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Karl Martell - Zwischen Herrschaftsanspruch und Legitimation

Title: Karl Martell - Zwischen Herrschaftsanspruch und Legitimation

Seminar Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Adrian Witt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Wenn man sich mit dem historischen Verlauf der Geschichte Europas auseinandersetzen möchte, so darf man sich nicht nur mit der Geschichte des Römischen Reiches oder der des Britischen Empire befassen. Viel wichtiger ist vor allem, nachdem das weströmische Reich unter dem Ansturm der marodierenden Germanenhorden aus dem Norden Europas zusammen brach, sich mit der Geschichte eben dieser Germanenstämme zu beschäftigen. Der Niedergang des weströmischen Reiches war zugleich auch der Aufstieg eines neuen Reiches, welches im weiteren Verlauf der Geschichte die weitere Entwicklung Europas, vom Übergang der Antike zum Mittelalter bestimmen sollte. Das Frankenreich, dass seit dem 5. bis ins 9. Jahrhundert existierte und zunächst von der Herrscherfamilie der Merowinger und später durch die Herrscherfamilie der Karolinger regiert wurde, entwickelte sich im Laufe der Zeit zum einflussreichsten und wohl mächtigsten Staat innerhalb Europas. Beschäftigt man sich mit dem Frankenreich näher, so beziehen sich die Meisten sicherlich auf Karl den Großen, unter dessen Herrschaft das Frankenreich seine größte Ausdehnung und den Höhepunkt seiner Macht erlebte. In der Gestalt Karl des Großen sehen viele Europäer bis heute eine Art Vorreiter in der Verteidigung des christlichen Glaubens, der Europa vor der drohenden Gefahr einer Islamisierung bewahrt hat. Doch bereits unter der Herrschaft Karl Martells 714-741 unternahm das Frankenreich erfolgreiche Versuche, um der zunehmenden Bedrohung einer Islamisierung Europas entgegen zu wirken. Unter der Herrschaft Karl Martells gelang es dem Geschlecht der Karolinger, das zunächst noch im Dienste der merowingischen Herrscher im Amt der Hausmeier standen, nicht nur endgültig die absolute Macht im Frankenreich zu erlangen. Viel mehr begann mit Karl Martell 714-741 und später mit dessen Sohn Pippin dem Jüngere 741-751 eine neue Ära für Europa, zu dessen Beginn Vater und Sohn die Vormachtstellung des Karolingerhauses im Frankenreich ab dem 8. Jahrhundert weiter ausbauen konnten. Die vorliegende Arbeit soll sich daher im Wesentlichen mit dem Weg Karl Martells zu dessen Machterlangung beschäftigen, sowie die Schwierigkeiten aufzeigen, die er dabei zu bewältigen hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte des Frankenreiches

3. Der Aufstieg Karl Martells zum Herrscher über das Frankenreich

3.1 Der Tod Pippins des Mittleren und die Problematik der Erbfolge

3.2 Der Siegeszug Karl Martells

4. Das Frankenreich unter Karl Martell

5. Karl Martell – Ein Mann wird zur Legende

6. Karl Martell – Versuch einer Herrschaftsbewertung

7. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den historischen Weg Karl Martells zur Machterlangung im Frankenreich nach dem Tod Pippins des Mittleren sowie die damit verbundenen innen- und außenpolitischen Herausforderungen. Ein zentrales Ziel ist es, die militärischen Erfolge Martells, insbesondere die Schlacht bei Tours und Poitiers, kritisch zu bewerten und der Frage nachzugehen, inwieweit diese als Zeichen seiner persönlichen Genialität oder als Instrument zur Legitimierung seiner Herrschaft zu verstehen sind.

  • Historische Entwicklung des Frankenreiches zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert
  • Machtkampf und Sukzessionskrise nach dem Tod Pippins des Mittleren
  • Die Rolle Karl Martells beim Aufstieg des Karolingergeschlechts
  • Analyse der Quellenlage und der historiographischen Problematik der karolingischen Zeit
  • Die militärische Strategie und die außenpolitische Konsolidierung des Reiches

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Siegeszug Karl Martells

Als Plektrud damit beschäftigt war, nach dem Tode Pippins des Mittleren, ihre Vormachtstellung innerhalb des Frankenreiches als zeitweilige Herrscherin auszubauen und sich mit der Befürchtung konfrontiert sah, dass Karl Martell eventuell doch noch versuchen könnte, die Herrschaft an sich zu reißen, regte sich in einem bestimmten Teil des Regnum Francorum der Widerstand gegen den noch jungen Herrscher und dessen Mutter, die die Regierungsgewalt für ihn in Anlehnung an merowingische Erbfolgegewohnheiten inne hatte. Während die Austrasier gewillt zu sein schienen, an der Führung des karolingischen Hauses festzuhalten und die Herrschaft Plektruds hinzunehmen, gewann in Neustrien mit dem fehlen einer starken pippinidischen Führungspersönlichkeit, die „antipippinidische Opposition“ die Oberhand. Dabei bewog wahrscheinlich die Tatsache, dass die Machtübergabe an eine Frau erfolgte und die Vormachtstellung der Arnulfinger im Reich noch nicht genügend gefestigt war, die eben noch von Pippin Unterworfenen zum Aufstand gegen den noch jungen Herrscher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Frankenreichs ein und stellt die Forschungsfrage nach der Bewertung der Herrschaft und der militärischen Erfolge Karl Martells unter Berücksichtigung der schwierigen Quellenlage.

2. Vorgeschichte des Frankenreiches: Dieses Kapitel skizziert den Niedergang des merowingischen Königtums und den damit verbundenen Machtzuwachs der karolingischen Hausmeier bis zum Tod Pippins des Mittleren.

3. Der Aufstieg Karl Martells zum Herrscher über das Frankenreich: Hier wird der Machtkampf nach dem Tod Pippins detailliert analysiert, inklusive der familiären Konflikte und der ersten militärischen Schritte Karl Martells.

4. Das Frankenreich unter Karl Martell: Das Kapitel behandelt die innenpolitischen Umstrukturierungen, insbesondere die Säkularisationspolitik und die Stärkung der königlichen Macht durch die Einsetzung loyaler Gefolgsleute.

5. Karl Martell – Ein Mann wird zur Legende: Im Fokus stehen hier die außenpolitische Expansion, das Heereswesen und die bedeutende Schlacht bei Tours und Poitiers als Wendepunkt seiner Herrschaft.

6. Karl Martell – Versuch einer Herrschaftsbewertung: Der Abschnitt reflektiert die methodischen Schwierigkeiten bei der Erstellung eines objektiven Geschichtsbildes aufgrund der lückenhaften und tendenziösen Quellenlage.

7. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und würdigt die Bedeutung Karl Martells als maßgeblichen Wegbereiter der karolingischen Macht im europäischen Kontext.

Schlüsselwörter

Karl Martell, Frankenreich, Karolinger, Hausmeier, Schlacht bei Tours und Poitiers, Pippin der Mittlere, Machtlegitimation, Säkularisation, Mittelalter, Merowinger, Quellenkritik, Expansion, Militärgeschichte, Herrschaftsbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Persönlichkeit Karl Martells und seinem Aufstieg zur Macht im fränkischen Reich während des frühen 8. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Machtkampf nach dem Tod Pippins des Mittleren, die Konsolidierung der karolingischen Herrschaft sowie die militärischen Auseinandersetzungen Karl Martells.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob die militärischen Erfolge Karl Martells eher auf seiner strategischen Genialität basieren oder primär als Mittel zur Legitimierung seiner Herrschaft dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenorientierte Analyse, wobei die Schwierigkeiten der karolingischen Überlieferung kritisch hinterfragt und in Bezug zu modernen geschichtswissenschaftlichen Interpretationen gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Aufstiegs Martells, die innenpolitischen Reformen, seine militärischen Strategien und die kritische Bewertung seiner Herrschaft anhand zeitgenössischer Quellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hausmeier, Karolinger, Säkularisation, Schlacht bei Poitiers, Quellenkritik und Herrschaftslegitimation geprägt.

Warum wird die Schlacht bei Tours und Poitiers in der Arbeit so intensiv beleuchtet?

Die Schlacht wird als ein zentraler Moment betrachtet, der einerseits Martells militärisches Geschick beweist und andererseits für die spätere Legendenbildung und Herrschaftsbewertung von fundamentaler Bedeutung war.

Welche Probleme ergeben sich bei der Bewertung von Karl Martells Herrschaft?

Die Hauptprobleme sind die Quellenarmut, die prokalingische Tendenz der vorhandenen historiographischen Schriften sowie der Umstand, dass viele Quellen erst lange nach der Herrschaftszeit verfasst wurden.

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Details

Title
Karl Martell - Zwischen Herrschaftsanspruch und Legitimation
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte)
Course
Die Karolinger
Grade
1,7
Author
B.A. Adrian Witt (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V206981
ISBN (eBook)
9783656340782
ISBN (Book)
9783656340843
Language
German
Tags
karl martell zwischen herrschaftsanspruch legitimation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Adrian Witt (Author), 2010, Karl Martell - Zwischen Herrschaftsanspruch und Legitimation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206981
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