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Genomprojekt Mensch: Der Wettlauf um die Biomacht

Titel: Genomprojekt Mensch: Der Wettlauf um die Biomacht

Essay , 2012 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eugen Kuhn (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Biologie und Fortpflanzungsmedizin integrieren sich zunehmend in den gesellschaftlichen Alltag. Die Gene sind Gegenstand einer politischen Ökonomie neuen Ausmaßes. Der Wettlauf um die komplette Identifikation des menschlichen Erbgutes hat mit Projekten wie dem „Human Genome Project“ begonnen, wobei der Nutzen dieser Informationen fraglich bleibt und der Gebrauch beziehungsweise der Missbrauch erhebliche Folgen für die Menschheit bedeutet. Diese Projekte zur Aufschlüsselung der menschlichen DNA sollen aus Michel Foucaults Sichtweise analysiert werden und klären, ob und in welcher Form die Ergebnisse des Humangenomprojekts die Biomacht beeinflussen. Dazu werden Foucaults Ausführungen zur Biomacht erläutert und der Einzug der Biomacht in die Gesellschaft verdeutlicht. Anschließend werden die Projekte vorgestellt und Überschneidungen zu Foucault herausgestellt und mögliche Folgen des Projekts aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biomacht nach Foucault

3. Entwicklung

4. Verbindung zum Kapitalismus

5. Projekte

5.1 The Human Genome Project (HGP)

5.2 Das 1000-Genom Projekt

5.3 Ziele

5.4 Risiken

6. Genomprojekte aus Foucaultscher Sicht

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert aktuelle Genomprojekte unter Anwendung der theoretischen Konzepte von Michel Foucault zur Biomacht. Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die wissenschaftliche Identifikation des menschlichen Erbguts als Instrument zur Steuerung, Disziplinierung und ökonomischen Verwertung menschlichen Lebens fungiert und welche ethischen sowie gesellschaftspolitischen Implikationen sich daraus ergeben.

  • Biopolitik und Biomacht nach Michel Foucault
  • Historische Entwicklung staatlicher Kontrollmechanismen
  • Ökonomische Verflechtungen zwischen Kapitalismus und Genomforschung
  • Vorstellung aktueller Projekte wie das Human Genome Project und das 1000-Genom Projekt
  • Ethische Risiken, Eugenik und die technologische Gestaltung des Menschen

Auszug aus dem Buch

2. Biomacht nach Foucault

In der Biomacht sieht Foucault das „indirekte Recht“ über Leben und Tod durch eine zielgerichtete Beeinflussung zu entscheiden. Dieses sieht er als eine Weiterführung der Grundannahme des historisch-asymmetrischen Rechts „sterben zu machen und leben zu lassen“, wohingegen die neuzeitlich ausgeprägte Form gesundheitliche Aspekte in der Gesellschaft erfasst, beeinflusst und ungewünschte Entwicklungen versucht zu unterbinden. Der Macht schreibt Foucault eine besondere Rolle zu. Sie bietet ihm nach „(...) Anreize, verleitet, verführt, erleichtert oder erschwert, sie erweitert Handlungsmöglichkeiten oder schränkt sie ein, sie erhöht oder senkt Wahrscheinlichkeit von Handlungen, und im Grenzfall erzwingt oder verhindert sie Handlungen (…). Im Falle der Biomacht wird Macht auf gesundheitliche Systeme ausgeübt, um eine förderliche, gesellschaftliche Ordnung herzustellen oder aufrechtzuerhalten, um größtmögliche Produktivität und damit auch wirtschaftlichen Vorsprung zu erreichen.

Die Biomacht lässt sich in zwei Pole differenzieren, „(...) die keine Gegensätze bilden, sondern eher zwei durch ein Bündel von Zwischenbeziehungen verbundene Pole.“ Als ersten Pol sieht Foucault die „Machtprozeduren der Disziplinen“, in dem der menschliche Körper politisiert wird und die positiven Kräfte der Menschen wie die Arbeitskraft und Disziplin durch Förderung, Integration und gesellschaftliche Kontrolle weitestgehend ausgenutzt werden, um möglichst hohen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Zu diesem Zweck wurden Institutionen wie Kasernen, Schulen und Fabriken errichtet. Der zweite Pol hingegen beschreibt die „regulierende Kontrolle“, in der sämtliche gesellschaftlichen Mechanismen zusammengefasst werden, die die individuelle Gesundheit betreffen. Fortpflanzung wird somit zur Verwaltungsangelegenheit. Hier enthalten sind die Erfassung, Auswertung und Beurteilung der Geburten- und Sterblichkeitsraten, das individuelle Gesundheitsniveau und die statistische Lebenserwartung. Sex als biologischer Prozess bildet hierbei den Dreh- und Angelpunkt zwischen den beiden Polen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Integration der Biologie in den Alltag ein und formuliert die Fragestellung zur Untersuchung des Humangenomprojekts durch die Foucaultsche Perspektive der Biomacht.

2. Biomacht nach Foucault: Das Kapitel erläutert das theoretische Fundament der Biomacht als indirektes Recht zur zielgerichteten Beeinflussung des Lebens und unterscheidet zwischen disziplinierenden und regulierenden Kontrollmechanismen.

3. Entwicklung: Hier wird der historische Kontext der gesellschaftlichen Gesundheitskontrolle beleuchtet, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend in den Fokus politischer Machtstrukturen rückte.

4. Verbindung zum Kapitalismus: Dieses Kapitel zeigt auf, wie die Kontrolle der Bevölkerung und die Optimierung menschlicher Ressourcen eng mit kapitalistischen Wachstumszielen und der ökonomischen Verwertung verknüpft sind.

5. Projekte: Es werden bedeutende Vorhaben wie das Human Genome Project und das 1000-Genom Projekt vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf den Zielen und den damit verbundenen Risiken liegt.

6. Genomprojekte aus Foucaultscher Sicht: Das Kapitel überträgt die Foucaultsche Theorie auf die aktuelle Genomforschung und diskutiert die Möglichkeiten zur Steuerung der Bevölkerung durch die neuen technologischen Voraussetzungen.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Fähigkeit zur genetischen Gestaltung des Menschen die ultimative Form der Biomacht darstellt und wirft einen kritischen Blick auf mögliche distopische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Biomacht, Foucault, Genomforschung, Human Genome Project, Kapitalismus, Biopolitik, Gendatenbanken, Humangenetik, Regulierung, Disziplinierung, Eugenik, Biotechnologie, Kontrolle, DNA, Genom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen moderner Genomforschung und dem philosophischen Konzept der Biomacht nach Michel Foucault.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen biopolitische Steuerung, die Ökonomisierung von Biologie im Kapitalismus sowie ethische Fragen zur genetischen Identifikation des Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit aktuelle Genomprojekte als Werkzeuge zur Ausübung von Biomacht fungieren und ob sie bestehende gesellschaftliche Normen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die theoretische Analyse und Interpretation von Foucaults Ausführungen zur Macht sowie die deskriptive Vorstellung aktueller wissenschaftlicher Genomprojekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die theoretische Definition der Biomacht, die historische Entwicklung der gesellschaftlichen Kontrolle und die spezifischen Ziele und Risiken großer Genom-Datenbanken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Biomacht, Kapitalismus, Genomforschung, Disziplinierung und biopolitische Kontrolle charakterisiert.

Wie unterscheidet Foucault die zwei Pole der Biomacht?

Foucault unterscheidet zwischen den „Machtprozeduren der Disziplinen“, die auf den einzelnen Körper wirken, und der „regulierenden Kontrolle“, welche die gesamte Bevölkerung verwaltungstechnisch erfasst.

Warum spielt der Kapitalismus bei der Genomforschung eine Rolle?

Laut der Arbeit besteht eine Abstimmung zwischen der Verwertung menschlicher Produktivität und den wirtschaftlichen Interessen von Pharma- und Technologiekonzernen, die von der Genomentschlüsselung profitieren.

Welche Gefahren werden in Bezug auf Gendatenbanken genannt?

Es wird vor eugenischer Nutzung gewarnt sowie vor dem Missbrauch der Daten zur Schaffung eines „perfekten Genoms“, wie es etwa in der Literatur bereits distopisch dargestellt wurde.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der „ultimativen Form der Biomacht“?

Die Fähigkeit, einen Menschen anhand seiner genetischen Daten passgenau für vorgegebene Zwecke zusammenzustellen, wird als die ultimative Form der Biomacht bewertet.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Genomprojekt Mensch: Der Wettlauf um die Biomacht
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Macht und Herrschaft. Eine Auseinandersetzung mit Michel Foucault
Note
1,3
Autor
Eugen Kuhn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
7
Katalognummer
V208411
ISBN (eBook)
9783656368182
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Biomacht Bio-Macht Michel Foucault Genom Soziologie Foucault Human Genome Project Entschlüsselung des menschlichen Genoms
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eugen Kuhn (Autor:in), 2012, Genomprojekt Mensch: Der Wettlauf um die Biomacht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208411
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Leseprobe aus  7  Seiten
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