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Förderung der Zweitsprache Deutsch bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im schulischen Kontext

Titel: Förderung der Zweitsprache Deutsch bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im schulischen Kontext

Hausarbeit , 2010 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nika Ragua (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgabe der Schule ist es, allen Schülern eine grundlegende Bildung zu vermitteln, damit diese gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sprachkompetenz stellt dafür eine grundlegende Voraussetzung dar, „ist sie doch sowohl Medium als auch Gegenstand des sprachlichen Lernens“ (Beck 2005, S. 3). Es kann viele Gründe geben, warum die Sprachkompetenz eines Schülers jedoch nicht den in den Lehrplänen gesetzten Anforderungen entspricht. Als ein wichtiger Grund kann das stark selektive Bildungssystem in Deutschland herangezogen werden. Als sogenannte Bildungsverlierer gelten dabei insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Sie werden sowohl strukturell benachteiligt als auch unzureichend gefördert. (...) So konnte belegt werden, dass sich gerade bei Jugendlichen aus Migrantenfamilien „sprachliche Defizite kumulativ in Sachfächern auswirken“ (Baumert/Schümer 2001, S. 376) Gogolin/Saalman betonen jedoch, dass eine solche „Reproduktion von in höchstem Maße ungleichen Bildungschancen […] kein unabwendbares Schicksal [ist], sondern das Produkt von nicht vollständig ausgenutzten Handlungsmöglichkeiten im Bildungssystem“ (Gogolin/Saalmann 2008, S. 194).
(...) Die Schule kann sich daher auch nicht aus der Verantwortung ziehen. Vielmehr lässt die „Frage nach Ursachen für Bildungsbenachteiligung […] spezielle schul- und bildungsrelevante sprachliche Fähigkeiten in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken“ (Gogolin/Saalmann 2008, S. 196).
In dieser Hausarbeit soll hieran anknüpfend der Frage nachgegangen werden, wie Kinder und Jugendliche, die Probleme in ihrer Zweitsprache Deutsch aufweisen, im schulischen Kontext gefördert werden (können). Hierfür soll zunächst dargelegt werden, welche sprachlichen Anforderungen in der Schule zum Tragen kommen und somit bei der Förderung bedacht werden sollten. In einem zweiten Schritt werden sodann Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerbsprozess unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Erstsprache benannt. Im Sinne der genannten Fragestellung erfolgt anschließend - mit Blick über den schulischen Kontext hinaus – eine Übersicht über derzeit bestehende Förderprogramme. Die bis dahin genannten Aspekte stellen umfangreiche Anforderungen an das Lehrpersonal, so dass abschließend die Konsequenzen für die Lehrerausbildung diskutiert werden.
(...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachliche Anforderungen in der Schule

3. Die Rolle der Erstsprache im Zweitspracherwerbsprozess

4. Schulische Förderprogramme für DaZ-Lernende

1.1 Einsprachig ausgerichtete Fördermodelle: Submersions- und Immersionsmodelle

1.2 Zweisprachig ausgerichtete Fördermodelle

1.2.1Transitorische Modelle

1.2.2Two-way-immersion-Programme

1.3 Language maintenance/Herkunftssprachenunterricht

5. Außerschulische und projektorientierte Förderprogramme

1.4 Außerschulische Förderung

1.5 Projektbezogene Förderung

6. Konsequenzen für die Lehrerausbildung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die Defizite in der Zweitsprache Deutsch aufweisen, im schulischen Kontext effektiv gefördert werden können. Im Fokus steht dabei die Analyse der sprachlichen Anforderungen in der Schule, der Einfluss der Erstsprache sowie ein Überblick über bestehende schulische und außerschulische Förderprogramme.

  • Sprachliche Anforderungen im schulischen Regelunterricht
  • Die Bedeutung der Erstsprache für den Zweitspracherwerb
  • Analyse einsprachiger und zweisprachiger Fördermodelle
  • Außerschulische und projektorientierte Förderansätze
  • Implikationen für die professionelle Lehrerausbildung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Aufgabe der Schule ist es, allen Schülern eine grundlegende Bildung zu vermitteln, damit die se gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sprachkompetenz stellt dafür eine grundlegende Voraussetzung dar, „ist sie doch sowohl Medium als auch Gegenstand des sprachlichen Lernens“ (Beck 2005, S. 3). Es kann viele Gründe geben, warum die Sprachkompe tenz eines Schülers jedoch nicht den in den Lehrplänen gesetzten Anforderungen entspricht. Als ein wichtiger Grund kann das stark selektive Bildungssystem in Deutschland herangezogen wer den. Als sogenannte Bildungsverlierer gelten dabei insbesondere Kinder und Jugendliche mit Mig rationshintergrund. Sie werden sowohl strukturell benachteiligt als auch unzureichend gefördert.

Nicht zuletzt die viel zitierten Vergleichsstudien wie PISA, TIMSS, DESI oder IGLU konnten zeigen, dass der Bildungserfolg jedoch eng mit einer soliden Sprachkompetenz in der Unterrichtssprache verknüpft ist. So konnte belegt werden, dass sich gerade bei Jugendlichen aus Migrantenfamilien „sprachliche Defizite kumulativ in Sachfächern auswirken“ (Baumert/Schümer 2001, S. 376) Gogolin/Saalmann betonen jedoch, dass eine solche „Reproduktion von in höchstem Maße ungleichen Bildungschancen […] kein unabwendbares Schicksal [ist], sondern das Produkt von nicht vollstän dig ausgenutzten Handlungsmöglichkeiten im Bildungssystem“ (Gogolin/Saalmann 2008, S. 194). An diesem Punkt sind daher sowohl Bildungspolitik als auch die Schulpädagogik gefragt. Aber auch die Disziplin ‚Deutsch als Zweitsprache’ ist nicht zuletzt aufgrund ihrer spezifischen Ausrich tung heranzuziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz von Sprachkompetenz für den schulischen Erfolg von Kindern mit Migrationshintergrund und führt in die Fachterminologie von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ein.

2. Sprachliche Anforderungen in der Schule: Dieses Kapitel erörtert die Diskrepanz zwischen Alltagssprache (BICS) und Bildungssprache (CALP) und begründet den Bedarf für eine gezielte fachsprachliche Unterstützung im Unterricht.

3. Die Rolle der Erstsprache im Zweitspracherwerbsprozess: Hier wird die Erstsprache als kognitives Kapital identifiziert, dessen kontinuierliche Förderung maßgeblich zum Erfolg beim Erwerb der Zweitsprache beitragen kann.

4. Schulische Förderprogramme für DaZ-Lernende: Das Kapitel kategorisiert verschiedene schulische Interventionsmöglichkeiten, von einsprachigen Submersionsmodellen bis hin zu bilingualen Programmen und Herkunftssprachenunterricht.

5. Außerschulische und projektorientierte Förderprogramme: Diese Sektion stellt ergänzende Maßnahmen vor, darunter Stiftungsprojekte und Sprachcamps, die durch lebensnahe Kommunikationsanlässe den Zweitspracherwerb fördern.

6. Konsequenzen für die Lehrerausbildung: Es wird argumentiert, dass eine verpflichtende Zweitsprachendidaktik in der Ausbildung aller Lehrkräfte notwendig ist, um der heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für ein systematisches, fächerübergreifendes DaZ-Konzept, das die Erstsprache einbindet und weit über bloße Sprachförderung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Bildungssprache, CALP, BICS, Erstsprache, Schulerfolg, Zweitspracherwerb, Submersionsmodell, Immersion, Herkunftssprachenunterricht, Lehrerausbildung, Interkulturelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätzen zur Förderung der Zweitsprache Deutsch bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Aspekte sind der Unterschied zwischen Alltagssprache und Bildungssprache, die Bedeutung der Erstsprache, verschiedene Fördermodelle (einsprachig vs. zweisprachig) sowie die Rolle der Lehrerausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie DaZ-Lernende durch gezielte schulische und außerschulische Förderkonzepte besser unterstützt werden können, um ihre Bildungschancen zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse und empirische Studien zum Zweitspracherwerb zusammenführt und auf den schulischen Kontext überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse sprachlicher Anforderungen in der Schule, die Bedeutung des Erstspracherwerbs sowie eine detaillierte Übersicht über schulische und außerschulische Förderprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie DaZ, Zweitspracherwerb, Bildungssprache, Migration und Förderung geprägt.

Welche Rolle spielt die Erstsprache laut der Arbeit?

Die Erstsprache wird als wertvolle Ressource und kognitives Kapital betrachtet, dessen Förderung sich positiv auf den Erwerb der Zweitsprache und das Selbstvertrauen der Lernenden auswirkt.

Warum wird der "monolinguale Habitus" in Schulen kritisiert?

Der monolinguale Habitus wird kritisiert, weil er die Mehrsprachigkeit der Schüler ignoriert und eine künstliche Trennung zwischen "wertvollen" und "weniger wertvollen" Sprachen aufrechterhält, was den Lernerfolg beeinträchtigen kann.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Zweitsprache Deutsch bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im schulischen Kontext
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Nika Ragua (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V204274
ISBN (eBook)
9783656307891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung zweitsprache deutsch kindern jugendlichen migrationshintergrund kontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nika Ragua (Autor:in), 2010, Förderung der Zweitsprache Deutsch bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im schulischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204274
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Leseprobe aus  20  Seiten
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