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Arbeitsschritte der neutestamentlichen Exegese

Literar- und Quellenkritik - am Beispiel Matthäus 21, 33-44

Title: Arbeitsschritte der neutestamentlichen Exegese

Essay , 2011 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Lena Murken (Author)

Theology - Biblical Theology

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Summary Excerpt Details

Die Exegese versucht die Perikope genauestens zu verstehen und zu interpretieren und dadurch
Anderen das Verstehen der Bibel und damit die Zusammenhänge der Perikopen zu vereinfachen.
Dabei sind für die neutestamentliche Exegese folgende Arbeitsschritte notwendig: Die Textkritik,
die Textanalyse, die Quellen-/Literarkritik, die Traditions-,Begriffs- und Motivgeschichte, der
Religionsgeschichtliche Vergleich und die Redaktionsgeschichte.
In diesem Essay werde ich mich ausführlich mit einem Arbeitsschritt der Exegese am Neuen
Testamt beschäftigen, nämlich mit der Literar-/Quellenkritik.
Nach einer detaillierten Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte, die man für die
Quellenkritik benötigt, sowie der eigentlichen Intention der Quellenkritik, werde ich diese an
einem Beispiel, an Mt 21, 33-44, anwenden.
Das Matthäusevangelium ist das erste Buch und somit auch das erste Evangelium des Neuen
Testaments. Die matthäische Verfasserschaft ist weder belegt noch widerlegt, zwar hat Papias
von Hierapolis Matthäus als Verfasser benannt1, jedoch gibt es weder für noch gegen die
Annahme, dass Matthäus der Verfasser ist, Belege.
Im Matthäusevangelium wird auf die Verbindlichkeit der Gebote hingewiesen.
Den Christen wird aufgetragen, die Lehren Jesu, also seine Interpretation der alttestamentlichen
Überlieferungen, zu verkünden.
Außerdem kündigt er das kommende Gericht an. In diesem Gericht kann man als „gerecht“
gesprochen werden, dafür ist ausschlaggebend, dass man nach Gottes Willen gehandelt hat, dies
ist erforderlich für den Einlass in das Himmelreich. Wird man nicht „gerecht“ gesprochen, wird
der Eintritt verwehrt, so käme man also in das Höllenreich.
Im Matthäusevangelium werden sehr viele Reden Jesu thematisiert, so zum Beispiel die
Bergpredigt.
Im Gegensatz zu den anderen Evangelien wird hier viel mehr Wert auf Jesus Lehren gelegt, im
Markusevangelium hingegen wird des öfteren das Handeln Jesu betont.
Auf den genauen Inhalt und besonders auf den Inhalt von Mt 21, 33-44 werde ich im Punkt 3.1
nochmal genauer eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Literar-/Quellenkritik?

2.1 Synoptische Frage

2.1.1 Die Urevangeliumstheorie

2.1.2 Die Diegesenhypothese

2.1.3 Die Traditionshypothese

2.1.4 Die Benutzungshypothesen

2.2 die Zweiquellentheorie

3. Anwendung am Beispiel Mt 21,33-44

3.1 Inhalt von Mt 21,33-44

3.2 Unterschiede zwischen Mt 21,33 – 44 und den Parallelstellen im Markusevangelium und Lukasevangelium

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die methodischen Schritte der neutestamentlichen Exegese – mit speziellem Fokus auf die Literar- und Quellenkritik – theoretisch zu erläutern und anschließend praktisch am Beispiel des Gleichnisses von den bösen Weingärtnern (Matthäus 21, 33-44) zu demonstrieren.

  • Grundlagen der historisch-kritischen Methoden im Neuen Testament
  • Diskussion der Synoptischen Frage und ihrer historischen Lösungsansätze
  • Detaillierte Analyse der Zweiquellentheorie als Erklärungsmodell
  • Vergleichende Analyse der Perikope Mt 21,33-44 mit den Parallelstellen bei Markus und Lukas
  • Untersuchung von redaktionellen Veränderungen und deren theologische Bedeutung

Auszug aus dem Buch

3.2 Unterschiede zwischen Mt 21,33 – 44 und den Parallelstellen im Markusevangelium und Lukasevangelium

Ich werde hier die Unterschiede aufzählen, die es zwischen den Perikopen aus Mt 21, 33-44, Mk 12,1-12 und Lk 9-18 gibt, um dann anhand der Unterschiede herausarbeiten zu können, inwiefern die Texte voneinander abhängen beziehungsweise in welcher Beziehung sie zueinander stehen.

Bei Mk wird der Weinberg von „einem“, bei Lk von „einem Mann“ gebaut, bei Mt hingegen ist es ein „Gutsherr“. Da in den meisten Fällen „Lectio Brevis“ gilt, also die kürzere Lesart sei vorzuziehen und als ältere anzusehen, da oftmals Texte bei der Bearbeitung ausgeschmückt werden, würde dies darauf hindeuten, dass der Text aus dem Markusevangelium der ältere ist. Der nächste Unterschied ist bei der Beschreibung des Weinbergs zu sehen, während Markus und Matthäus den Weinberg näher beschreiben, so geben sie beispielsweise an, dass darauf ein Turm gebaut wird und eine Kelter ausgehoben wird, geht Lukas nicht präziser auf den Weinberg ein.

Wenn wir hier „Lectio Brevis“ anwenden, könnte man darauf schließen, dass die lukanische Fassung die ältere ist, allerdings hätten Matthäus und Markus dann bei der Bearbeitung jeweils genau das gleiche geschrieben, dies bedeutet, dass sie entweder beide noch eine andere Quelle gehabt hätte, sie voneinander abgeschrieben hätten oder dass die lukanische Version doch eine der anderen voraussetzt und es sich lediglich um einen Fehler beim Abschreiben handelt oder auch gewollt durch die lukanische Redaktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Exegese als Hilfsmittel zum Textverständnis und stellt die Literar- und Quellenkritik als zentralen Arbeitsschritt für das Matthäusevangelium vor.

2. Was ist Literar-/Quellenkritik?: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Textuntersuchung sowie die Synoptische Frage und die verschiedenen Hypothesen zur Entstehung der Evangelien.

2.1 Synoptische Frage: Hier werden die historischen Versuche, das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den drei synoptischen Evangelien zu klären, detailliert aufgeführt.

2.1.1 Die Urevangeliumstheorie: Die Theorie eines verlorenen aramäischen Urevangeliums als gemeinsame Quelle wird kritisch beleuchtet.

2.1.2 Die Diegesenhypothese: Dieser Abschnitt beschreibt die Annahme einer Sammlung von Einzeltexten als Grundlage für die Evangelien.

2.1.3 Die Traditionshypothese: Hier wird die Vorstellung eines mündlich tradierten Ursprungsevangeliums behandelt.

2.1.4 Die Benutzungshypothesen: Dieses Kapitel stellt die Ansätze der literarischen Abhängigkeit und die Entwicklung hin zur Markuspriorität dar.

2.2 die Zweiquellentheorie: Erläuterung des Modells, das Markus und die Logienquelle „Q“ als Hauptvorlagen für Matthäus und Lukas identifiziert.

3. Anwendung am Beispiel Mt 21,33-44: Überleitung zur praktischen Anwendung der gelernten Methoden auf die konkrete Perikope des Gleichnisses von den bösen Weingärtnern.

3.1 Inhalt von Mt 21,33-44: Zusammenfassung der Erzählung über den Gutsherrn, die Knechte und den Sohn in der matthäischen Fassung.

3.2 Unterschiede zwischen Mt 21,33 – 44 und den Parallelstellen im Markusevangelium und Lukasevangelium: Detaillierter Vergleich der Textvarianten, der die Abhängigkeit der Evangelien voneinander und die Rolle redaktioneller Änderungen analysiert.

Schlüsselwörter

Exegese, Neutestamentliche Wissenschaft, Quellenkritik, Literarkritik, Synoptische Frage, Zweiquellentheorie, Matthäusevangelium, Markuspriorität, Gleichnisauslegung, Logienquelle, Perikope, Redaktionsgeschichte, Lectio Brevis, Minor agreements, Bibelwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Methoden der neutestamentlichen Exegese, insbesondere der Literar- und Quellenkritik, und wendet diese exemplarisch auf den biblischen Text Matthäus 21, 33-44 an.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Synoptische Frage, verschiedene Entstehungshypothesen der Evangelien, die Zweiquellentheorie und die vergleichende Analyse synoptischer Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den Vergleich von Parallelstellen auf die literarische Abhängigkeit der Evangelien geschlossen werden kann und welche redaktionellen Intentionen hinter Textänderungen stecken könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, spezifisch die Literar- und Quellenkritik, unterstützt durch den Vergleich mit einschlägiger exegetischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Quellenkritik und eine praktische Anwendung, in der Unterschiede zwischen den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas detailliert gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exegese, Quellenkritik, Zweiquellentheorie, Synoptik und literarische Abhängigkeit charakterisiert.

Warum wird Matthäus 21, 33-44 als Beispiel gewählt?

Diese Perikope eignet sich hervorragend, da sie in drei Evangelien parallel existiert und deutliche, lehrreiche Unterschiede in der Erzählweise und Struktur aufweist, die eine Quellenanalyse ermöglichen.

Welche Rolle spielen die „minor agreements“ in der Analyse?

Die Autorin nutzt diese Übereinstimmungen zwischen Matthäus und Lukas, die bei Markus fehlen, als Indiz für die Existenz weiterer Quellen wie der Logienquelle „Q“.

Was schließt die Arbeit über die Evangelien von Matthäus und Lukas?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sowohl Matthäus als auch Lukas das Markusevangelium als Vorlage voraussetzen, dieses jedoch durch eigene Quellen oder redaktionelle Bearbeitungen angepasst haben.

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Details

Title
Arbeitsschritte der neutestamentlichen Exegese
Subtitle
Literar- und Quellenkritik - am Beispiel Matthäus 21, 33-44
College
University of Bremen
Grade
2,7
Author
Lena Murken (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V208609
ISBN (eBook)
9783656360391
ISBN (Book)
9783656360971
Language
German
Tags
arbeitsschritte exegese literar- quellenkritik beispiel matthäus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Murken (Author), 2011, Arbeitsschritte der neutestamentlichen Exegese, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208609
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