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Das Delikt des Aufstandes als Majestätsverbrechen im Russland der Frühen Neuzeit 1600-1800

Title: Das Delikt des Aufstandes als Majestätsverbrechen im Russland der Frühen Neuzeit 1600-1800

Term Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Heidi Köpp (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, die Rechtsverhältnisse im Russland der Frühen Neuzeit in Bezug auf das Delikt des Majestätsverbrechens in einem Untersuchungszeitraum vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis 1801 darzustellen, um daraus dann im Speziellen durch Vergleiche mit den europäischen Ländern Deutschland, England und Frankreich Besonderheiten der russischen Rechtssprechung und Geschichte herauszufiltern. Eine Beschränkung auf das europäische Festland wird also vorgenommen. Konkret soll dies am Beispiel von zwei bedeutenden Aufständen im Spiegel der Majestätsverbrechen geschehen.
Dementsprechend gliedert sich die Arbeit in zwei große Abschnitte: Im ersten Abschnitt wird ein Überblick über das russische Rechtssystem gegeben, um es dann anschließend in einen internationalen Vergleich zu setzen. Nach der Erläuterung der allgemeinen Grundlagen des russischen Rechts folgt im zweiten Teil der Arbeit die genauere Untersuchung einer Ausprägung des Deliktes des Majestätsverbrechens: Der Aufstand. Dessen historischer Hintergrund mit zwei Beispielen, Ergebnissen und Auftauchen im wichtigsten russischen Gesetzwerk, dem Uloženie, mit Bezug auf andere Länder macht den Inhalt des zweiten Teils aus.
Primär werden in der vorliegenden Arbeit die Werke von drei Autoren verwendet, welche sich intensiv mit der russischen (Rechts-) Geschichte auseinandergesetzt haben: Angela Rustemeyer schreibt vor allem über das Majestätsverbrechen als solches und ordnet seine Bedeutung in die Geschehnisse des 17. Und 18. Jahrhunderts ein, wohingegen Christoph Schmidt sein Hauptaugenmerk auf das russische Recht und die damit verbundenen Themen lenkt. Peter Blickle ist unter allen verwendeten Autoren der vielfältigste, da er zum einen Monographien zum Russland der Frühen Neuzeit verfasst hat, andererseits aber auch Herausgeber diverser Aufsatzsammlungen zu ausgewählten Problematiken ist.
Bezüglich der Quellenlage ist anzumerken, dass diese in einigen Zeitabschnitten sehr unterschiedlich präsent ist, woraus sich diverse methodische Probleme ergeben. Normative Quellen für das 17. Und 18. Jahrhundert waren vor allem Gesetze und Ukase, aus welchen deutlich hervorgeht, was unter Majestätsverbrechen verstanden wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Das russische Rechtssystem

1. Die Behörden und Institutionen

2. Das Majestätsverbrechen im russischen Rechtssystem

2.1. Treueeid

2.2. Anzeige

3. Rechtssysteme im Vergleich

3.1. Habsburgermonarchie/ Deutschland

3.2. England

3.3. Frankreich

II. Das Majestätsverbrechen im Spiegel der Aufstände im 17. Und 18. Jahrhundert

1. Majestätsverbrechen und Aufstand im Uloženie

1.1. Entstehung

1.2. Kapitel 1: Majestätsverbrechen

1.3. Prozess und Strafe

1.4. Der Aufstand

1.5. Majestätsbeleidigung und Grenzflucht

1.6. Bedeutung

2. Der Razin- Aufstand

2.1. Ursachen

2.2. Verlauf

2.3. Ergebnisse

3. Der Pugačev- Aufstand

3.1. Motive/Ursachen

3.2. Verlauf

3.3. Ergebnisse

4. Bewegungen und Majestätsverbrechen im Vergleich

4.1. Frankreich

4.2. England

4.3. Habsburgermonarchie / Deutschland

Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rechtsverhältnisse im Russland der Frühen Neuzeit (1600–1801) im Hinblick auf das Delikt des Majestätsverbrechens. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich mit europäischen Rechtsentwicklungen in Deutschland, England und Frankreich, wobei das Phänomen des Aufstandes als spezifische Ausprägung des Majestätsverbrechens als zentrales Analysebeispiel dient.

  • Analyse des russischen Rechtssystems und seiner Institutionen
  • Vergleichende Untersuchung europäischer Rechtssysteme bei Majestätsverbrechen
  • Die Rolle des "Uloženie" bei der juristischen Behandlung von Aufständen
  • Fallstudien zu den Aufständen unter Razin und Pugačev
  • Der Einfluss von Aufklärung und Humanismus auf das Strafrecht

Auszug aus dem Buch

1.2. Kapitel 1: Majestätsverbrechen

Im Jahre 1649 wurde im Uloženie - angelehnt an das dritte Litauische Statut, erstmals ein eigenes Kapitel über das Majestätsverbrechen, bzw. Verbrechen gegen die Ehre des Herrschers/ der Herrscherin verfasst. Die Ehre des Zaren genießt- ähnlich wie die des französischen Königs- eine Sonderstellung gegenüber allen beliebigen Anderen. Unter dieser Terminologie fasste man sowohl die direkte Verbrechen gegen den Zaren als auch den Verrat (izema) zusammen. Dabei galt es bereits als „strafbare Absicht“, Böses zu denken und zu tun. Schmidt führt weiter aus, dass die „(…) Durchsetzung der Amtsklage [die] Zugriffsmöglichkeiten des Staates auf das Individuum [vergrößerte] und die Ausweitung des staatlichen Gewaltmonopols [begünstigte].“ Im folgenden Artikel wird dann die rechtliche Grundlage für alle weiteren Artikel gelegt: Selbsternannte Kronprätendenten (samozvancy) des 17. Jahrhunderts werden offiziell als Verräter bezeichnet und behandelt. Der nächste Artikel bestimmt die „(…) Kollaboration mit dem Feind, insbesondere die Übergabe von Städten (…)“ als Delikt. Nach der verräterischen Brandstiftung als strafbares Delikt werden Abschnitte über die Konfiszierung des Besitzes von Verrätern, den Umgang mit Verwandten von ihnen und die Pflicht , die im ersten Kapitel genannten Delikte als Majestätsverbrechen anzuzeigen, angeführt. Darüber hinaus wurde im Uloženie nicht die Ehre des Herrschers auf Angriffe gegen seine Person beschränkt, es galt ebenfalls als Ehrverletzung gegen den Zaren, wenn die Integrität seines Herrschaftsgebietes verletzt wurde oder gegen die Unantastbarkeit seiner Amtsträger verstoßen wurde.

Aber ähnlich wie in den mittel- und westeuropäischen Kodizes stehen im russischen Gesetzeswerk von 1649 dennoch die Verbrechen gegen Gott und nicht die gegen den Herrscher an erster Stelle. Demnach kann nicht von einer untrennbaren Verbindung von Gott und Zar die Rede sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt die Rechtslage im Russland der Frühen Neuzeit dar und vergleicht diese mit europäischen Nachbarn anhand bedeutender Aufstände.

I. Das russische Rechtssystem: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen der Behörden und die Definition des Majestätsverbrechens unter Einbeziehung von Treueeiden und Anzeigepflichten sowie Vergleichen mit anderen europäischen Mächten.

II. Das Majestätsverbrechen im Spiegel der Aufstände im 17. Und 18. Jahrhundert: Hier wird untersucht, wie Aufstände rechtlich in das "Uloženie" eingebettet wurden, illustriert durch die spezifischen Fallbeispiele der Razin- und Pugačev-Aufstände, gefolgt von einem rechtsvergleichenden Fazit.

Schlüsselwörter

Majestätsverbrechen, Russland, Frühe Neuzeit, Uloženie, Aufstand, Rechtsgeschichte, Autokratie, Verrat, Razin-Aufstand, Pugačev-Aufstand, Leibeigenschaft, Strafrecht, Europa, Treueeid, Denunziation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Delikt des Majestätsverbrechens in Russland zwischen 1600 und 1801 und setzt dieses in den Kontext des damaligen russischen Rechtssystems und seiner Transformation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung staatlicher Justizbehörden, die Rolle des Treueeids, die Anzeigepraxis bei politischen Delikten und die juristische Einordnung kollektiver Aufstände.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, Besonderheiten der russischen Rechtssprechung im Bereich der Majestätsverbrechen herauszuarbeiten, indem man diese durch Vergleiche mit England, Frankreich und der Habsburgermonarchie in einen europäischen Rahmen stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen rechtsvergleichenden Ansatz und stützt sich dabei primär auf die Auswertung existierender Fachliteratur von Autoren wie Rustemeyer, Schmidt und Blickle.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen allgemeinen Überblick über das russische Rechtssystem und eine detaillierte Untersuchung des Aufstandes als Form des Majestätsverbrechens, basierend auf dem Gesetzbuch "Uloženie".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autokratie, Majestätsverbrechen, Uloženie, Aufstandsbewegungen und Rechtsgeschichte charakterisiert.

Warum wurde das "Uloženie" von 1649 für die Untersuchung als so wichtig erachtet?

Das Uloženie stellte das erste große Gesetzbuch des russischen Reiches nach 1550 dar und lieferte erstmals eine offizielle rechtliche Definition für Aufstände als Majestätsverbrechen.

Wie unterschied sich die Behandlung von Aufständischen in Russland von der in der Habsburgermonarchie?

Während in Russland die öffentliche Distanzierung von Aufständischen und die Nutzung von Kirche und Zarenmacht im Vordergrund standen, nutzte man in der Habsburgermonarchie oft Schandmäler und Zerstörung von Eigentum zur Abschreckung.

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Details

Title
Das Delikt des Aufstandes als Majestätsverbrechen im Russland der Frühen Neuzeit 1600-1800
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Heidi Köpp (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V205839
ISBN (eBook)
9783656330462
ISBN (Book)
9783656330776
Language
German
Tags
Majestätsverbrechen Russland Aufstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heidi Köpp (Author), 2009, Das Delikt des Aufstandes als Majestätsverbrechen im Russland der Frühen Neuzeit 1600-1800, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205839
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