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„Soziale Stadt“ Witten-Annen. Bilanz des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt"

Titel: „Soziale Stadt“ Witten-Annen. Bilanz des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt"

Hausarbeit , 2010 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Schröter (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 1999 initiierte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (Heute: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt“. Ziel des Bund-Länder-Programms ist es „der gewachsenen sozialräumlichen Polarisierung in deutschen Städten entgegenzuwirken und benachteiligte Stadtteile aufzuwerten und zu stabilisieren“.
Inzwischen beteiligen sich bundesweit 498 Gebiete in 318 Gemeinden an dem Programm, das 1999 mit 161 Stadtteilen in 124 Gemeinden startete. Bis heute wurden dafür mehr als zwei Milliarden Euro investiert (Stand 2008).
Die Gründe für die Initiierung des Programms gestalten sich dabei vielfältig: Seit den 1990er Jahren wird in der Wissenschaft, insbesondere in kommunalpolitischer und sozialwissenschaftlicher Literatur, auf eine zunehmende soziale Segregation in (groß-)städtischen Gebieten in Deutschland hingewiesen. Als Auslöser für diese negative Entwicklung sehen Experten die negativen Auswirkungen solcher „- stark verkürzt - mit den Stichworten Globalisierung, Deindustriealisierung, Bedeutungszunahme von Informationstechnik und wissensbasierten Dienstleistungsbranchen sowie Deregulierung“, verbundenen gesellschaftlichen Prozesse.
Dabei gilt das Ruhrgebiet als eine Region, die besonders stark von diesen Prozessen betroffen ist und einen andauernden „Strukturwandel“ vollzieht - weg von einer bis in die 1970er Jahre durch monostrukturelle Schwerindustrie dominierten Region, hin zu einer stark diversifizierten Wirtschaftsregion mit Kohle und Stahl. Der mit diesem Deindustriealisierungsprozess einhergehende massive Verlust von Arbeitsplätzen und der durch Substitutions- und Rationalisierungsprozesse zunehmende internationale Wettbewerbsdruck fallen im Ruhrgebiet besonders schwer ins Gewicht. Verstärkt werden diese negativen Auswirkungen des Strukturwandels auch durch allgemeine Entwicklungen im deutschen Städtesystem wie dem seit Jahren beobachteten Bevölkerungsrückgang und der zunehmenden kleinräumigen Polarisierung sozialer Lagen in den Städten. Das „Schrumpfen der Städte“, die Polarisierung von Armut und Reichtum sowie die ethnische und demographische Segregation – in kaum einer anderen Region Deutschlands sind diese Phänomene so deutlich zu erkennen wie im Ruhrgebiet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bund-Länder-Projekt „Soziale Stadt“

2.1 Das Programm

2.1.1 Auswahlverfahren

2.1.2 Charakteristische Probleme

2.1.3 Gebietsdaten und Gebietstypen

2.2 Die Praxis

2.2.1 Ziele

2.2.2 Schlüsselinstrumente

2.2.3 Wirkungen

3. Das Programmgebiet: „Soziale Stadt“ Witten-Annen

3.1 Gebietscharakter

3.2 Sozialstruktur

3.3 Problemlagen und Defizite

3.4 Handlungsfelder und Ziele

3.5 Zentrale Maßnahmen und Schlüsselprojekte

3.6 Management und Organisation

3.7 Aktivierung und Beteiligung

4. Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bilanziert die Umsetzung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ im Programmgebiet Witten-Annen. Ziel ist es, auf Basis des „Integrativen Handlungskonzepts“ und eigener Feldforschung zu untersuchen, wie die städtebaulichen und sozialstrukturellen Defizite vor Ort durch die Instrumente des Programms angegangen werden und welche Erfolge sowie Herausforderungen sich bei der Aktivierung der Bewohnerschaft ergeben.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Programms „Soziale Stadt“
  • Strukturelle Analyse des Programmgebiets Witten-Annen
  • Einsatz von Schlüsselinstrumenten wie Quartiersmanagement und Handlungskonzepten
  • Bewertung der Handlungsfelder und konkreter Schlüsselprojekte (z. B. Gesundheitszentrum, Jugendzentrum)
  • Problematik der Bürgerbeteiligung und Aktivierung benachteiligter Gruppen

Auszug aus dem Buch

3.1 Gebietscharakter

Das Programmgebiet liegt im östlichen Teil Wittens und umfasst neben dem Annener Stadtteilkern auch Teile der Stadtteile Rüdinghausen und Mitte. Im Osten grenzt das Programmgebiet an die Stadt Dortmund an. Mit mehr als 17.000 Einwohnern umfasst das Programmgebiet ca. 90% der Annener Bevölkerung. Dabei unterscheidet sich das Programmgebiet allerdings städtebaulich und in Bezug auf seine Sozialstruktur vom gesamten Stadtteil Annen, welcher insbesondere im Norden und Süden eher ländlich geprägt ist. Zudem konzentriert sich im Programmgebiet die Geschosswohnungsnutzung, wohingegen Einfamilienhäuser kaum vertreten sind. Der hohe Anteil von Einfamilienhäusern und Neubausiedlungen in Annen außerhalb des Programmgebietes sowie die allgemeine Wahrnehmung dieser Gebiete als „bürgerliche Statusgebiete“ im Gesamtbild Wittens sprechen für eine sehr heterogene Sozialstruktur innerhalb Witten-Annens und eine Konzentration von sozialen Problemen im Programmgebiet.

Innerhalb des Programmgebietes treten städtebauliche Defizite auf: So entstanden durch vermehrte Zeilen- und Punktbaumaßnahmen in den 1960er und 1970er Jahren in sich geschlossene Quartiere, „die sich auch hinsichtlich der Sozialstruktur der Bewohner deutlich unterscheiden“ (Stadtbüro 2006: 9). In einigen dieser Quartiere ist ein sehr hoher Anteil von Sozialwohnungen zu verzeichnen.

Ein weiteres Defizit stellt die S-Bahnstrecke dar, welche durch den Stadtteilkern läuft und sowohl den Stadtteil als auch das Programmgebiet nördlich und südlich in zwei Teile trennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Programms „Soziale Stadt“ und Einordnung der Relevanz für das Ruhrgebiet angesichts des Strukturwandels und zunehmender sozialer Segregation.

2. Das Bund-Länder-Projekt „Soziale Stadt“: Erläuterung der Programminhalte, Auswahlverfahren, typischer Problemlagen in betroffenen Gebieten sowie der angewandten Steuerungsinstrumente.

3. Das Programmgebiet: „Soziale Stadt“ Witten-Annen: Detaillierte Analyse der lokalen Sozialstruktur, städtebaulicher Probleme sowie der Umsetzung spezifischer Maßnahmen und Managementstrukturen vor Ort.

4. Fazit / Ausblick: Zusammenfassende Bilanzierung der Programmwirkung in Witten-Annen mit kritischem Fokus auf die Herausforderungen bei der Aktivierung der Bewohner.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Witten-Annen, Stadtentwicklung, Quartiersmanagement, soziale Segregation, Strukturwandel, Bürgerbeteiligung, Empowerment, Handlungskonzept, städtebauliche Defizite, Sozialraumanalyse, Infrastruktur, lokale Ökonomie, Bewohneraktivierung, Ruhrgebiet

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ in Witten-Annen, um zu prüfen, wie effektiv das Programm zur Aufwertung benachteiligter Stadtteile beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die soziale Segregation, die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet, die Rolle des Quartiersmanagements sowie die städtebauliche und soziale Aufwertung von Wohnquartieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Wirksamkeit der integrierten Handlungsansätze in Witten-Annen, insbesondere in Bezug auf die Lebensbedingungen der Bewohner und deren Einbindung in den Prozess.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Auswertung des „Integrierten Handlungskonzepts“ sowie auf eigenen Feldforschungen im Programmgebiet, ergänzt durch eine Literaturanalyse zum Programm „Soziale Stadt“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl das allgemeine Programm „Soziale Stadt“ als auch die spezifischen Verhältnisse in Witten-Annen (Sozialstruktur, Probleme, Maßnahmen, Management) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Soziale Stadt, Stadtentwicklung, Segregation, Empowerment und Quartiersmanagement charakterisiert.

Wie ist das Verhältnis zwischen dem Gesamtstadtteil Annen und dem Programmgebiet?

Das Programmgebiet weist im Vergleich zum restlichen, eher ländlich geprägten Annen eine höhere Geschosswohnungsdichte, eine höhere Arbeitslosigkeit und eine deutlich konzentriertere soziale Problematik auf.

Warum ist die Aktivierung der Bewohner in Witten-Annen so schwierig?

Aufgrund von Problemlagen wie Resignation, Stigmatisierung und der Dominanz individueller Probleme bei den Bewohnern fällt die Beteiligung besonders benachteiligter Gruppen wie Migranten und Jugendliche schwer.

Welche Bedeutung haben Projekte wie das „Centro Vital“ oder das Jugendzentrum „Famous“?

Diese Projekte sind Schlüsselmaßnahmen zur Verbesserung der Nahversorgung und der sozialen Infrastruktur, um gezielt Akteursgruppen wie Senioren oder Jugendliche in das Quartier einzubinden.

Welches Fazit zieht der Autor zur Umsetzung des Programms?

Das Programm wird als erfolgreich bei der strukturellen Aufwertung bewertet, weist jedoch Defizite bei der Aktivierung der eigentlichen Zielgruppen auf, was in Zukunft eine stärkere Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure erfordert.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Soziale Stadt“ Witten-Annen. Bilanz des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt"
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Veranstaltung
Städte im demographischen Wandel
Note
1,3
Autor
Martin Schröter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V209609
ISBN (eBook)
9783656371465
ISBN (Buch)
9783656371724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stadtsoziologie Städtebau Stadt Soziale Stadt Demographischer Wandel Demographie Soziale Ungleichheit Urbanistik Stadtentwicklung Bund-Länder-Projekt Deindustrialisierung Ruhrgebiet Sozialer Brennpunkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Schröter (Autor:in), 2010, „Soziale Stadt“ Witten-Annen. Bilanz des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209609
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Leseprobe aus  27  Seiten
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