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Kindernachrichten im Fernsehen

Eine empirische Analyse der Wahrnehmung und des Verstehens von (globalen) Krisen und Konfliktsituationen im Grundschulalter

Title: Kindernachrichten im Fernsehen

Bachelor Thesis , 2012 , 91 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Susann Pfeil (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy

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Summary Excerpt Details

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Wahrnehmung und dem Verstehen von Kindernachrichten im Fernsehen in der Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen.
Neben der Frage, inwiefern sich Nachrichten für Erwachsene von speziell für Kinder produzierten Formaten unterscheiden, welche Gestaltungsmittel für Kindernachrichten genutzt werden und welche Qualitätskriterien für Kindernachrichten gelten müssen, interessiert, ab welchem Alter Nachrichten speziell für Kinder sinnvoll sind, wie diese wahrgenommen und verstanden werden und welche Wirkung die Nachrichten auf die jungen Rezipienten haben.
Im empirischen Teil der Arbeit (Studie an einer Erdinger Grundschule) werden die Unterschiede von Kindern zweier Altersgruppen in der Wahrnehmung und dem Verstehen eines Beispielbeitrages aus der Kindernachrichtensendung „logo!“ verglichen und die wichtigsten Einflussfaktoren für die Verarbeitung von Nachrichten über Krisen- und Konfliktsituationen herausgearbeitet. Dabei werden das persönliche Vorwissen der Kinder sowie der elterliche Umgang mit dem Medium Fernsehen, hier im speziellen (Kinder-) Nachrichten, einbezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

(A) Theoretischer Teil

2. Das Medium Fernsehen im kindlichen Alltag

2.1. Das Fernsehnutzungsverhalten von Kindern

2.2. Die Funktion des Mediums Fernsehen im kindlichen Alltag

2.3. Die Risiken des Mediums Fernsehen im kindlichen Alltag

3. Die kindliche Entwicklung und das Fernsehverständnis

3.1. Der kognitionspsychologische Ansatz

3.2. Das Lernen am Modell

3.3. Der kindliche Umgang mit krisenhaften Erlebnissen, Gewalt und Tod

4. Nachrichten

4.1. Die Funktion von Nachrichtensendungen

4.2. Nachrichten für Erwachsene

4.2.1. Der thematische Inhalt

4.2.2. Der Aufbau und die Gestaltung der Sendungen

4.3. Nachrichten für Kinder

4.3.1. Die Intention der Produzenten

4.3.2. Der thematische Inhalt

4.3.3. Der Aufbau und die Gestaltung der Sendung

4.3.4. Nachrichtenselektion bei Kindern

5. Qualitätskriterien im Bereich der Kindernachrichten

5.1. Qualitätskriterien für Kindernachrichten

5.2. Qualitätskriterien in der Krisenberichterstattung

5.3. Die Grundsätze der Krisenberichterstattung im Kinderkanal (KiKa)

(B) Empirischer Teil

6. Konzeption und Methode

6.1. Untersuchungsleitende Fragestellungen und Hypothesen

6.2. Besonderheiten bei der Arbeit mit Kindern

6.3. Forschungsdesign, Stichprobe, Untersuchungszeitraum

6.4. Operationalisierung: Die Entwicklung des Experiments und der Kinderfragebögen

6.5. Reliabilität und Validität

6.6. Durchführung

7. Die Ergebnisse

7.1. Beschreibung der Stichprobe

7.2. Familiäres Fernsehnutzungsverhalten und Vorwissen der Kinder

7.2.1. Das familiäre Fernsehnutzungsverhalten aus Sicht der Eltern

7.2.2. Das familiäre Fernsehnutzungsverhalten aus Sicht der Kinder

7.2.3. Das Vorwissen der Kinder aus Sicht der Eltern

7.2.4. Das Vorwissen der Kinder als Ergebnis aus der Fragebogenanalyse

7.3. Die Wahrnehmung und das Verstehen des gezeigten Nachrichtenbeitrages

7.3.1. Die Wahrnehmung des Beitrages

7.3.2. Das Verstehen des Beitrages

7.3.3. Emotionale Reaktionen der Kinder

8. Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse der Studie

8.1. Zusammenfassung der Studienergebnisse

8.2. Anregungen für die Ergänzung der Liste der Qualitätskriterien für Kindernachrichten

8.3. Kritische Betrachtung der Studie

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht empirisch, wie Kinder im Grundschulalter (6- bis 10-Jährige) Nachrichten über globale Krisen und Konfliktsituationen im Fernsehen wahrnehmen und verstehen. Das primäre Ziel ist es, die kindliche Nachrichtenrezeption zu analysieren, Einflussfaktoren für die Verarbeitung dieser Inhalte zu identifizieren sowie bestehende Qualitätskriterien für Kindernachrichten zu überprüfen und zu ergänzen.

  • Fernsehnutzungsverhalten von Kindern im familiären Kontext
  • Kognitive Entwicklung und kindliches Fernsehverständnis
  • Unterschiede in der Darstellung von Nachrichten für Erwachsene und Kinder
  • Analyse von Qualitätskriterien für die kindgerechte Krisenberichterstattung
  • Empirische Untersuchung der Nachrichtenwahrnehmung bei Grundschülern

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Je weniger Informationen Kinder haben, desto größer sind ihre Ängste.“ (Götz & Holler, 2011, S.17)

Hungerkatastrophen in Afrika, Selbstmordanschläge in Afghanistan, Tsunami und Atomunfall in Japan – vor medial präsenten Ereignissen wie diesen und den damit verbundenen Bildern können Kinder „in unserer von Medien durchdrungenen Gesellschaft“ (Götz & Holler, 2011, S.18) mit dem Fernsehen als Leitmedium nicht ferngehalten werden. Dies geht aus verschiedenen Studien des Internationalen Zentralinstitutes für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hervor.

Wie nehmen Kinder diese Ereignisse und Krisen wahr? Wie werden diese im deutschen Fernsehen und speziell im Kinderfernsehen dargestellt? Welchen Nutzen beziehungsweise welche Folgen hat diese Darstellung für die kindliche Wahrnehmung und das Verstehen der Ereignisse?

Wahrnehmung meint hier den sowohl bewussten als auch unbewussten Prozess der Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken zu einem Gesamteindruck. Verstehen bedeutet das inhaltliche Begreifen eines komplexen Zusammenhangs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und Relevanz der Untersuchung dar, die sich mit der Wahrnehmung und dem Verstehen von Krisennachrichten bei Kindern im Grundschulalter befasst.

2. Das Medium Fernsehen im kindlichen Alltag: Dieses Kapitel analysiert das Fernsehnutzungsverhalten von Kindern sowie die Funktionen und Risiken des Fernsehens als Sozialisationsinstanz.

3. Die kindliche Entwicklung und das Fernsehverständnis: Es werden kognitionspsychologische Ansätze sowie das Lernen am Modell erläutert, um den kindlichen Umgang mit kritischen Medieninhalten zu erklären.

4. Nachrichten: Hier wird die Funktion von Nachrichten untersucht und der Unterschied zwischen Erwachsenen- und Kindernachrichten hinsichtlich Inhalt, Aufbau und Gestaltung herausgearbeitet.

5. Qualitätskriterien im Bereich der Kindernachrichten: Das Kapitel definiert Anforderungen an Kindernachrichten, insbesondere im Kontext von Krisen- und Konfliktberichterstattung, und beleuchtet die Grundsätze des Kinderkanals.

6. Konzeption und Methode: Die Autorin beschreibt das Forschungsdesign der empirischen Studie, einschließlich der Hypothesen, der Stichprobe und der Durchführung des Laborexperiments.

7. Die Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die Resultate der Befragungen und des Experiments, differenziert nach Altersgruppen und Versuchsgruppen.

8. Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse der Studie: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, mit dem theoretischen Teil verknüpft und um konkrete Anregungen für Qualitätskriterien erweitert.

9. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Gesprächsangeboten und altersspezifischen Formaten für jüngere Kinder.

Schlüsselwörter

Kindernachrichten, Fernsehen, Mediensozialisation, Krisenberichterstattung, Grundschule, Nachrichtenrezeption, logo, Wahrnehmung, Verstehen, Angst, Medienkompetenz, kognitive Entwicklung, Konfliktsituationen, Qualitätskriterien, Empirische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder im Grundschulalter Nachrichten über globale Krisen im Fernsehen wahrnehmen und wie sie diese inhaltlich verarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Mediensozialisation, die kindliche Entwicklung im Zusammenhang mit Fernsehkonsum, die Gestaltung von Kindernachrichten sowie die Bedeutung der elterlichen Begleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Erkenntnisse zur kindlichen Nachrichtenrezeption durch eine empirische Studie zu fundieren und Qualitätskriterien für die kindgerechte Krisenberichterstattung zu überprüfen und zu ergänzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein Laborexperiment mit Grundschülern der 1. und 4. Klasse durchgeführt, ergänzt durch Fragebögen für Kinder und Eltern, um ein qualitatives und quantitatives Datenbild zu erhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Mediennutzung und kognitive Entwicklung sowie einen empirischen Teil, der das Experiment und dessen Ergebnisse detailliert vorstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kindernachrichten, Mediensozialisation, Krisenberichterstattung, Nachrichtenrezeption, kognitive Entwicklung und Medienkompetenz geprägt.

Warum sind gerade 6- bis 10-Jährige die Zielgruppe der Untersuchung?

Diese Altersgruppe durchläuft entscheidende kognitive Reifungsprozesse, die den Übergang vom anschauungsgebundenen zum konkreten Denken markieren und somit das Fernsehverständnis maßgeblich beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Sendung "logo!" in dieser Arbeit?

Die Sendung "logo!" dient als prominentes Beispiel für ein kindgerechtes Nachrichtenformat, dessen Inhalte, Dramaturgie und Interaktionsmöglichkeiten analysiert und mit denen regulärer Nachrichtensendungen verglichen werden.

Was ist das wichtigste Ergebnis in Bezug auf die elterliche Begleitung?

Die Studie belegt, dass das Gespräch mit Bezugspersonen essentiell ist, um Ängste abzubauen, Fehlinterpretationen zu vermeiden und den Kindern eine Einordnung der komplexen Krisennachrichten zu ermöglichen.

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Details

Title
Kindernachrichten im Fernsehen
Subtitle
Eine empirische Analyse der Wahrnehmung und des Verstehens von (globalen) Krisen und Konfliktsituationen im Grundschulalter
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
BA Bildungswissenschaften
Grade
2,1
Author
Susann Pfeil (Author)
Publication Year
2012
Pages
91
Catalog Number
V209664
ISBN (eBook)
9783656375548
ISBN (Book)
9783656375746
Language
German
Tags
kindernachrichten fernsehen eine analyse wahrnehmung verstehens krisen konfliktsituationen grundschulalter Kinder Nachrichten Tagesschau Logo Syrien Qualitätskriterien Einflußfaktoren Medium Fernsehverständnis Lernen am Modell Kognitionspsychologischer Ansatz Risiken Krisenberichterstattung Fernsehnutzung Fernsehnutzungsverhalten Kinderfernsehen kika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Pfeil (Author), 2012, Kindernachrichten im Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209664
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