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Teleologische und deontologische Argumentationen der Präimplantationsdiagnostik

Titel: Teleologische und deontologische Argumentationen der Präimplantationsdiagnostik

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Daniela Boshüsen (Autor:in)

Theologie - Sonstiges

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bis zum 7.07.2011 war das Verfahren der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland verboten. Deutschland hatte bis zu diesem Tag eines der restriktivsten Schutzgesetze für menschlichen Embryonen weltweit, dass auf dem Embryonenschutzgesetz von 1991 fußte.
In diesem sind die Instrumentalisierung des menschlichen Embryos zu Forschungs- oder nicht reproduktiven Zwecken, sowie das therapeutische und reproduktive Klonen und die Präimplantationsdiagnostik verboten.
Man sah die Gefahr als zu groß an, dass bspw. die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik langfristige Folgen für das Zusammenleben der Menschen haben könnte, denn die Einstellung der Menschen zu Krankheiten, Behinderungen und Unvollkommenheit hätte sich verändern können.
Am 7.07.2011 wurde im Bundestag für die eingeschränkte Präimplantationsdiagnostik abgestimmt.
Paare, die die Veranlagung für schwere Erbkrankheiten in sich tragen oder bei denen die Gefahr einer Fehl-/ Totgeburt hoch ist, sollen die Erlaubnis bekommen die PID durchführen zu lassen. Aber selbst mit dieser Beschränkung der PID auf schwerste genetische Belastungen, kann es trotzdem noch zu Konflikten kommen, da eine ethisch höchst fragwürdige Auswahl von Krankheiten getroffen werden müsste.
Die Frage nach dem richtigen Umgang mit menschlichen Embryonen und die Definition des Beginns des menschlichen Lebens sind höchst brisante Themen, die einer genaueren Betrachtung bedürfen.
In dieser Arbeit soll das Verfahren der PID auf seine Berechtigung und seine Durchführbarkeit hin untersucht werden. Des Weiteren wird versucht, die Position der Kirche gegenüber diesem Verfahren zu verdeutlichen und die teleologischen und deontologischen Argumentationslinien der christlichen Ethik herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Die Definition von Teleologie

4. Die Definition von Deontologie

5. Das Recht auf ein Kind

5.1 Teleologische Argumentationen

5.2 Deontologische Argumentationen

6. Die Menschenwürde und das Recht auf Leben

6.1 Teleologische Argumentationen

6.2 Deontologische Argumentationen

7. Richtige Entscheidung PID?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Berechtigung und Durchführbarkeit der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich teleologische und deontologische Argumentationslinien der christlichen Ethik zu diesem Verfahren verhalten und welche moralischen Konflikte sich aus der Anwendung der PID für Eltern und Ärzte ergeben.

  • Grundlagen der teleologischen und deontologischen Ethik
  • Das Recht auf ein Kind im Kontext der PID
  • Die Wahrung der Menschenwürde bei vorgeburtlichem Leben
  • Ethische Abwägung zwischen Gesundheitsvorsorge und Embryonenschutz
  • Die Position der Kirche gegenüber reproduktionsmedizinischen Verfahren

Auszug aus dem Buch

5.1 Teleologische Argumentationen

Im Grundgesetz mit den Art. 2 Abs. 1, dem Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit, und Art. 6 Abs. 1, die geschützte Institution von Ehe und Familie, wird den Eltern ein Recht auf eigenen Nachwuchs eingeräumt. Rechtlich gesehen kann man potentiellen Eltern nicht verwehren, von ihren Rechten auf Persönlichkeit und Familiengründung Gebrauch zu machen, solange sie sich an die verfassungsrechtlichen Normen halten.

Sollten die potentiellen Eltern Probleme haben, die Verwirklichung ihrer Rechte als Paar umzusetzen, könnte die PID als Lösungsmöglichkeit in Betracht kommen. Vor allem bei Risikopaaren, die erblich vorbelastert sind, könnte es zu einer Risikoschwangerschaft kommen mit dem möglichen Ergebnis, dass das Kind mit genetischen Defekten oder schwerwiegenden Erkrankungen zur Welt kommt.

Die PID würde in diesem Fall nicht nur für die Verwirklichung des Kinderwunsches stehen, sondern würde ermöglichen, in einem sehr frühen Stadium schwerste Behinderungen und die Gefahr von Fehlgeburten zu erkennen und Chancen für ältere Paare durch In-Vitro Fertilisation erhöhen. Frauen würde im Vorfeld erspart, eine Schwangerschaft durchzumachen, die in ihrem Verlauf dazu führt, dass Komplikationen entstehen und die Schwangerschaft aufgrund dessen sogar abgebrochen werden könnte. Das verringere die psychische und physische Belastung einer Frau während der Schwangerschaft von vorneherein drastisch. Denn der Verlust eines Kindes, nachdem es durch künstliche Befruchtung entstanden ist, durch Abtreibung oder natürlichen Schwangerschaftsabbruch belaste die Frau viel mehr als die PID als „milderes Mittel“ der Selektion im Vorfeld. Denn man muss sich der Frage stellen, ob es nicht das geringere Übel sei, einen in vitro erzeugten und als krank erkannten Embryo erst gar nicht einzupflanzen, als darauf zu bestehen und ihn später, zwar straffrei, aber unter größter physischer und psychischer Belastung wieder abzutreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den rechtlichen Status der PID in Deutschland bis zur Gesetzesänderung im Jahr 2011 und skizziert die ethische Problematik sowie das Ziel der Untersuchung.

3. Die Definition von Teleologie: Hier werden die philosophischen Grundlagen der Teleologie dargelegt, wobei der Fokus auf der handlungsbezogenen Abwägung von Gütern und Werten liegt.

4. Die Definition von Deontologie: Das Kapitel definiert Deontologie als Pflichtenlehre und beleuchtet die Argumentationsmuster der katholischen Moraltheologie, insbesondere den Rückbezug auf die Natur und das Gebot der Unverfügbarkeit des Lebens.

5. Das Recht auf ein Kind: Dieses Kapitel untersucht, wie teleologische Argumente das Recht auf Fortpflanzung betonen, während deontologische Ansätze die moralischen Grenzen bei der Embryonenselektion aufzeigen.

6. Die Menschenwürde und das Recht auf Leben: Hier wird die Frage des moralischen Status des Embryos diskutiert, wobei zwischen naturwissenschaftlichen Sichtweisen und der kirchlichen Position der Lebensentstehung ab der Verschmelzung abgewogen wird.

7. Richtige Entscheidung PID?: Das abschließende Kapitel führt die verschiedenen Argumentationslinien zusammen und reflektiert über die ethische Komplexität einer Entscheidung für oder gegen die PID.

Schlüsselwörter

Präimplantationsdiagnostik, PID, Teleologie, Deontologie, Menschenwürde, christliche Ethik, Embryonenschutz, Kinderwunsch, Bioethik, Naturordnung, Fortpflanzungsmedizin, Lebensrecht, Güterabwägung, Designer-Babies, Schwangerschaftsabbruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung der Präimplantationsdiagnostik (PID) im deutschen Kontext, insbesondere unter Berücksichtigung christlich-ethischer Argumentationsmodelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Recht auf Nachwuchs, der Beginn des menschlichen Lebens, die Instrumentalisierung von Embryonen und die Abgrenzung zwischen teleologischen und deontologischen ethischen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Berechtigung der PID zu hinterfragen und die spezifischen Argumentationslinien der christlichen Ethik (teleologisch vs. deontologisch) gegenüber diesem medizinischen Verfahren herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine ethisch-theologische Analyse, die auf einer Literaturrecherche zu moraltheologischen Positionen und bioethischen Fachdiskursen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen der ethischen Grundbegriffe, eine Analyse des Rechts auf ein Kind, die Diskussion zur Menschenwürde bei Embryonen und eine abschließende Reflexion zur ethischen Entscheidungsfindung bei der PID.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Präimplantationsdiagnostik, Menschenwürde, Embryonenschutz, teleologische Ethik und deontologische Pflichtenlehre.

Welche Bedeutung hat der 7.07.2011 für das Thema der PID in Deutschland?

An diesem Datum wurde die eingeschränkte Zulassung der PID im deutschen Bundestag beschlossen, was den rechtlichen Rahmen für die in der Arbeit diskutierten ethischen Konflikte maßgeblich veränderte.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen teleologischer und deontologischer Sichtweise bezüglich Embryonen?

Die teleologische Sicht wägt oft den Nutzen (z.B. Vermeidung von Leid für Eltern) gegen die Risiken ab, während die deontologische Sicht die Tötung unschuldigen Lebens grundsätzlich als pflichtwidrig und unvereinbar mit der Menschenwürde ablehnt.

Warum wird die PID von Kritikern oft als "Designer-Baby"-Technologie bezeichnet?

Die Kritik basiert auf der Sorge, dass die Technik nicht nur zur Krankheitsprävention, sondern langfristig zur Selektion nach gesellschaftlichen Idealbildern oder Geschlechterpräferenzen missbraucht werden könnte.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der "richtigen" Entscheidung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine einfache universale Antwort gibt, betont jedoch die Pflicht zum Schutz des Lebens und mahnt an, dass der Mensch sich nicht leichtfertig zum "Designer" seiner eigenen Art machen sollte.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Teleologische und deontologische Argumentationen der Präimplantationsdiagnostik
Hochschule
Universität Münster
Note
2,3
Autor
Daniela Boshüsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V210829
ISBN (eBook)
9783656390435
ISBN (Buch)
9783656391654
Sprache
Deutsch
Schlagworte
präimplantationsdiagnostik teleologische argumentationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Boshüsen (Autor:in), 2012, Teleologische und deontologische Argumentationen der Präimplantationsdiagnostik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210829
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