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Die Selbsthilfegruppe als Chance für ein Leben mit Multipler Sklerose und die Möglichkeiten professioneller Unterstützung

Titel: Die Selbsthilfegruppe als Chance für ein Leben mit Multipler Sklerose und die Möglichkeiten professioneller Unterstützung

Seminararbeit , 2012 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marco Hoch (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was leisten Selbsthilfegruppen ohne die Anleitung von Helfenden – insbesondere in Hinblick auf die Multiple Sklerose – und inwiefern können Selbsthilfegruppen durch professionelle Helfer speziell Sozialarbeiter unterstützt werden?
Die aus dieser Auseinandersetzung gewonnenen Erkenntnisse sollen letztlich dazu dienen, den Blick auf die Selbsthilfegruppe als gegenseitiges Hilfesystem und vor allem in Verbindung mit dem Krankheitsbild Multiple Sklerose zu erweitern sowie eine Verknüpfung mit der Sozialen Arbeit herzustellen, um gezielt Anregungen für Professionelle insbesondere Sozialarbeiter zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen liefern zu können.
Um diese Problemstellung zu vertiefen, liegt es nahe, sich zunächst ein zuverlässiges Bild von der begrifflichen Grundlage zu verschaffen (Kapitel 2). Hinter den ersten Ausführungen verbergen sich daher eine Darstellung des Gegenstandsbereiches und Erläuterungen zu den Begriffen Multiple Sklerose und Selbsthilfe(-gruppen). Aufbauend auf diese begriffliche Annäherung stellt das dritte Kapitel den Versuch dar, eine Klärung vorzunehmen, welche Theorien und Ansätze in der Sache Selbsthilfe zu bezeichnen und beschreiben sind. Konkret soll die Selbsthilfe in ihren Bestandteilen dargelegt und bezüglich ihres fördernden Verhaltens in der Gruppe betrachtet werden. Das vierte Kapitel geht daraufhin auf den Tätigkeitsbereich der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose als Form der medizinischen Hilfe ein, stellt deren Philosophie vor und beschreibt konkrete Angebote. Das Krankheitsbild Multiple Sklerose wird dabei
in die Ausführungen einbezogen. Im fünften Kapitel soll der Bogen zur Sozialen Arbeit geschlagen werden. Konkret wird der professionelle Beitrag zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen multiperspektivisch beleuchtet und in Bezug zur Sozialen Arbeit gestellt. Davon ausgehend gilt es, praxisnahe Anregungen zur Unterstützung der Gruppenselbstbehandlung hervorzubringen. Im sechsten Kapitel schließlich versucht der Autor aus den zuvor abgeleiteten
Erkenntnissen für die Sozialarbeit Rückschlüsse zu ziehen und den dargestellten Gegenstandsbereich der Selbsthilfegruppen-Unterstützung abschließend kritisch zu erörtern. Zugunsten der Lesbarkeit wurde bei Bezeichnungen von Personen und Personengruppen darauf verzichtet, stets auch die weibliche Form zu nennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende und zielführende Bemerkungen

2. Begriffsklärung und Gegenstandsbestimmung

2.1 Multiple Sklerose – Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern

2.2 Die Selbsthilfe(-gruppe) – eine begriffliche Annäherung

3. Theorie und Arbeitsprinzipien im Gruppenselbstbehandlungsprozess

3.1 Ein Gegenentwurf zur professionellen Dominanz – Die theoretischen Ansätze der Selbsthilfe

3.2 Da-Sein, Dabei-Sein, Begleiten – Arbeitsweise und Verhalten im Selbsthilfeprozess

3.3 Mehr als nur reden können – Wichtige Kompetenzen im Selbsthilfe-Prozess

4. Der Tätigkeitsbereich der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose als Form der gesundheitsbezogenen Hilfe

5. Unterstützung der Selbsthilfegruppe durch professionelle Helfer Bezug nehmend auf den Sozialarbeiter

5.1 Zu krank, um sich selbst zu helfen - Von den Bedenken der Fachleute

5.2 Voneinander profitieren – Gründe für eine Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Selbsthilfegruppen

5.3 Fachleute und Selbsthilfegruppen arbeiten zusammen - Methoden des professionellen Beitrags zur Selbsthilfe

5.4 Allroundgenie - Anforderungen und Arbeitsprinzipien bei der Unterstützung von Selbsthilfegruppen

6. Zusammenfassende Bemerkungen und kritische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leistungsspektrum von Selbsthilfegruppen bei Multipler Sklerose und analysiert, wie professionelle Sozialarbeiter diese Gruppen effektiv unterstützen können, ohne deren Eigenverantwortung zu schwächen.

  • Grundlagen der Selbsthilfe und Multiple Sklerose
  • Theoretische Ansätze und Arbeitsprinzipien von Selbsthilfegruppen
  • Professionelle Unterstützung durch Sozialarbeiter
  • Methoden der Zusammenarbeit zwischen Fachleuten und Betroffenen

Auszug aus dem Buch

3.2 Da-Sein, Dabei-Sein, Begleiten – Arbeitsweise und Verhalten im Selbsthilfeprozess

Nachdem ausführlich geklärt wurde, was in der Sache Selbsthilfe(-gruppe) zu verstehen ist, und insbesondere die theoretischen Ansätze beschrieben wurden, soll nun ausgehend davon die Arbeitsweise der Selbsthilfegruppe explizit dargelegt werden. Konkret befasst sich der folgende Abschnitt mit der Frage: Was geschieht in Selbsthilfegruppen?

Grundsätzlich können in Anlehnung an Wohlfahrt und Breitkopf (1995) folgende Regeln als erste Empfehlung zusammengetragen werden: 1. Die Sitzungen finden einmal pro Woche für etwa zwei Stunden pünktlich statt. 2. Die Gruppengröße sollte zwischen sechs und zehn Mitglieder umfassen. 3. Alle Teilnehmer sind der Gruppe gemeinsam verpflichtet. Es existiert keine Leitung. 4. Alle besprochenen Themen / Probleme bleiben innerhalb der sozialen Gruppe. 5. Die Teilnehmer vermeiden allgemein gebrauchte Wendungen, wie „man“ oder „wir“, sondern exponieren sich als sich selbst mit „Ich“-Botschaften. 6. Gruppensitzungen beginnen und enden mit Blitzlicht-Runden. 7. Es werden keine Ratschläge erteilt, sondern nur erbetene Tipps gegeben. 8. Die Teilnehmer versuchen, sich in die Rolle des anderen hineinzuversetzen. 9. Aussagen werden nicht interpretiert und durch Vorwürfe kommentiert (vgl. Wohlfahrt & Breitkopf 1995, S. 57).

Ausgehend von diesen soeben als Empfehlung aufgestellten Regeln ergibt sich die Frage: Wie arbeitet eine Selbsthilfegruppe? Das Grundverständnis der Mitglieder beruht aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit auf den Schlagworten Solidarität, Verständnis und gemeinsames Interesse. Das bedeutet, die Teilnehmer handeln zwar in erster Linie für sich, aber auch für andere und das Ziel, eine zusammenhaltende sowie eng verbundene Gemeinschaft hervorzubringen. Somit stellt die soziale Gruppe einen geschützten Raum dar, in dem der Einzelne den Belastungen bzw. Störungen des Alltags entfliehen kann. Prinzipiell lebt der Gruppenprozess dabei von einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch, d.h. die Betroffenen ermutigen sowie stärken sich gegenseitig und entwickeln gemeinsam Kompetenzen zur Alltagsbewältigung (vgl. ebd., S. 57f.). Die Grundlage für diesen Prozess bilden in diesem Sinne folgende Handlungsnormen, die vom Autor gezielt zusammengetragen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende und zielführende Bemerkungen: Der Autor führt anhand einer Fallgeschichte in die Thematik ein und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit.

2. Begriffsklärung und Gegenstandsbestimmung: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose und definiert den Begriff der Selbsthilfegruppe.

3. Theorie und Arbeitsprinzipien im Gruppenselbstbehandlungsprozess: Es werden theoretische Ansätze der Selbsthilfe sowie spezifische Regeln und benötigte Kompetenzen für den Gruppenprozess beschrieben.

4. Der Tätigkeitsbereich der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose als Form der gesundheitsbezogenen Hilfe: Das Kapitel überträgt die theoretischen Grundlagen auf den speziellen Kontext der MS-Selbsthilfegruppen und deren Wirkungsbereiche.

5. Unterstützung der Selbsthilfegruppe durch professionelle Helfer Bezug nehmend auf den Sozialarbeiter: Hier wird die Rolle des Sozialarbeiters analysiert, inklusive Methoden der Zusammenarbeit und Anforderungen an das Anforderungsprofil.

6. Zusammenfassende Bemerkungen und kritische Reflexion: Der Autor resümiert die Ergebnisse und betont die Wichtigkeit der partnerschaftlichen Unterstützung durch die Soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Multiple Sklerose, Selbsthilfegruppe, Soziale Arbeit, Empowerment, Gruppenselbstbehandlung, psychosoziale Bewältigung, professionelle Unterstützung, Sozialarbeiter, Solidarität, Krankheitsbewältigung, Allzuständigkeit, Gruppenprozess, Patientenkompetenz, Gesundheitswesen, Interventionsmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Funktionsweise von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Multipler Sklerose sowie die Möglichkeiten, wie Sozialarbeiter diesen Prozess sinnvoll begleiten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Selbsthilfe, die psychosoziale Bewältigung einer chronischen Erkrankung wie MS und die methodische Unterstützung durch professionelle Fachkräfte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, was Selbsthilfegruppen ohne professionelle Anleitung leisten können und in welcher Form Sozialarbeiter diese Gruppen unterstützen sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie die Anwendung auf den spezifischen Bereich der MS-Selbsthilfe unter Einbeziehung einer Fallgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Betrachtung von MS-Gruppen und die detaillierte Analyse professioneller Unterstützungsmethoden für Sozialarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Multiple Sklerose, Selbsthilfegruppe, Empowerment, Soziale Arbeit und professionelle Unterstützung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Fallgeschichte im Text?

Die Fallgeschichte dient als lebensnaher Einstieg und roter Faden, um die emotionalen Hürden und den praktischen Nutzen der Selbsthilfe für Betroffene greifbar zu machen.

Was ist das „Allroundgenie“ im Kontext der Unterstützung?

Der Begriff beschreibt das geforderte Anforderungsprofil an einen professionellen Unterstützer, der eine Mischung aus therapeutischem Wissen, sozialpädagogischer Diagnostik und organisatorischem Geschick mitbringen soll.

Wie sollte sich der Sozialarbeiter gegenüber der Gruppe verhalten?

Der Sozialarbeiter sollte eine reaktive, partnerschaftliche Haltung einnehmen, die auf dem Prinzip des „Sich-überflüssig-Machens“ basiert und die Eigenverantwortung der Gruppe stärkt.

Was bedeutet das „bio-psycho-soziale Modell“ hier?

Es bezieht sich auf die Notwendigkeit, bei der Unterstützung der Selbsthilfegruppe sowohl die körperlichen Symptome als auch die psychische Stabilität und das soziale Umfeld der Betroffenen gleichermaßen zu berücksichtigen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Selbsthilfegruppe als Chance für ein Leben mit Multipler Sklerose und die Möglichkeiten professioneller Unterstützung
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Veranstaltung
Soziale Arbeit mit kranken Menschen
Note
1,0
Autor
Marco Hoch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V210533
ISBN (eBook)
9783656388951
ISBN (Buch)
9783656389552
Sprache
Deutsch
Schlagworte
handeln sache selbsthilfegruppe chance leben multipler sklerose möglichkeiten unterstützung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Hoch (Autor:in), 2012, Die Selbsthilfegruppe als Chance für ein Leben mit Multipler Sklerose und die Möglichkeiten professioneller Unterstützung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210533
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Leseprobe aus  27  Seiten
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