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Unterrichtsstunde: Slow Food

Ein Ernährungsstil zwischen Tradition und Zukunftsfähigkeit

Title: Unterrichtsstunde: Slow Food

Lesson Plan , 2012 , 15 Pages

Autor:in: Ute Fehnker (Author)

Biology - Diseases, Health, Nutrition

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Summary Excerpt Details

Neue technologische Entwicklungen führen auch in der Lebensmittelindustrie zu immer neuen Produkten, wie z. B. der Analog-Käse, der gar kein Käse ist. Das Angebot an hoch verarbeiteten Lebensmitteln ist heute kaum noch zu überschauen. Ein Ergebnis dieses Trends sind z. T. Einheitsprodukte mit Einheitsgeschmack und Einheitsinhaltsstoffen. Klar unterscheidbare Lebensmittel innerhalb einer Gruppe oder regionale Besonderheiten sind selten.
Ähnlich verhält es sich aber auch mit frischen Lebensmitteln. Im Supermarkt bekommt man Kartoffeln nur noch als „fest kochende“ oder „mehlig kochende“ Sorten. Aber wer kennt die „Linda“ oder das „Bamberger Hörnla“? Für den Rückgang der Artenvielfalt gibt es neben dem weit verbreiteten Konsumverhalten, nur das Bekannte mit dem gewohnten Geschmack zu kaufen, weitere Gründe: Die Landwirtschaft dezimiert durch Züchtungen das natürliche Artenspektrum; damit einher geht die Patentierung von Saatgut. In der Lebensmittelindustrie spielen die Erträge eine besonders große Rolle, so dass Arten, die weniger ertragreich sind, einfach nicht mehr angebaut werden.

Einen anderen Weg geht der Verein SLOW FOOD. Er kümmert sich u. a. darum, in Vergessenheit geratene Gemüsesorten, Nutztierarten oder handwerklich besonders hergestellte Lebensmittel in Erinnerung zu halten. Zum einen finden diese Aufnahme in die „Arche des Geschmacks“, wie etwa die „Diepholzer Moorschnucke“ oder die „Bunten Bentheimer“ in norddeutschen Raum. Mit dem jährlich wiederkehrenden „Bremer Scheerkohltag“ oder den in vielen Städten stattfindenden „Apfeltagen“ wird ebenso das gleiche Ziel verfolgt wie mit der Kultivierung samenfester Pflanzen. Aus diesen wachsen fruchtbare Nachkommen, die, im Gegensatz zu hybriden Pflanzen, dieselben Eigenschaften und Gestalt wie ihre Mutterpflanzen haben. Slow Food setzt sich für eine ökologische Anbauweise ein und liefert so einen Beitrag zur Minimierung des Artenschwundes, verursacht durch Pestizide und das Verschwinden vielfältiger Kulturlandschaften im konventionellen Landbau.

Themenschwerpunkte des Unterrichtsmodells:
Von Analogkäse und Gel-Schinken - Auf dem Weg zum Einheitsessen
Biologische Vielfalt - Eine Notwendigkeit für die weltweite Ernährung
Slow Food - anders essen als bisher
Bunte Bentheimer, Bamberger Hörnla und Bremer Scherkohl - alte Sorten neu genießen
Genuss mit Zukunft - Ernährung zukunftsfähig gestalten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ein Ernährungsstil zwischen Tradition und Zukunftsfähigkeit

2. Das Thema im Unterricht

3. Anfrage an die Schülerinnen und Schüler

4. Von Analogkäse und Gel-Schinken

4.1 Auf dem Weg zum Einheitsessen

5. Biologische Vielfalt

5.1 Eine Notwendigkeit für die weltweite Ernährung

6. Slow Food

6.1 Anders essen als bisher

7. Bunte Bentheimer, Bamberger Hörnla und Bremer Scherkohl

7.1 Alte Sorten neu genießen

8. Genuss mit Zukunft

8.1 Ernährung zukunftsfähig gestalten

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, Schülerinnen und Schülern die komplexen Zusammenhänge einer nachhaltigen und bewussten Ernährungsweise zu vermitteln, um sie zu einer kritischen Reflexion ihres Konsumverhaltens und zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Ernährungsstils zu befähigen.

  • Die Problematik hochverarbeiteter Lebensmittel und Imitate (Convenience-Produkte)
  • Die fundamentale Bedeutung der biologischen Vielfalt (Agrobiodiversität)
  • Die Philosophie und Ziele der Slow-Food-Bewegung
  • Die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen und alter Pflanzensorten (Arche des Geschmacks)
  • Strategien zur Gestaltung einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Ernährung

Auszug aus dem Buch

Von Analogkäse und Gel-Schinken

Ernährungsgewohnheiten unterliegen einem steten Wandel. Die Situation heute: Eine steigende Nachfrage nach Snacks und Fast-Food und für das schnelle Kochen zuhause spielen vorverarbeitete Produkte, so genannte Convenienceprodukte, eine immer größere Rolle. Ungünstig sind Fertigprodukte immer dann, wenn mit ihnen zu viel Fett, zu viel Salz, zu viel Energie und zu wenige Vitamine, Mineralstoffe oder Ballaststoffe zugeführt werden. Tendenziell gilt: Je weniger ein Lebensmittel bearbeitet ist, desto eher kann es die Gesundheit fördern. Denn, in frischem Zustand weist es den höchsten Gehalt an essentiellen Inhaltsstoffen auf. Lagerung, Konservierung und Verarbeitung senken nicht nur ihren Gehalt, sondern verändern auch das Verhältnis zueinander. Und je mehr ein Lebensmittel von seiner natürlichen Komplexität und seiner Frische verloren hat, desto eher enthält es Lebensmittelzusatzstoffe, um die verloren gegangenen Eigenschaften zu kompensieren. Diese technologischen Hilfsstoffe täuschen unsere sensorischen Empfindungen und vermitteln genormte Geschmacksrichtungen.

Ein weiteres Problem stellen Imitate dar. Immer mehr Lebensmittelhersteller sparen an den Zutaten - ohne dass die Verbraucher es merken. Analogkäse auf der Fertigpizza z. B. ist kein echter Käse, sondern wurde auf technologischem Weg allein aus Pflanzenfett anstatt aus Kuhmilch hergestellt. Ein anderes Beispiel ist gekochter Schinken, der unter Umständen aus einer Gelmasse mit kleinen Fleischstückchen bestehen kann. Dabei handelt es sich um minderwertige und billige Ersatzprodukte, die lediglich einen Fleischanteil von durchschnittlich 60 Prozent aufweisen. Der fehlende Fleischanteil wird mit Wasser ausgeglichen. Außerdem werden Bindemittel wie Stärke sowie Gelier- und Verdickungsmittel und "fleischfremdes Eiweiß" zugesetzt. Betroffen sind nicht nur Billigmarken, sondern auch die teuren Markenartikel. Diese Vorgehensweise ist in Deutschland nicht verboten, allerdings dürfen die Produkte nicht als "Käse" oder „Schinken“ verkauft werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Von Analogkäse und Gel-Schinken: Dieses Kapitel thematisiert die Zunahme von hochverarbeiteten Lebensmitteln und den problematischen Einsatz von Imitaten und Zusatzstoffen in der modernen Ernährung.

Biologische Vielfalt: Hier wird die essenzielle Bedeutung der Agrobiodiversität für die weltweite Ernährungssicherung erläutert und auf die Folgen des Artensterbens hingewiesen.

Slow Food: Dieses Kapitel stellt die internationale Bewegung vor, die für genussvolles, bewusstes und regionales Essen eintritt und den Fokus auf die Wahrung kultureller Identität legt.

Bunte Bentheimer, Bamberger Hörnla und Bremer Scherkohl: Hier wird anhand konkreter Beispiele die "Arche des Geschmacks" vorgestellt, ein Projekt zur Erhaltung bedrohter Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten.

Genuss mit Zukunft: Dieses Kapitel fasst zusammen, wie durch die Bevorzugung pflanzlicher, regionaler und ökologisch erzeugter Lebensmittel ein zukunftsfähiger Ernährungsstil gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Slow Food, Agrobiodiversität, Nachhaltigkeit, Convenience-Produkte, Biologische Vielfalt, Arche des Geschmacks, Lebensmittelqualität, Ernährungswende, regionale Lebensmittel, Saisonalität, Artenschutz, Verbraucherschutz, Zusatzstoffe, Nachhaltige Ernährung, ökologischer Landbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation?

Die Arbeit beleuchtet die heutige Ernährungssituation im Spannungsfeld zwischen industrieller Massenproduktion und den Prinzipien eines bewussten, nachhaltigen Konsums.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Lebensmittel-Imitaten, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Förderung lokaler, handwerklich hergestellter Erzeugnisse.

Was ist das primäre Ziel?

Das Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein für die Auswirkungen der Ernährung zu schaffen und Wege zu einem zukunftsfähigen Ernährungsstil aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Publikation setzt auf eine fachdidaktische Aufbereitung, die durch fiktive Fallbeispiele, Expertenwissen und forschendes Lernen in Schülergruppen vermittelt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Qualitätsunterschiede zwischen industriell verarbeiteten Lebensmitteln und frischen Naturprodukten sowie Strategien zur Bewahrung genetischer Ressourcen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachhaltigkeit, Agrobiodiversität, Slow Food, Bewusstsein, Qualität und Artenschutz prägen den inhaltlichen Kern der Ausführungen.

Was versteht man unter "Analogkäse"?

Es ist ein technologisch erzeugtes Imitat aus Pflanzenfetten, das ohne Kuhmilch hergestellt wird, um Kosten in der Lebensmittelindustrie zu senken.

Welchen Zweck verfolgt die "Arche des Geschmacks"?

Sie dient dem Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen und traditioneller Pflanzensorten, um deren genetische Vielfalt und kulinarisches Wissen zu bewahren.

Warum ist der Verzehr von regionalem Obst und Gemüse ökologisch vorteilhaft?

Er verkürzt Transportwege massiv, spart dadurch Energie, vermeidet klimaschädliche Flugtransporte und fördert die lokale Landwirtschaft.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Unterrichtsstunde: Slow Food
Subtitle
Ein Ernährungsstil zwischen Tradition und Zukunftsfähigkeit
Author
Ute Fehnker (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V207284
ISBN (eBook)
9783656343998
ISBN (Book)
9783656344650
Language
German
Tags
Biologie Unterrichtsmodell Biodiversität Slow Food
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ute Fehnker (Author), 2012, Unterrichtsstunde: Slow Food, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/207284
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