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Desintegrationspotenziale bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Titel: Desintegrationspotenziale bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Bachelorarbeit , 2010 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Michelle Pro (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Konzeptionen und empirischen Analysen zur Integrations- und Desintegrationsproblematik im modernen Gesellschaften werden in Zeiten der Globalisierung immer öfter zum Gesprächsthema, sowohl wissenschaftlich als auch in der breiten Öffentlichkeit. Zugleich wird immer mehr darüber diskutiert welche Integrationsmodi in der heutigen Zeit in nationalen Gesellschaften noch wirksam sind. Ein Beispiel dafür könnte die Frage sein, welche Rolle gemeinsam geteilte Werte spielen, oder was die Ursachen steigender Jugendkriminalität, vor allem bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, in einem Sozialstaat wie Deutschland sind.
Immer öfter sieht man sich in Deutschland mit dem Klischee der ausländischen, gewaltbereiten Jugendlichen konfrontiert. Und fast immer haben diese Jugendlichen aufgrund dieser Klischees mit Vorurteilen zu kämpfen. Sie sprechen kaum deutsch, gehen nicht zur Schule oder finden keine Arbeit, da sie keine oder nur eine schlechte Ausbildung haben, sind gewaltbereit und haben eine geringe Frustrationstoleranz.
Doch stimmt das wirklich? Sind Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter als deutsche Jugendliche? Und wenn ja, wie lässt sich das erklären? Ist das nur ein Vorurteil das sogar die wissenschaftlichen Befunde beeinflusst, oder ist er wirklich so?
Im Rahmen dieser Arbeit soll die Frage beantwortet werden, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter sind als deutsche Jugendliche. Und welche die Desintegrationspotenziale modernen Gesellschaften sind, die diese Gewaltbereitschaft erklären könnten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Integration und Desintegration in modernen Gesellschaften

2.1 Das Konzept sozialer Integration

2.2 Analysen zur Desintegration

3 Dimensionen der Integrations-Desintegrations-Dynamik

3.1 Anomie

3.2 Konflikt

3.3 Ausgrenzung und Ungleichheiten

3.4 Kontrolle

4 Jugendliche im Migrationskontext

5 Was bedeutet Gewalt?

5.1 Der Begriff der „Gewalt“

5.2 Der Begriff der „Jugendkriminalität“

6 Aktuelle Situation jugendlicher Gewalt

6.1 Gewalt im Hellfeld

6.2 Gewalt im Dunkelfeld

6.3 Wie entsteht Gewalt? - Erklärungsansätze

7 Der Bielefelder Desintegrationsansatz

7.1 Konzept in den 1990er Jahren

7.2 Aktuelles Theoriekonzept

7.3 Der Migrationsbezug

7.4 Kritik am Desintegrationsansatz

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund im Vergleich zu deutschen Jugendlichen ein höheres Gewaltpotenzial aufweisen, und analysiert, welche Desintegrationsfaktoren in der modernen Gesellschaft dieses Verhalten erklären können.

  • Soziologische Konzepte von Integration und Desintegration
  • Dimensionen der Integrationsdynamik wie Anomie, Konflikt und Ausgrenzung
  • Statistische Auswertung der jugendlichen Gewaltsituation (Hellfeld- vs. Dunkelfeldstudien)
  • Der Bielefelder Desintegrationsansatz von Wilhelm Heitmeyer
  • Kritische Reflexion über Stigmatisierung und Migrationshintergrund

Auszug aus dem Buch

3.1 Anomie

Der Begriff der Anomie wurde vor über 100 Jahren von Emil Durkheim in die Soziologie eingeführt, vor allem in Rahmen seiner Untersuchungen zur Arbeitsteilung, sowie in seinem Buch über den Selbstmord. Durkheim stützt sich bei seinen Ausführungen auf den Begriff der „moralischen Anomie“ des Philosophen Guyan. Dieser hatte den Begriff im positiven Sinne genutzt, um eine moderne Form der Moral auszudrücken, „die sich nicht mehr auf sozial generierte, institutionell fixierte Regeln stützen sollte, sondern individuell zu gestalten sei“ (Helmut Thome 2008, In: Imbusch/Heitmeyer 2008, S. 225). Durkheim meint hingegen mit „Anomie“ bestimmte gesellschaftliche „Pathologien“, insbesondere Defizite normativer Regulierung.

Die zweite Quelle mit der Anomiebegriff in Verbindung gebracht wird, sind die Aufsätze von Robert K. Merton, über „Social Structure and Anomy“.

Die Anomie-Theorie ist eine der am meisten und intensivsten diskutierten Theorien der Soziologie. So hat sich der Begriff im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ausgedehnt. Problematisch wird es wenn nicht zwischen „sozialer Anomie“ als Merkmal sozialer Systeme und „psychischer Anomie“ als Merkmal von Personen unterschieden wird. Sowohl Merton als auch Durkheim sehen Anomie als soziales Phänomen, als Zustand der Norm- und Regellosigkeit, die sowohl einzelne Personen betreffen kann, als auch eine komplette Gesellschaft, vor allem im Zuge schnellen sozialen Wandels, insbesondere in Zeiten beschleunigten wirtschaftlichen Wachstums oder Niedergangs.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Einbettung in den wissenschaftlichen Diskurs.

2 Integration und Desintegration in modernen Gesellschaften: Theoretische Grundlegung der Begriffe Integration und Desintegration im Kontext der Moderne und Globalisierung.

3 Dimensionen der Integrations-Desintegrations-Dynamik: Detaillierte Analyse soziologischer Mechanismen wie Anomie, Konflikttheorien und Formen der sozialen Ausgrenzung und Kontrolle.

4 Jugendliche im Migrationskontext: Definition des Begriffs Migrationshintergrund und Darstellung der demografischen Situation und Heterogenität dieser Gruppe.

5 Was bedeutet Gewalt?: Erläuterung der Begriffe Gewalt und Jugendkriminalität aus soziologischer und kriminologischer Sicht.

6 Aktuelle Situation jugendlicher Gewalt: Analyse von Hellfelddaten (Polizeiliche Kriminalstatistik) und Dunkelfeldstudien zur Kriminalitätsentwicklung bei Jugendlichen.

7 Der Bielefelder Desintegrationsansatz: Vorstellung des theoretischen Modells von Wilhelm Heitmeyer zur Erklärung von Gewalt durch Desintegrationsprozesse.

8 Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Gewaltbereitschaft und den Ursachen der Desintegration.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Migration, Integration, Desintegration, Bielefelder Desintegrationsansatz, Anomie, soziale Ausgrenzung, Gewaltprävention, Hellfeldstudien, Dunkelfeldstudien, Identitätsbildung, soziale Ungleichheit, Labeling Approach, Moderne Gesellschaft, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen Desintegration, Migration und der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in der modernen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind soziologische Integrationstheorien, die kriminologische Erfassung von Jugendkriminalität sowie der spezifische Einfluss von Desintegrationserfahrungen auf junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund tatsächlich gewaltbereiter sind und ob der Bielefelder Desintegrationsansatz diese Gewalt als Folge von Modernisierungsprozessen erklären kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie einer sekundärstatistischen Auswertung empirischer Daten, insbesondere der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und diverser Dunkelfeldstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Dimensionen der Integration, eine kriminologische Begriffsbestimmung, die Analyse offizieller Statistiken sowie die intensive Auseinandersetzung mit dem Bielefelder Desintegrationsansatz.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Integration, Desintegration, Jugendkriminalität, Migration, Anomie und der Bielefelder Desintegrationsansatz.

Warum spielt der "Labeling Approach" bei der Betrachtung von Jugendkriminalität eine wichtige Rolle?

Der Ansatz verdeutlicht, dass Kriminalität auch durch gesellschaftliche Zuschreibungen und Stigmatisierungsprozesse (Etikettierung) beeinflusst wird, was die Interpretation offizieller Kriminalitätsdaten kritisch hinterfragt.

Welche Rolle spielt die Familie im Kontext des Desintegrationsansatzes von Heitmeyer?

Die Familie fungiert als primärer Sozialisationsraum, in dem kulturelle Werte vermittelt werden; Konflikte zwischen traditionellen Werten und der Mehrheitsgesellschaft können zu Orientierungslosigkeit und damit zu Desintegration führen.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Desintegrationspotenziale bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,3
Autor
M.A. Michelle Pro (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
55
Katalognummer
V208337
ISBN (eBook)
9783656356950
ISBN (Buch)
9783656359678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Jugendliche Gewalt Migrationshintergrund Desintegration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Michelle Pro (Autor:in), 2010, Desintegrationspotenziale bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208337
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  55  Seiten
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