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Ich spreche nur ein bisschen Deutsch

Eine Gegenüberstellung des Für und Wider von Muttersprachenförderung in Schulen

Titel: Ich spreche nur ein bisschen Deutsch

Essay , 2011 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Beckert (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Unsere Kinder müssen Deutsch lernen, aber sie müssen erst Türkisch lernen.“ Diese Behauptung äußerte der türkische Premier Erdogan während seiner Rede in Düsseldorf am 27. Februar 2011 und schnitt damit ein kontroverses Thema an: die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Kontrovers ist das Thema deshalb, weil einerseits die Wichtigkeit des Erwerbs der Sprache des Aufnahmelandes für die schulische und berufliche Zukunft der Kinder unbestritten ist, es aber andererseits immer wieder Debatten darüber gibt, inwieweit sowohl die Erstsprache als auch die Zweitsprache gefördert werden sollten.

Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit es hilfreich ist, die Alphabetisierung der Muttersprache von Kindern mit Migrationshintergrund in pädagogischen Einrichtungen zu fördern, um dadurch eine allgemeine Verbesserung des Spracherwerbs und damit auch eine Verbesserung der Deutschkenntnisse zu erreichen. Im Folgenden sollen dazu verschiedene Sichtweisen näher betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Erwerb der Erstsprache und Grundlagen der Bilingualität

3. Mikrosoziologische Perspektiven und die Rolle der Muttersprache

4. Rational Choice Theorie und Expected-Utility-Theorie im Kontext der Sprachförderung

5. Argumente gegen eine Muttersprachenförderung

6. Argumente für eine Muttersprachenförderung

7. Aktuelle Forschungsansätze und internationale Beispiele

8. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroverse Debatte über die Muttersprachenförderung von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulen, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit des Zweitspracherwerbs für die soziale Integration und dem potenziellen Nutzen der Erstsprachenkompetenz analysiert wird.

  • Bedeutung der Sprache für soziale Integration und Bildungsaufstiege
  • Theoretische Perspektiven: Mikrosoziologie, Rational Choice und Interdependenztheorie
  • Kontroverse Diskussion über Wirksamkeit und Auswirkungen der Muttersprachenförderung
  • Zusammenhang zwischen Erstsprachenkompetenz und kognitiv-akademischer Sprachfähigkeit
  • Rolle des Elternhauses und der schulischen Rahmenbedingungen für den Spracherwerb

Auszug aus dem Buch

Die Wichtigkeit einer zeitigen Förderung und Alphabetisierung der Zweitsprache wird dadurch betont, dass schlechte Kompetenzen der Zweitsprache zu Abgrenzungen oder Diskriminierungen führen.

Ungleichheiten im Zugang zu Bildung, Einkommen sowie gesellschaftlicher Anerkennung und sozialen Kontakten sind wesentlich durch sprachliche Kompetenzen in der jeweiligen Landessprache bedingt (vgl. Esser, 2006, S.1). Daraus folgt, dass mit zunehmendem Alter und der allmählichen Ablösung der Eltern die Notwendigkeit der Erweiterung der Herkunftssprachkompetenz sinkt, während die Wichtigkeit des Zweitsprachenerwerbs steigt. Aus diesem Blickwinkel heraus ergibt sich demzufolge keine Dringlichkeit, Kompetenzen der Muttersprache zu fördern.

Anknüpfend an der Rational Choice Theorie, in der der Mensch als rationaler Nutzenmaximierer gesehen wird, kann man anhand der Expected-Utility-Theorie ebenfalls nachvollziehen, dass eine Muttersprachenförderung für das Kind nicht notwendig ist: Da die Kosten, die Muttersprache im familiären Umfeld anzuwenden, sowieso gering sind, da es einen ständigen Zugang dazu gibt, ist die Möglichkeit des Erstspracherwerbs sowieso immer gegeben.

Ist der Nutzen, die Muttersprache beizubehalten, aufgrund der Einbindung des Kindes in die deutschsprechende Gesellschaft geringer als die materiellen oder zeitlichen Kosten, die Muttersprache zu üben, kommt es mit zunehmender Zeit zu einem sogenannten language shift (Esser, 2008, S. 205f). Das bedeutet, dass das Kind nach und nach die Zweitsprache immer besser erlernt und beherrscht, weil es einen Nutzen, nämlich die interethnische Anerkennung davon trägt, während die Benutzung der Muttersprache immer mehr in den Hintergrund gerät.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die kontroverse Thematik der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund anhand aktueller Beispiele aus den Medien.

2. Der Erwerb der Erstsprache und Grundlagen der Bilingualität: Erläuterung der Prozesse des Erstspracherwerbs sowie Differenzierung zwischen simultaner und sukzessiver Bilingualität.

3. Mikrosoziologische Perspektiven und die Rolle der Muttersprache: Betrachtung der Bedeutung von Sprache als Symbol der Zugehörigkeit und ihre Rolle für die Sozialisation und Identitätsbildung nach Mead.

4. Rational Choice Theorie und Expected-Utility-Theorie im Kontext der Sprachförderung: Analyse der Sprachwahl und des Sprachwechsels unter ökonomischen Gesichtspunkten der Nutzenmaximierung.

5. Argumente gegen eine Muttersprachenförderung: Darstellung der Kritikpunkte, insbesondere die Gefahr der kulturellen Segregation und die Priorisierung des Zweitspracherwerbs.

6. Argumente für eine Muttersprachenförderung: Zusammenfassung der Positionen, die eine Förderung der Herkunftssprache zur Stärkung der kognitiven Fähigkeiten und des Selbstbildes befürworten.

7. Aktuelle Forschungsansätze und internationale Beispiele: Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Modelle aus Österreich und Schweden.

8. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit beider Sprachen für die individuelle Entwicklung und die entscheidende Rolle des Elternhauses.

Schlüsselwörter

Muttersprachenförderung, Migrationshintergrund, Sprachkompetenz, Bilingualität, Integration, Rational Choice, Zweitspracherwerb, Erstsprache, kognitive Entwicklung, Identitätsbildung, Sprachförderung, Erstspracherwerb, Sprachverständnis, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kontroversen Debatte, ob und inwiefern die Förderung der Muttersprache bei Kindern mit Migrationshintergrund in Schulen sinnvoll oder notwendig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind der Spracherwerbsprozess, die soziologische Bedeutung von Sprache für Integration sowie ökonomische und psychologische Perspektiven auf Bilingualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine Gegenüberstellung des Für und Wider der Muttersprachenförderung, um die Auswirkungen auf den Zweitspracherwerb und die gesellschaftliche Integration zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Es werden insbesondere die Mikrosoziologie, die Rational Choice Theorie mit der Expected-Utility-Theorie sowie psychologische Ansätze zur Sprachentwicklung herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Argumente für und gegen die Förderung, beleuchtet die Rolle der Erstsprache für kognitive Fähigkeiten und diskutiert den Einfluss des sozialen Umfelds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Muttersprachenförderung, Bilingualität, Migrationshintergrund, Integration, Sprachkompetenz und kognitive Entwicklung.

Was besagt die Interdependenztheorie nach Cummins in diesem Kontext?

Die Theorie postuliert, dass die Beherrschung einer Zweitsprache eng mit dem Niveau der Erstsprachenkompetenz verknüpft ist, da eine stabile Basis den allgemeinen Umgang mit Sprache fördert.

Warum wird in der Arbeit das Konzept der "L1-Segmentation" erwähnt?

Der Begriff beschreibt den Zustand, in dem ein Kind sowohl in der deutschen Sprache als auch in der Muttersprache nur unzureichende Kompetenzen aufweist, was zu sprachlicher Marginalität führen kann.

Welche Bedeutung haben internationale Beispiele wie Schweden oder Österreich?

Sie dienen als praktische Referenzmodelle, um zu zeigen, wie Muttersprachenunterricht organisatorisch umgesetzt werden kann, um Bilingualität zu fördern.

Welchen Einfluss spielt das Elternhaus laut der Autorin?

Die Autorin betont, dass Schulen die Aufgabe der Sprachförderung nicht allein bewältigen können, da die Motivation für beide Sprachen maßgeblich im Elternhaus geprägt wird.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ich spreche nur ein bisschen Deutsch
Untertitel
Eine Gegenüberstellung des Für und Wider von Muttersprachenförderung in Schulen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Soziologie)
Veranstaltung
Integrationspolitik
Note
1,0
Autor
Andrea Beckert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V207666
ISBN (eBook)
9783656349532
ISBN (Buch)
9783656850199
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsch eine gegenüberstellung wider muttersprachenförderung schulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Beckert (Autor:in), 2011, Ich spreche nur ein bisschen Deutsch , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/207666
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Leseprobe aus  10  Seiten
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