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Natur bei Nietzsche und in der deutschen Romantik

Titel: Natur bei Nietzsche und in der deutschen Romantik

Hausarbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Johann Engert (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der dieser Arbeit ist es mein Vorhaben, einen Vergleich zu ziehen zwischen Nietzsche und der deutschen Romantik, und zwar in einer besonderen, für beide zentralen Hinsicht – der Natur. Unter „Natur“ kann man freilich vieles verstehen, sei es die Welt, das Universum, die Gesamtheit der Dinge, die Wirklichkeit überhaupt, oder aber nur das Lebendige, vielleicht auch nur die „Natürlichkeit“ als das eigentliche, ursprüngliche Wesen der Dinge. Im Folgenden soll ein umfassender Begriff der „Natur“ verwendet werden, der einzig dem immensen Bedeutungsfeld gerecht werden kann, auf das man immer stößt, wenn man sich ebenso bei Nietzsche wie bei den Romantikern damit befassen will. Es wird sich dabei eine Viererbeziehung herausstellen, die in beide Denksysteme einbegriffen ist, nämlich die Beziehung Mensch-Leben-Natur-Geschichte. Ich werde argumentieren, dass die wesentlichen Bezugspunkte zwischen diesen vier Elementen und vor allem die Rolle, die sie in der gesamten jeweiligen Naturkonzeption innehaben, in beiden Fällen eine erstaunlich Ähnliche ist. Ich werde argumentieren, dass in beiden Fällen Natur als Geschichte begriffen wird, als lebendige, nicht festgelegte, ewig umstürzende und neuschöpfende Dynamik; dass in beiden Fällen das menschliche Leben Ausdruck dieses Lebendig-Dynamischen ist und Teilhabe daran; dass in beiden Fällen der Mensch, isoliert, außerhalb von Natur und Leben stehend, weder mit spekulativer Vernunft, noch mit empirischer Wissenschaft dieses Verhältnis durchschauen kann und dass gerade in diesen seinen Irrtümern vor ihm der Lebensprozess geheim seine Zwecke durchsetzt; dass in beiden Fällen im Anschluss daran das Bild eines Erkennenden auftaucht, welcher all dies einsieht, aber nicht daran verzweifelt, sondern bewusst das Leben mitsamt seiner Täuschungen und Irrtümer fortsetzt; dass in beiden Fällen schließlich dieser ganze Vorgang als ästhetisch lustvolles Spiel begriffen wird und die Forderung an den Menschen aufkommt, sein Leben mit diesem Spiel zu durchdringen.
Methode dieser Untersuchung ist nicht, akribisch einzelne Aussagen zu isolieren, die die behandelten Denker tun, sondern philosophische Motive herauszuarbeiten und nachzuvollziehen, die sich durch deren Systeme hindurch verfolgen lassen, sich wiederholen und in denen der Autor den Geist, die Quintessenz einer Phase des Denkens am Besten sehen und nachfühlen zu können glaubt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Erster Teil: die Naturkonzeptionen der Romantik

1. Überblick über die Naturkonzeptionen der Romantik

2. Leitende Motive der romantischen Naturbetrachtung

II Die Naturkonzeptionen Friedrich Nietzsches

1. Die Geburt der Tragödie als Systemversuch über Mensch, Kunst und Naturwahrheit

2. Morgenröte als zelebrierte Systemlosigkeit, Ironie, Radikal-Aufklärung

3. Die Fröhliche Wissenschaft als zentrales Werk

III Vergleich

1. Offene Widersprüche, explizite Polemik

2. Entkräftungsversuch und Möglichkeit einer nicht-metaphysischen Lesart der Romantik

3. Erste Annäherung: Genius, Kunst, Erkenntnis des Einsamen

4. Zweite Annäherung: Natur, Geschichte, Mythos

5. Dritte Annäherung: das Leben

6. Philosophische Konstanten: von Herder und Goethe über die Romantik bis Nietzsche

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen philosophischen Vergleich zwischen Friedrich Nietzsche und der deutschen Romantik in Bezug auf deren Naturkonzeptionen zu ziehen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich hinter den oft als gegensätzlich betrachteten Ansätzen gemeinsame philosophische Denkstrukturen verbergen, die das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Geschichte thematisieren.

  • Vergleich der Naturkonzeptionen von Nietzsche und der deutschen Romantik
  • Analyse der Rolle von Mythos, Geschichte und Leben als verbindende Elemente
  • Untersuchung von Nietzsches Kritik an der Romantik und deren methodische Entkräftung
  • Beleuchtung des Konzepts der "romantischen Ironie" und Nietzsches "Wille zum Schein"
  • Herausarbeitung philosophischer Konstanten vom Sturm und Drang bis zu Nietzsche

Auszug aus dem Buch

6. Philosophische Konstanten: von Herder und Goethe über die Romantik bis Nietzsche

Mein untersuchender Vergleich der romantischen Naturkonzeptionen mit denen Nietzsches, bei dem sich offensichtliche Widersprüche (welche ich in Kapitel 8 aufzulösen versuchte), aber auch erstaunliche Parallelen gezeigt haben, ist somit beendet. Auf seiner Grundlage gilt es nun in diesem letzten Kapitel, die hauptsächliche These dieser Arbeit argumentativ auszuformulieren. Die These lautet: hinter den romantischen Konzepten zur Natur und den menschlichen Umgang damit und denen Nietzsches zeigen sich gemeinsame Denkstrukturen, die sogar älter sind als die Romantik.

Es waren anhand der drei hier behandelten Werke Nietzsches, der Geburt der Tragödie, der Morgenröte und der Fröhlichen Wissenschaft zwei entscheidende Wandlungen seines Denkens beispielhaft zu zeigen. Im erstgenannten Werk ist Nietzsche auf eine Weise der Romantik nahe, die er selbst später verurteilt. Durch das Aufspannen eines grundsätzlichen Antagonismus im Menschen vor der Natur, nämlich dem zwischen der apollinischen Tendenz als des schönen, sittlichen, vernünftigen Traumes, wo die Dinge geordnet, individuierbar, vernünftig einsehbar, ästhetisch und ethisch vollendbar erscheinen, und der dionysischen Tendenz als des Erwachens aus dem Traum, des unverschleierten Blicks auf die Naturwahrheit als ein ewig chaotisches, ewig dynamisches, ewig ungeteiltes Ur-Eines und vor allem durch die Vision des dionysischen Künstlers als „Weltgenius“, der mit den Dingen verbunden ist und sie, so wie sie sind, direkt erlebt und erfährt, als einzig „Sehender“ in einer Welt von Träumenden – bringt er schon typische romantische Motive ins Spiel.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt das Vorhaben vor, einen Vergleich zwischen Nietzsche und der Romantik hinsichtlich der Naturkonzeption zu ziehen und die Rolle von Mensch, Leben, Natur und Geschichte zu beleuchten.

I Erster Teil: die Naturkonzeptionen der Romantik: Dieses Kapitel erläutert leitende Gedanken und wiederkehrende Motive der Romantik, wie das Romantisieren und die romantische Ironie, als Reaktion auf die durch die Französische Revolution erschütterte Vernunftgläubigkeit.

II Die Naturkonzeptionen Friedrich Nietzsches: Es erfolgt eine Analyse der philosophischen Entwicklung Nietzsches anhand von drei Werken, die den Wandel von der Systembildung zur radikalen Erkenntniskritik und dem Willen zum Schein nachzeichnet.

III Vergleich: Im Vergleichsteil werden Nietzsches Kritik an der Romantik reflektiert und gemeinsame Denkfiguren herausgearbeitet, um die These von einer tieferliegenden, gemeinsamen philosophischen Tradition zu stützen.

Schlüsselwörter

Nietzsche, deutsche Romantik, Naturkonzeption, Weltspiel, romantische Ironie, Wille zum Schein, Erkenntniskritik, Geschichte, Mythos, Lebensprozess, Naturwahrheit, Philosophie, ästhetisches Gefallen, Schöpferkraft, Perspektivismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das philosophische Verhältnis zwischen Friedrich Nietzsche und der deutschen Romantik, wobei ein besonderer Fokus auf dem Naturbegriff und den damit verbundenen Konzeptionen von Mensch und Geschichte liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Begriff des Lebens als Weltspiel, die Rolle des Künstlers bzw. des Erkennenden, die Funktion von Mythos und Ironie sowie das Streben nach einer nicht-metaphysischen Lebensdeutung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass zwischen Nietzsche und der Romantik tiefgreifende philosophische Gemeinsamkeiten bestehen, die über die von Nietzsche geäußerte explizite Polemik hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit wendet eine komparative Analyse an, die Motive und Denkfiguren in literarischen und philosophischen Primärtexten identifiziert und diese in einen übergreifenden geistesgeschichtlichen Kontext stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Naturkonzeptionen der Romantiker, die Werkphasen Nietzsches und führt einen systematischen Vergleich durch, der unter anderem die Themen Einsamkeit, Geschichte, Mythos und das Leben beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Naturkonzeption, Weltspiel, romantische Ironie, Wille zum Schein, Perspektivismus und Lebensprozess.

Inwiefern beeinflusst die "romantische Ironie" Nietzsches Denken?

Die Arbeit zeigt auf, dass Nietzsches Konzept des "Willens zum Schein" und seine lebensbejahende ästhetische Perspektive strukturelle Parallelen zur romantischen Ironie aufweisen, indem beide die endgültige Festlegung auf eine "Wahrheit" ablehnen.

Warum wird Nietzsche als "Romantiker" bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass Nietzsche insofern als Romantiker gelten kann, als er die Welt als dynamisches Geschichtsgeschehen begreift und die Kunst als Mittel einsetzt, um dem als "absurd" oder "entsetzlich" erkannten Dasein durch ästhetische Schöpfung Bedeutung zu verleihen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Natur bei Nietzsche und in der deutschen Romantik
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophie)
Veranstaltung
PS Nietzsche: Die Fröhliche Wissenschaft
Note
1.0
Autor
Johann Engert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V209928
ISBN (eBook)
9783656378716
ISBN (Buch)
9783656381181
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Nietzsche Romantik Natur Mensch Geschichte Genie Fröhliche Wissenschaft Geburt der Tragödie Morgenröte Safranski Schlegel Novalis Schleiermacher Eichendorff Heine
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johann Engert (Autor:in), 2012, Natur bei Nietzsche und in der deutschen Romantik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209928
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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