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Theorie von "Staatenkriege gegenüber Partisanenkriege" am Beispiel des Vietnamkrieg

Title: Theorie von "Staatenkriege gegenüber Partisanenkriege" am Beispiel des Vietnamkrieg

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1 (volle Punktzahl)

Autor:in: Conrad Philipp (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Summary Excerpt Details

Erst seit dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich die Auffassung vom Krieg als Rechtszustand zwischen Staaten in Europa durch und ist in engem Zusammenhang mit der Herausbildung des Territorialstaates zu sehen. Nunmehr hatten allein Staaten bzw. ihre regulären Streitkräfte das Recht, Krieg zu führen. Dies bedeutete gegenüber der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges auch eine Einhegung des Krieges: Er
sollte von nun an nach den kodifizierten Regeln eines immer weiter ausdifferenzierten Kriegsrechts und Kriegsvölkerrechts geführt werden. Eine der wichtigsten Auswirkungen war, dass - zumindest in der politischen und militärischen Vorstellungswelt - im Regelfall nur noch die Streitkräfte des Gegners als legitimes Ziel militärischer Handlungen gelten sollten, nicht aber die Zivilbevölkerung.1 Diese
Einhegung des Krieges war allerdings auf die Beziehungen zwischen europäischen bzw. atlantischen Staaten beschränkt: Bezeichnenderweise galten die rechtlichen Beschränkungen, die nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges in diesem zwischenstaatlichen Kriegskonzept zum Tragen kamen, nicht für die gleichzeitigen Kriege dieser Staaten in ihren Kolonien oder gegen andere, nichteuropäische Völker.2
In dieser Hauarbeit soll untersucht und skizziert werden was die Charakteristika eines regulären Krieges sind. Dem gegenüber stehen die irregulären Strukturen des Partisanenkrieges, welcher sich infolge seiner wechselnden Kampfstrategie nur schwer durch eine Charakterisierung abgrenzen lässt, jedoch von seiner Struktur ist er als asymmetrischer Krieg zu verstehen. Die Vorrausetzungen unter denn er angewandt wird lassen sie an dem Beispiel Vietnam exemplarisch zeigen. Der Vietcong kämpfte gegen die Amerikaner. Hier veränderte sich Taktik und Strategie auf Seiten beider Kriegsparteien, wobei dieser Transformationsprozess ein „reziproken Charakter im Sinne einer militärischen Eskalationstheorie [ist].“3
1 Vgl. Hoch, Martin, Krieg und Politik im 21. Jahrhundert, in: Aus Politik und Zeitgeschichte.
Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament vom 11.05.2001, S.17-25.
2 Vgl. Frey, Marc, Geschichte des Vietnamkrieges. Die Tragödie in Asien und das Ende des
amerikanischen Traumes, München 1999, S.88-95.
3 Arend, Wolfgang, Vietnam: Vom irregulären zum regulären Krieg, in Münkler, Herfried (Hrsg.),
Der Partisan. Theorie, Strategie, Gestalt, Opladen 1990, S.182.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Staatenkrieg

3 Partisanenkrieg

3.1. Begriffserklärung

3.2. Die Gestalt des Partisanen

3.3. Der Partisanenkrieg als Element des großen Krieges

4 Strategie und Taktik im Vietnamkrieg

4.1 Strategie und Taktik als Elemente der Kriegsführung

4.2 Der Vietcong

4.2.1 Strategie des Vietcong

4.2.2 Taktik des Vietcong

4.2.3 Der Vietcong in den Phasen des Krieges

4.3 Die Vereinigten Staaten von Amerika

4.3.1 Strategie der USA

4.3.2 Taktik der USA

4.4 Die Veränderungen der Kriegsführung im Vietnamkrieg

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen regulärer Staatenkriegsführung und asymmetrischen Partisanenkonflikten am Beispiel des Vietnamkriegs, um die wechselseitigen Transformationsprozesse von Strategie und Taktik beider Konfliktparteien zu analysieren.

  • Charakteristika des modernen Staatenkriegs als symmetrische Kriegsform
  • Struktur und Wesensmerkmale des Partisanenkriegs
  • Maoistisches Volkskriegskonzept und dessen Anwendung durch den Vietcong
  • US-amerikanische Militärstrategie und die Herausforderungen der Aufstandsbekämpfung
  • Eskalationsdynamik durch die Vermischung konventioneller und irregulärer Taktiken

Auszug aus dem Buch

Die Gestalt des Partisanen

Der Partisanenkämpfer lässt sich infolge seiner wechselnden Kampfstrategie nur schwer durch eine Charakterisierung abgrenzen. Im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner ist es seine unverzichtbare Vorrausetzung, sich anzupassen und unterzutauchen. Seine Möglichkeiten sind vielfältig. Er verändert sein Aussehen und seine Verhaltensformen. Das impliziert auch seine Art zu kämpfen oder sein Auftreten. So nähert er sich dem Auftreten einer regulären Armee an, indem er eine Uniform besitzt und seine Waffen offen trägt. Aber die Partisanen können sich auch der Gestalt des Terroristen annähern, indem sie ein bürgerliches Leben vorgeben und im Untergrund agieren.

Der Partisan ist also eine wechselhafte Gestalt zwischen einem regulären Soldaten und einem Terroristen; zwischen einer geordneten Hierarchie und einer dezentralen Netzwerkordnung. Die Irregularität des Terroristen erreicht er nie, sonst wäre er ein solcher. Vielmehr definiert er es durch ein Regularitätsdefizit gegenüber dem Soldaten. Tendenzielle Entwicklungen eines Partisans, hängen mit seiner eigenen Position zusammen. Je größer seine Stärke und Macht ist, desto mehr nähert er sich der Gestalt eines regulären Soldaten an. Schwindet seine Macht, wandelt er sein Wesen hin zum Terrorismus. Die Gestalt des Partisans hängt essentiell davon ab, wie groß seine Macht ist. Wenn der Partisan sich zum Soldaten oder Terroristen wandelt ist er gleichfalls kein Partisan mehr. Dies impliziert den Begriff des Partisans als eine Sammelbezeichnung von Kampfformen, die sich zwischen Irregularität und Regularität befinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept des Krieges als Rechtszustand zwischen Staaten ein und kontrastiert dieses mit der asymmetrischen Struktur des Partisanenkriegs.

2 Der Staatenkrieg: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des modernen Staates als Monopolist des Krieges und die Entwicklung symmetrischer Kriegsführungsformen in Europa.

3 Partisanenkrieg: Hier werden Definitionen und die wandelbare Gestalt des Partisanen sowie seine Rolle als Element innerhalb größerer Konflikte erörtert.

4 Strategie und Taktik im Vietnamkrieg: Dieses Kernkapitel analysiert detailliert die gegenseitigen Anpassungsstrategien von Vietcong und US-Streitkräften unter Berücksichtigung politischer und militärischer Zielsetzungen.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass der Vietnamkrieg durch eine wechselseitige Transformation in Richtung asymmetrischer und konventioneller Eskalation gekennzeichnet war.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, Partisanenkrieg, Asymmetrische Kriegführung, Strategie, Taktik, Vietcong, Volkskrieg, Staatenkrieg, Regularität, Irregularität, Eskalationstheorie, Militärstrategie, Guerillakrieg, Zivilbevölkerung, Transformationsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den strukturellen Unterschieden und der gegenseitigen Beeinflussung von staatlich organisierter Kriegsführung und irregulären Partisanenkämpfen am Beispiel des Vietnamkriegs.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des modernen Staatenkriegs, die Theorie des Partisanenkriegs sowie die konkrete Anwendung und Veränderung militärischer Taktiken und Strategien durch die Kriegsparteien im Vietnamkonflikt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess aufzuzeigen, durch den sich beide Konfliktparteien gegenseitig beeinflussten, um die jeweils eigene Unterlegenheit auszugleichen, was in einer militärischen Eskalation mündete.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und militärhistorische Analyse, gestützt auf einschlägige Theorien (u.a. von Münkler, Clausewitz und Mao), um die Kampfhandlungen in Vietnam zu systematisieren.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Partisanenkriegs und die detaillierte Analyse der Strategie und Taktik des Vietcong sowie der USA, einschließlich der Veränderungen ihrer jeweiligen Kriegsführung über den Zeitverlauf.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Partisanenkrieg, Asymmetrische Kriegführung, Volkskrieg, reziproke Eskalation, Regularität und Strategiewechsel.

Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen Partisan und Zivilbevölkerung?

Der Partisan ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen, um untertauchen zu können, was den Gegner dazu zwingt, den Krieg gegen die gesamte Bevölkerung zu führen und nicht nur gegen eine feindliche Armee.

Warum wird der Vietcong in der Arbeit als "chamäleonartig" bezeichnet?

Der Begriff illustriert, dass der Partisan eine transitorische Gestalt ist, die je nach Machtlage zwischen einem regulären Soldaten und einem Terroristen oszilliert, ohne in einem dieser Zustände dauerhaft zu verharren.

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Details

Title
Theorie von "Staatenkriege gegenüber Partisanenkriege" am Beispiel des Vietnamkrieg
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politik)
Course
Struktur der Kriege
Grade
1 (volle Punktzahl)
Author
Conrad Philipp (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V20678
ISBN (eBook)
9783638244978
Language
German
Tags
Theorie Staatenkriege Partisanenkriege Beispiel Vietnamkrieg Struktur Kriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Conrad Philipp (Author), 2003, Theorie von "Staatenkriege gegenüber Partisanenkriege" am Beispiel des Vietnamkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/20678
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