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"60 Jahre Kommunismus - 1000 Jahre Islam"…?! - "Das Schwert des Islam" von Peter Scholl-Latour als Beispiel für den populär-wissenschaftlichen Umgang mit dem Islam

Titel: "60 Jahre Kommunismus - 1000 Jahre Islam"…?! - "Das Schwert des Islam" von Peter Scholl-Latour als Beispiel für den populär-wissenschaftlichen Umgang mit dem Islam

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Hannah Amhaz (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit gehe ich der Frage nach, mit welcher Methode zeitgenössische Autoren zur Erschaffung bzw. zur Stärkung eines Islam-Feindbildes beitragen. Grundlage meiner Analyse ist das Buch des Autors Peter Scholl-Latour „Das Schwert des Islam“, das mir nach Auseinandersetzung mit verschiedenen Publikationen zum Thema als besonders sinnvolles Beispiel erscheint. Mein Schwerpunkt liegt in der Untersuchung des Zusammenspiels inhaltlicher und formaler Kriterien, die ich exemplarisch an einer ausgewählten Textstelle analysieren und interpretieren werde. Zur Heranführung an das Thema habe ich meiner Analyse einen kurzen Einblick in den orientalistischen Diskurs vorangestellt, woran verdeutlicht werden soll, wie weit sich das Phänomen „Feinbild: arabisch-islamischer Osten“ in der Vergangenheit zurückverfolgen lässt. Im darauf folgenden Teil stelle ich das Buch sowie seinen Autor in Kürze vor und fasse die untersuchte Textpassage zusammen. Anschließend analysiere ich diese hinsichtlich der genannten Fragestellung auf ihre inhaltlichen und formalen Kriterien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Das Feindbild „Islam“

2 Das Islambild als Teil des orientalistischen Diskurses

3 Das Werk Das Schwert des Islam

3.1 Inhalt

3.2 Autor

3.3 Wahl der Textpassage

3.4 Zusammenfassung

4 Analyse

4.1 Erster Abschnitt

4.2 Zweiter Abschnitt

4.3 Dritter Abschnitt

4.4 Vierter Abschnitt

4.5 Sprache der Bilder

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Werks „Das Schwert des Islam“ von Peter Scholl-Latour die methodische Konstruktion eines Islam-Feindbildes. Ziel ist es, die sprachlichen und formalen Mittel zu identifizieren, mit denen der Autor eine Bedrohungsstimmung erzeugt und seine Position als Experte festigt.

  • Analyse des orientalistischen Diskurses und seiner Kontinuität.
  • Untersuchung der rhetorischen Strategien zur Erzeugung eines Bedrohungsszenarios.
  • Rolle von historischen Parallelen und Metaphern in der Argumentationsstruktur.
  • Einfluss der bildlichen Darstellung auf die Wahrnehmung von Bedrohung.
  • Dekonstruktion der Autoritätsbildung durch journalistische und inhaltliche Mittel.

Auszug aus dem Buch

Der ewige Kontrast zwischen Orient und Okzident

An diesem ersten Teil des Kapitels lässt sich bereits ein Stil erkennen, der als exemplarisch für das ganze Buch, im Ansatz sogar für alle Werke Scholl-Latours, bezeichnet werden kann. Bereits im ersten Satz definiert der Autor seine Position (und die seiner Leser) mit der Aussage „die westliche Welt atmete auf“ in Bezug auf den Tod Khomeinis. Im Folgenden schafft er den dazu passenden Kontrast, indem er der „westlichen Welt“ nun die „trauernde Menschenmasse“ in Teheran entgegensetzt, welche „ihre Trauer in kollektiver Hysterie zur Schau“ gestellt habe. In nur zwei Sätzen schafft der Autor damit schon zwei Prämissen, die der Leser für den weiteren Verlauf als solche anzuerkennen hat:

1. „Der Westen“ ist säkular und damit rational, denn er trauert keinem „bärtigen Religionsfanatiker“ nach.

2. „Der Islam“ ist eine große irrationale Masse, denn er veranlasst Millionen oder mehr Menschen („wer konnte sie zählen?“) dazu, ihren Verstand unter die Allmacht eines Ayatollah zu stellen.

Dieser Kontrast wird auf den folgenden Seiten in den verschiedensten Gewändern immer wieder auftreten, oft begleitet von Attributen, die die Ahnungslosigkeit des Westens demonstrieren gegenüber „dem großen islamischen Sturm“, „dem Erwachen des Islam“, „dem weltumgreifenden Phänomen“ usw. Die genannten Beispiele repräsentieren aber auch gleichzeitig ein weiteres oft genutztes Stilmittel: Metaphern, insbesondere Bilder, die eine Bedrohung darstellen und teils schon fast apokalyptische Charakterzüge aufweisen. So sieht der Autor in einer Islamisierung Aserbaidschans Anfang der neunziger Jahre das „heilige Feuer nach Norden“ überspringen, wo sich „der islamische Eifer entzündete“. Die Begriffe „Feuer“ und die „Entzündung von Eifer“ spielen auf eine Urangst des Menschen an – der Islam verhält sich wie ein Funken zu trockenem Stroh, das die ganze Welt bedeckt. So schnell wie sich also Feuer verbreiten und alles von den Menschen mühevoll Erbaute in Asche verwandeln kann, so schnell schafft es nach dieser Vorstellung auch der Islam, jeden Winkel der Welt zu beherrschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Feindbild „Islam“: Die Autorin legt dar, wie alte Feindbilder gegenüber dem Islam in der heutigen Zeit fortbestehen und stellt die Forschungsfrage nach den Methoden ihrer medialen Konstruktion.

2 Das Islambild als Teil des orientalistischen Diskurses: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Basis des „Orientalismus“ und zeigt auf, wie der Westen den Orient als Gegenpol für seine eigene Identitätsbildung erschaffen hat.

3 Das Werk Das Schwert des Islam: Hier werden der Inhalt des analysierten Bestsellers sowie der Hintergrund des Autors Peter Scholl-Latour vorgestellt und die Auswahl der Textpassage für die Analyse begründet.

4 Analyse: In vier Abschnitten werden die stilistischen und inhaltlichen Mittel des Autors – wie Metaphern, historische Parallelen und Bildsprache – detailliert untersucht und dekonstruiert.

5 Fazit: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei Scholl-Latours Vorgehensweise als Form des „Kulturalismus“ kritisch gewürdigt wird.

Schlüsselwörter

Feindbild, Islam, Peter Scholl-Latour, Orientalismus, Diskursanalyse, Fundamentalismus, Medienkritik, Rhetorik, Islamophobie, historische Parallelen, Metaphorik, Konstruktivismus, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die medialen und rhetorischen Methoden, mit denen ein „Feindbild Islam“ erzeugt und verstärkt wird, wobei das Sachbuch „Das Schwert des Islam“ von Peter Scholl-Latour als zentrales Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der orientalistische Diskurs, die journalistische Praxis der Konstruktion von Feindbildern, die Rolle von Metaphern und historischen Analogien sowie die wechselseitige Wahrnehmung zwischen Orient und Okzident.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine spezifische Sprach- und Bildwahl in populärwissenschaftlicher Literatur komplexe politische Zusammenhänge vereinfacht und ein Bedrohungsszenario gegenüber dem Islam aufgebaut wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Methode angewandt, die das Zusammenspiel von inhaltlichen und formalen Kriterien (Sprache, Bildsprache, Struktur) innerhalb einer ausgewählten Textpassage exemplarisch interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Orientalismus, eine Vorstellung des Autors und seines Werkes sowie eine detaillierte Analyse der vier Kapitelabschnitte und der Bildsprache im Buch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Feindbild, Islam, Orientalismus, Medienkritik, Diskursanalyse, Rhetorik und Kulturalismus.

Wie bewertet die Autorin die Verwendung arabischer Begriffe durch Scholl-Latour?

Die Autorin kritisiert, dass arabische Begriffe oft ohne echten inhaltlichen Mehrwert oder korrekte Erläuterung verwendet werden, um die fachliche Autorität des Autors vorzutäuschen, anstatt dem Leser tatsächliches Wissen zu vermitteln.

Warum hält die Autorin die „Methode der Beliebigkeit“ bei historischen Vergleichen für problematisch?

Diese Methode ist problematisch, weil sie historische Ereignisse dekontextualisiert und durch scheinbare Parallelen (wie etwa Vergleiche zwischen modernen Konflikten und biblischen Erzählungen) eine Unausweichlichkeit suggeriert, die eher der Manipulation als der Aufklärung dient.

Welche Rolle spielt die Bildsprache in der Argumentation des Autors?

Die Bildsprache fungiert als zentrales Instrument zur Verinnerlichung von Bedrohungen, wobei die Bildunterschriften oft eigene Thesen aufstellen, die nicht notwendigerweise mit dem Dargestellten übereinstimmen, aber das Gefühl einer diffusen, aggressiven Fremdheit verstärken.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"60 Jahre Kommunismus - 1000 Jahre Islam"…?! - "Das Schwert des Islam" von Peter Scholl-Latour als Beispiel für den populär-wissenschaftlichen Umgang mit dem Islam
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Hannah Amhaz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V207114
ISBN (eBook)
9783656346968
ISBN (Buch)
9783656348290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
islam muslime deutschland orientalismus scholl latour schwert kritik populär wissenschaft islamophobie said edward
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Amhaz (Autor:in), 2011, "60 Jahre Kommunismus - 1000 Jahre Islam"…?! - "Das Schwert des Islam" von Peter Scholl-Latour als Beispiel für den populär-wissenschaftlichen Umgang mit dem Islam, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/207114
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Leseprobe aus  21  Seiten
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