Es handelt sich um ein Lehrversuch im Fach ev. Religionslehre zum Thema Schöpfung in der 5. Jahrgangsstufe an bayr. Realschulen.
Die Schüler erfahren den Inhalt und Hintergründe zum 1. Schöpfungsbericht anhand des Bibeltextes (1. Mose 1, 1-2,4a).
Die Schüler sollen die einzelnen Schöpfungstage der Reihe nach kennen lernen, Verständnis für den Sinn und Zweck dieser Botschaft entwickeln und den immer gleichen Ablauf der einzelnen Tage nachvollziehen können. [...]
Inhaltsverzeichnis
I. Der Unterrichtsverlauf
1. Einstieg
2. Erarbeitung
2.1. 1. Teilbereich
2.2. 2. Teilbereich
2.3. 3. Teilbereich
2.4. 4. Puffer / Ausstieg
II. Allgemeine Vorerwägungen
1. Sachanalyse
1.1. Theologische Analyse
1.2. Gesellschaftliche Relevanz
2. Didaktische Analyse
2.1. Lehrplanbezug
2.2. Abgrenzung des Themas und Begründung des Inhalts
2.3. Bedeutung des Inhalts für die Schüler
3. Methodische Analyse
4. Lernziele
4.1. Stundenziel
4.2. Teilziele
5. Puffer/Ausstieg
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist die didaktische und methodische Aufbereitung des 1. Schöpfungsberichts für den Religionsunterricht der 5. Klasse. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie den Schülern der Inhalt des biblischen Schöpfungsglaubens als Loblied auf die Welt vermittelt werden kann, ohne dabei in Konflikt mit naturwissenschaftlichen Sichtweisen zu geraten.
- Theologische Einordnung des 1. Schöpfungsberichts als Schöpfungslob
- Didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Schöpfung
- Methoden zur Förderung der affektiven Auseinandersetzung mit biblischen Texten
- Spannungsfeld zwischen Schöpfungsglaube und Evolutionstheorie in der Schule
Auszug aus dem Buch
Theologische Analyse
Das Alte Testament hat ein sehr nüchternes Verhältnis zur Welt. Auch wenn das zeitliche Ende der Welt erwartet wird, gibt es keine Formen der Weltverachtung, sondern vielmehr eine erhabene und fröhliche Weltlichkeit. Leo Baeck beschreibt die Frömmigkeit des Alten Testaments mit dem Begriff der „Weltreligion“, womit er die Bejahung und die Freude an der Welt als guter Schöpfung Jahwes meint.
Dieser Stunde liegen Auszüge des Bibeltextes zum 1. Schöpfungsbericht (1. Mo. 1, 2-4a), auch Schöpfungslob genannt, zugrunde. Der Hintergrund dieses Berichts liegt in der Gefangenschaft der Israeliten im babylonischen Exil. Er wurde von gelehrten Priestern ca. um 550 v. Chr. aufgeschrieben.
Das Schöpfungslied ist ein egrundlegende Darstellung der Erschaffung der Welt und ihrer grundlegenden Ordnung. Der Priester gliedert die Erschaffung in 7 Tage. Das heißt, dass unserer Welt in aufeinanderfolgenden Epochen geschaffen worden ist und dass Gott hiermit eine Ordnung gesetzt hat.
Besonders betont werden muss die Erschaffung der Welt aus dem „Nichts“, nur aus dem „Wort“. Gottes Wort ist eine schöpferische Macht. Somit sind Schöpfer und Geschöpf streng getrennt. Aber das Wort ermöglicht auch Gemeinschaft. Gott möchte Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen. Durch dieses Wort wohnt der Welt Sinn und Ordnung inne. Die Welt ist nicht stumm, sondern redet zum Menschen und weist auf den Schöpfer hin.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Der Unterrichtsverlauf: Detaillierte Darstellung des geplanten Ablaufs der Religionsstunde, inklusive methodischer Schritte wie Einstieg, Erarbeitung und Ausstieg.
II. Allgemeine Vorerwägungen: Theoretische Fundierung durch eine theologische Sachanalyse sowie eine pädagogische Einordnung inklusive Lehrplanbezug und Lernzielformulierung.
Schlüsselwörter
Schöpfungsbericht, Religionsunterricht, 1. Mose, Schöpfungslob, Weltreligion, Theologische Analyse, Evolutionstheorie, Bibel, Unterrichtsplanung, Schöpfungsglaube, Didaktik, Jahwe, Volk Gottes, Wissensvermittlung, Bildhaftigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und didaktischen Begründung einer Unterrichtseinheit zum 1. Schöpfungsbericht für Schüler der 5. Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das theologische Verständnis der Schöpfungsgeschichte, die didaktische Reduktion für die Unterstufe und die methodische Gestaltung eines lebendigen Religionsunterrichts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern den 1. Schöpfungsbericht als positives Schöpfungslob nahezubringen und ihnen ein tieferes Verständnis für die biblische Weltsicht zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein methodischer Mix aus einer theologischen Sachanalyse, didaktischer Strukturierung nach dem Realschullehrplan Bayerns und schülerorientierter Unterrichtsmethodik angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl der konkrete Unterrichtsverlauf als auch die fachwissenschaftliche Reflexion über das Gottesbild und die Bedeutung der Schöpfung dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schöpfung, Bibel, Unterricht, Theologie, Didaktik, Schöpfungslob und Evolution sind die zentralen Begriffe.
Warum wird im Unterricht die Volxbibel verwendet?
Die Volxbibel wird genutzt, damit die Schüler die Sprache des Textes leichter nachvollziehen und den Inhalt unmittelbarer erfassen können.
Wie wird das Spannungsfeld zwischen Glaube und Evolution gelöst?
In der 5. Jahrgangsstufe wird das Thema nur kurz angeschnitten, um die Schüler nicht zu überfordern, und als komplementäre Perspektive zum naturwissenschaftlichen Unterricht gerahmt.
Welche Bedeutung haben die Schöpfungstage für die Schüler?
Die Schüler lernen durch die Strukturierung der Schöpfungstage die geordnete Sichtweise auf die Welt kennen, was ihnen hilft, Sinn und Zweck der Schöpfungsbotschaft zu verstehen.
- Quote paper
- Thomas Windhoevel (Author), 2011, Lehrversuch "Der 1. Schöpfungsbericht" (Ev. Religionslehre, 5. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/207860