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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Migration, kulturelles Kapital & Arbeitsmarkt

Orientierungen, Strategien und Probleme von MigrantInnen beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt

Titel: Migration, kulturelles Kapital & Arbeitsmarkt

Masterarbeit , 2012 , 100 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B. A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Michel Beger (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Michel Beger widmet sich in seiner Masterarbeit der Frage, wie Menschen, die neu in Deutschland eingewandert sind, ihre mitgebrachten Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt verwerten. Hierzu hat er narrative Interviews mit immerhin 11 Personen durchgeführt (einer Fallzahl, die in mancher Dissertation nicht zu finden ist), wobei er sein Sampling an der – zunächst - theoretischen Unterscheidung zwischen hoch-, mittel- und unterqualifizierten Menschen ausrichtete. Die Arbeit umfasst 100 Seiten und ist in neun Kapiteln übersichtlich geordnet.
(...)
Michel Beger hat mit seiner sehr sorgfältig formulierten und stringent argumentierenden Untersuchung eine Masterarbeit vorgelegt, die ihres gleichen sucht. Die Rekonstruktion von elf Fällen und die hieran anschließende mehrdimensionale Typenbildung sind insbesondere bemerkenswert. Die vorgelegte Masterarbeit ist umfassend, innovativ und entspricht in jeder Hinsicht den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens." (Erstgutachter Prof. 2012)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMAUFRISS

2. ZENTRALE BEGRIFFE

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

4. MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT

4.1. ENTWICKLUNG DER ZUWANDERUNG UND MIGRATIONSPOLITIK IN DEUTSCHLAND

4.2. RECHTLICHE BEDINGUNGEN DER EINGLIEDERUNG VON MIGRANTINNEN IN DEN ARBEITSMARKT ANHAND DES AUFENTHALTSSTATUS

4.3. STATISTISCHER ÜBERBLICK ÜBER DIE BILDUNGSBIOGRAPHISCHE ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG DER MIGRATIONSBEVÖLKERUNG IN DEUTSCHLAND

4.4. FORSCHUNGSTAND: EMPIRISCHE STUDIEN ZUR SITUATION VON MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT

5. METHODISCHES VORGEHEN DER STUDIE

5.1. ZUGANG ZU DEN INTERVIEWS UND AUSWAHL DER FÄLLE

5.2. DAS NARRATIV FUNDIERTE INTERVIEW

5.3. DIE DOKUMENTARISCHE METHODE

6. DIE FALLBEISPIELE ANHAND VON DREI TYPEN

6.1. HOCHQUALIFIZIERTE BILDUNGSAUSLÄNDERINNEN – DER FALL VON FRAU BAKSHI

6.2. MITTELQUALIFIZIERTE BILDUNGSAUSLÄNDERINNEN – DER FALL VON FRAU SUVOROV

6.3. UNTERQUALIFIZIERTE MIGRANTINNEN – DER FALL VON HERRN SAID

6.4. WEITERE FÄLLE FÜR DIE TYPENBILDUNG ALS BIOGRAPHISCHE KURZDARSTELLUNGEN

7. VERGLEICHENDE INTERPRETATION UND ANSÄTZE EINER TYPENBILDUNG

7.1. BIOGRAPHISCHE ORIENTIERUNGEN UND DIE STATUSPASSAGEN DER MIGRATION

7.1.1. Partnerschafts-/ Familienorientierung als Migrations- und Bleibemotiv

7.1.2. Ameliorationsorientierung als Migrations- und Bleibemotiv

7.1.3. Asylsuche aufgrund von Kriegsausbrüchen

7.2. ARBEITSMARKTEINSTIEG UND ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG

7.2.1. Eigenwerbung und Arbeitsmarktintegration unterhalb der Qualifikation

7.2.2. Soziale Kontakte als Motor für den Arbeitsmarkteinstieg auf unterschiedlichen Qualifikationsebenen

7.2.2.1. Nutzung sozialer Kontakte im berufsbezogenen Kontext

7.2.2.2. Nutzung sozialer Kontakte ohne Berufsbezug

7.2.3. Herkunftsland- und berufsbezogene Organisationen als Möglichkeiten für den Arbeitsmarkteinstieg mit beschränkter Rendite

7.3. NUTZUNG DES KULTURELLEN KAPITALS

7.3.1. Die hochqualifizierten BildungsausländerInnen

7.3.2. Die mittelqualifizierten BildungsausländerInnen

7.3.3. Die unterqualifizierten MigrantInnen

8. ERGEBNISSE: STATUSPASSAGEN, ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG UND VERWERTUNG DES KULTURELLEN KAPITALS

9. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND GRENZEN DER FORSCHUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess des Arbeitsmarkteinstiegs von Migrantinnen der ersten Generation, um zu rekonstruieren, wie und unter welchen Bedingungen ihr im Herkunftsland erworbenes Wissen und Können (kulturelles Kapital) auf dem deutschen Arbeitsmarkt verwertet werden kann. Dabei steht die Frage im Zentrum, warum auch hochqualifizierte Migrantinnen häufig in prekären oder unterqualifizierten Arbeitsverhältnissen landen und welche Rolle familiale Orientierungen und soziale Netzwerke dabei spielen.

  • Analyse von Migrationsmotiven und biographischen Orientierungen
  • Untersuchung der Verwertung kulturellen Kapitals (Bildung, Abschlüsse)
  • Vergleich von Hoch-, Mittel- und unterqualifizierten Migrantinnen
  • Rolle von sozialen Netzwerken und ethnischen Nischen beim Arbeitseinstieg
  • Einfluss des rechtlichen Aufenthaltsstatus und familiärer Verpflichtungen

Auszug aus dem Buch

Hochqualifizierte BildungsausländerInnen – Der Fall von Frau Bakshi

Frau Bakshi wurde 1970 in Indien geboren, wo sie aufwuchs und zur Schule ging. Nach ihrer Schulausbildung studierte sie Hindi-Sprachwissenschaft und Politikwissenschaft. Dabei erreichte sie je einen Master of Arts-Abschluss in Sprachwissenschaft und Politikwissenschaft, sowie nach einem absolvierten Forschungsstudium zusätzlich einen Abschluss Master of Philosophy in Politikwissenschaft.

Ihr Mann kommt ebenfalls aus Indien, lebt aber bereits seit den 1980’er Jahren in Deutschland und ist als Elektriker tätig. Bei einem Heimatbesuch Ende der 1990’er Jahre lernten sich beide kennen, heirateten und bekamen eine gemeinsame Tochter. Im Jahr 2000 folgte Frau Bakshi ihrem Mann nach Deutschland. Ihr Studium war zu dieser Zeit jedoch noch nicht abgeschlossen, sodass sie alle sechs Monate nach Indien reiste und dort ihr Studium vorantrieb. Auch die Geburt ihres Sohnes im Jahr 2003 ließ sie nicht von diesem Plan abweichen. Im März 2011 erhielt sie schließlich ihren Doktortitel in Politikwissenschaft mit dem Themenschwerpunkt „Atompolitik“.

„B Ich hab nur studiert, studiert, studiert, ich hab äh Master zweimal Master of Arts (2) einmal Hindisprache einmal Political Wissenschaft und dann ich Master of Philosophy in Political Wissenschaft (atmet tief ein) und gera::de ich hab in diesen März Doktoreipass in Political Y  einen Doktor? B Ja (1) geschafft Y Herzlichen Glückwunsch B @Danke aber trotzdem keine Arbeit@“ (Frau Bakshi Z 1-8)

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMAUFRISS: Einführung in die Problematik der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen unter Berücksichtigung ihres mitgebrachten kulturellen Kapitals.

2. ZENTRALE BEGRIFFE: Definition grundlegender Konzepte wie Bildungsausländer, Statuspassage und erfolgreicher Arbeitsmarkteinstieg.

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Auseinandersetzung mit der Humankapitaltheorie und der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu sowie deren Anwendung auf Migrationsprozesse.

4. MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT: Historischer Abriss der Migrationspolitik und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie statistischer Überblick zur bildungsbiographischen Zusammensetzung.

5. METHODISCHES VORGEHEN DER STUDIE: Beschreibung der Interviewmethodik (narrativ fundiertes Interview) und der Auswertungsstrategie (dokumentarische Methode).

6. DIE FALLBEISPIELE ANHAND VON DREI TYPEN: Detaillierte Vorstellung und erste Interpretation von drei exemplarischen Fällen für hoch-, mittel- und unterqualifizierte Migrantinnen.

7. VERGLEICHENDE INTERPRETATION UND ANSÄTZE EINER TYPENBILDUNG: Systematischer Vergleich der Migrationsmotive, Einstiegsstrategien und der Nutzung des kulturellen Kapitals unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Qualifikationsniveaus.

8. ERGEBNISSE: STATUSPASSAGEN, ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG UND VERWERTUNG DES KULTURELLEN KAPITALS: Zusammenführende Darstellung der zentralen Erkenntnisse über die rechtliche Inklusion und die Wirksamkeit sozialer Netzwerke.

9. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND GRENZEN DER FORSCHUNG: Synthese der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion der methodischen Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Migration, kulturelles Kapital, Arbeitsmarktintegration, Bildungsausländer, Statuspassage, Pierre Bourdieu, Bildungsbiographie, Migrationsmotive, Soziales Kapital, Arbeitsmarkteinstieg, Qualifikation, Migrationsforschung, Integration, Deutschland, Arbeitserlaubnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Migrantinnen ihren im Heimatland erworbenen Bildungsabschluss und ihre berufliche Erfahrung (kulturelles Kapital) auf dem deutschen Arbeitsmarkt einsetzen und verwerten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von Bildungsbiographien, die Bedeutung sozialer Netzwerke, die Auswirkungen des aufenthaltsrechtlichen Status sowie der Einfluss familiärer Verpflichtungen auf den beruflichen Integrationsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Migrantinnen häufig Schwierigkeiten beim Transfer ihrer Qualifikationen haben und welche individuellen Strategien sie entwickeln, um den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu meistern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor verwendet eine qualitative Forschungsstrategie, bestehend aus narrativ fundierten Interviews und der dokumentarischen Methode nach Bohnsack, um das handlungsleitende Wissen und die Orientierungsrahmen der Migrantinnen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Fallbeispiele von hoch-, mittel- und unterqualifizierten Migrantinnen, vergleicht deren Migrationsmotive und Strategien zur Arbeitsplatzsuche und untersucht die Wirksamkeit ihres kulturellen und sozialen Kapitals.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie kulturelles Kapital, Statuspassage, Bildungsbiographie, Migrationserfahrung, Arbeitsmarktintegration und soziale Netzwerke beschreiben.

Wie wirken sich Sprachkenntnisse auf den Arbeitsmarkteinstieg aus?

Der Autor identifiziert fehlende oder unzureichende Deutschkenntnisse als eines der Haupthindernisse, da diese nicht nur die Kommunikation erschweren, sondern auch den Zugang zu höherwertigen Tätigkeiten und die Anerkennung von Qualifikationen blockieren.

Welchen Einfluss hat der Status als "Hochqualifizierte"?

Interessanterweise stellt der Autor fest, dass hohe akademische Titel im deutschen Kontext manchmal abschreckend wirken können ("Überqualifizierung") oder bei Arbeitgebern zu skeptischen Reaktionen führen, was den Integrationsprozess paradoxerweise erschwert.

Welche Rolle spielt die Familie für die Migrantinnen?

Familiale Bindungen und die Verantwortung für Kinder sind oft die primären Motive für die Migration sowie für die Entscheidung, in Deutschland zu bleiben, wirken jedoch bei der Arbeitssuche häufig als Barriere, da sie die Flexibilität und Zeit für Weiterbildungen einschränken.

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Migration, kulturelles Kapital & Arbeitsmarkt
Untertitel
Orientierungen, Strategien und Probleme von MigrantInnen beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Erziehungs-wissenschaft, insbesondere systematische Pädagogik)
Note
1,0
Autor
B. A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Michel Beger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
100
Katalognummer
V206868
ISBN (eBook)
9783656337003
ISBN (Buch)
9783656338178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migration kapital arbeitsmarkt orientierungen strategien probleme migrantinnen einstieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Michel Beger (Autor:in), 2012, Migration, kulturelles Kapital & Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206868
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Leseprobe aus  100  Seiten
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