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Feminisierung der Grundschule als eine (kausale) Ursache für geschlechterspezifische Bildungsungleichheiten

Titel: Feminisierung der Grundschule als eine (kausale) Ursache für geschlechterspezifische Bildungsungleichheiten

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten

Autor:in: Thomas Berger (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung
Noch bis vor wenigen Jahren galt das katholische Arbeitermädchen vom Land als Inbegriff für Bildungsbenachteiligung (vgl. Boldt 2008, S. 136). 1953 waren in Deutschland nur etwa 30 Prozent der Abiturienten weiblichen Geschlechts. Diverse Trendstatistiken zeigen jedoch, dass es in den letzten Jahren zu einem geschlechtsspezifischen Wandel in Bezug auf den Bildungserfolg gekommen ist, von dem nicht nur das deutsche Bildungssystem betroffen ist. In Deutschland stieg der Anteil der weiblichen Abiturien seit etwa Mitte der 50er Jahre kontinuierlich an, was zur Folge hatte, dass bereits 1980 im bundesdeutschen Durchschnitt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen an den Gymnasien vorherrschte. Gleiches gilt für den Anteil weiblicher Lehrer an den deutschen Schulen. Lag dieser an allgemeinbildenden Schulen noch vor etwa 60 Jahren bei ca. 35 Prozent, beträgt er heute über 70 Prozent (vgl. Neugebauer 2011, S. 235). Dieser Wandel ist besonders gut an den deutschen Grundschulen zu beobachten. Hier beträgt der Anteil des weiblichen Lehrpersonals inzwischen ca. 86 Prozent (vgl. Preuss-Lausitz 2008, S. 125). Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass seit Anfang der 90er Jahre mehr Mädchen als Jungen das Gymnasium erfolgreich abschließen. Abbildung 1 bezieht sich auf die bisher beschrieben Entwicklungen und verdeutlicht zudem, dass bereits 2007 56 Prozent aller Abiturienten weiblich waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Thematik und Erkenntnisinteresse

1.2 Vorgehensweise

2.0 Argumentationslinien der Feminisierungsthese

2.1 „Die Feminisierungsthese“ und ihre theoretischen Aspekte

2.2 Entwicklung und Problemabriss von Jungen im Grundschulalter

3.0 Gegenstimmen zur Feminisierungsthese

4.0 Die Feminisierungsthese auf dem „Prüfstand“

4.1 Aktueller Forschungsstand zur Feminisierungsthese

4.2 Die Grundschulempfehlung als möglicher Indikator für die Widerlegung der Feminisierungsthese

4.3 Die Feminisierung der Schule und deren Auswirkungen auf die Grundschulempfehlung

5.0 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die sogenannte „Feminisierungsthese“, welche den hohen Anteil weiblicher Lehrkräfte als kausale Ursache für das schlechtere Abschneiden von Jungen im deutschen Bildungssystem anführt. Ziel ist es, diese Theorie auf Basis aktueller empirischer Studien zur Grundschulempfehlung zu prüfen und alternative Erklärungsansätze für die beobachteten geschlechterspezifischen Bildungsunterschiede zu diskutieren.

  • Kritische Analyse der Feminisierungsthese im Lehrerberuf
  • Vergleich von Jungen- und Mädchenleistungen in der Grundschule
  • Untersuchung des Einflusses der Lehrkraft auf Grundschulempfehlungen
  • Rolle der Lernbereitschaft und schulischer Vorgaben
  • Evaluation von aktuellen Forschungsdaten (u.a. IGLU-Studie)

Auszug aus dem Buch

2.1 „Die Feminisierungsthese“ und ihre theoretischen Aspekte

Die bereits erwähnte Arbeit von Heike Diefenbach und Michael Klein („Bringing Boys Back in“) aus dem Jahre 2002 fokussiert und untersucht im Wesentlichen einen Aspekt, der die oben dargestellte Benachteiligung von Jungen erklären soll. Es wird betont, dass die Feminisierung des Lehrerberufes die (kausale) Ursache für die oben dargestellten Sachverhalte darstellt (vgl. Diefenbach/Klein 2002, S. 954). Mit dieser Aussage griffen die Autoren ein Themenfeld auf, dass über viele Jahre wenig Beachtung fand, galt es doch bis dahin als allgemein anerkannt, dass Frauen gegenüber Männern benachteiligt waren (vgl. ebd. 2002, S. 955). Dennoch muss vorweg geschickt werden, dass die Diskussion um eine nachteilige Wirkung von Lehrerinnen auf Jungen kein neues Phänomen darstellte. Beispielsweise versuchte man zwischen den beiden Weltkriegen in verschiedenen Ländern die Männerquote in den Lehrerberufen nach oben zu treiben, weil man befürchtete, dass die Jungen durch den Einfluss von Lehrerinnen „verweichlichen“ würden. Obgleich sich die Begründungsmuster von damals zu heute unterscheiden, ist die Grundaussage der Feminisierungsthese die gleiche geblieben: Weibliche Lehrkräfte beeinflussen die schulische und geistige Entwicklung von Jungen negativ.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den geschlechterspezifischen Wandel des Bildungserfolgs ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Rolle weiblicher Lehrkräfte für die Bildungsbenachteiligung von Jungen vor.

2.0 Argumentationslinien der Feminisierungsthese: Hier werden die theoretischen Begründungen der These dargelegt, insbesondere die Annahme, dass weibliche Lehrkräfte Jungen schlechter bewerten oder als männliche Rollenvorbilder fehlen.

3.0 Gegenstimmen zur Feminisierungsthese: Dieses Kapitel präsentiert Argumente und statistische Belege, die gegen die Wirksamkeit der Feminisierung als Hauptursache für Leistungsdifferenzen sprechen.

4.0 Die Feminisierungsthese auf dem „Prüfstand“: Auf Basis aktueller empirischer Daten wird untersucht, ob sich ein direkter Zusammenhang zwischen dem Geschlecht der Lehrkraft und der Grundschulempfehlung nachweisen lässt.

5.0 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Feminisierungsthese wissenschaftlich nicht haltbar ist und Bildungsunterschiede eher durch systemische Vorgaben sowie die Lernbereitschaft der Schüler erklärt werden können.

Schlüsselwörter

Feminisierungsthese, Jungen, Mädchen, Grundschule, Bildungsungleichheit, Grundschulempfehlung, Lehrerberuf, Schulerfolg, Geschlechterdifferenz, IGLU-Studie, Lernbereitschaft, Bildungssystem, Sozialisation, Lehrkraft, Leistungsmessung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der hohe Frauenanteil im Lehrerkollegium der Grundschulen ursächlich für die Bildungsbenachteiligung von Jungen verantwortlich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind die Feminisierungsthese, der Schulerfolg nach Geschlecht, die Rolle der Grundschulempfehlung sowie der Einfluss von Lehrkräften auf die Leistungsbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Prüfung der Feminisierungsthese anhand von neueren empirischen Forschungsdaten, um deren Aussagekraft und Haltbarkeit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung und Diskussion aktueller empirischer Studien (u.a. auf Basis der IGLU-Daten).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Thesen zur Feminisierung, die Gegenargumente, die empirische Prüfung anhand der Grundschulempfehlung und die Reflexion von Studienergebnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Feminisierungsthese, Grundschulempfehlung, geschlechterspezifische Bildungsungleichheit, Schulerfolg und Lehrereinfluss.

Widerlegt die Arbeit die Feminisierungsthese vollständig?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die These durch die analysierten Daten nicht gestützt wird und der Einfluss des Geschlechts der Lehrkraft als vernachlässigbar einzustufen ist.

Welchen Einfluss hat laut der Arbeit die Lernbereitschaft?

Die Lernbereitschaft wird als ein entscheidender Faktor für die Grundschulempfehlung identifiziert, der stärker wirkt als das Geschlecht der unterrichtenden Lehrkraft.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feminisierung der Grundschule als eine (kausale) Ursache für geschlechterspezifische Bildungsungleichheiten
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Autor
Thomas Berger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V210577
ISBN (eBook)
9783656383123
ISBN (Buch)
9783656383703
Sprache
Deutsch
Schlagworte
feminisierung grundschule ursache bildungsungleichheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Berger (Autor:in), 2012, Feminisierung der Grundschule als eine (kausale) Ursache für geschlechterspezifische Bildungsungleichheiten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210577
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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