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Jugendsprache - Ein Produkt der Medien?

Titel: Jugendsprache - Ein Produkt der Medien?

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kirsten Reinhardt (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vielschichtige Problematik der ziemlich umstrittenen Jugendsprache wurde von vielen Linguisten allseitig beschrieben. Die sprachwissenschaftliche Erforschung dieses Phänomens wurde unterschiedlich angelegt: von sprachhistorischen Aspekten über die Beschreibung der generations- bzw. gruppenspezifischen lexikalischen, phonetischen, morphologischen und syntaktischen Besonderheiten des Sprachgebrauchs bis hin zur Erfassung deren typischen stilistischen, pragmatischen und funktionalen Merkmale.
Die vorliegende Arbeit versucht, sich der Jugendsprache als eigenständiges Sprachgefüge im deutschen Gesamt-Sprachsystem zu nähern. Dabei wird die Jugendsprache nicht nur auf ihre Funktion hin untersucht, sondern vor allem auch hinsichtlich der Wechselwirkung mit den Medien betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Was ist Jugendsprache?

2.2. Funktionen von Jugendsprache

2.3. Jugendsprache in den Medien

2.3.1. Der Markt der Wörterbücher

2.3.2. Jugendsprache in Werbung und Unterhaltung

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Jugendsprache als eigenständiges Sprachgefüge innerhalb des deutschen Sprachsystems und beleuchtet dabei kritisch, inwieweit sie als Produkt oder Phänomen medialer Konstruktion verstanden werden kann. Im Zentrum steht die Analyse der Funktionen von Jugendsprache sowie deren Wechselwirkung mit Medien und öffentlicher Wahrnehmung.

  • Definition und sprachwissenschaftliche Einordnung von Jugendsprache
  • Analyse der Funktionen von Jugendsprache anhand des Organonmodells
  • Die Rolle der Medien bei der Konstruktion und Kommerzialisierung
  • Kritische Betrachtung von Jugend- und Szenewörterbüchern
  • Jugendsprachliche Elemente in Werbung und Unterhaltungsmedien

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Der Markt der Wörterbücher

Insbesondere die große Anzahl der „Jugend- und Szenewörterbücher“ trägt zur Verbreitung und in diesem Fall vor allem zur Vermarktung der Jugendsprache bei. Solche populär- bis pseudowissenschaftlichen Wörterbücher liefern allerdings eher unzuverlässige, oft auf persönliche Intuitionen der Verfasser basierende Informationen.

Bei diesen Wörterbüchern handelt es sich um Publikationen ohne wissenschaftlichen Anspruch, aber auch ohne wissenschaftlich gesicherte Aussagekraft, was die Auswahl der Lexeme und die Bedeutungszuschreibungen betrifft. Dieser Typ von Publikationen trägt schlichtweg zur Vermarktung von Jugendsprache bei.

Den bisherigen Höhepunkt stellt hierbei vielleicht das DUDEN-Wörterbuch der Szenesprache aus dem Jahr 2000 dar. Herausgegeben ist diese Publikation von einem „Trendbüro in Zusammenarbeit mit der Dudenredaktion“. Ein Großteil der verzeichneten Ausdrücke scheinen Augenblicksbildungen, Einzelfallbeispiele oder einfach Erfindungen der Autoren, was durch befragte Jugendliche bestätigt wird, denen viele der aufgeführten Ausdrücke unbekannt sind. Jugendliche durchschauen diese Vermarktungsstrategie sehr wohl, wie die folgende Äußerung belegt:

„Es gibt Leute, die glauben, Szenesprache müsse man nur nachplappern, um „cool“ zu sein und an die jugendliche Zielgruppe ranzukommen – als Lehrer, Sozialarbeiter oder Werbe-Mensch. Solche Leute haben in ihrer Jugend noch „megaaffengeil“ gesagt, und man nennt sie Poser (…), denn die Poser, die dieses Nachschlagewerk vor allem benutzen werde, wollen ja nur bei passender Gelegenheit die eine oder andere auswendig gelernte Vokabel in den Raum schmeißen“ (Neuland [2008] 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Entwicklung der linguistischen Jugendsprachforschung, von den ersten anekdotischen Beobachtungen bis zur Etablierung als ernsthaftes Forschungsfeld, und definiert den Fokus der vorliegenden Untersuchung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil setzt sich theoretisch mit dem Begriff der Jugendsprache auseinander, untersucht deren verschiedene Funktionen mittels des Organonmodells und analysiert die Rolle der Medien bei der Kommerzialisierung von Jugendausdrücken.

2.1. Was ist Jugendsprache?: Dieses Kapitel hinterfragt die Definition von Jugendsprache als Varietät, beleuchtet Schwierigkeiten bei der Abgrenzung gegenüber der Standardsprache und diskutiert das Verhältnis zwischen Jugendlichen und ihrem Sprachgebrauch.

2.2. Funktionen von Jugendsprache: Hier wird der Sprachgebrauch Jugendlicher funktional analysiert, wobei Konzepte wie Identitätsbildung, Gruppenzugehörigkeit, Abgrenzung nach außen und der bewusste Umgang mit Sprachregistern im Fokus stehen.

2.3. Jugendsprache in den Medien: Dieses Kapitel thematisiert die mediale Konstruktion von Jugendsprache und deren Vermarktungsprozesse, die oft weit entfernt von der tatsächlichen, authentischen Kommunikation der Jugendlichen stattfinden.

2.3.1. Der Markt der Wörterbücher: Diese Untersuchung zeigt auf, dass populärwissenschaftliche Wörterbücher für Jugendsprache oft eine fragwürdige Qualität aufweisen und eher kommerziellen Interessen dienen, als den realen Sprachgebrauch korrekt abzubilden.

2.3.2. Jugendsprache in Werbung und Unterhaltung: Dieser Abschnitt behandelt die gezielte Übernahme jugendsprachlicher Versatzstücke in die Werbung und Medienunterhaltung und deren Einfluss auf die Sprachstile Jugendlicher.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass Jugendsprache ein hochdynamisches Forschungsfeld ist, das aufgrund seiner stetigen Veränderung und der zunehmenden medialen Überlagerung schwer zu erfassen bleibt.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Sprachwissenschaft, Medien, Soziolinguistik, Kommunikation, Standardsprache, Varietäten, Identitätsbildung, Kommerzialisierung, Szenesprache, Sprachgebrauch, Helmut Henne, Eva Neuland, Organonmodell, Peer-Group

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Jugendsprache als eigenständigem Sprachgefüge und hinterfragt kritisch, inwieweit diese durch mediale Einflüsse und öffentliche Konstruktionen geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die linguistische Definition von Jugendsprache, ihre soziokulturellen Funktionen, die Auswirkungen der Medien sowie die Kommerzialisierung durch Wörterbücher und Werbestrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Jugendsprache als Teil des deutschen Gesamtsprachsystems zu begreifen und dabei die Wechselwirkung zwischen dem Sprachgebrauch Jugendlicher und den medialen Einflüssen zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt linguistische Konzepte wie das Bühlersche Organonmodell ein, um die funktionalen Aspekte jugendlicher Sprechweisen zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Jugendsprache, eine detaillierte Funktionsanalyse und eine medienanalytische Betrachtung, die den Einfluss von Printmedien, Rundfunk und Fernsehen umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendsprache, Soziolinguistik, Identitätsbildung, mediale Vermarktung, Standardsprache, Gruppensprache und die spezifischen Ansätze der Jugendsprachforschung von Helmut Henne und Eva Neuland.

Warum gelten Jugendsprachwörterbücher laut der Autorin oft als problematisch?

Sie werden kritisiert, da sie häufig keinen wissenschaftlichen Anspruch besitzen, oft veraltet sind und eher auf persönlichen Intuitionen der Verfasser statt auf empirischen Daten basieren.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem Begriff "Bricolagen"?

Bricolagen beschreiben den kreativen, spielerischen Umgang Jugendlicher mit medialen Ressourcen, bei dem Elemente aus Fernsehen oder Radio aufgegriffen und in veränderter Form in die eigene Kommunikation integriert werden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendsprache - Ein Produkt der Medien?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,0
Autor
Kirsten Reinhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V209138
ISBN (eBook)
9783656365723
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugendsprache produkt medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kirsten Reinhardt (Autor:in), 2009, Jugendsprache - Ein Produkt der Medien?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209138
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