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Kodifizierungen in der Renaissance

Guillaume Dufays 'Par droit je puis bien complaindre' und der Oxford-Codex

Titel: Kodifizierungen in der Renaissance

Seminararbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Bachelor of Arts Steffen Peise (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Renaissance bedeutete sowohl für die Musik als auch für die gesamte kulturelle
Entwicklung des 15. und 16. Jahrhunderts einen Einschnitt von massivem Ausmaß. Der 1860 durch Jacob Burckhardt endgültig etablierte Epochenbegriff bezeichnet einerseits den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, was insbesondere auf die Einführung neuer gestalterischer Mittel sowie auf einen generellen Bruch mit vorher geltenden Konventionen abzielt.1 Von sprachlicher Seite betont das Wort eine Wiedergeburt („Renaissance“ bedeutet im Französischen „Wiedergeburt“). Genau genommen ist damit die Wiedergeburt der antiken Epoche Griechenlands gemeint. Auch eine Wiedergeburt des Menschen kann darunter verstanden werden, zu der dieser nämlich in einer bewussten Begegnung mit der Antike gelangt.2 Einer der bedeutendsten Komponisten für die Renaissance war Guillaume Dufay. Er galt als Meister seines Faches, führte mit seinem Stil entscheidende Neuerungen ein und erlangte damit nicht bloß eine Vorbildwirkung für seine Zeitgenossen, sondern beeinflusste darüber hinaus große Namen nachfolgender Epochen. Gegenstand dieser Arbeit ist Dufays Kanon „Par droit je puis bien complaindre et gemir“, der in einer Sammelhandschrift namens Oxford-Codex auftaucht. Nach einem Versuch, die überlieferten biografischen Informationen Dufays in übersichtlicher Form zu veranschaulichen, soll vor allem eine musikalische Analyse des Kanons zum Verständnis der Renaissance-Musik und Dufays Kompositionsweise beitragen. Auch
Fragen hinsichtlich der Aufführungssituation sollen beantwortet werden. Ein weiterer Komplex, der im engen Zusammenhang mit dem Komponisten und dem ausgewählten Werk steht, ist die Kodifizierung, in der sich zahlreiche Werke Dufays wiederfinden. Das Sammeln von Kompositionen in einer eigens dafür vorgesehenen Schrift geht auf eine lange Tradition zurück, die bisher jedoch nur mangelhaft erforscht wurde. Dementsprechend übersichtlich gestaltet sich daher die Quellenlage zur Oxforder Kodifizierung. Die vorliegende Arbeit setzt sich trotz dieser Problematik einen Erkenntnisgewinn über den Oxford-Codex zum Ziel und wird versuchen, besonders auf die enge Verknüpfung der Elemente Komponist, Werk und Kodifizierung einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Komponist: Guillaume Dufay

2.1 Biografischer Hintergrund

2.2 Musikalische Bedeutung

3 Das Werk: „Par droit je puis bien complaindre“

4 Die Kodifizierung: Oxford-Codex

4.1 Grundlegendes zum Codex

4.2 Aufführungspraktische Besonderheiten

5 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Komponisten Guillaume Dufay, seinem Werk „Par droit je puis bien complaindre“ und der historischen Handschrift Oxford-Codex, um ein tieferes Verständnis für die Aufführungspraxis und die Kodifizierung von Musik in der Renaissance zu gewinnen.

  • Biografie und Bedeutung von Guillaume Dufay
  • Musikalische Analyse des Kanons „Par droit je puis bien complaindre“
  • Struktur und Charakteristika des Oxford-Codex
  • Aufführungspraktische Aspekte und historische Notationsweisen
  • Synthese von Komponist, Werk und Überlieferungsquelle

Auszug aus dem Buch

4.1 Grundlegendes zum Codex

Der Name Oxford-Codex oder auch Codex Oxford ist allgemein gefasst und weist lediglich auf den Ort der heutigen Lagerung der Schrift hin. Dieser Ort ist die Oxford Bodleian Library, also die Hauptbibliothek der Universität Oxford. Selbst diese Angabe ist noch nicht präzise genug. In einer ikonografisch geprägten Dissertation von 1967 beispielsweise beschäftigte sich Ursula Nilgen mit einem anderen Codex Oxford aus der Oxford Bodleian Library, der biblische Handschriften und nicht die Sammlung musikalischer Kompositionen aus der Renaissance meinte. Deshalb kommen weitere Bezeichnungen zur Abgrenzung hinzu. Das englische misc. (miscellaneous) steht für die verschiedenen Inhalte, während der lateinische Begriff canon. (canonici) auf den Kanon, also die Sammlung hinweist. Zur Abgrenzung von anderen Schriften der Art wird dem Namen außerdem eine Nummerierung hinzugefügt. Der vollständige Name lautet daher Canon. Misc. 213 der Oxford Bodleian Library und meint demzufolge einen Kanon aus Verschiedenem Nr. 213, der in der Hauptbibliothek der Universität Oxford aufbewahrt wird.

Bedeutungsgeschichtlich stellt der Oxford-Codex eine der wichtigsten Handschriften mehrstimmiger Gesänge aus der Renaissance-Zeit dar. Zeitlich ist er in das frühe 15. Jahrhundert einzuordnen, die Herkunft ist vermutlich Venedig. Die Besonderheit dieser Kodifizierung ist die vergleichsweise geringe Zahl von anonym überlieferten Kompositionen. Insgesamt enthält die Sammelhandschrift 325 Werke von mindestens 56 Komponisten. Allein von Guillaume Dufay sind es 52 Werke, womit Stücke vor dem franco-flämischen Tonkünstler Gilles Binchois die am häufigsten vertretenen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Epochenbegriff der Renaissance ein und stellt das Untersuchungsziel vor, welches die Analyse des Kanons „Par droit je puis bien complaindre“ in Verbindung mit dem Oxford-Codex umfasst.

2 Der Komponist: Guillaume Dufay: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie des Komponisten sowie seiner prägenden Bedeutung für die Musikgeschichte, insbesondere im Hinblick auf die Einbettung von Texten in die Mehrstimmigkeit.

3 Das Werk: „Par droit je puis bien complaindre“: Hier wird der Kanon Dufays musikalisch analysiert, wobei besonders die rhythmische Komplexität und das Verhältnis zwischen vokalen und instrumentalen Elementen beleuchtet werden.

4 Die Kodifizierung: Oxford-Codex: Dieses Kapitel erläutert die Provenienz und den Aufbau des Oxford-Codex sowie die aufführungspraktischen Bedingungen, unter denen die in der Handschrift enthaltenen Werke musiziert wurden.

5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel führt die zentralen Erkenntnisse über den Komponisten, das analysierte Werk und die Bedeutung des Codex als Quelle zusammen.

Schlüsselwörter

Guillaume Dufay, Renaissance, Oxford-Codex, Canon Misc. 213, Musikwissenschaft, Mehrstimmigkeit, Kanon, Aufführungspraxis, Handschriftenkunde, Vokalmusik, Musiknotation, Kodifizierung, 15. Jahrhundert, Musikgeschichte, Kompositionstechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen dem Renaissance-Komponisten Guillaume Dufay, seinem spezifischen Werk „Par droit je puis bien complaindre“ und der historischen Handschrift des Oxford-Codex.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die musikwissenschaftliche Biografie Dufays, die strukturelle Analyse eines seiner Kanons und die quellenkritische Betrachtung des Oxford-Codex als Zeugnis der Renaissance-Musik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die enge Verknüpfung von Komponist, Werk und Kodifizierung aufzuzeigen und durch eine detaillierte Analyse der Handschrift und des Musikstücks neue Erkenntnisse über die damalige Aufführungspraxis zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine musikwissenschaftliche Analyse angewandt, die sowohl biographische Fakten als auch eine detaillierte musikalische Werkbetrachtung und quellenkundliche Untersuchungen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Komponisten, eine musikalische Analyse des Kanons „Par droit je puis bien complaindre“ und eine Untersuchung des Oxford-Codex hinsichtlich seiner Entstehung, Nutzung und Notationsweise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Guillaume Dufay, Renaissance-Musik, Oxford-Codex, Mehrstimmigkeit, Kanon-Komposition und Aufführungspraxis des 15. Jahrhunderts charakterisieren.

Warum spielt der Oxford-Codex eine so zentrale Rolle für das Verständnis von Dufays Werk?

Der Codex ist eine der wichtigsten Quellen für die mehrstimmigen Gesänge der Zeit und erlaubt durch die Analyse seiner Struktur und Korrekturen Rückschlüsse darauf, wie Kompositionen wie die von Dufay damals niedergeschrieben und für Aufführungen aufbereitet wurden.

Welche Bedeutung hat der Kanon „Par droit je puis bien complaindre“ für die Argumentation des Autors?

Das Werk dient als exemplarisches Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie Dufay musikalische und textliche Ebenen miteinander verknüpft und welche rhythmischen sowie kontrapunktischen Anforderungen er an die Ausführenden stellte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kodifizierungen in der Renaissance
Untertitel
Guillaume Dufays 'Par droit je puis bien complaindre' und der Oxford-Codex
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Historische Instrumentenkunde/Musik der Renaissance
Note
3,0
Autor
Bachelor of Arts Steffen Peise (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V206586
ISBN (eBook)
9783656341215
ISBN (Buch)
9783656342069
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kodifizierungen renaissance guillaume dufays oxford-codex
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Steffen Peise (Autor:in), 2012, Kodifizierungen in der Renaissance, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206586
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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