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Doppelte Perfektformen im Deutschen und ihre Bewertung im Wandel der Zeit

Titel: Doppelte Perfektformen im Deutschen und ihre Bewertung im Wandel der Zeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tim Stobbe (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Oft als Substandard deklassiert, finden sich doppelte Perfektformen (z.B. Das habe ich dir doch schon erzählt gehabt) viel häufiger als gedacht im gesprochenen Deutsch. Unvoreingenommen nimmt diese Arbeit eine Analyse dieses Phänomens vor und versucht sich an einer möglichen Erklärung für die Nutzung dieser sprachlichen Konstruktion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes zum Aufbau der DPF und zur Terminologie

3. Analyse der Doppelperfektformen – Semantik und Verwendungsweisen

3.1 Doppelperfektformen im schriftlichen Sprachgebrauch

3.2 Doppelperfektformen im mündlichen Sprachgebrauch

3.2.1 Doppelperfektformen unter Optimalitätstheorieperspektive

3.2.2 DPF unter diskursgrammatischer Perspektive

3.3 Schlussfolgerungen

4. Bewertung der Doppelperfektformen im Wandel der Zeit

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das linguistische Phänomen der Doppelperfektformen im Deutschen, um deren semantische Funktionen und Verwendungsweisen sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Sprachgebrauch zu analysieren und ihre diachrone sowie normative Bewertung einzuordnen.

  • Historische Entwicklung und erste Belege der Doppelperfektformen.
  • Semantische Analyse und funktionale Einordnung in das Tempussystem.
  • Kontrastive Betrachtung von mündlichem und schriftlichem Sprachgebrauch.
  • Diskursgrammatische und optimalitätstheoretische Erklärungsansätze.
  • Kritische Aufarbeitung der Bewertung in traditionellen Grammatiken.

Auszug aus dem Buch

3.1 Doppelperfektformen im schriftlichen Sprachgebrauch

Wegweisend für die Betrachtung doppelter Perfektformen in der deutschen Schriftsprache ist die Arbeit der beiden russischen Germanisten Litvinov und Radčenko (1998). In jahrelanger Handarbeit haben sie noch vor der Zeit elektronisch unterstützter Korpusanalysen viele tausend Seiten vorrangig deutschsprachiger Belletristik analysiert und konnten rund 400 Belege für Doppelperfektformen ausmachen. Angesichts der schieren Menge untersuchter Texte deutet sich hier bereits an, dass es sich bei den Doppelperfektformen in der Schriftlichkeit um ein eher marginales Phänomen handelt. Andererseits ist diese Zahl doch beachtlich für ein sprachliches Phänomen, das in normativen Werken zur deutschen Sprache oft als nicht oder wenig korrekt bewertet wird.

Anhand ihrer Daten gehen Litvinov und Radčenko (2001) bei den Doppelperfektformen von einer Erscheinung aus, die „keinen geographischen, lexikalischen oder stilistischen Restriktionen“ (1998: 97) unterliege. Neben der Loslösung von stilistischen Urteilen ist besonders der Punkt der nicht-restringierten geographischen Ausbreitung der Doppelperfektformen interessant, da eine Vielzahl der Forscher DPF mit dem oft noch so genannten oberdeutschen Präteritumschwund in Verbindung bringen. Da der Präteritumschwund womöglich zwar seinen Ursprung im oberdeutschen Sprachraum hat, inzwischen aber insbesondere im mündlichen Sprachgebrauch keineswegs mehr nur auf diesen beschränkt ist, lässt sich also auch die Verbreitung der DPF nicht an diese Restriktion knüpfen. Rödel (2007) zeigt mit einem Überblick verschiedener Arbeiten zur arealen Ausbreitung zudem sehr deutlich auf, dass es sich bei den DPF um ein gesamtdeutsches Phänomen handelt (s. Rödel 2007: 92) und stimmt somit in diesem Punkt mit Litvinov und Radčenko (1998) überein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Doppelperfektformen ein, skizziert deren Forschungsgeschichte und benennt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise.

2. Grundlegendes zum Aufbau der DPF und zur Terminologie: Dieses Kapitel definiert den strukturellen Aufbau des Doppelperfekts sowie des Doppelplusquamperfekts und klärt die in der Arbeit verwendete Terminologie.

3. Analyse der Doppelperfektformen – Semantik und Verwendungsweisen: Hier werden die semantischen Funktionen und der Gebrauch der Formen in Schrift- und Mündlichkeit getrennt untersucht, wobei theoretische Ansätze wie die Optimalitätstheorie und diskursgrammatische Modelle einbezogen werden.

4. Bewertung der Doppelperfektformen im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel analysiert die historische und normative Behandlung der Doppelperfektformen in verschiedenen Grammatiken und Sprachratgebern vom 16. Jahrhundert bis heute.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial der Doppelperfektformen als Erweiterungsbaustein des deutschen Tempussystems.

Schlüsselwörter

Doppelperfektformen, DPF, Doppelplusquamperfekt, Tempussystem, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Präteritumschwund, Optimalitätstheorie, Diskursgrammatik, Perfektivität, Abgeschlossenheit, Tempus, Sprachwandel, Sprachnorm, Tempusverwendung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem linguistischen Phänomen der Doppelperfektformen im Deutschen, einer Konstruktion, die trotz ihrer weiten Verbreitung wissenschaftlich lange Zeit vernachlässigt oder normativ als inkorrekt abgelehnt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die semantische Beschreibung der Doppelperfektformen, ihre spezifischen Verwendungsweisen im mündlichen gegenüber dem schriftlichen Sprachgebrauch sowie ihre diachrone Bewertung durch Grammatiker und Sprachpfleger.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über das komplexe Phänomen zu geben, die Funktionen der Doppelperfektformen (wie Aspektualität oder Tempusmarkierung) zu ergründen und aufzuzeigen, wie sie sich im Wandel der Zeit in der deutschen Sprache positioniert haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine literaturgestützte Analyse, bei der vorliegende Forschungsergebnisse (u.a. von Litvinov & Radčenko, Rödel und Ammann) zusammengeführt werden. Zudem wird die Optimalitätstheorie zur Erklärung der Fokussetzung herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Grundlegung, eine detaillierte Analyse des Gebrauchs unter Berücksichtigung von Modalität und Diskursfunktionen sowie eine chronologische Untersuchung der normativen Einschätzung in einschlägigen Grammatikwerken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Doppelperfektformen, Tempussystem, Präteritumschwund, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Optimalitätstheorie, Diskursgrammatik und Aspektualität.

Warum werden Doppelperfektformen oft als "stiefmütterlich" behandelt?

Wie in Kapitel 4 dargestellt, betrachten traditionelle Grammatiken und Sprachpfleger diese Konstruktionen häufig als pleonastisch oder als inkorrekten "Substandardsprachgebrauch", da sie sich nicht in das klassische Tempussystem einordnen lassen.

Welche Rolle spielt die Mündlichkeit für die Verbreitung der DPF?

Der mündliche Sprachgebrauch bietet durch die Möglichkeit der akzentuierenden Fokussetzung auf das zweite Partizip einen Mehrwert an Ausdrucksmöglichkeiten (z.B. Betonung der Abgeschlossenheit), weshalb Doppelperfektformen dort deutlich prominenter auftreten als in der schriftsprachlichen Belletristik.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doppelte Perfektformen im Deutschen und ihre Bewertung im Wandel der Zeit
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Aspektkonstruktionen
Note
1,3
Autor
Tim Stobbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V205404
ISBN (eBook)
9783656323907
ISBN (Buch)
9783656327066
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aspekt Perfekt Sprachwandel Grammatikalisierung Doppelperfekt Doppelte Perfektformen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Stobbe (Autor:in), 2012, Doppelte Perfektformen im Deutschen und ihre Bewertung im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205404
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Leseprobe aus  29  Seiten
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