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Die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen

Zugangschancen zum sozialen und ökonomischen System und die daraus entstehenden Handlungsoptionen

Titel: Die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen

Bachelorarbeit , 2008 , 48 Seiten , Note: 1,15

Autor:in: Nika Ragua (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Ziel der Europäischen Union stellt die zunehmende Abschaffung von Grenz­kontrollen innerhalb der EU dar. Doch durch den freien Personenverkehr wuchs laut Bommes auch der Druck im Inneren durch Zuwanderung aus Drittstaa­ten. Als Reaktion darauf ist eine zunehmende Schließung gegenüber unerwünsch­ter Zuwanderung zu beobachten. Die Definitionsmacht, was als erwünschte bzw. unerwünschte Migration verstanden wird, liegt dabei bei der EU und ihren Mitglieds­staaten. Wer also durch Aufenthalts- bzw. Niederlassungsgenehmigungen Zugang zum Staatsgebiet bekommt, wird mit der staatlichen Migrationspolitik ent­schieden. Dass heißt, nur durch Zugangserlaubnis können sich MigrantInnen aus Drittstaaten legal in Deutschland aufhalten. „Die negativen Entscheidungen, also die Ablehnung bestimmter Personen, sind in dieser Politik somit implizit angelegt.“ Illegale Migration wird deshalb „als wiederkehrende regelmäßige Infragestellung die­ses Anspruches verstanden.“
Von einem illegalen Aufenthalt wird juristisch dann gesprochen,(...).
Die Differenzierung in legale und illegale Migration hat vielfache Konsequen­zen, was die Lebenssituation derjenigen illegalen MigrantInnen betrifft, die sich schon unrechtmäßig in der EU aufhalten. (...). Die konkrete Fragestellung lautet somit: Wie wirkt sich der illegale Aufenthalt und die darauf bezogene Migrationspolitik auf die Zugangschancen von MigrantIn­nen zum sozialen und ökonomischen System aus? Nachdem Kapitel 2 eine Über­sicht bezüg­lich der Wege in die Illegalität sowie Umfang und Zusammensetzung ille­galer MigrantInnen liefert, soll Kapitel 3 den Anspruch sozialer Rechte im Kon­text der problematischen Inanspruchnahme thematisieren. Die Zugangschancen und somit auch -probleme sollen anschließend in Kapitel 4 ausführlicher in den einzel­nen Le­bensbereichen Wohnen, Arbeit, gesundheitliche Bildung sowie Kindergarten und schulische Bildung aufgezeigt werden. Doch welche Handlungsoptionen beste­hen, wenn sich der reguläre Zugang zu staatlichen Leistungen als versperrt erweist? Wel­che Strategien nutzen die betroffenen MigrantInnen, um diese Leistungen zu kompen­sieren bzw. welche Strategien entwickeln sie, um dennoch einen Zugang zu erhalten? Anhand der vorliegenden Literatur soll dieser weiteren Fragestellung in den einzelnen Kapiteln nachgegangen werden. Dabei wird sich zeigen, dass die infor­mellen und formellen Netzwerke eine wichtige Rolle bei der Kompensation staatlicher Leistungen spielen (vgl. Kapitel 5).
(...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ILLEGALE MIGRANTINNEN IN DEUTSCHLAND – EINE ÜBERSICHT

2.1. Wanderungsmotive und Wege in die Illegalität

2.2. Umfang und Zusammensetzung der illegalen MigrantInnen

3. SOZIALE RECHTE ILLEGALER MIGRANTINNEN, DAS PROBLEM DER INANSPRUCHNAHME UND DAS STAATLICHE KONTROLLSYSTEM

4. ILLEGALE MIGRANTINNEN UND IHRE ZUGANGSCHANCEN, -PROBLEME UND -STRATEGIEN ZUM SOZIALEN UND ÖKONOMISCHEN SYSTEM

4.1. Wohnen

4.1.1. Zugangschancen und -probleme

4.1.2. Handlungsoptionen und Strategien zur Verbesserung der Zugangschancen

4.2. Arbeit

4.2.1. Zugangschancen und –probleme im gewerblichen und privaten Bereich

4.2.2. Ausbeutung und Rechtsschutz

4.3. Gesundheitliche Versorgung

4.3.1. Probleme bei der (Nicht-) Nutzung des öffentlichen Gesundheitssystems

4.3.2. Strategien der MigrantInnen und Provisorien aus der Zivilgesellschaft

4.4. Kindergarten und schulische Bildung

4.4.1. Rechtliche Regelungen, Zugangschancen und –probleme

4.4.2. Zugangsstrategien, Netzwerkunterstützung und Folgeprobleme

5. STELLENWERT UND FUNKTION INFORMELLER UND FORMELLER NETZWERKE

5.1. Informelle Beziehungen und Netzwerke

5.2. Formelle Beziehungen und Netzwerke

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen mit einem Fokus auf deren Zugangsmöglichkeiten zum sozialen und ökonomischen System sowie die daraus resultierenden Handlungsoptionen. Ziel ist es zu analysieren, wie sich der illegale Status und die staatliche Migrationspolitik auf die Teilhabechancen in zentralen Lebensbereichen auswirken und durch welche Strategien die betroffenen Personen diese Exklusion zu kompensieren versuchen.

  • Lebensbedingungen und Status illegaler Migration in Deutschland
  • Zugangshürden zu den Bereichen Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung
  • Bedeutung von formellen und informellen Netzwerken als Kompensationsstrategie
  • Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und dem Anspruch auf fundamentale Menschenrechte

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Zugangschancen und -probleme

Bei einer Lebensführung unter Bedingungen der Illegalität sind bereits unmittelbar bei der Wohnungssuche, -anmietung und -nutzung potentielle Schwierigkeiten zu verzeichnen. Dazu schreiben BOMMES und WILMES: zusammenfassend:

„In der Perspektive zahlreicher und auch des deutschen Staates bildet der vorausgesetzte und verlangte Besitz einer Adresse die Grundlage für die Durchsetzung des Kontrollanspruchs über das staatliche Territorium und die sich darauf anhaltenden Personen mittels des Meldewesens. Aus der Spannung zwischen der Angewiesenheit auf eine Wohnadresse und ihres Potentials als Anknüpfungsstelle für den staatlichen Kontrollanspruch resultieren zahlreiche der Probleme, die sich irreguläre Migranten bei dem Finden/Anmieten und dem mehr oder weniger dauerhaften Bewohnen einer Wohnung stellen.“

So besteht in Deutschland für die gesamte Wohnbevölkerung laut § 11 des Melderechtsrahmengesetzes eine Meldepflicht. Zudem sind VermieterInnen juristisch dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre MieterInnen beim Einwohnermeldeamt registriert sind. Auch die laut ALSCHER, MÜNZ UND ÖZCAN von VermieterInnen bei AusländerInnen oftmals geforderte Verdienstbescheinigung sei gerade von illegal aufhältigen und beschäftigten MigrantInnen aufgrund ihrer prekären Arbeitsbedingungen kaum zu erbringen. Denn kein Betrieb stelle eine Verdienstbescheinigung aus, wenn ein illegales Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert den Begriff der illegalen Migration, grenzt die Zielgruppe ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung im Kontext der europäischen und deutschen Migrationspolitik.

2. ILLEGALE MIGRANTINNEN IN DEUTSCHLAND – EINE ÜBERSICHT: Dieses Kapitel liefert eine Übersicht über Wanderungsmotive, Wege in die Illegalität sowie den Umfang und die Heterogenität der illegal aufhältigen MigrantInnen.

3. SOZIALE RECHTE ILLEGALER MIGRANTINNEN, DAS PROBLEM DER INANSPRUCHNAHME UND DAS STAATLICHE KONTROLLSYSTEM: Hier werden die Problematik des Zugangs zu sozialen Rechten unter staatlichem Kontrolldruck sowie die Bedeutung von Sicherheitsstrategien der MigrantInnen thematisiert.

4. ILLEGALE MIGRANTINNEN UND IHRE ZUGANGSCHANCEN, -PROBLEME UND -STRATEGIEN ZUM SOZIALEN UND ÖKONOMISCHEN SYSTEM: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die Zugangshürden und Strategien in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung.

5. STELLENWERT UND FUNKTION INFORMELLER UND FORMELLER NETZWERKE: Dieses Kapitel beleuchtet, wie informelle (ethnische) und formelle (zivilgesellschaftliche) Netzwerke als wesentliche Ressourcen für die Lebensführung in der Illegalität fungieren.

6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont das Dilemma zwischen Grundrechten und staatlicher Kontrolle und diskutiert Ansätze für eine pragmatische Politik.

Schlüsselwörter

Illegale Migration, Aufenthaltsstatus, Deutschland, soziale Teilhabe, Wohnungsmarkt, prekäre Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Bildungschancen, Netzwerke, Sozialkapital, staatliche Kontrolle, Meldepflicht, Menschenrechte, Lebensrealität, Migrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebenssituation von Menschen, die ohne regulären Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, und wie sie versuchen, trotz des Ausschlusses von staatlichen Leistungen Zugang zum sozialen und ökonomischen System zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Wohnen, Arbeit, gesundheitliche Versorgung sowie der schulischen Bildung von Kindern illegal aufhältiger MigrantInnen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, wie sich der illegale Aufenthalt und die staatliche Migrationspolitik konkret auf die Zugangschancen der Betroffenen auswirken und welche Handlungsoptionen sie zur Kompensation staatlicher Leistungen entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und wertet einschlägige sozialwissenschaftliche Studien und Fallberichte aus, um ein fundiertes Bild der Lebenslagen und Strategien zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Hindernisse und individuellen Strategien in den zentralen Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Bildung detailliert dargestellt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind illegale Migration, Aufenthaltsstatus, soziale Teilhabe, Netzwerke und staatliche Kontrolle.

Wie gehen MigrantInnen mit der Gefahr der Entdeckung durch Behörden um?

Die Betroffenen nutzen Sicherheitsstrategien wie Zurückhaltung in der Öffentlichkeit, das Vermeiden von Orten mit hoher Kontrolldichte und das Agieren durch soziale Netzwerke, um sich der staatlichen Beobachtung zu entziehen.

Welche Rolle spielen Netzwerke für die Betroffenen?

Netzwerke sind essenziell, da sie Informationen austauschen, bei der Wohnungssuche oder Arbeitsvermittlung helfen und soziale Unterstützung bieten, die staatliche Stellen aufgrund der Meldepflicht verweigern.

Warum ist der Zugang zum Gesundheitssystem für illegale MigrantInnen problematisch?

Obwohl de jure Ansprüche bestehen, schreckt die Gefahr der administrativen Datenerfassung und der anschließenden Aufdeckung des Status viele davon ab, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen
Untertitel
Zugangschancen zum sozialen und ökonomischen System und die daraus entstehenden Handlungsoptionen
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Sozialwissenschaften)
Note
1,15
Autor
Nika Ragua (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
48
Katalognummer
V204201
ISBN (eBook)
9783656305002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Illegalität EU Deutschland Einwanderung Klandestin Irregulär
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nika Ragua (Autor:in), 2008, Die Lebenssituation von illegal in Deutschland lebenden MigrantInnen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204201
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Leseprobe aus  48  Seiten
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