Die Arbeitswelt ändert sich stetig. Darum wird die Idee Arbeiten in einem Team zu erledigen immer wichtiger. Problemlösungen, Projektarbeiten und sogar die Unternehmensführung läßt die Bedeutung von Teams immer größer werden.
Liest man heute Stellenausschreibungen dann steht häufig in den Anforderungen an den Bewerber, daß Teamfähigkeit als persönliche Voraussetzung zwingend erforderlich ist. Dies gilt in besonderem Maße für die sozialen Berufe. Teamarbeit wurde in den letzten Jahren in den meisten Unternehmen zu einem bevorzugten Arbeitsstil.
Der Trainer eine Fußballclubs sagte sinngemäß: „Ich glaube daran, daß die beste Elf auf dem Platz stehen muß, nicht die besten Elf.“ Gute Teams benötigen Know-How, jedoch auch wie im Sport ein gutes und möglichst störungsfreies Zusammenspiel. Professioneller Umgang mit problembehafteter Kommunikation und anderen Störungen tragen dazu bei.
Spezifischer lautet die Fragestellung:
Ist die Teamarbeit für alle Arbeitskontexte in einer „BaE im kooperativen Modell“ wirklich sinnvoll?
Hypothese:
Teamarbeit als Allheilmittel wird überbewertet, wenn nicht bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Sind diese erfüllt erweist sich Teamarbeit traditionellen Arbeitsgruppen überlegen. Allerdings eignet Teamarbeit sich nur für bestimmte Arbeitskontexte und nicht für alle.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Grundüberlegungen
2.1.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1.1 Begriff der Gruppe
2.1.1.2 Begriff des Teams
2.1.1.3 Gruppenstruktur und Gruppenprozeß
2.1.1.4 Wie sich Gruppen entwickeln
2.1.1.5 BAE im kooperativen Modell
3. Arbeiten im Team
3.1 Wann ist Teamarbeit sinnvoll?
3.1.1 Teamarten
3.2 Welche Faktoren fördern oder behindern die Entwicklung von Teams?
3.3 Welche Möglichkeiten hat die Führungskraft um Einfluß zu nehmen?
3.4 Die 5 Krankheiten eines Teams erkennen?
3.5 Wichtige Einstellungen und Regeln für Teams
3.6 Teamphasen erkennen
3.7 Teamdiagnose
3.8 Weiterentwicklung des Teams
4.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Sinnhaftigkeit von Teamarbeit in Bildungseinrichtungen am Beispiel einer „BaE – kooperativ“ zu untersuchen und zu bewerten, unter welchen Bedingungen Teamarbeit erfolgreich gestaltet werden kann.
- Theoretische Grundlagen der Gruppen- und Teamentwicklung
- Differenzierung und Analyse von Teamarten und Erfolgsfaktoren
- Untersuchung von Hindernissen und Teamkrankheiten nach Lencioni
- Praktische Teamdiagnose und Strategien zur Teamentwicklung
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Krankheit 1: Fehlendes Vertrauen erkennen
Wichtigste Voraussetzung für Teamarbeit ist gegenseitiges Vertrauen. Indizien für fehlendes Vertrauen sind eine hohe Mitarbeiterfluktuation und eine niedrige Arbeitsmoral. Es wird viel Zeit damit verschwendet, daß die Gruppenmitglieder gegenseitig ihr Verhalten zu kontrollieren suchen. Besprechungen werden oft als unangenehme Pflicht gescheut, und man tut sich schwer damit Kollegen um Hilfe zu bitten. Man sucht nach Gründen nicht an Besprechungen teilnehmen zu müssen. Es werden schnell Vorannahmen über die Absichten der anderen getroffen. Wissen und Erfahrung anderer werden nicht abgerufen. Schwächen und Fehler werden kaschiert. (vgl. Lencioni, Patrick (2004), Mein Traum-Team, Campus, Frankfurt, 2. Auflage, S. 204 - 206.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Teamarbeit in der heutigen Arbeitswelt ein und definiert die spezifische Forschungsfrage bezüglich der Sinnhaftigkeit von Teamarbeit im Modell einer „BaE – kooperativ“.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die fachlichen Definitionen von Gruppen und Teams und analysiert verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Gruppenentwicklung.
3. Arbeiten im Team: Hier werden die Voraussetzungen, Arten, Erfolgsfaktoren sowie Hindernisse für effektive Teamarbeit praxisnah dargestellt und das Modell der fünf Teamkrankheiten beleuchtet.
4.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Teamarbeit bei Erfüllung bestimmter Rahmenbedingungen anderen Arbeitsformen überlegen ist und stellt den Erfolg des untersuchten Praxisbeispiels heraus.
Schlüsselwörter
Teamarbeit, Gruppenentwicklung, BaE kooperativ, Teamdiagnose, Lencioni, Führungskraft, Teamkrankheiten, Arbeitsklima, Kommunikation, Zielorientierung, Konfliktmanagement, Teamentwicklung, Organisationspsychologie, Berufsausbildung, Synergie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Effektivität und Sinnhaftigkeit von Teamarbeit in Bildungseinrichtungen anhand eines konkreten Fallbeispiels einer außerbetrieblichen Berufsausbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Teambildung, die Analyse von Erfolgsfaktoren und Hindernissen sowie die praktische Anwendung von Teamdiagnosemodellen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, zu klären, unter welchen spezifischen Voraussetzungen Teamarbeit in einer „BaE – kooperativ“ wirklich sinnvoll ist und wie diese professionell gesteuert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu psychologischen Modellen sowie eine praktische Fallstudie mit einem anonymisierten Fragebogen zur Teamdiagnose.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Darstellung von Teamarten, die Analyse von förderlichen und hinderlichen Faktoren sowie die Auseinandersetzung mit dem Modell der „5 Krankheiten eines Teams“.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe Teamarbeit, Teamdiagnose, Gruppenentwicklung und berufliche Qualifizierung.
Wie unterscheidet sich die „BaE – kooperativ“ von anderen Arbeitsformen?
Die Arbeit erläutert, dass hier eine komplexe Verzahnung von Bildungsanforderungen und pädagogischer Betreuung vorliegt, die eine spezielle Teamstruktur erfordert.
Was ist das zentrale Ergebnis der Teamdiagnose im Praxisbeispiel?
Die Analyse ergab, dass das Team überdurchschnittlich gut aufgestellt ist und eine hohe Identifikation der Mitglieder mit den gemeinsamen Projektzielen besteht.
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- Alexander Gleisberg-Almstetter (Author), 2012, Wie Teamarbeit in Bildungseinrichtungen gelingen kann, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208585