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Italien und die Eurokrise

Titel: Italien und die Eurokrise

Seminararbeit , 2012 , 31 Seiten , Note: 15 Punkte

Autor:in: Lukas Schlichting (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien – ein Wort das alle verbindet: Eurokrise

Alle diese Länder - von der amerikanischen Presse auch PIIGS genannt - haben momentan große wirtschaftliche Probleme. Die Verschuldung ist hoch und ohne tiefgreifende Veränderungen ist ihre Zukunft ungewiss. Niemand weiß, wohin die Entwicklung geht und ob der eingeschlagene Weg zielführend ist. Manche von ihnen mussten bereits EU-Hilfsgelder beantragen und im Gegenzug strikte Sparmaßnahmen durchsetzen, um die Staatsausgaben zu senken und somit Voraussetzungen zu schaffen, in Zukunft wieder ohne EU-Gelder auskommen zu können. Die Euroländer waren niemals zuvor in einer vergleichbaren Situation und deshalb gibt es keine Lösung, von der man weiß, dass sie erfolgreich sein wird.

Im Zuge des Seminarfachs “Rom – politisch“ befasst sich diese Facharbeit genauer mit der Fragestellung, ob die neu getroffenen Maßnahmen in Italien ausreichen, um die Krise zu überwinden und wie die Zukunft Italiens aussehen könnte. Begonnen wird mit einer Definition und einem Überblick über die Eurokrise und deren Ursachen. Anschließend werden die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen auf Italien dargestellt. Im zweiten Teil thematisiert diese Facharbeit Italiens Bedeutung für den Euro. Dazu werden die italienische Wirtschaft und die italienischen Banken in Bezug auf ihre europäische Verflechtung untersucht. Der als Folge der Krise entstandene Regierungswechsel von Silvio Berlusconi zu Mario Monti und die daraus resultierende neue politische Situation finden ebenso Berücksichtigung wie die Maßnahmen der italienischen Politik. Eine Erläuterung sowohl der Auswirkungen der Krise als auch der Auswirkungen der politischen Maßnahmen auf die italienische Bevölkerung folgt. Die Facharbeit schließt mit einer Analyse über Italiens Zukunftschancen, in der mehrere Möglichkeiten zur Lösung der Krise erklärt sowie beurteilt werden.

Aufgrund der Aktualität des Themas kommen hauptsächlich Internetquellen zur Anwendung. Informationen aus Fachliteratur zur Finanz- und Eurokrise sowie den wirtschaftlichen Verflechtungen Italiens fließen zwar unter anderem im ersten Teil der Arbeit mit ein, jedoch stand keine Fachliteratur zur Verfügung, die explizit Informationen über Italien und die Auswirkungen der Krise auf Italien enthält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eurokrise

2.1. Definition Eurokrise

2.2. Die Anfänge und der Verlauf der Krise

2.3. Die Auswirkungen auf Italien

3. Italiens Bedeutung für den Euro

3.1. Italiens Wirtschaft

3.2. Italiens Banken im europäischen System

4. Der Regierungswechsel

4.1. Die Ministerpräsidenten

4.1.1. Silvio Berlusconi

4.1.2. Mario Monti

4.2. Die Ziele von Mario Monti

5. Die Maßnahmen der neuen Regierung

5.1. Die Probleme

5.2. Die Reformen

5.2.1. „Rette Italien“

5.2.2. „Wachse Italien“

5.3. Die Lasten der Reformen für das Volk

5.4. Die Sicht der Bevölkerung und die Reaktionen der Wirtschaftsverbänd

5.5. Steuerhinterziehung

6. Italiens Zukunftschancen

6.1. Erfolge von Monti

6.2. Szenarien

6.2.1. Euro-Bonds

6.2.2. Umschuldung

6.2.3. Austritt aus der Währungsunion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Eurokrise mit einem spezifischen Fokus auf Italien. Ziel ist es zu analysieren, ob die eingeleiteten politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung Monti ausreichen, um die Krise zu überwinden und welche Zukunftsaussichten für das Land bestehen.

  • Ursachen und Definition der europäischen Staatsschuldenkrise
  • Die wirtschaftliche Bedeutung Italiens innerhalb der Eurozone
  • Der Regierungswechsel von Silvio Berlusconi zu Mario Monti
  • Analyse der italienischen Reformpakete „Rette Italien“ und „Wachse Italien“
  • Zukunftsszenarien für Italien im Kontext der Euro-Währungsunion

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Anfänge und der Verlauf der Krise

Mitte 2007 brach in den USA die globale Finanzkrise ausgehend von Problemen im Immobiliensektor aus. Diese entstanden durch die Politik der amerikanischen Regierung. George Bush, seinerzeit amtierender amerikanischer Präsident, drängte die Banken dazu, auch Kredite an finanziell schwächere Bürger zu vergeben. Auch diese sollten sich „[…] den amerikanischen Traum vom Hauseigentum […]“ ermöglichen können. Banken, wie z.B. Fannie Mae und Freddie Mac, vergaben so aufgrund des „Community Reinvestment Gesetzes“ reihenweise Kredite an Personen, die bei vorsichtiger Geschäftspolitik keine erhalten hätten. Als nun aber eben diese Personen in Folge von niedrigen Löhnen oder Arbeitslosigkeit ihre Raten, die aufgrund des von 1% auf 5,25% gestiegenen Leitzinses nun deutlich höher ausfielen, nicht mehr zahlen konnten, platze die Blase.

Amerikanische Banken und deren hypothekenbesicherte Wertpapiere wurden von Ratingagenturen um bis zu drei Stufen herabgestuft. Als Sicherheit für die Kredite waren ursprünglich die davon erworbenen Häuser vorgesehen. Aufgrund der Vielzahl der zahlungsunfähigen Schuldner und dem daraus resultierenden hohen Immobilienangebot, sank der Preis der Immobilien stark. Durch erforderliche Abschreibungen auf die bewerteten Immobilien entstanden erhebliche Verluste. Dies betraf zunächst die Immobilienbanken und Institute wie die oben genannten Fannie Mae und Freddie Mac, welche mit staatlicher Unterstützung gerettet wurden. Als Folge griff die Krise auf den gesamten Finanzsektor über. Auch Lehman Brothers hatte enorme Verluste gemacht und beantragte deshalb Hilfe beim amerikanischen Staat. Doch nachdem die koreanische Regierung der Korea Development Bank den Kauf von Lehman Brothers untersagte, fand sich trotz staatlich versprochener Garantien kein Käufer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Eurokrise als übergeordnetes Problem ein und stellt die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Reformmaßnahmen in Italien vor.

2. Die Eurokrise: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Eurokrise und skizziert den historischen Verlauf von der US-Finanzkrise 2007 bis zur Ausbreitung auf die Eurozone.

3. Italiens Bedeutung für den Euro: Hier wird die wirtschaftliche Relevanz Italiens als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sowie die Stabilität des italienischen Bankensektors untersucht.

4. Der Regierungswechsel: Dieses Kapitel thematisiert den politischen Umbruch von der Ära Berlusconi hin zur Technokratenregierung unter Mario Monti und dessen politische Ziele.

5. Die Maßnahmen der neuen Regierung: Hier werden die konkreten Reformpakete der Regierung Monti, deren Auswirkungen auf die Bevölkerung und das Problem der Steuerhinterziehung detailliert dargestellt.

6. Italiens Zukunftschancen: Das Kapitel analysiert die bisherigen Erfolge der Regierung und bewertet verschiedene Zukunftsszenarien wie Euro-Bonds, Umschuldung oder einen Austritt aus der Währungsunion.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und beurteilt die Erfolgsaussichten der Reformen sowie die Rolle der EU für eine wirtschaftliche Gesundung Italiens.

Schlüsselwörter

Eurokrise, Italien, Mario Monti, Staatsverschuldung, Reformen, Banken, Finanzkrise, Haushaltsdefizit, Euro-Bonds, Umschuldung, Strukturwandel, Korruption, Steuerhinterziehung, Wirtschaftswachstum, Europäische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation Italiens während der Eurokrise und untersucht, ob die getroffenen politischen Reformmaßnahmen ausreichen, um die Krise zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Bedeutung Italiens, dem Regierungswechsel zu Mario Monti, den eingeführten Reformpaketen und den potenziellen Zukunftsszenarien für das Land.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit der von der Regierung Monti eingeleiteten Maßnahmen zu prüfen und eine fundierte Einschätzung über die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten Italiens zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine aktuelle Auswertung von Internetquellen, Fachliteratur sowie Wirtschaftsdaten, um die komplexe Situation systematisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Ursachen der Eurokrise die strukturellen Probleme Italiens, die Rolle der Regierung, spezifische Reformen sowie die Chancen und Risiken verschiedener Lösungsszenarien erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Eurokrise, Italien, Mario Monti, Staatsverschuldung, Strukturreformen, Euro-Bonds und Umschuldung sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Technokratenregierung unter Monti von der vorangegangenen Regierung?

Im Gegensatz zu parteipolitisch geprägten Regierungen setzt sich die Regierung Monti aus parteilosen Experten zusammen, die Entscheidungen stärker an wissenschaftlich-technischen Notwendigkeiten ausrichten.

Welche Rolle spielt die italienische Bevölkerung bei der Umsetzung der Reformen?

Die Akzeptanz der Bevölkerung ist entscheidend; der Autor betont, dass Monti die Vorteile der Reformen verdeutlichen muss, um den Rückhalt für den Spar- und Reformkurs nicht zu verlieren.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Italien und die Eurokrise
Note
15 Punkte
Autor
Lukas Schlichting (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V209378
ISBN (eBook)
9783656370628
ISBN (Buch)
9783656370994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Italien Eurokrise Monti Krise in Europa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Schlichting (Autor:in), 2012, Italien und die Eurokrise, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209378
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Leseprobe aus  31  Seiten
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