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Angst, Freiheit und Verantwortung: Eine Betrachtung aus existenzphilosophischer Perspektive mit Hinblick auf Hans Jonas´ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik

Titel: Angst, Freiheit und Verantwortung: Eine Betrachtung aus existenzphilosophischer Perspektive mit Hinblick auf Hans Jonas´ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Peter Schaefer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Angst, Freiheit und Verantwortung: Drei große Begriffe, die vielfach besetzt sind. Angst beispielsweise ist, gerade in der heutigen Zeit, ein Begriff, der in der Psychologie besondere Aufmerksamkeit bekommt. Viele Menschen fühlen sich ängstlich – sie sehen sich existenziellen Nöten ausgesetzt. Sie finden sich in einer Welt wieder, die sich immer schneller zu drehen scheint. Viele haben Angst, den Anschluss zu verlieren. Die Menschen fühlen sich haltlos.
Diese Ängstlichkeit geht in der Folge oft mit einem subjektiv wahrgenommenen Freiheitsverlust einher. Unter der Diktatur der Angst, so kann man sagen, verlieren viele Menschen die Fähigkeit, freie Entscheidungen zu treffen. Sie sehen sich in den Determinismus gezwungen und geben vergleichsweise viel Entscheidungsgewalt an externe Faktoren ab.
Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es nun, eine existenzphilosophische Perspektive einzunehmen, um das Problemfeld Angst, Furcht, Freiheit und Verantwortung aus einem Betrachtungswinkel heraus zu diskutieren, der uns letzten Endes zu angstbefreiten und frei entscheidenden Menschen macht, welche die Angst eher auf ihr Potential hin deuten als auf ihre Negativeffekte. Ein hoher Anspruch! Und in letzter Instanz kann diese Abhandlung auch nur die Grundlagen legen. Es liegt an jedem Einzelnen selbst, die Ideen, die hier vermittelt werden sollen, mit konkreten Inhalten zu füllen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Vorüberlegungen zu den Begriffen Angst und Furcht

1.1. Differenzierung von Angst und Furcht

1.2. Angst: Das Tor zur Unendlichkeit der Welt

1.2.1. Die Angst vor dem In-der-Welt-sein

1.2.2. Angst als Freiheitsbewusstsein

2. Freiheit und Verantwortung

2.1. Zur Verantwortung verurteilt

2.2. Der handelnde Mensch

2.3. Hans Jonas‘ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik

2.3.1. Die zentrale Forderung

2.3.2. Heuristik der Furcht

2.3.3. Hans Jonas‘ Verantwortungsbegriff

3. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die existenzphilosophische Verknüpfung von Angst, Freiheit und Verantwortung. Ziel ist es, ein Verständnis zu entwickeln, in dem der Mensch seine Angst als Potenzial erkennt und durch die Übernahme von Verantwortung zu einem frei entscheidenden Subjekt wird, das den Herausforderungen einer technologisch geprägten Zivilisation gewachsen ist.

  • Existenzielle Analyse der Begriffe Angst und Furcht bei Martin Heidegger
  • Die Bedeutung von Freiheit als Grundbedingung des menschlichen Seins bei Jean-Paul Sartre
  • Das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Verantwortung und individuellem Handeln
  • Hans Jonas' Ethik der Verantwortung im Kontext technologischer Macht

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Die Angst vor dem In-der-Welt-sein

Die Angst vor dem Nichts, und hier kommt die Komponente Zeit erneut ins Spiel, äußert sich insbesondere in der Angst vor der eigenen Vergänglichkeit. Zu unserem menschlichen Sein (conditio humana, oder wie Heidegger sagt, zu unserem In-der-Welt-sein) gehört zur Geburt auch das Sterben. Besonders wird dies dem Menschen in der Begegnung mit der eigenen Vergänglichkeit vergegenwärtigt. Alterserscheinungen wie Falten erinnern uns an die eigene Sterblichkeit. Blicken wir in den Spiegel, wird sie uns buchstäblich vor Augen geführt - die Begegnung mit der eigenen Vergänglichkeit ängstigt uns. Unsere physische Existenz wird zwangsläufig mit dem Tod enden. Diesem Umstand sehen wir uns machtlos ausgeliefert – schlimmer noch: Wir können nicht absehen, ob überhaupt etwas, und wenn was genau, danach kommt. Spirituelle Führer haben mit der, immer vermeintlich richtigen, Antwort auf diese beunruhigende Frage ganze Religionen gegründet.

Kann man nun die eigene Sterblichkeit akzeptieren, wenn man die Angst zulässt? Heidegger würde zustimmen. Er erklärt, dass wir vor unserer Angst in den Alltag und den Determinismus flüchten. Indem wir behaupten, von unserer Umwelt bestimmt zu sein, geben wir unserem diffusen Sein einen Rahmen. Wir versuchen, dem eigentlich Konturlosen (diffusen), Kontur und damit Nachvollziehbarkeit zu geben. Sobald wir anhand äußerer, uns zugänglichen Faktoren erklären können, warum wir was wie machen, blenden wir die Effekte der Angst aus und verbannen sie in den Bereich des Hintergrundrauschens. Flucht, so Heidegger, ist aber kein adäquates Mittel gegen diese Angst. Man muss das geworfen-sein, und damit auch die eigene Sterblichkeit, akzeptieren. Und das geschieht zum eigenen Wohl: Ohne den Begriff des Sterbens wäre ein Begriff des Lebens nicht denkbar. Deshalb merkt Heidegger auch an, dass die Angst zwar aus dem In-der-Welt-sein kommt – Die Angst vor dem in-den-Tod-geworfen-sein lässt uns Seiende unser in-der-Welt-sein jedoch erst wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Problematik von Angst, Freiheit und Verantwortung sowie Verortung der Arbeit im Kontext eines philosophischen Hauptseminars.

1. Vorüberlegungen zu den Begriffen Angst und Furcht: Abgrenzung von Furcht und Angst auf Basis von Heideggers Fundamentalontologie, wobei Angst als existenzielles Phänomen vor dem eigenen diffusen Sein begriffen wird.

1.1. Differenzierung von Angst und Furcht: Herausarbeitung der Unterschiede zwischen der Furcht vor konkreten innerweltlichen Bedrohungen und der unbestimmten Angst.

1.2. Angst: Das Tor zur Unendlichkeit der Welt: Untersuchung der Angst als existenzielle Bedingung, die aus der Unabsehbarkeit der Zukunft und dem Geworfensein des Menschen resultiert.

1.2.1. Die Angst vor dem In-der-Welt-sein: Analyse der Vergänglichkeit und des Todes als konstitutive Momente des menschlichen Daseins.

1.2.2. Angst als Freiheitsbewusstsein: Deutung der Angst als notwendiges Korrelat zur menschlichen Freiheit, die sich aus der Nichtigkeit des Seins gründet.

2. Freiheit und Verantwortung: Darstellung des untrennbaren Zusammenhangs von Freiheit und der Bürde der Verantwortung bei Jean-Paul Sartre.

2.1. Zur Verantwortung verurteilt: Erörterung der These, dass der Mensch keine Option hat, sich seiner Verantwortung zu entziehen, da er notwendig handelndes Wesen ist.

2.2. Der handelnde Mensch: Beschreibung des Menschen als ständiger Entwurf, der durch das Setzen von Zwecken trotz Scheiterns Freiheit realisiert.

2.3. Hans Jonas‘ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik: Einführung in Hans Jonas' Verantwortungsethik als notwendige Ergänzung der klassischen Moralphilosophie im technologischen Zeitalter.

2.3.1. Die zentrale Forderung: Erläuterung der Kategorik des Verantwortungsimperativs mit Blick auf die Nachhaltigkeit menschlichen Lebens.

2.3.2. Heuristik der Furcht: Einführung des Prinzips, zukünftiges Unheil als Orientierungspunkt für heutiges ethisches Handeln zu nutzen.

2.3.3. Hans Jonas‘ Verantwortungsbegriff: Darstellung der drei Merkmale von Jonas' Verantwortungsbegriff, insbesondere des asymmetrischen Verhältnisses und der Sorge um das bedrohte Sein.

3. Abschließende Betrachtung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der persönlichen Verantwortung des Einzelnen im Umgang mit der existentiellen Freiheit.

Schlüsselwörter

Existenzphilosophie, Angst, Furcht, Freiheit, Verantwortung, Hans Jonas, Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre, Dasein, Geworfensein, Heuristik der Furcht, Ethisches Handeln, Eigenverantwortlichkeit, Diffuses Sein, Technologische Zivilisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Begriffen Angst, Freiheit und Verantwortung unter existenzphilosophischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kerngebiete umfassen das Verhältnis von Dasein und Angst, die Freiheit zur Selbstgestaltung sowie die ethische Verantwortung in einer technisierten Welt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie das Verständnis von Angst und Freiheit dazu beitragen kann, eine zeitgemäße, verantwortungsbewusste Haltung zum eigenen Handeln in der modernen Welt einzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Arbeit, die auf der Analyse existenzialistischer Texte und ethischer Konzepte (u.a. Heidegger, Sartre, Jonas) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die phänomenologische Untersuchung der Angst, die sartresche Freiheitsauffassung und die praktische Ausweitung durch Hans Jonas' Verantwortungsethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Angst, Freiheit, Verantwortung, Dasein, Heuristik der Furcht und Eigenverantwortlichkeit.

Wie unterscheidet Hans Jonas Angst von der alltäglichen Furcht?

Jonas nutzt die Furcht heuristisch, um vor dem Hintergrund einer furchtbaren Zukunft ethische Prinzipien der Bewahrung des menschlichen Lebens auf Erden zu entwickeln.

Welchen Einfluss hat das "Geworfensein" auf die persönliche Freiheit?

Das Geworfensein stellt die existenzielle Bedingung dar, innerhalb derer der Mensch seine Freiheit durch das Entwerfen von Zwecken überhaupt erst verwirklichen muss.

Warum ist laut Sartre "Passivität" keine Flucht vor Verantwortung?

Da der Mensch laut Sartre zur Freiheit verurteilt ist, ist selbst eine passive Haltung oder ein Unterlassen des Handelns eine aktive Entscheidung, für deren Folgen er verantwortlich bleibt.

Wie lässt sich die Erkenntnis der Arbeit auf das eigene Leben übertragen?

Die Arbeit schlägt vor, die eigene Angst vor der Unabsehbarkeit der Zukunft nicht als lähmend zu empfinden, sondern als Hinweis auf die Freiheit zur bewussten Lebensgestaltung und Verantwortungsübernahme zu begreifen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Angst, Freiheit und Verantwortung: Eine Betrachtung aus existenzphilosophischer Perspektive mit Hinblick auf Hans Jonas´ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
1,0
Autor
Peter Schaefer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V210260
ISBN (eBook)
9783656384489
ISBN (Buch)
9783656384670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Existenzialismus Existentialismus Sartre Heidegger Ontologie Kierkegaard Hans Jonas Jean-Paul Sartre Sinn des Lebens Seinsfrage Sein Lebensfragen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Schaefer (Autor:in), 2012, Angst, Freiheit und Verantwortung: Eine Betrachtung aus existenzphilosophischer Perspektive mit Hinblick auf Hans Jonas´ Ansatz einer zeitgemäßen Ethik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210260
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Leseprobe aus  22  Seiten
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