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David Hume: Über Wunder - Warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen

Titel: David Hume: Über Wunder - Warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Lisa Fäustel (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gibt eine Vielzahl von Diskussionen, ob Hume in die Gruppe der Skeptiker oder Empiriker einzuordnen ist. Unabhängig davon verfolgte seine Philosophie ein Ziel: Aufklärung. Er bediente sich einer Art Sortierungsprogramm und versuchte die Philosophie des 18. Jahrhunderts „aufzuräumen“. Bei seiner Suche nach einem empirisch begründbaren Fundament der Philosophie befand er sich im Kampf gegen den Aberglauben, wobei ihm seine Bücher als Waffen dienen sollten.
Der zehnte Abschnitt der Untersuchung über den Menschlichen Verstand ist zunächst im Traktat nicht veröffentlicht worden. Hume befürchtete in dieser noch sehr konservativen Zeit mit den Vertretern der Kirche in Konflikt zu geraten. Dieser Abschnitt handelt von Wundern und Wunderberichten, was zu dieser Zeit ein häufig diskutiertes Thema der Philosophie war. Hume versuchte anhand seiner Wunderdefinition zu argumentieren, ob Wunder möglich sein können und ob es Berichte darüber geben könne. Im Folgenden soll die Argumentationsstruktur Humes Darstellung, gegliedert in den ersten und zweiten Teil, aufgezeigt werden. Die Leitfrage, welche sich durch die gesamte Arbeit zieht, ist, warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen. Parallel dazu soll geklärt werden, ob laut Hume Wunder generell möglich sind und was ein Wunder eigentlich ist. Des Weiteren soll noch darauf eingegangen werden, welche Bedeutung Hume der menschlichen Natur für die Evidenz des Wunderglaubens zuschrieb. Außerdem enthält die Arbeit einen kurzen Abriss, in dem analysiert werden soll, inwieweit seine Kritik über Wunderberichte mit der Religion übereinkam.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Wunder

2.1 Erster Teil über Wunder

2.2 Zweiter Teil über Wunder

2.3 Die Rolle der menschlichen Natur

2.4 Wunder im Einklang mit Religion

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Argumentationsstruktur von David Humes zehntem Abschnitt seiner „Untersuchung über den menschlichen Verstand“, um zu klären, warum Wunderberichten aus erkenntnistheoretischer Sicht kein Glauben geschenkt werden sollte, und untersucht dabei die psychologischen Faktoren sowie das Verhältnis zur Religion.

  • Die erkenntnistheoretische Definition eines Wunders als Verletzung der Naturgesetze.
  • Die Rolle der menschlichen Erfahrung als primärer Maßstab für die Beurteilung von Tatsachen.
  • Psychologische Dispositionen des Menschen, die ihn empfänglich für Wunderberichte und Aberglauben machen.
  • Die Unterscheidung zwischen der ontologischen Möglichkeit von Wundern und der Glaubwürdigkeit von Zeugenberichten.
  • Das Spannungsfeld zwischen Humes empirischer Religionskritik und dem Stellenwert des Glaubens.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erster Teil über Wunder

Als erste Prämisse setzt Hume fest, dass die Erfahrung unser einziger Führer bei der Schlussfolgerung aus Tatsachen sei. Später im Text ergänzt er diese Prämisse noch, nämlich, dass ebenso Berichte, welche von Augenzeugen ausgehen, zur wichtigsten Art der Schlussfolgerung zählen. Dieses empirische Argument ist nur zu verstehen, wenn man weiß, was er als Tatsache definiert. Diese Unterscheidung traf er im vierten Abschnitt, in dem er alle Gegenstände der menschlichen Vernunft in zwei Arten gliederte. Zum einen gibt die relations of ideas und zum anderen die matters of fact. Der Begriff relations of ideas beschreibt Vernunfterkenntnisse, welche man durch Nachdenken erkennen kann. Dies bezieht sich vor allem auf mathematische Probleme, die sich zwar klar in falsch und richtig unterscheiden lassen, aber keinen Bezug zur Erfahrung aufweisen. Die matters of fact hingegen entsprechen Tatsachenwahrheiten und stellen etwas in der Welt dar. Ihr Gegenteil ist immer vorstellbar und das Wissen über Tatsachen erweitern wir durch Ursache- und Wirkungsbeziehungen. Diese Unterscheidung wird auch als Humes Gabel bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Humes Zielsetzung dar, die Philosophie des 18. Jahrhunderts vom Aberglauben zu befreien, und führt in die Leitfrage ein, warum Wunderberichten kein Glauben geschenkt werden darf.

2. Über Wunder: Dieses Kapitel erläutert Humes Definition von Wundern als Naturgesetzverletzungen und baut seine Argumentationsstruktur in zwei Teilen auf.

2.1 Erster Teil über Wunder: Es werden die empirischen Grundlagen und Humes Unterscheidung zwischen „relations of ideas“ und „matters of fact“ dargelegt.

2.2 Zweiter Teil über Wunder: Dieser Teil fokussiert auf die historische Analyse und die Prämisse, dass Zeugenberichte aufgrund der menschlichen Tendenz zur Täuschung und Neigung zum Außergewöhnlichen grundsätzlich skeptisch zu betrachten sind.

2.3 Die Rolle der menschlichen Natur: Hier wird untersucht, wie psychologische Faktoren wie Überraschung und Staunen die menschliche Urteilskraft beeinflussen und zur Verbreitung von Aberglauben führen.

2.4 Wunder im Einklang mit Religion: Das Kapitel behandelt den Zwiespalt zwischen Humes Religionskritik und seinem Versuch, den Glauben an eine Religion trotz der Widerlegung von Wunderberichten als System zu erhalten.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Wunder nur durch eigene empirische Erfahrung glaubhaft sein können, während Zeugenberichte wissenschaftlich als unzureichend gelten.

Schlüsselwörter

David Hume, Wunder, Wunderberichte, Erkenntnistheorie, Aufklärung, Aberglaube, Naturgesetze, Empirismus, Zeugenschaft, Psychologie, Religionskritik, Ursache-Wirkung, Skeptizismus, menschliche Natur, Tatsachendefinition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung David Humes mit Wunderberichten und seiner philosophischen Untersuchung, ob und unter welchen Umständen diese rational glaubhaft sein können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die erkenntnistheoretische Definition von Wundern, die methodische Skepsis gegenüber Augenzeugenberichten sowie die psychologischen Gründe für die menschliche Empfänglichkeit für Wunderglauben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen und welche logischen sowie psychologischen Schlussfolgerungen Hume daraus für die Aufklärung zieht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Hume laut der Arbeit?

Hume nutzt eine methodische Skepsis, die oft mit dem Pyrrhonismus in Verbindung gebracht wird, indem er die Glaubwürdigkeit von Zeugen und die Wahrscheinlichkeit der Ereignisse gegeneinander abwägt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Humes zweigeteilte Argumentation über Wunder, die Rolle der menschlichen Natur bei der Urteilsbildung und den schwierigen Spagat zwischen der Widerlegung von Wundern und dem Fortbestehen religiöser Systeme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die „Untersuchung über den menschlichen Verstand“, das Konzept der „Humeschen Gabel“ (relations of ideas vs. matters of fact) und die „Verletzung der Naturgesetze“.

Warum spielt die menschliche Psyche bei Hume eine so große Rolle?

Hume argumentiert, dass Menschen affektive Neigungen zum Staunen und zur Abenteuerlust haben, welche die empirische Vernunft bei der Beurteilung geheimnisvoller Ereignisse verdrängen können.

Wie löst Hume den Konflikt zwischen Wunderablehnung und Religion?

Er trennt das System der Religion von der Notwendigkeit der empirischen Beweisbarkeit, indem er betont, dass Religion primär auf Glauben und nicht auf rationalen Tatsachenbeweisen basiert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
David Hume: Über Wunder - Warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,7
Autor
Lisa Fäustel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V210336
ISBN (eBook)
9783656385844
Sprache
Deutsch
Schlagworte
david hume über wunder warum wunderberichten glauben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Fäustel (Autor:in), 2012, David Hume: Über Wunder - Warum wir Wunderberichten keinen Glauben schenken dürfen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210336
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Leseprobe aus  14  Seiten
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