Das Ziel dieser Seminararbeit liegt darin, Stoffstrommanagement mit der Ressourcenkostenrechnung
als Instrument der Umwelt- und Wirtschaftsförderung vorzustellen.
Damit das Verständnis dieses recht komplexen Themenbereichs möglich ist, muss im
Vorfeld ein gewisses Grundwissen aufgebaut werden. Deshalb wird im Laufe dieser
Arbeit zuerst der Begriff des Stoffstrommanagements genauer erläutert. Zudem findet
eine Abgrenzung auf der betrieblichen und regionalen Ebene statt, indem detaillierter
auf alle drei Formen eingegangen wird. Gefolgt davon werden die ökologischen und
ökonomischen Vorteile dargestellt, welche gleichzeitig die wichtigsten Ziele sind. Anschließend
werden die Akteure, die Methodik und Instrumente vorgestellt. Im nächsten
Schritt wird die Ressourcenkostenrechnung als Werkzeug des Stoffstrommanagements
behandelt sowie ein Beispiel aus der Praxis gegeben. Den Abschluss bilden
eine Zusammenfassung sowie ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung
2. Grundlagen des Stoffstrommanagements
2.1 Begriffserklärung
2.2 Arten des Stoffstrommanagements
2.2.1 Einzel- und zwischenbetriebliches Stoffstrommanagement
2.2.2 Regionales Stoffstrommanagement
2.3 Nutzen aus ökologischer und ökonomischer Sicht
2.4 Akteure im Stoffstrommanagement
2.5 Methodische Schritte beim Stoffstrommanagement
2.6 Instrumente des Stoffstrommanagements
2.7 Ressourcenkostenrechnung im Stoffstrommanagement
2.7.1 Grundlagen der Ressourcenkostenrechnung
2.7.2 Methodik der Ressourcenkostenrechnung
2.7.3 Praxisbeispiel
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des Stoffstrommanagements in Kombination mit der Ressourcenkostenrechnung als effektive Instrumente für die Umwelt- und Wirtschaftsförderung in Unternehmen vorzustellen und zu erläutern.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen des Stoffstrommanagements
- Differenzierung zwischen betrieblichen und regionalen Stoffstromsystemen
- Darstellung ökonomischer und ökologischer Vorteile für produzierende Unternehmen
- Analyse methodischer Schritte und Akteure im Managementprozess
- Einführung und Anwendung der Ressourcenkostenrechnung zur Optimierung von Produktionsprozessen
Auszug aus dem Buch
2.7.3 Praxisbeispiel
Um das Verständnis zur Ressourcenkostenrechnung weiter zu vertiefen, wird nachfolgend ein vereinfachtes Beispiel abgebildet. Natürlich ist zu bedenken, dass in der Realität die Sachverhalte wesentlich komplexer und aufwendiger sind.
Zu erkennen ist, dass ein Prozessschritt gezeigt wird, in dem das Unternehmen eine wertschöpfende Aktivität tätigt. Dies kann zum Bespiel das Ausschneiden einer Form aus einem großen Blechstück sein. Da das Grundmaterial meistens nicht direkt in der passenden Form vorhanden ist entsteht dabei Ausschuss. In der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung wären somit die Kosten in Höhe von 5€ für den Materialverlust nur in Form von Entsorgungskosten dargestellt. Somit bliebe der verloren gegangene Wertanteil durch die klassische Methode der Kostenrechnung weiterhin im Produkt. Durch die Ressourcenkostenrechnung ist es möglich, alle auf Prozessebene entstandenen Verluste zu berücksichtigen. Das bedeutet für dieses Beispiel, dass die Kosten für den Ausschuss, also das verlorene Material mit 20€ in die Berechnung eingehen. Da aber in der Realität meistens mehr als ein Prozessschritt erforderlich ist, um ein Produkt herzustellen wird das Praxisbeispiel weiter fortgeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Umweltbewusstseins seit dem Bericht des „Club of Rome“ und definiert das Ziel, Stoffstrommanagement als innovatives Instrument vorzustellen.
2. Grundlagen des Stoffstrommanagements: Dieses Kapitel erläutert den Kernbegriff, unterteilt das Management in verschiedene betriebliche Ebenen und stellt Akteure sowie methodische Vorgehensweisen und Instrumente wie die Ökobilanz und Ressourcenkostenrechnung vor.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit keinen Widerspruch darstellen und Stoffstrommanagement sowie die Ressourcenkostenrechnung wesentliche Werkzeuge zur langfristigen Optimierung betrieblicher Stoffströme sind.
Schlüsselwörter
Stoffstrommanagement, Ressourcenkostenrechnung, Materialeffizienz, Umweltmanagement, Nachhaltigkeit, Ökobilanz, Betriebswirtschaft, Produktionsprozesse, Wertschöpfung, Kostenoptimierung, Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz, Prozessanalyse, Ressourcenverbrauch, Ausschussreduzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökologischen und ökonomischen Optimierung von Stoff- und Energieströmen in Unternehmen durch den Einsatz von Stoffstrommanagement und der Ressourcenkostenrechnung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Stoffstrommanagements, die Einbindung verschiedener Akteure, der Nutzen für Unternehmen sowie die methodische Umsetzung der Ressourcenkostenrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den komplexen Themenbereich des Stoffstrommanagements und der Ressourcenkostenrechnung als Instrumente zur Stärkung der Umwelt- und Wirtschaftsförderung verständlich darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Erläuterung von Prozessmodellen und Praxisbeispielen, um die Anwendbarkeit der Kostenrechnungsmethoden zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung von Akteuren und Arten des Stoffstrommanagements, die methodischen Schritte sowie die detaillierte Einführung in die Ressourcenkostenrechnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Stoffstrommanagement, Ressourcenkostenrechnung, Materialeffizienz, Nachhaltigkeit und Kostenoptimierung.
Warum ist die Ressourcenkostenrechnung gegenüber der klassischen Kostenrechnung überlegen?
Sie ermöglicht es, Materialverluste über den gesamten Fertigungsprozess vollständig zu erfassen und deren tatsächliche Kosten inklusive Entsorgung und Wertzuwachs sichtbar zu machen.
Welche Bedeutung haben "spätere Materialverluste" im Prozess?
Der Autor verdeutlicht, dass Materialverluste gegen Ende eines Produktionsprozesses aufgrund der bereits erfolgten Wertsteigerung durch Arbeit und Kapital deutlich teurer sind als am Anfang.
- Arbeit zitieren
- Arthur Ciesielski (Autor:in), 2012, Stoffstrommanagement und Ressourcenkostenrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204815