteht man unter dem "Merger Syndrom"?
Es beschreibt die Verunsicherung, Angst und sinkende Produktivität der Mitarbeiter während eines Fusionsprozesses aufgrund unklarer Zukunftsaussichten.
Welche Phasen hat der M&A-Prozess?
Der Prozess unterteilt sich in die Pre-Merger-Phase (Vorbereitung), die Merger-Phase (Transaktion) und die Post-Merger-Phase (Integration).
Welche Rolle spielt die Integrationsgeschwindigkeit?
Eine schnelle Integration kann Unsicherheiten verkürzen, birgt aber das Risiko, kulturelle Konflikte zu übersehen und die Mitarbeiter zu überfordern.
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- Stefanie Heinrich (Author), 2013, Gestaltung eines Kulturwandels bei Übernahmen oder Fusionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/211111