In dieser Hausarbeit wird der Exodus (2. Mose 3,7 und 2. Mose 5,1) für den Unterricht der Grundschule aufbereitet. Dazu wird die Wirkung der Textstelle geklärt und die Möglichkeiten zum Transfer auf das eigene Leben werden aufgezeigt und ausgeschöpft. Die Unterrichtsstunde wird abschließend kritisch betrachtet.
Darüber hinaus wird dem Exodus ein passender Psalm zugeordnet. Dazu werden Psalmen zunächst definiert, um anschließend den Verweis auf den Exodus zu führen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Findungsprozess der Methode
2.2. Psalmzuordnung
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktische Aufbereitung der biblischen Exodus-Erzählung für den Religionsunterricht in der Grundschule, wobei ein besonderer Fokus auf der Bewältigung der zwiespältigen Gefühle Moses sowie der Vermittlung von Gottvertrauen in schwierigen Lebenslagen liegt.
- Biblische Exodus-Erzählung als Thema im Religionsunterricht
- Didaktik der Grundschule und methodische Erschließung
- Umgang mit den Gefühlen Moses (Angst vs. Vertrauen)
- Transfer biblischer Texte auf die Lebenswelt von Kindern
- Bedeutung der Psalmen als Ausdruck menschlicher Gefühle
Auszug aus dem Buch
2.1. Findungsprozess der Methode
In der Arbeitsgruppe haben wir uns auf den 2. Textabschnitt des Exodus als Grundlage für eine Unterrichtsstunde geeinigt. Dieser handelt von der Berufung Moses durch Gott, sein Volk Israels in die Freiheit zu führen (siehe Anhang).
Die Quintessenz der Textstelle ist die zwiespältige Gefühlslage Moses. Die Begegnung mit Gott ist für Mose einerseits erschreckend, weil ihm mit der Aufgabe, das Volk Israels zu befreien, eine schwere Last aufgebürdet wird (vgl. Kittel, S. 84). Andererseits handelt es sich um ein Vertrauen bildendes Ereignis, da Mose sich von Gott beschützt und begleitet fühlt (vgl. Peters, S. 43). Als Mose die große Aufgabe bekommt, fühlt er sich zunächst überfordert, doch Gott traut ihm zu, dass er das Volk Israels aus Ägypten befreien kann. Mose ist daraufhin bestärkt und durch Gottes Hilfe und Unterstützung muss er die ihm aufgetragene große Aufgabe nicht alleine bewältigen.
Für den Unterricht in der Grundschule kann diese Textstelle den Transfer leisten, sich der eigenen Fähigkeiten und den damit verbundenen alltäglichen, aber auch außergewöhnlichen Aufgaben bewusst zu werden und über Ängste bezüglich dieser Herausforderungen zu sprechen. Darüber hinaus soll das Bewusstsein über eine Existenz und die Offenbarung Gottes (vgl. Kittel, S. 85), sowie seine schützende Hand über uns („Ich bin da“) thematisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich mit der Hilfe Gottes Aufgaben, beispielsweise Klassenarbeiten oder Klassendienste, zuzutrauen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die persönliche Motivation der Autorin sowie die Bedeutung der Exodus-Erzählung in Bildung, Kirche und Populärkultur, wobei das Gottesverständnis und das Theodizeeproblem thematisiert werden.
2. Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt die methodische Planung einer Unterrichtseinheit zum Exodus und die Auswahl begleitender Psalmen zur emotionalen Identifikation der Schüler mit der biblischen Figur.
3. Schluss: Das Fazit resümiert die Erfahrungen aus dem Seminar und gibt eine kritische Rückschau auf die präsentierten Unterrichtssimulationen sowie deren Übertragbarkeit in die zukünftige Berufspraxis.
Schlüsselwörter
Exodus, Religionsunterricht, Grundschule, Mose, Gottvertrauen, Theodizee, Didaktik, Biblische Erzählungen, Gefühle, Psalmen, Unterrichtsmethode, Ängste, Berufsalltag, Religionspädagogik, Lebensweltorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung der Exodus-Geschichte für den Religionsunterricht in der Grundschule und thematisiert, wie Kinder die Berufung Moses in Bezug auf eigene Herausforderungen reflektieren können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die biblische Exegese des Exodus, die methodische Unterrichtsgestaltung, die emotionale Auseinandersetzung mit der Figur des Mose sowie die Einbindung von Psalmen als Ausdruck von Angst und Vertrauen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie Schüler durch die Auseinandersetzung mit der biblischen Geschichte lernen können, sich ihrer eigenen Ängste bewusst zu werden und durch den Glauben an eine göttliche Stütze Zuversicht für den Alltag zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine religionspädagogische Reflexion, die auf Fachliteratur basiert und im Rahmen einer Übungssimulation während eines Hauptseminars erprobt und kritisch ausgewertet wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption der Unterrichtsstunde (Phasenmodell) und die theoretische Fundierung sowie Auswahl geeigneter Psalmtexte zur Parallelerfahrung der Gefühle Moses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exodus, Religionsunterricht, Mose, Gottvertrauen, Didaktik, Biblische Erzählungen, Gefühle und Religionspädagogik charakterisiert.
Warum wurde gerade die Figur des Mose für den Grundschulunterricht ausgewählt?
Mose dient als Identifikationsfigur für Kinder, da seine Gefühle zwischen Überforderung bei großen Aufgaben und dem Vertrauen auf göttliche Hilfe gut auf die Lebenswelt von Grundschülern (z.B. Leistungsdruck) übertragbar sind.
Welche Rolle spielen die Psalmen in diesem Konzept?
Psalmen werden als "Spiegel des Lebens" genutzt, um den Schülern zu zeigen, dass Klage und Bitte um Hilfe in Notlagen Ausdruck menschlicher Erfahrung sind und das Vertrauen auf Gott stärken können.
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus der Unterrichtssimulation?
Die Autorin erkennt, dass ein klar strukturiertes Tafelbild essenziell ist und dass die Reflexionsphase stärker auf das Gottesbild und die explizite Hilfe Gottes hätte fokussiert werden müssen, anstatt sich nur auf allgemeine Gefühle zu beschränken.
- Arbeit zitieren
- Daniela Schulze (Autor:in), 2011, Exodus: 2. Mose 3,7 f; 2. Mose 5,1, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205981