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Spekulative Attacken in Fixkurssystemen

Titel: Spekulative Attacken in Fixkurssystemen

Seminararbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Peter Winkler (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit behandelt das Thema "Spekulative Attacken", und zwar bezogen auf Währungssysteme mit festen Wechselkursen.
Es wird dabei beschrieben, durch welche Merkmale sich ein Fixkurssystem auszeichnet. Danach wird eingegangen auf die zwei häufigsten Gefahren die durch die Fixierung des Wechselkurses und Interventionen der Zentralbanken entstehen:
Das Problem der Inflation und das Liquiditätsproblem.
Nachdem, auch anhand eines Beispiels, beschrieben wurde wie eine Währungsspekulation ablaufen kann, wird das Thema am Beispiel der Asienkrise praktisch verdeutlicht. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Betrachtung Thailands.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 MERKMALE EINES FIXKURSSYSTEMS

3 GEFAHREN BEI AUF- UND ABWERTUNGSDRUCK

3.1 Liquiditätsproblem

3.2 Problem der Inflation

4 GENERELLER ABLAUF EINER WÄHRUNGSSPEKULATION

5 ASIENKRISE AM BEISPIEL THAILAND

5.1 Wirtschafts- und Finanzkrise

5.2 Abwertungserwartung führt zu Spekulation

5.3 Zentralbank gegen Spekulanten

5.4 Folgen der Thailand - Krise

6 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Mechanismen, Voraussetzungen und Folgen spekulativer Attacken auf Länder mit einem fixen Wechselkurssystem. Dabei wird analysiert, wie wirtschaftliche Ungleichgewichte entstehen, welche Rolle Notenbankinterventionen spielen und wie Spekulanten von derartigen Marktkonstellationen profitieren können.

  • Funktionsweise und Schwachstellen von Fixkurssystemen
  • Theoretische Ursachen für Auf- und Abwertungsdruck (Liquidität und Inflation)
  • Der Prozess der Währungsspekulation und die Rolle von Hedgefonds
  • Detaillierte Fallstudie der thailändischen Asienkrise (1997)
  • Auswirkungen der Krise auf den Banken- und Unternehmenssektor

Auszug aus dem Buch

4 Genereller Ablauf einer Währungsspekulation

Das Grundprinzip von Währungsspekulationen ist, die Kursentwicklung von Devisenmärkten vorauszuahnen und davon zu profitieren. Wenn man beispielsweise erwartet, dass eine ausländische Währung abwertet und die eigene Währung aufwertet kann man Schulden aufnehmen in der Auslandswährung und das Geld direkt in die eigene Währung umtauschen. Wenn jetzt die Spekulation erfolgreich ist und die ausländische Währung tatsächlich abwertet, kann der Spekulant die Schulden im Ausland mit einem Teil seines aufgenommenen Kredits zurückzahlen. Er tauscht dafür wieder einheimische Währung in ausländische um. Der Betrag der danach noch übrig ist, ist der Gewinn.26

Dieses Vorgehen soll hier an einem kleinen Beispiel verdeutlicht werden (eigene Darstellung, angelehnt an Huffschmid, 2002):27

Es wird angenommen, dass ein Spekulant erwartet, dass der Baht innerhalb von 3 Monaten um 20% abwerten wird. Der aktuelle Kurs wird dann also von aktuell 1 $ = 20 Baht auf 1 $ = 24 Baht steigen. Umgekehrt ausgedrückt werden 1000 Baht, die aktuell 50 $ kosten, in 3 Monaten nur noch 41,67 $ kosten.

Der Spekulant nimmt einen 3-Monats-Kredit von 20.000 Baht zu einem Jahreszins von 10% auf. Diesen Kredit tauscht er sofort in Dollar um. Er erhält also 1000 $. Seine Spekulation geht nun auf, und nach 3 Monaten hat die thailändische Währung so weit abgewertet, dass 1000 Baht nur noch 41,67 $ kosten. Jetzt muss der Kredit zurückgezahlt werden, d.h. der Gläubiger bekommt 20.000 Baht + 500 Baht Zins (2,5 %) = 20.500 Baht.

Dafür tauscht der Spekulant seine Dollar wieder zurück in Baht um: Er muss dafür nun 20,5 x 41,67 $ = 854,23 $ zahlen. Die Differenz die übrig bleibt, nämlich 1000 $ - 854,23 $ = 145,77 $, ist sein Gewinn.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit anhand des Beispiels der Schweizer Nationalbank und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Rahmen.

2 MERKMALE EINES FIXKURSSYSTEMS: Dieses Kapitel definiert Fixkurssysteme sowie quasi-fixe Wechselkurse und beschreibt die Interventionspflicht der Notenbanken.

3 GEFAHREN BEI AUF- UND ABWERTUNGSDRUCK: Hier werden die Risiken einer Bindung thematisiert, insbesondere das Liquiditätsproblem bei Abwertungsdruck und das Inflationsrisiko bei Aufwertungsdruck.

4 GENERELLER ABLAUF EINER WÄHRUNGSSPEKULATION: Dieses Kapitel verdeutlicht die Logik hinter Währungsspekulationen anhand eines konkreten Kreditbeispiels und erläutert, warum Fixkurssysteme anfällig für Angriffe sind.

5 ASIENKRISE AM BEISPIEL THAILAND: Dieser Hauptteil analysiert die Ursachen und den Verlauf der Asienkrise, von der Immobilienblase über die Spekulation gegen den Baht bis hin zum IWF-Hilfsprogramm.

6 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit zieht eine Bilanz aus den theoretischen Erkenntnissen und dem Fallbeispiel, ergänzt durch eine Einschätzung der aktuellen Situation in der Schweiz.

Schlüsselwörter

Fixkurssystem, Wechselkurs, Spekulative Attacken, Währungsspekulation, Asienkrise, Thailand, Notenbank, Devisenreserven, Inflation, Liquiditätsproblem, IWF, Finanzkrise, Leistungsbilanzdefizit, Hedgefonds, Kapitalverkehr.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Hintergründe und praktischen Auswirkungen von spekulativen Attacken auf Währungen, deren Wechselkurse durch die Zentralbank fixiert wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen von Fixkurssystemen, den Risiken staatlicher Interventionen, der Strategie von Spekulanten sowie einer detaillierten Fallanalyse der Asienkrise 1997.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, warum und wie Spekulanten gegen fixe Wechselkurse vorgehen und welche ökonomischen Konsequenzen daraus für die betroffenen Volkswirtschaften entstehen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Grundlagentheorien und eine Fallstudienanalyse der Asienkrise unter Verwendung von ökonomischen Modellen und historischen Daten.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt theoretische Gefahren (Liquidität und Inflation), den allgemeinen Prozess der Währungsspekulation sowie die spezifischen Geschehnisse der Thailand-Krise, einschließlich der Interventionen der Bank of Thailand.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fixkurssystem, Devisenreserven, spekulative Attacke, Leistungsbilanzdefizit und Kapitalverkehrskontrollen geprägt.

Warum ist das "Liquiditätsproblem" für Zentralbanken so kritisch?

Da eine Zentralbank nur so viel Fremdwährung verkaufen kann, wie sie als Reserven besitzt, ist ihre Handlungsfähigkeit bei einem anhaltenden Abwertungsdruck geografisch und ökonomisch begrenzt, was Spekulanten Angriffsflächen bietet.

Welche Rolle spielt die IWF-Unterstützung im Kontext der thailändischen Krise?

Der IWF trat als Stabilisator auf, der frisches Kapital zur Verfügung stellte, aber gleichzeitig harte Auflagen zur fiskalpolitischen Kontraktion und Restrukturierung des maroden Finanzsektors forderte.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spekulative Attacken in Fixkurssystemen
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,3
Autor
Peter Winkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V206924
ISBN (eBook)
9783656338413
ISBN (Buch)
9783656339526
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fixierte Wechselkurse Asienkrise Spekulation Soros Währungsspekulation Währungssystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Winkler (Autor:in), 2012, Spekulative Attacken in Fixkurssystemen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206924
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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