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Betriebliches Bildungscontrolling als Reaktion auf den demografischen Wandel

Titel: Betriebliches Bildungscontrolling als Reaktion auf den demografischen Wandel

Studienarbeit , 2011 , 52 Seiten

Autor:in: Ines Gottschaller (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Produktionsfaktoransatz von Gutenberg war der Mitarbeiter neben
Kapital, Werkstoffen und Betriebsmitteln lediglich als gleichwertiger Produktionsfaktor
anzusehen. Diese Anschauung hat sich seit Beginn der 80er Jahre
grundsätzlich verändert. Das Personal wurde zu einem der wesentlichen
Faktoren, die zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Dies wiederum hat
zur Folge, dass die Bereitstellung von Mitarbeitern in entsprechender Menge
sowie mit adäquater Qualifikation unerlässlich geworden ist [vgl. Drumm,
Hans Jürgen (2005), S. 231].
Beides wird in Deutschland zukünftig aufgrund des demografischen Wandels
eine immer schwierigere Herausforderung darstellen. Deshalb befasst sich
diese Arbeit mit einer Möglichkeit, wie diese Problematik gelöst werden kann
– dem Bildungscontrolling. Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur hat
auch in vielen anderen Ländern große Auswirkungen. Diese Arbeit beruht
lediglich auf Zahlen und Erläuterungen aus der Bundesrepublik Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Problemstellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Veränderung der Erwerbspersonenstruktur aufgrund des demografischen Wandels

2.1 Demografischer Wandel allgemein

2.1.1 Geburtenentwicklung

2.1.2 Sterbefälle

2.1.3 Wanderungsströme

2.1.4 Deutschlands Weltrekorde

2.2 Veränderung der Erwerbspersonenstruktur

3 Bildungscontrolling

3.1 Controlling allgemein

3.2 Entstehung, Definition und Entwicklung des Bildungscontrollings

3.2.1 Entstehung

3.2.2 Definition

3.2.3 Entwicklung und heutige Bedeutung

3.3 Ziele des Bildungscontrollings

3.3.1 Hauptziel

3.3.2 Ziele unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels

3.4 Kennzahlen im Bildungscontrolling

3.5 Einordnung des Bildungscontrollings in der Aufbauorganisation

4 Prozess und Instrumente des Bildungscontrollings

4.1 Unterteilung in Teilprozesse

4.2 Bedarfsanalyse

4.2.1 Ablauf und Aufgabe der Bedarfsanalyse

4.2.2 Instrumente der Bedarfsanalyse

4.3 Zielfestlegung

4.4 Maßnahmenplanung

4.4.1 Aufgabe des Input-Controllings

4.4.2 Instrument der Maßnahmenplanung

4.5 Maßnahmendurchführung

4.6 Transfersicherung

4.6.1 Aufgabe und Ziel des Transfer-Controllings

4.6.2 Instrumente der Transfersicherung

4.7 Erfolgs-Controlling

4.7.1 Erfolgsanalyse nach Kirkpatrick

4.7.2 Instrumente zur Erfolgsanalyse nach Kirkpatrick

4.7.3 Return on Investment einer Bildungsmaßnahme

4.8 Balanced Scorecard als Instrument des Bildungscontrollings

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen des demografischen Wandels für die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und analysiert das Bildungscontrolling als strategisches Instrument zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Personalentwicklung.

  • Analyse der Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Erwerbspersonenstruktur.
  • Untersuchung der theoretischen Grundlagen und Ziele des Bildungscontrollings.
  • Systematische Darstellung des Bildungscontrolling-Prozesses von der Bedarfsanalyse bis zur Erfolgsmessung.
  • Bewertung verschiedener Instrumente wie ROI und Balanced Scorecard zur Steuerung von Bildungsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Definition

Das Bildungscontrolling als spezielles Bereichscontrolling stellt ein Instrument dar, mit dessen Hilfe eine aktive Steuerung des betrieblichen Bildungserfolgs erreicht werden soll [vgl. Griese, Christiane/Marburger, Helga (2011), S.140]. Auf der Suche nach einer exakten Definition findet man auch in diesem Bereich in der Literatur eine Vielzahl von Varianten. So postulieren Thom & Blunck [1992, S. 38], dass Bildungscontrolling

„... die bewusste, systematische wie integrierte Planung (Soll) und Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich) bildungswirtschaftlicher Tatbestände in messbaren – oder zumindest objektiv erfassbaren – Informationen umfasst und die Rückkoppelung zwischen Kontrolle und Planung sicherstellen soll, wobei die Ergebnisse der Abweichungsanalyse zur Grundlage des Planungsprozesses werden.“

Griese & Marburger [2011, S. 140] sehen Bildungscontrolling als

„... ein systematisches und ganzheitliches Instrument zur Optimierung der Planung, Durchführung und Kontrolle von Bildungsmaßnahmen. Im Rahmen der Koordination und Steuerung aller bildungsbezogenen Prozesse einer Organisation/eines Unternehmens erfasst das Bildungscontrolling in Abstimmung mit den Organisations-/Unternehmenszielen die Effizienz und Effektivität der Bildungsmaßnahmen und stellt sie dar.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel vom Mitarbeiter als bloßem Produktionsfaktor hin zu einer zentralen Ressource und definiert das Bildungscontrolling als Antwort auf den demografischen Wandel.

2 Veränderung der Erwerbspersonenstruktur aufgrund des demografischen Wandels: Dieses Kapitel analysiert die demografischen Kennzahlen wie Geburtenentwicklung und Wanderungsbewegungen und deren Auswirkungen auf den zukünftigen Arbeitskräftemangel.

3 Bildungscontrolling: Hier werden die Grundlagen, Ziele und die Einordnung des Bildungscontrollings in die Unternehmensstruktur definiert und seine Bedeutung in der Wissensgesellschaft erläutert.

4 Prozess und Instrumente des Bildungscontrollings: Das umfangreichste Kapitel detailliert den Controlling-Prozess in Teilphasen, von der Bedarfsanalyse über die Transfersicherung bis hin zur Messung des Return on Investment (ROI).

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine systematische Verzahnung von Investitionen in die Mitarbeiterentwicklung und deren Controlling essenziell ist, um trotz demografischem Wandel wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schlüsselwörter

Bildungscontrolling, demografischer Wandel, Personalentwicklung, Mitarbeiterqualifizierung, Prozesssteuerung, Erfolgsanalyse, ROI, Transfer-Controlling, Bildungsbedarf, Weiterbildung, Effizienz, Effektivität, Bedarfsanalyse, Balanced Scorecard, Fachkräftemangel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit thematisiert, wie Unternehmen mittels eines systematischen Bildungscontrollings dem drohenden Arbeitskräftemangel durch den demografischen Wandel begegnen und ihre Mitarbeiter gezielt weiterentwickeln können.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der demografischen Entwicklung in Deutschland, den theoretischen Grundlagen des Controllings, sowie der prozessualen Gestaltung von Bildungsmaßnahmen inklusive deren Erfolgsmessung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein strukturiertes Bildungscontrolling dazu beitragen kann, die Produktivität und Bindung der Belegschaft in Zeiten alternder Belegschaftsstrukturen langfristig zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie betriebswirtschaftlicher Kennzahlenmodelle zur Evaluation von Weiterbildungsprozessen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der demografischen Herausforderungen und die detaillierte Ausarbeitung des Controlling-Prozesses, unterteilt in Phasen wie Bedarfsanalyse, Zielfestlegung, Durchführung und Erfolgs-Controlling.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen gehören Bildungscontrolling, demografischer Wandel, ROI-Messung von Bildungsmaßnahmen, Transfer-Controlling und betriebliche Weiterbildung.

Warum spielt die Bedarfsanalyse eine so wichtige Rolle für das Bildungscontrolling?

Sie bildet das Fundament, um sicherzustellen, dass Weiterbildungsmaßnahmen nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ erfolgen, sondern gezielt dort ansetzen, wo spezifische Qualifikationslücken im Unternehmen bestehen.

Wie unterscheidet sich der Return on Investment (ROI) von anderen Controlling-Instrumenten?

Im Gegensatz zu rein qualitativen Rückmeldungen ermöglicht der ROI eine monetäre Bewertung, indem er den Nutzen einer Bildungsmaßnahme den verursachten Kosten gegenüberstellt, um die betriebswirtschaftliche Rentabilität nachzuweisen.

Warum ist laut Autor die Einbindung der Mitarbeiter so entscheidend?

Die Einbindung erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen und sichert den Lerntransfer in den Arbeitsalltag, was essenziell ist, da andernfalls ein Großteil des in Seminaren erlernten Wissens im betrieblichen Alltag verloren ginge.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Betriebliches Bildungscontrolling als Reaktion auf den demografischen Wandel
Hochschule
Hochschule München
Autor
Ines Gottschaller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
52
Katalognummer
V205321
ISBN (eBook)
9783656322931
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungscontrolling demografischer Wandel Betriebliche Weiterbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ines Gottschaller (Autor:in), 2011, Betriebliches Bildungscontrolling als Reaktion auf den demografischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205321
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Leseprobe aus  52  Seiten
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