Sexuelle Orientierung ist ein essentieller Bestandteil der Pubertät, damit auch wesentliches Element für die Identitätsbildung von Jugendlichen und deshalb ein wichtiges Themengebiet im Jugendfilm. Filme wie Crazy und Sommersturm sind deshalb für Jugendliche (aber auch Erwachsene) besonders wichtig, da sie eine Vielzahl von Wegen aufzeigen, die Jugendliche während ihres Heranwachsens gehen können.
In diesem Kontext soll zunächst das Konzept „Jugendfilm“ genauer beleuchtet und beispielhaft Möglichkeiten dieses Genres und seine Besonderheiten vorgestellt werden.
Anschließend folgt eine Vorstellung der beiden analysierten Filme, die sich auf Grund ihrer Bekanntheit nicht an inhaltliche Informationen klammert, sondern alles „rund um den Film“ beleuchten soll.
Wie erleben und entdecken die Jugendlichen im Film ihre sexuelle Neigung?
Wie sehen gesellschaftliche Erwartungen hinsichtlich jugendlicher Sexualität aus und wie gehen die Jugendlichen damit um?
Das versucht diese Arbeit heraus zu finden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Jugendfilm
- Allgemeines und Geschichtliches zum Thema Jugendfilm
- Sexualität im Jugendfilm
- Deutsche Filme als Analysegrundlage
- Vorstellung des Films „Crazy“
- Vorstellung des Films „Sommersturm“
- Erleben und Entdecken von Sexualität im Film
- Heterosexualität und homoerotische Erfahrungen in „Crazy“
- Heterosexualität und homoerotische Erfahrungen in „Sommersturm“
- Gruppenerlebnis Sexualität und Identitätsbildung
- Gesellschaftliche Wertevermittlung
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Darstellung sexueller Orientierung im deutschen Jugendfilm. Die Analyse der Filme „Crazy“ und „Sommersturm“ soll Aufschluss darüber geben, wie Jugendliche im Film ihre sexuelle Neigung erleben und entdecken, und wie sie mit gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich jugendlicher Sexualität umgehen.
- Das Konzept „Jugendfilm“ und seine Besonderheiten
- Die Darstellung von Hetero- und Homoerotik in den analysierten Filmen
- Der Einfluss von Gruppendynamik auf die Erfahrung von Sexualität und Identitätsbildung
- Die Vermittlung gesellschaftlicher Werte und Normen im Kontext jugendlicher Sexualität
- Die Rolle des Jugendfilms als Medium für die Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Relevanz von sexueller Orientierung im Kontext der Identitätsbildung von Jugendlichen. Sie stellt die beiden Filme „Crazy“ und „Sommersturm“ als Analysegrundlage vor und skizziert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.
- Der Jugendfilm: Dieses Kapitel bietet eine allgemeine Einführung in das Genre des Jugendfilms, beleuchtet seine Geschichte und fokussiert auf die Darstellung von Sexualität in diesem Kontext. Es werden die Veränderungen im Umgang mit dem Thema Sexualität im Laufe der Zeit beleuchtet, wobei besonders auf die Entwicklung des Jugendfilms als Medium für die Auseinandersetzung mit jugendlicher Sexualität eingegangen wird.
- Deutsche Filme als Analysegrundlage: Dieser Abschnitt stellt die beiden Filme „Crazy“ und „Sommersturm“ detailliert vor und bereitet den Boden für die anschließende Analyse.
- Erleben und Entdecken von Sexualität im Film: Dieses Kapitel analysiert die Darstellung von Heterosexualität und homoerotischen Erfahrungen in den beiden Filmen. Es untersucht, wie die Figuren ihre sexuelle Neigung erleben und entdecken und welche Auswirkungen dies auf ihre Beziehungen und ihre Identitätsfindung hat.
- Gruppenerlebnis Sexualität und Identitätsbildung: Hier wird der Einfluss von Gruppendynamik auf die Erfahrung von Sexualität und Identitätsbildung beleuchtet. Es wird untersucht, wie Jugendliche in den Filmen ihre sexuelle Orientierung innerhalb ihrer Peer-Groups erleben und welche Rolle dies für ihre Selbstfindung spielt.
- Gesellschaftliche Wertevermittlung: Dieses Kapitel widmet sich der Frage, wie gesellschaftliche Werte und Normen im Kontext jugendlicher Sexualität vermittelt werden. Es analysiert, wie die Figuren in den Filmen mit den Erwartungen von Eltern, Institutionen und Medien umgehen und welche Auswirkungen dies auf ihre Selbstfindung hat.
Schlüsselwörter
Jugendfilm, Sexualität, Orientierung, Identitätsbildung, Homoerotik, Heterosexualität, Gruppendynamik, Gesellschaftliche Werte, Filmgenre, „Crazy“, „Sommersturm“,
Häufig gestellte Fragen
Welche Bedeutung hat das Thema sexuelle Orientierung im Jugendfilm?
Sexuelle Orientierung ist ein zentraler Bestandteil der Pubertät und Identitätsbildung. Jugendfilme bieten Identifikationsfiguren und zeigen verschiedene Wege des Heranwachsens auf.
Worum geht es in dem Film „Sommersturm“?
Der Film thematisiert das Coming-out eines Jugendlichen während eines Ruderlagers und beleuchtet den Konflikt zwischen inneren Gefühlen und den Erwartungen der Peer-Group.
Wie wird Sexualität im Film „Crazy“ dargestellt?
In „Crazy“ steht die Entdeckung der Heterosexualität und erste homoerotische Erfahrungen im Kontext einer Internatsfreundschaft im Vordergrund, geprägt von Neugier und Unsicherheit.
Welche Rolle spielt die Peer-Group für die sexuelle Identität?
Die Gruppe von Gleichaltrigen dient als Resonanzraum für Erfahrungen, kann aber auch erheblichen Druck ausüben, bestimmten Normen oder Klischees zu entsprechen.
Wie gehen Filme mit gesellschaftlichen Erwartungen um?
Sie zeigen oft den Kontrast zwischen traditionellen Werten (z. B. durch Eltern oder Institutionen) und der gelebten Realität der Jugendlichen, was zu Konflikten, aber auch zu Emanzipation führt.
- Quote paper
- Franziska Reinsberg (Author), 2010, Sexuelle Orientierungen im deutschen Jugendfilm, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208854