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Von vergangenen Utopien: Das Werk Monika Sosnowskas im Kontext des Modernisme Noir und der Appropriation Art

Titel: Von vergangenen Utopien: Das Werk Monika Sosnowskas im Kontext des Modernisme Noir und der Appropriation Art

Seminararbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sarah Pagan (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Modernismus beschreibt eine Position in der Kunst, die mit der Tradition der figurativen Bildkünste bricht. Es handelt sich um ungegenständliche Kunst, die sich einer „reinen“ Formensprache bedient. Diese Tendenz der Befreiung ihrer Darstellungen vom Gegenstand, weist auf den reflexiven Hintergrund des Modernismus hin, nämlich dem des sogenannten „Endes der Malerei“. Werke wie vor Allem Kazimir Malewitschs „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“ oder Rodschenkos Triptychon der Primärfarben sind sich gegenüberstehende Reflexionen des Modernismus. Die Werke sind Bilder äußerster Reduktion, die sich in den monochromen Flächen zeigt. Hinter dieser Konzentration steckt der Gedanke der äußersten Ausdifferenzierung der Kunst. Diesem Reinheitsgedanken des Modernismus liegen dabei die folgenden vier Axiome zugrunde: Der Universalismus, durch den sich die modernistische Kunst als autonom und kanonisch begreift. Den Anspruch der Unmittelbarkeit fasst sie aufgrund ihrer evidenten Form, der keine komplexen Zeichen- und Operationssysteme inne sind. Außerdem erhebt sie auch Anspruch auf Unumkehrbarkeit, da sie mit radikalisierten Positionen, also „Extremformeln“ arbeitet. Darin ist das avantgardistische Selbstverständnis der Mission zu Modernisierung enthalten, das sich in einer gradlinigen Progressivität äußert. Als letztes „Urwort des Modernismus“ steht der Utopismus, durch den sich die Modernismen als „Modell einer besseren Welt“ begreifen.
In der postmodernen Verarbeitung dieser Modernismen sollen im Folgenden besonders zwei Tendenzen innerhalb der Kunst hervorgehoben sein. Auf der einen Seite die Appropriation Art, die die modernistische Ästhetik durch Strategien der Wiederaneignung und Neukonstruktion und -kontextualisierung, reflektiert. Auf der anderen Seite steht das von Gerd Blum und Johann Hartle bezeichnete Konzept des Modernisme noir (im Folgenden als MN abgekürzt), der in der Nutzung der reduktiven Formensprache des Modernismus eine kritische Haltung gegenüber der gesellschaftlich-politischen Moderne einschreibt. Beide Tendenzen stellen die Urworte der Modernismen in Frage und charakterisieren sich durch die „Wiederholung der ästhetischen Formenklarheit des Modernismus“. Während es der Appropriation Art allerdings vorrangig um die Historisierung des Modernismus auf einer selbstreflexiven Ebene geht, geht es dem MN um die „politisch dystopisch[e]“ Einfärbung der ästhetischen Formenklarheit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Appropriation Art

I.2 Modernisme noir

II. Monika Sosnowskas räumliche Interventionen

III. Abschließende Betrachtung von Sosnowskas Kunst im Ansatz des Modernisme noir

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Werk der Künstlerin Monika Sosnowska im Kontext von Appropriation Art und Modernisme noir, um aufzuzeigen, wie sie moderne Architekturmodelle und utopische Entwürfe durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts neu kontextualisiert.

  • Die theoretische Einordnung der Appropriation Art als Strategie der Wiedereignung moderner Ästhetik.
  • Die Analyse des Modernisme noir als kritisches Instrument zur Reflexion über die „dunkle Seite“ der Moderne.
  • Untersuchung der räumlichen Interventionen von Monika Sosnowska anhand konkreter Werkbeispiele.
  • Hinterfragung der Korrespondenz zwischen künstlerischer Formensprache und politischen Herrschaftsideologien.
  • Diskussion des Museumsraums als ideologisch besetztes Medium der Kontrolle und Zensur.

Auszug aus dem Buch

I.1 Appropriation Art

Die Appropriation Art ist eine Kunstform, die sich durch Wiederaneignung eines schon bestehenden Werks, die Frage danach stellt, wie dieses eine bestimmte Wirkung erzielen will, bzw. wie das Werk die scheinbar gewollte Wirkung nicht erzielen kann. Sie ist eine fortführende Tendenz des Modernismus und beschäftigt sich mit Inhalten der minimalistischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Markus Brüderlin beschreibt sie als „Retroavantgarde“, in der seit den 70er Jahren Positionen der klassischen Avantgarde rekapituliert werden und somit „das Projekt der Moderne zum Gegenstand einer künstlerischen Konzeption“ gemacht wird.

Die Appropriation Art will eine Form der Provokation sein, die das Projekt der Moderne als gescheitert ausstellen möchte. Die Moderne lehnt sich an die Vorstellungen des Universalismus, der Unmittelbarkeit, der Unumkehrbarkeit und den Utopismus. Die Modernismen als Entwürfe einer neuen nach vorne gerichteten Lebensgestaltung verlieren in der Wiederaneignung ihrer Formen ihren Anspruch auf diese modernistischen Axiome.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Appropriation Art und des Modernisme noir ein und verknüpft diese mit dem künstlerischen Ansatz von Monika Sosnowska.

I.1 Appropriation Art: Hier wird die Kunstform der Appropriation Art als Strategie der Reflexion über das Scheitern moderner Ideale und als „Retroavantgarde“ erläutert.

I.2 Modernisme noir: Dieses Kapitel definiert den Modernisme noir als gesellschaftliche Intervention, die die „dunkle Seite“ und die katastrophalen Folgen der Moderne kritisch beleuchtet.

II. Monika Sosnowskas räumliche Interventionen: Eine detaillierte Untersuchung der Installationen von Sosnowska, insbesondere im Hinblick auf deren Bezug zum russischen Konstruktivismus und zur Geschichte Warschaus.

III. Abschließende Betrachtung von Sosnowskas Kunst im Ansatz des Modernisme noir: Eine Synthese, die Sosnowskas Werk als kritische Auseinandersetzung mit Utopien und dem institutionellen Raum des Museums zusammenführt.

Schlüsselwörter

Moderne, Appropriation Art, Modernisme noir, Monika Sosnowska, russischer Konstruktivismus, Architektur, Utopie, Katastrophengeschichte, Rauminstallation, White Cube, Identität, Geschichtsbewusstsein, Dekonstruktivismus, Ideologiekritik, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das künstlerische Werk von Monika Sosnowska im Spannungsfeld zwischen moderner Formensprache, utopischen Entwürfen und einer kritischen Aufarbeitung historischer Katastrophen.

Was sind die zentralen theoretischen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Strategien der Appropriation Art, die Konzepte des Modernisme noir sowie die kritische Reflexion des russischen Konstruktivismus.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sosnowskas Installationen die Ideologien der Moderne dekonstruieren und den Betrachter zur Auseinandersetzung mit gescheiterten utopischen Lebensentwürfen zwingen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die theoretische kunsthistorische Diskurse mit der interpretativen Untersuchung spezifischer architektonischer Installationen verbindet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der verwendeten Begriffe und eine konkrete Werkbetrachtung, insbesondere der Installation „1:1“ und der Arbeit „The Tired Room“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Appropriation Art, Modernisme noir, Konstruktivismus, Deformierung, Rauminszenierung und ideologische Kritik.

Wie interpretiert die Autorin Sosnowskas Installation „1:1“?

Die Autorin sieht darin ein „parasitäres“ System, das die Logik des Ausstellungsraums nutzt, um architektonische Fragmente einer zerstörten Heimat (Warschau) als politisches Statement gegen die Moderne zu rekontextualisieren.

Was bedeutet das Konzept des „Modernisme noir“ in Bezug auf das Museum?

Der „Modernisme noir“ betrachtet das Museum bzw. den „White Cube“ als eine Institution, die nicht neutral ist, sondern selbst Ideologie verkörpert und den Raum als Instrument der Kontrolle einsetzt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von vergangenen Utopien: Das Werk Monika Sosnowskas im Kontext des Modernisme Noir und der Appropriation Art
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,7
Autor
Sarah Pagan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V209148
ISBN (eBook)
9783656367345
ISBN (Buch)
9783656368434
Sprache
Deutsch
Schlagworte
utopien werk monika sosnowskas kontext modernisme noir appropriation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Pagan (Autor:in), 2012, Von vergangenen Utopien: Das Werk Monika Sosnowskas im Kontext des Modernisme Noir und der Appropriation Art, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209148
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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