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Sozialisationscontrolling. Konzeption eines Instruments

Title: Sozialisationscontrolling. Konzeption eines Instruments

Diploma Thesis , 2009 , 89 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Klaus Heinicke (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Es finden sich in der Literatur bereits einige Arbeiten über Maßnahmen zur Integration neuer Mitarbeiter, andere Arbeiten beschäftigen sich mit dem Sozialisationsprozess. In dieser Arbeit sollen beide Aspekte integriert werden und sowohl, je nach Sozialisationsphase, Handlungsempfehlungen zur Erleichterung des Prozesses, als auch eine Möglichkeit zur sukzessiven Kontrolle über den Sozialisationsprozess neuer Mitarbeiter gegeben werden. Daraus soll ein Sozialisationscontrollinginstrument entstehen, welches Unternehmen bei der Steuerung und Kontrolle des Sozialisationsprozesses neuer Mitarbeiter unterstützt...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Sozialisation

2.1.1 Die Begriffe Sozialisation und Organisationale Sozialisation

2.1.2 Erklärungsansätze für Organisationale Sozialisation

2.1.2.1 Die stufenweise Sozialisation

2.1.2.2 Sozialisationstaktiken

2.1.2.3 Kognitive Prozesse und Proaktivität

2.1.2.4 Sozialisationslernen und -inhalte

2.1.3 Einflussfaktoren auf den Sozialisationsprozess

2.1.3.1 Biographische Einflussfaktoren

2.1.3.2 Persönlichkeitseigenschaften

2.1.3.3 Organisationale Einflussfaktoren

2.1.3.4 Der Einfluss von Erwartungen, sozialer Unterstützung und Rollenkonflikten

2.1.4 Akteure im Sozialisationsprozess und ihre Rollen

2.1.4.1 Die Personalabteilung

2.1.4.2 Die Führungskraft

2.1.4.3 Die Kollegen/ die Arbeitsgruppe

2.1.4.5 Außerorganisatorische Bezugspersonen

2.2 Controlling und Personalcontrolling

3. Untersuchungsrahmen

3.1 Mentales Modell

3.2 Methodik

4. Instrument des Sozialisationscontrollings

4.1 Phase 1: Vor dem Eintritt

4.1.1 Inhalte

4.1.2 Maßnahmen

4.1.2.1 Steuerung

4.1.2.2 Information und Kontrolle

4.1.3 Aktivierung

4.1.4 Erfolgsbeitrag

4.2 Phase 2: Anfangszeit

4.2.1 Inhalte

4.2.2 Maßnahmen

4.2.2.1 Steuerung

4.2.2.2 Information und Kontrolle

4.2.3 Aktivierung

4.2.4 Erfolgsbeitrag

4.3 Phase 3: Integration

4.3.1 Inhalte

4.3.2 Maßnahmen

4.3.2.1 Steuerung

4.3.2.2 Information und Kontrolle

4.3.3 Aktivierung

4.3.4 Erfolgsbeitrag

5. Ergebnisse

5.1 Zusammenfassung

5.2 Limitationen

5.3 Implikationen für die Praxis

5.4 Implikationen für die Forschung

5.5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Sozialisationscontrollinginstruments, das Unternehmen dabei unterstützt, den Integrationsprozess neuer Mitarbeiter systematisch zu steuern und zu kontrollieren, um so die Frühfluktuation zu senken und die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen.

  • Theoretische Fundierung der organisationalen Sozialisation und ihrer Phasen.
  • Analyse der Einflussfaktoren, die den Sozialisationserfolg von Newcomern bestimmen.
  • Konzeption eines dreistufigen Controllinginstruments (Vor Eintritt, Anfangszeit, Integration).
  • Entwicklung von Evaluationsmethoden (Soll-Ist-Vergleiche) zur Messung von Sozialisationserfolgen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Begriffe Sozialisation und Organisationale Sozialisation

Der Begriff Sozialisation wird von Hurrelmann als der „Prozess der Entwicklung der Persönlichkeit in produktiver Auseinandersetzung mit den natürlichen Anlagen, insbesondere den körperlichen und psychischen Grundmerkmalen und mit der sozialen und physikalischen Umwelt“ definiert. Unter Sozialisation kann ebenfalls „das Lernen von gesamtgesellschaftlichen Werten, Normen, Verhaltensrichtlinien und der Erwerb von kulturell relevanten Fertigkeiten“ verstanden werden. Als wichtigste Bedingungsfaktoren für Sozialisation gelten Familie, Schule, Freunde, Peergruppen und die Medien.

Es kommt jedoch nicht nur in Gesellschaften zu Sozialisationsprozessen, sondern auch in Organisationen. Auch hier müssen sich die Neueinsteiger in einem neuen sozialen Milieu einleben und die Normen und Werte der Gruppe erlernen. So verstehen Van Maanen und Schein (1979) unter Organisationaler Sozialisation „the process by which an individual acquires the social knowledge and skills necessary to assume an organizational role” und Fisher (1985) „the process by which individuals outside the organization become fully adjusted insiders“. Es handelt sich um den Prozess, bei dem sich neue Mitarbeiter an ihre neue Arbeitsstelle und ihre Rolle in der Organisation anpassen. Dabei führt der Sozialisationsprozess zu einer „Anpassung an die Normen und Werte einer bestimmten Organisation durch einen Lernprozess“ und den Übergang von einem Neuling in ein vollwertiges Organisationsmitglied.

Unter Organisationaler Sozialisation ist durchaus ein wechselseitiger Anpassungsprozess zwischen Neuling und Organisation zu verstehen, in dieser Arbeit wird jedoch zwischen Sozialisation und Personalisation unterschieden. Organisationale Sozialisation beschreibt die Anpassung der Neuen an die Organisation, Personalisation hingegen betrachtet die Veränderung der Organisation durch den Einfluss des Neuen. Personalisation findet jedoch in der Regel eher selten statt, da Neulinge in Unternehmen meist nur in geringer Anzahl vorkommen und dabei in ein bereits bestehendes System mit Werten und Normen eintreten. Durch die neue Situation und die Unsicherheit ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass sich die Neulinge an die Organisation anpassen als umgekehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz einer erfolgreichen Einarbeitung aufgrund hoher Fluktuationskosten und definiert das Ziel, ein Sozialisationscontrollinginstrument zu entwickeln.

2. Theoretische Grundlagen: Bietet einen wissenschaftlichen Überblick über Sozialisationsmodelle, Einflussfaktoren und die Notwendigkeit von Controlling im Personalbereich.

3. Untersuchungsrahmen: Definiert das mentale Modell des Instruments, das den Sozialisationsprozess in drei chronologische Controllingphasen unterteilt und die Zielgrößen (Outcomes) festlegt.

4. Instrument des Sozialisationscontrollings: Detaillierte Darstellung des Controlling-Instruments für die Phasen Vor dem Eintritt, Anfangszeit und Integration mit Inhalten, Steuerungsmaßnahmen und Evaluationsbögen.

5. Ergebnisse: Fasst das Instrument zusammen, diskutiert methodische Grenzen und leitet Implikationen für die betriebliche Praxis sowie die weitere Forschung ab.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Sozialisationscontrolling, Personalcontrolling, Newcomer, Frühfluktuation, Einarbeitung, Organisationale Sozialisation, Rollenklarheit, Rollenkonflikte, Bindung, Commitment, Arbeitszufriedenheit, Soll-Ist-Vergleich, Personalauswahl, Personalmarketing.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines "Sozialisationscontrollings", einem Instrument zur systematischen Steuerung und Kontrolle des Integrationsprozesses von neuen Mitarbeitern, um Frühfluktuation zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der organisationalen Sozialisation, Einflussfaktoren wie Erwartungen und soziale Unterstützung, Controlling-Methoden sowie die praktische Ausgestaltung von Einarbeitungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Instrument zu schaffen, das Unternehmen dabei hilft, den Sozialisationsstand von Newcomern in drei aufeinanderfolgenden Phasen zu erfassen und bei Abweichungen gezielte Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender Stufenmodelle und empirischer Studien zur Sozialisation, aus denen ein strukturiertes, phasenorientiertes Controllinginstrument abgeleitet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet für die drei Phasen "Vor dem Eintritt", "Anfangszeit" und "Integration" jeweils die Inhalte, Steuerungsmaßnahmen und Erfolgsbeiträge und verknüpft diese mit spezifischen Evaluationsbögen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Sozialisationscontrolling, Frühfluktuation, Newcomer-Integration, Commitment, Arbeitszufriedenheit und Rollenklarheit.

Warum sollte man ein Sozialisationscontrolling als Investition betrachten?

Da Fluktuation in der Anfangsphase sehr kostspielig (50-200% des Jahresgehalts) ist, amortisiert sich die Investition in ein systematisches Controlling durch die Reduzierung von Kündigungen und eine schnellere Produktivität der neuen Mitarbeiter.

Welche Rolle spielt der Controller in diesem Prozess?

Der Controller fungiert als unbefangene Instanz, die Daten erhebt und Soll-Ist-Vergleiche durchführt, um objektive Informationen über den Sozialisationserfolg zu erhalten, ohne dass der Newcomer seine Situation beschönigen muss.

Excerpt out of 89 pages  - scroll top

Details

Title
Sozialisationscontrolling. Konzeption eines Instruments
College
University of Siegen
Grade
1,3
Author
Klaus Heinicke (Author)
Publication Year
2009
Pages
89
Catalog Number
V209529
ISBN (eBook)
9783656371144
ISBN (Book)
9783656371854
Language
German
Tags
sozialisationscontrolling konzeption instruments
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Heinicke (Author), 2009, Sozialisationscontrolling. Konzeption eines Instruments, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209529
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