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Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Middle Ages (approx. 500-1350)

Utrum Deus sit unus? - Eine Analyse in Thomas von Aquin und Bonaventura

Title: Utrum Deus sit unus? - Eine Analyse in Thomas von Aquin und Bonaventura

Seminar Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 4.75 / 6

Autor:in: Beat Andreas Schweizer (Author)

Philosophy - Philosophy of the Middle Ages (approx. 500-1350)

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es darum, die methodische Herangehensweise von zwei scholasti-schen Theologen und Denkern an eine klassische Frage aus den Sentenzen des Petrus Lombardus herauszuarbeiten. Die Rede ist vom hl. Thomas von Aquin und vom hl. Bo-naventura; beide aus Italien, Zeitgenossen, sie beide starben 1274, waren zugleich Freunde aber auch tiefsinnige Konkurrenten, der erste Dominikaner, der andere Fran-ziskaner. Es handelt sich um die Frage, ob es nur einen Gott gibt. Dass es überhaupt einen Gott gibt wird vorausgesetzt. Thomas hatte dies schon in einer früheren Frage bewiesen. Bei Bonaventura steht die Nichtexistenz anscheinend gar nicht zur Debatte.
Zuerst wird die jeweilige Argumentation analysiert, dann interpretiert und in einem wei-teren Schritt wird ein Vergleich zwischen den beiden gezogen. Hier wird man sehen welche Ähnlichkeiten oder Abweichungen bezüglich der Beantwortung derselben Frage durch die beiden existieren. Bei Bonaventura ist die Quaestio aus seinem Sentenzen-kommentar genommen, bei Thomas aus seiner Summa Theologiae.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strukturanalyse

2.1 Thomas von Aquin STh I, q. 11, art. 3: Utrum Deus sit unus

2.2 S. Bonaventura I Sent., dist. 2, art. 1, q. 1: Utrum sit unus tantum Deus

3. Interpretation

3.1 Thomas von Aquin STh I, q. 11, art. 3: Utrum Deus sit unus

3.2 S. Bonaventura I Sent., dist. 2, art. 1, q. 1: Utrum sit unus tantum Deus

4. Vergleich zwischen Thomas und Bonaventura

4.1 Differenzen

4.1.1 Methodische

4.1.2 Inhaltliche

4.2 Ähnlichkeiten

4.2.1 Methodische

4.2.2 Inhaltliche

5. Ergebniszusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die methodischen Ansätze von Thomas von Aquin und Bonaventura bei der Beantwortung der scholastischen Frage nach der Einzigartigkeit Gottes (Utrum Deus sit unus) vergleichend zu analysieren und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszuarbeiten.

  • Methodische Analyse der scholastischen Argumentationsstruktur bei Thomas und Bonaventura.
  • Gegenüberstellung der jeweiligen Gottesbegriffe und deren metaphysische Grundlagen.
  • Untersuchung der Argumente für die Einheit Gottes unter Berücksichtigung von Einfachheit und Vollkommenheit.
  • Vergleich der Beweisführung bezüglich der Unmöglichkeit mehrerer Götter.
  • Würdigung der scholastischen Vorgehensweise und deren formale Unterschiede.

Auszug aus dem Buch

3.1 Thomas von Aquin STh I, q. 11, art. 3: Utrum Deus sit unus

Thomas macht sich, wie bei allen seinen Fragen, zuerst das Leben schwer indem er sich in seine Gegner hineinversetzt und mit dessen Argumenten arbeitet. Doch dann dreht er den Spiess um und macht jene kaputt. Wie wir schon gesehen haben ist das erste Argument ein Schriftzitat. Es wird eine Stelle aus dem Korintherbrief zitiert, wo es heisst: „Sind doch viele Götter und viele Herren“ (1 Kor 8,5). Er kann das Argument ohne weiteres entschärfen weil an jener Stelle die Rede von den anderen ist, die meinen es gäbe viele Götter, oder z.B. auch Planeten als Götter sehen. Somit wird klar, dass der zitierte Satz nicht die Aussage der Bibel selbst ist, sonder aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Denn an jener Stelle wird durch den Apostel Paulus noch präzisiert, dass es nur einen Gott gibt.

Das zweite Argument seiner Gegner betrifft die mathematische Zahl ‚Eins’. Sie könne von Gott nicht ausgesagt werden, da es in Gott keine Menge gibt. Das sich unmittelbar daran anschliessende Argument interpretiere ich so, dass die Behauptung, Gott sei nur Einer, ein Mangel an Vielfalt bedeutet. Ein Mangel allerdings ist gleichbedeutend mit Unvollkommenheit, was von Gott ausgeschlossen werden muss. Deshalb kann Gott nicht Einer sein. Thomas kann auch hierauf antworten. Es ist nämlich zwischen zwei verschiedenen Begriffen der ‚Einheit’ zu differenzieren. Das eine betrifft die mathematische Zahl, also eine Quantität. Dies kann von Stoffen ausgesagt werden, jedoch nicht von Gott. Nehmen wir das Konzept von Form und Materie zu Hilfe. Materie ist die reine unbestimmte Möglichkeit, also das Potential etwas zu werden. Form ist das Determinierende, das Wesen Gebende. Der Mensch z.B. gehört zu den zusammengesetzten Substanzen, er besteht aus Körper und Seele (materia und forma). Gott hingegen gehört zu den einfachen Substanzen, ist also nicht zusammengesetzt. Er besteht nur aus Form, ist somit reinste Aktualität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der methodischen Herangehensweise zweier scholastischer Denker an die Frage der Einzigartigkeit Gottes.

2. Strukturanalyse: Detaillierte Darstellung der Argumentationsschemata bei Thomas von Aquin und Bonaventura anhand ihrer jeweiligen Texte.

3. Interpretation: Ausführliche Exegese der Argumente beider Denker zur Einzigkeit Gottes und deren philosophischer Einordnung.

4. Vergleich zwischen Thomas und Bonaventura: Systematische Gegenüberstellung von Differenzen und Gemeinsamkeiten in Methode und Inhalt.

5. Ergebniszusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse und Fazit zur unterschiedlichen Beweisführung bei gleichem Ergebnis.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, Bonaventura, Scholastik, Gottesbeweis, Einheit Gottes, Metaphysik, Form und Materie, Einfachheit, Utrum Deus sit unus, Sentenzenkommentar, Summa Theologiae, Argumentationsanalyse, Theologie, Gottesbegriff, Transzendental.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der scholastischen Fragestellung, ob Gott nur ein einziger ist, und analysiert hierzu die Argumentationen der Denker Thomas von Aquin und Bonaventura.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die scholastische Methode der Argumentationsführung, die metaphysischen Gottesattribute wie Einfachheit und Vollkommenheit sowie der Vergleich der Argumentationsweisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Herangehensweise der beiden Theologen an die klassische Frage nach der Einheit Gottes präzise herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Textanalyse, die sowohl formale Strukturen als auch inhaltliche Argumente der Originalquellen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Analyse, eine detaillierte Interpretation der Texte beider Denker sowie einen direkten Vergleich ihrer Methoden und Argumentationsinhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Scholastik, Einheit Gottes, Metaphysik, Thomas von Aquin, Bonaventura und argumentative Analyse geprägt.

Wie unterscheidet sich der Aufbau von Thomas und Bonaventura?

Thomas arbeitet klassisch mit dem Schema von Gegenargumenten, gefolgt von einer Antwort, während Bonaventura eine größere Anzahl an Pro- und Contra-Argumenten nutzt und seine Antwort eher als abschließendes Urteil formuliert.

Was ist das zentrale metaphysische Argument für die Einheit Gottes?

Beide Denker argumentieren maßgeblich über die absolute Einfachheit Gottes, die jegliche Zusammengesetztheit ausschließt und somit eine Multiplizität unmöglich macht.

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Details

Title
Utrum Deus sit unus? - Eine Analyse in Thomas von Aquin und Bonaventura
College
University of Fribourg
Course
Thomas d'Aquin: De ente et essentia
Grade
4.75 / 6
Author
Beat Andreas Schweizer (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V208486
ISBN (eBook)
9783656359043
ISBN (Book)
9783656361053
Language
German
Tags
Philosophie Theologie Thomas von Aquin Bonaventura Einheit Gottes De ente et essentia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beat Andreas Schweizer (Author), 2009, Utrum Deus sit unus? - Eine Analyse in Thomas von Aquin und Bonaventura, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208486
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