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Der Aralsee. Eine beispiellose ökologische Katastrophe

Title: Der Aralsee. Eine beispiellose ökologische Katastrophe

Term Paper , 2010 , 39 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Dipl.-Jur. Univ. , M.A. Christian Dickenhorst (Author)

Environmental Sciences

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Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass diese Tragödie des Aralsees in den letzten 40 Jahren die größte, jemals vom Menschen verursachte Wasserkatastrophe darstellt.“ Mit diesem Satz spricht Wolfram MAUSER drei Teilaspekte an, die es im Nachfolgenden zu untersuchen gilt:

1. der zeitliche Fokus liegt auf den letzten 40 Jahren (bzw. auf der Zeit nach 1960)
2. es handelt sich um ein Problem anthropogener Art
3. der Ursprung der Problematik betrifft das Medium Wasser; die katastrophalen Auswirkungen gehen aber deutlich darüber hinaus

Die Entwicklung des Aralsees ist ein anschauliches Beispiel für die Komplexität von ökologischen Problemen, deren Entwicklung man so nicht vorhersehen konnte – oder auch nicht vorhersehen wollte (siehe Kapitel 5.3). Wie im Kapitel 5.2 dargestellt wird, ist das Problem aber nicht völlig einzigartig. Gerade deshalb ist diese Problematik so aktuell.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Einleitung

2 Faktoren für den Zustand eines Gewässers im Allgemeinen, sowie des Aralsees im Besonderen

2.1 Wasserspiegel, Oberfläche und Volumen

2.2 Salzgehalt

2.3 Gelöste organische Stoffe

2.4 Temperatur

2.5 Eisbedeckung

2.6 Dichte

2.7 Duchsichtigkeit

2.8 pH-Wert und Sauerstoffgehalt

2.9 Gesamtbewertung

3 Struktur und Entwicklung des Aralsees

3.1 Lage, Zuflüsse

3.2 Entwicklung und Zustand bis 1960

3.3 Entwicklung von 1960 bis 2000

3.4 Entwicklung nach 2000

4 Auswirkungen der Entwicklung

4.1 Auswirkungen auf Menschen

4.2 Auswirkungen auf Tiere

4.3 Auswirkungen auf die Umgebung

4.3.1 Auswirkungen auf die regionale Umgebung

4.3.2 Auswirkungen auf die überregionale Umgebung

4.4 Sind die Auswirkungen reversibel?

4.5 Waren die Auswirkungen vorhersehbar?

4.6 Ein spezielles Problem der Aralsee-Region?

5 Einordnung / Charakteristik des Problems

5.1 Das Problem in 5 Phasen

5.2 Vergleiche mit anderen Seen

5.3 Warnungen

5.4 Komplexität des Problems

5.5 Resümee

6 Rettungsversuche und Perspektive

6.1 Ansätze auf der politischen Ebene

6.2 Realisierte Baumaßnahmen

6.3 Utopische Ansätze

7 Lehren aus der Entwicklung und Versuch einer Erklärung

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die beispiellose ökologische Katastrophe des Aralsees, wobei der Fokus auf den massiven anthropogenen Veränderungen seit 1960 liegt. Das Ziel ist es, die Entwicklung, Dynamik und Komplexität dieser Tragödie aufzuzeigen, mögliche Motive für das menschliche Handeln zu analysieren, Folgen für Mensch und Natur darzustellen und kritisch zu hinterfragen, ob und wie der See noch gerettet werden kann sowie welche Lehren aus diesem Szenario für globale Umweltprobleme gezogen werden können.

  • Historische Entwicklung und Austrocknungsprozess des Aralsees seit 1960
  • Sozioökonomische und ökologische Auswirkungen auf die Region
  • Rolle von politischer Ideologie und Planwirtschaft bei der Ressourcenzerstörung
  • Komplexität von ökologischen Systemen und Grenzen der Beeinflussbarkeit
  • Bewertung von Rettungsversuchen und Lösungsansätzen

Auszug aus dem Buch

3.3 Entwicklung von 1960 bis 2000

Der Wasserstand des Aralsees hat sich in den Jahren von 1961 bis 2000 um 20 m gesenkt, nämlich von 53.3 m auf 33.3 m (vgl. Encyclopedia 2009: 260 und 278). Bezüglich des Wasservolumens liegen für den gleichen Zeitraum keine Messwerte vor. Der Rückgang des Volumens von 964 km³ im Jahre 1970 bei einem Wasserpegel von 51.4 m auf lediglich 350 km³ bei einem Pegelstand von 38.2 m im Jahre 1990 (vgl. Encyclopedia 2009: 262 und 269) lässt aber die Vermutung zu, dass der See im Jahre 2000 weniger als ein Drittel seines Volumens im Jahre 1960 besitzt. Was war in dieser Zeit passiert?

Die Ursachen für diese Entwicklung wurden bereits in den 1950er Jahren, in der sog. „Ära Chruschtschow“ (benannt nach dem Ersten Sekretär des Zentral-komitees der KPDSU N.S.Chruschtschow), die von 1953 bis 1964 andauerte, und von 1964 bis 1982 von der „Ära Breschnew“ gefolgt wurde. Die 1950er Jahre sind geprägt durch zunehmende Spannungen zwischen der UdSSR und den USA („kalter Krieg“), die ihren Höhepunkt in der sog. „Kuba-Krise“ im Jahre 1963 hatte. Neben dem militärischen Wettrüsten stand dabei das wirtschaftliche Wachstum im Fokus, mit dem Ziel, weitgehend autark zu werden. Dieses Vorhaben galt auch für das Aralbecken. „Seit dem Beginn der Zarenherrschaft waren die gewaltigen Flächen des Aralbeckens Gegenstand von Erschließungs-projekten. Eines der anfänglichen Ziele war es, die Völker seßhaft zu machen. … Um eine Lösung zu finden, mußten Ressourcen geschaffen werden. Die Wahl fiel auf Baumwolle und Kautschuk, letzterer wurde schnell wieder aufgegeben.“ (Létolle 1996: 388) Es gab also schon länger die Idee, im Aralbecken Baumwolle anzubauen. „Massiv forcierte sie jedoch erst die sowjetische Führung ab den 1950er Jahren. Die Sowjetunion sollte auf dem Weltmarkt für Baumwolle etabliert und Zentralasien das Produktionszentrum werden.“ (Sehring 2007: 498)

Zusammenfassung der Kapitel

0 Vorwort: Erläutert die sprachliche Herkunft der Quellen und den Umgang mit leicht abweichenden wissenschaftlichen Messwerten.

1 Einleitung: Definiert den Fokus auf die letzten 40 Jahre, die anthropogenen Ursachen und die weit über das Medium Wasser hinausgehenden Auswirkungen der Katastrophe.

2 Faktoren für den Zustand eines Gewässers im Allgemeinen, sowie des Aralsees im Besonderen: Analysiert limnologische Parameter wie Wasserspiegel, Salzgehalt und Temperatur als Indikatoren für den ökologischen Zustand des Sees.

3 Struktur und Entwicklung des Aralsees: Beschreibt die historische Lage und die drastische morphologische Veränderung des Sees durch menschliche Eingriffe zwischen 1960 und heute.

4 Auswirkungen der Entwicklung: Detailliert die katastrophalen Folgen für die lokale Bevölkerung, die Tierwelt und das regionale sowie überregionale Klima.

5 Einordnung / Charakteristik des Problems: Kategorisiert das Problem in fünf Entwicklungsphasen und vergleicht es mit anderen gefährdeten Gewässern weltweit.

6 Rettungsversuche und Perspektive: Bewertet politische Beschlüsse, bauliche Maßnahmen und utopische Lösungsansätze hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.

7 Lehren aus der Entwicklung und Versuch einer Erklärung: Reflektiert über die Ursachenbündel und diskutiert die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf globale Umweltfragen.

8 Fazit: Fasst das Geschehene als ökologische Katastrophe zusammen und beleuchtet die symbolische Bedeutung des Aralsees als warnendes Beispiel.

Schlüsselwörter

Aralsee, Umweltkatastrophe, Baumwollanbau, Wasserwirtschaft, anthropogene Einflüsse, Ökologie, Salzgehalt, Bewässerung, Sowjetunion, ökologische Krise, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung, Limnologie, Zentralasien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ökologische und soziale Katastrophe des Aralsees, die durch massive anthropogene Eingriffe im Rahmen der sowjetischen Agrarpolitik seit den 1960er Jahren verursacht wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Wasserbilanz des Sees, die negativen Auswirkungen des exzessiven Baumwollanbaus, die Zerstörung des lokalen Ökosystems sowie die Versuche eines nachhaltigen Krisenmanagements.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die Dynamik und Komplexität der Aralsee-Katastrophe aufzuzeigen, die Ursachen zu systematisieren und daraus Lehren für den verantwortungsvollen Umgang mit globalen Wasserressourcen zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse sowie der Auswertung historischer Daten und Wirkungsgefüge, um ökologische Prozesse innerhalb komplexer Systeme darzustellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die limnologischen Faktoren, die Chronologie der Austrocknung, die spezifischen Auswirkungen auf Mensch und Natur sowie die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Rettungsstrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Kernbegriffe sind Aralsee, Umweltkatastrophe, Baumwollmonokultur, anthropogene Ressourcenzerstörung und ökologische Systemdynamik.

Welche Rolle spielte die sowjetische Planwirtschaft bei der Austrocknung des Sees?

Die sowjetische Politik strebte die autarke Versorgung mit Baumwolle („weißes Gold“) an und setzte hierfür groß angelegte, jedoch ökologisch verheerende Bewässerungsprojekte um, die den Wasserzufluss zu den Flüssen Amu-Darya und Syr-Darya massiv reduzierten.

Warum ist das Problem des Aralsees laut der Arbeit auch heute noch relevant?

Der Aralsee dient als anschauliches Beispiel für die Komplexität und Zeitverzögerung bei ökologischen Krisen; die Arbeit zeigt auf, dass ähnliche Herausforderungen beim Umgang mit Großprojekten und Wasserressourcen auch in der heutigen Welt bestehen.

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Details

Title
Der Aralsee. Eine beispiellose ökologische Katastrophe
College
University of Hagen  (infernum)
Grade
1,8
Author
Dipl.-Jur. Univ. , M.A. Christian Dickenhorst (Author)
Publication Year
2010
Pages
39
Catalog Number
V206663
ISBN (eBook)
9783656338628
ISBN (Book)
9783656339663
Language
German
Tags
aralsee eine katastrophe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Jur. Univ. , M.A. Christian Dickenhorst (Author), 2010, Der Aralsee. Eine beispiellose ökologische Katastrophe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206663
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