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Winterhude - von der Sommerfrische zur Hi Tech Domäne

Versuch einer Geschichtsbetrachtung von unten 1250 bis 2002

Titel: Winterhude - von der Sommerfrische zur Hi Tech Domäne

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2002 , 151 Seiten

Autor:in: Marco Lange (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Archivar im Staatsarchiv mustert uns ein wenig mitleidig, als wir ihn um Akteneinsicht in die Vorgänge um den Hamburger Arbeiteraufstand 1923 bitten. „Das ist ein sehr gut erforschtes Ereignis" bescheidet er uns knapp. Wie sich bald zeigt, ist das „Ereignis" nicht frei von Widersprüchlichkeit, Dramatik und sich diametral entgegengesetzt verortenden Ansichten über Sinn, Zweck, Verlauf und Lehren. Wir geben unserer Hoffnung Ausdruck, mit dieser Ausarbeitung nicht eine weitere linke Jubelpublikation zum Thema Aufstand vorgelegt zu haben und hoffen auf Resonanz. Da wir zumindest auf Broschüren-Ebene primär zu Winterhuder Themen schreiben, war die Vorgabe, hauptsächlich den Aufstand im Quartier zu analysieren. Schon bei den Vorarbeiten wird uns bewusst, dass dies eine willkürliche und daher unzulässige Einengung darstellen würde. Im Bereich der Arbeiterbewegung und ihrer Parteien beschränken sich viele zeithistorische Untersuchungen auf eine reine Parteigeschichtschreibung. Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Gesichtspunkte, in denen z.B. die Vorgänge auf den Parteitagen und in den Parteien in Zusammenhang mit dem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld in Zusammenhang gebracht wurden, sind eher spärlich vorhanden. Leider haben die Akteure des Aufstands aus verständlichen Gründen selbst kaum zur Feder gegriffen . Für Vertreter der Hamburger Polizei dagegen übte und übt der Hamburger Aufstand begreiflicherweise Anziehungskraft aus , standen sie doch in direkter Konfrontation mit den Aufständischen .

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung Winterhudes bis um 1840

2.1 Lage, Struktur und Funktion einer ländlichen Siedlung

2.2 Bevölkerungsstruktur und -entwicklung

2.3 Entwicklung am Mühlenkamp bis 1837

3. Beginn der Verstädterung zwischen 1840 und 1880

3.1 Die beginnende stadträumliche Differenzierung: Mühlenkamp

3.2. Intensivierung der Verstädterungsprozesse zwischen 1880 und 1914

3.3. Das Villenviertel in der Alstermarsch westlich der Sierichstraße

3.4 Das Wohn- und Gewerbegebiet zwischen Barmbeker Straße und Dorotheenstraße

3.5 Die Mühlenkamp-Terrassen

3.6 Grünflächen und öffentliche Bauten

3.7 Die öffentlichen Bauten

3.8 Verkehrsentwicklung

4. Reformwohnungsbau zwischen 1914 und 1933

4.1 Bautätigkeit in Winterhude

4.1.1 Die „Jarrestadt”

4.1.2 Die Wohnanlagen nördlich des Winterhuder Marktplatzes

4.1.3 Geschoßwohnanlagen am Winterhuder Marktplatz und Poßmoorweg

4.2 Bevölkerungsentwicklung

5. Städtebau im Dritten Reich, Kriegsschäden und Wiederaufbau zwischen 1933 und 1960

5.1 Nationalsozialistische Planungen

5.2 Kriegsschäden

5.3 Wiederaufbau

5.4 Bevölkerungsentwicklung

6. Schließung der Siedlungsfläche zwischen 1960 und 1980

6.1 Die City-Nord

6.2 Wohnhochhäuser an der Dorotheenstraße

7. Umstrukturierung seit 1980

7.1 Bau- und Sozialstruktur Winterhudes um die Jahrtausendwende

7.2 Zum Beispiel Mühlenkamp 34

7.3 Aspekte der Arbeitergeschichte in Südwinterhude – ein Stadtteilrundgang

7.4 Wohnungsbau und Umnutzung

7.4.1 Wohnungsbau auf dem „Still-Gelände"

7.4.2 Weitere Wohngebiete

7.5 Versorgungsmöglichkeiten

7.6 Elemente der Umstrukturierung

7.7 Arm und Reich in Winterhude

7.8 „... zusammen mit den kämpfenden Genossen in der Hafenstraße“ – Kampf gegen Kapital und Umstrukturierung seit 1987

7.8.1 DKP

7.8.2 Revolutionär-antikapitalistische Gruppen

8. Fazit

9. Winterhude unterm Hakenkreuz – Erinnerungen

10. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Hamburger Stadtteil Winterhude aus der Perspektive seiner Bewohner zu betrachten und die historische Entwicklung unter Berücksichtigung sozialer und baulicher Veränderungen als „Geschichte von unten“ darzustellen. Zentral ist dabei die Auseinandersetzung mit der Entwicklung vom bäuerlichen Dorf hin zum modernen Stadtteil sowie der Einfluss von Umstrukturierungen auf das alltägliche Leben.

  • Darstellung der historischen Entwicklung von Winterhude von 1250 bis 2002.
  • Untersuchung der sozialen und städtebaulichen Transformationen in verschiedenen Epochen.
  • Analyse des Wandels der Lebensbedingungen vor dem Hintergrund von „Freizeit – Wohnen – Arbeiten“.
  • Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte und dem antifaschistischen Widerstand vor Ort.
  • Dokumentation der Auswirkungen moderner Umstrukturierungsprozesse und Gentrifizierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die beginnende stadträumliche Differenzierung: Mühlenkamp

Ab 1860 setzte am Mühlenkamp eine zügige Entwicklung vom vorstädtischen Ausflugsgebiet zum Arbeiter- und Industrievorort ein.

Im 19. Jahrhundert benötigte die sich entwickelnde Industrie immer größere Flächen, was abseits des Hafengebietes in den weiten, noch ungenutzten Flächen des Hamburger Umlandes ab den 1860er Jahren in die Bildung weitläufiger Industriegebiete nahe den alten Siedlungszellen mündete.

Infolge dieser Entwicklung entstand im Winterhuder Süden ein Gewerbegebiet entlang des ab 1860 ausgebauten Kanalsystems. Goldbek-, Osterbek- und Mühlenkampkanal erhielten zunehmend die Funktion von Entwicklungsachsen für Industrie und Gewerbe.

Mit dem Verkauf der ersten Bauplätze am Mühlenkamp begann diese Entwicklung. Handwerk und Bootsbaubetriebe säumten zunächst die Ufer der Osterbek (KULTUBEHÖRDE HAMBURG/ ABT. STADTTEILKULTUR 1987).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Ansatz einer "Geschichte von unten" und legt den Fokus auf die drei Lebensbereiche Freizeit, Wohnen und Arbeiten sowie die antifaschistische Grundhaltung der Autoren.

2. Entwicklung Winterhudes bis um 1840: Dieses Kapitel beschreibt die frühen Phasen der dörflichen Entwicklung Winterhudes, die geprägt war von einer landwirtschaftlichen Struktur und einer starken Bindung an das Kloster St. Johannis.

3. Beginn der Verstädterung zwischen 1840 und 1880: Das Kapitel erläutert die frühen städtischen Einflüsse nach Aufhebung der Torsperre und die zunehmende Bedeutung von Landverkäufen für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben.

4. Reformwohnungsbau zwischen 1914 und 1933: Hier werden die neuen städtebaulichen Ansätze der Weimarer Republik thematisiert, die insbesondere durch Fritz Schumacher geprägt wurden und den Fokus auf hygienisch bessere Wohnbedingungen legten.

5. Städtebau im Dritten Reich, Kriegsschäden und Wiederaufbau zwischen 1933 und 1960: Das Kapitel analysiert die NS-Stadtplanung, die geringen Kriegsschäden in Winterhude und die darauf folgende Wiederaufbauphase.

6. Schließung der Siedlungsfläche zwischen 1960 und 1980: Der Fokus liegt hier auf der Entstehung der City-Nord als Bürostadt und dem Bau von Wohnhochhäusern, welche die letzten freien Flächen Winterhudes in Anspruch nahmen.

7. Umstrukturierung seit 1980: Dieses Kapitel untersucht die aktuelle Stadtentwicklungspolitik, die Tendenzen zur Gentrifizierung und den fortwährenden Kampf von Initiativen gegen die Verdrängung sozio-kultureller Strukturen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die baulichen und historischen Phasen zusammen und bewertet die Auswirkungen der städtebaulichen Entscheidungen auf die Lebensqualität der länger ansässigen Bewohner.

9. Winterhude unterm Hakenkreuz – Erinnerungen: Eine Sammlung von persönlichen Zeitzeugenberichten, die den Alltag und Widerstand während der Zeit des Nationalsozialismus in Winterhude dokumentieren.

10. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur Vertiefung der stadtteilhistorischen Forschung.

Schlüsselwörter

Winterhude, Geschichte von unten, Verstädterung, Wohnungsbau, Sozialraum, Umstrukturierung, Nationalsozialismus, Antifaschismus, Jarrestadt, Gentrifikation, Mühlenkamp, Stadtplanung, Arbeitergeschichte, Stadtpark, Hamburg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Werk ist eine historische und stadtsoziologische Untersuchung des Hamburger Stadtteils Winterhude, die den Fokus bewusst auf die Perspektiven der Bewohner und die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf den Lebensalltag legt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Transformation von einer ländlichen Siedlung zum modernen Stadtteil, der Reformwohnungsbau der 1920er Jahre, die NS-Zeit, der Wiederaufbau sowie aktuelle Prozesse der Umstrukturierung und Gentrifizierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine „Geschichte von unten“ zu schreiben, die sich von offiziellen, herrschaftsorientierten Geschichtsbildern absetzt und Räume für eine eigene Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart des Stadtteils bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkundlichen Aufarbeitung, die unter anderem Kartenmaterial, Statistiken, städtebauliche Planungen und eine Vielzahl von Zeitzeugenberichten sowie sozialgeschichtliche Dokumentationen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die chronologische Entwicklung Winterhudes in baulichen und sozialen Phasen analysiert, von den ersten Anfängen im 13. Jahrhundert bis zur modernen Umstrukturierung durch Büro- und Wohnbauprojekte seit den 1980er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Winterhude, Geschichte von unten, Verstädterung, Sozialraum, Gentrifikation, Antifaschismus, Stadtplanung.

Welche Rolle spielt die „Jarrestadt“ in diesem Buch?

Die Jarrestadt wird als bedeutendes Beispiel für den Reformwohnungsbau der Weimarer Republik hervorgehoben, da sie neue architektonische und soziale Standards für die Arbeiterklasse setzte.

Wie wird der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Winterhude beschrieben?

Der Widerstand wird vor allem durch eindrückliche Zeitzeugenberichte aus der Perspektive ehemaliger Bewohner und politisch Aktiver (Kommunisten, Sozialdemokraten) geschildert, die trotz Repression und Verfolgung an ihren Überzeugungen festhielten.

Ende der Leseprobe aus 151 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Winterhude - von der Sommerfrische zur Hi Tech Domäne
Untertitel
Versuch einer Geschichtsbetrachtung von unten 1250 bis 2002
Autor
Marco Lange (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
151
Katalognummer
V208262
ISBN (eBook)
9783656357155
ISBN (Buch)
9783656372882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stadtteilgeschichte Nazis Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Lange (Autor:in), 2002, Winterhude - von der Sommerfrische zur Hi Tech Domäne, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208262
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