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Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Sound Design im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm

Titel: Sound Design im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm

Bachelorarbeit , 2012 , 40 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lennart Riepenhusen (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sound ist ein wichtiger Bestandteil des Horrorfilms wegen seines Potenzials, zur Verunsicherung und Verängstigung des Zuschauers beizutragen. Die Wirkung auf die Rezipienten entsteht unter anderem durch evolutionär gebildete Mechanismen zur Informationsverarbeitung. Einen Teil des Gesamtsounds macht üblicherweise die Filmmusik aus, die im Horrorfilm entscheidend zur Publikumswirkung beitragen kann.
Horrorfilme im pseudo-dokumentarischen Stil verzichten jedoch teilweise oder vollständig auf den Einsatz von Musik während der Filmhandlung. Sie behandeln Thematiken des Horrorfilms, indem sie sich Techniken des Dokumentarfilms bedienen, mit denen sie fiktive Geschehnisse abbilden. Oft geschieht dies unter der expliziten Behauptung, dass diese real seien.1 Im Folgenden werde ich den Möglichkeiten des Sound Designs im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm nachgehen und Strategien des Sound Designs anhand der Filme BLAIR WITCH PROJECT (USA1999) und [REC] (Spanien 2007) herausarbeiten. Die theoretische Grundlage werden dabei das dreiteilige Lautsphärenmodell von Murray Schafer sowie die Untersuchungen Barbara Flückigers insbesondere zu suggestiven und ambigen Klangobjekten auf der Tonspur von Filmen liefern. Von diesen ausgehend werden zunächst zunächst die implizierten Konsequenzen für das Sound Design im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm benannt sowie Überlegungen über deren klangliche Möglichkeiten angestellt. In der Analyse der gewählten Beispielfilme sollen Aufbau und Funktionen der jeweiligen Lautsphären von BLAIR WITCH PROJECT und [REC] beleuchtet und an ihnen verschiedene Vorgehensweisen erläutert werden. Dabei werde ich sowohl auf die verschiedenen Settings ein- als auch der Frage nachgehen, inwiefern die pseudo-dokumentarische Machart der Filme das Sound Design prägt. Ferner soll untersucht werden, ob und in welcher Weise sowie aus welchen Gründen der dokumentarische Wahrheitsanspruch auf Ebene des Sound Designs aufgegeben wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/Zielsetzung

2. Das Lautsphärenmodell nach Murray Schafer

3. Die filmische Lautsphäre

4. Das Unidentifizierbare Klangobjekt

5. Die Lautsphäre im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm

6. Klangliche Möglichkeiten des Horrorfilms

7. Blair Witch Project

7.1 Der Klang der Zivilisation – Die Exposition

7.2 Waldspaziergang – Die Fortsetzung der Exposition mit anderen Mitteln

7.3 Nachts im Wald – Unidentifizierbare Klangobjekte

7.4 Körperlaute

7.5 Wasser, Wind, Vögel – Naturlaute

8. [REC]

8.1 Reine Routine – Die Exposition

8.2 Der Einsatz – Akustischer Kontrollverlust

8.3 Klangattacken – Akustische Schockmomente

8.4 Unidentifizierbare Klangobjekte

8.5 Klangtapetenwechsel – Der Showdown

8.6 Körperlaute

9. Klangschaften des Horrors - Schlussbetrachtung

10. Filmographie/Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Strategien des Sound Designs in pseudo-dokumentarischen Horrorfilmen, um die Wirksamkeit von Klang in einem Genre zu analysieren, das seinen Authentizitätsanspruch durch eine reduzierte oder realitätsnahe Tonspur zu wahren versucht.

  • Analyse des Lautsphärenmodells nach Murray Schafer im filmischen Kontext
  • Untersuchung der Funktion unidentifizierbarer Klangobjekte zur Erzeugung von Unbehagen
  • Vergleichende Analyse der Sound-Design-Strategien in BLAIR WITCH PROJECT und [REC]
  • Die Rolle von Körperlauten als Indikator für emotionale Zustände und Bedrohung
  • Manipulation von Umgebungsgeräuschen zur Spannungssteigerung im Found-Footage-Stil

Auszug aus dem Buch

4. Das Unidentifizierbare Klangobjekt

Im klassischen Hollywood-Kino waren die Klangobjekte auf der Tonspur aufgereiht. Es fanden wenige Überschneidungen statt und das Hauptaugenmerk galt der Sprachverständlichkeit. Ambivalente und nicht problemlos zu identifizierende Klänge wurden ausgespart; es galt gemeinhin die Regel: „See a dog – hear a dog“. Alberto Cavalcanti wies indessen schon 1939 auf das Potential hin, das aus dem Zusammenhang mit ihrer Quelle gelöste Klänge entfalten können. Er wies dabei darauf hin, dass Klänge unklaren Ursprungs schon bei Kleinkindern instinktive Reflexe auslösen. Während ihrer Arbeit an „Sound Design“ stieß Barbara Flückiger auf eine Art von Klangobjekt, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie keiner Quelle zuzuordnen ist und dies auch gar nicht ohne Weiteres sein soll. Das Unidentifizierbare Klangobjekt, im Folgenden auch UKO, zeichnet sich Flückiger zufolge durch hohe Ambiguität aus und verweigert dem Zuschauer Hinweise auf seine Quelle oder Bedeutung.

„Das UKO kann man als offenes, undeterminiertes Zeichen verstehen,dessen Vagheit verwundbare Offenheit und gleichzeitig neugierige Spannung erzeugt. Als Leerstelle im Text ist es wie eine Projektionsfläche für die individuelle, subjektive Bedeutungserzeugung des Zuschauers. Das nicht eindeutige Klangobjekt stellt eine Frage, und der Zuschauer wird versuchen, das Rätsel durch Interpretation zu lösen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung/Zielsetzung: Einführung in die Bedeutung von Sound im Horrorfilm und Zielsetzung der Analyse von BLAIR WITCH PROJECT und [REC].

2. Das Lautsphärenmodell nach Murray Schafer: Erläuterung der theoretischen Basis durch die Unterteilung von Lautsphären in Grundtöne, Signallaute und Orientierungslaute.

3. Die filmische Lautsphäre: Übertragung von Schafers Modell auf den Film und Diskussion der Herausforderungen bei der Analyse diegetischer Klänge.

4. Das Unidentifizierbare Klangobjekt: Definition des UKO als ambivalentes Mittel zur Erzeugung von Verunsicherung und Machtgefällen durch ungeklärte akustische Quellen.

5. Die Lautsphäre im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm: Analyse der Einschränkungen für das Sound Design durch den authentischen Anspruch des Genres.

6. Klangliche Möglichkeiten des Horrorfilms: Erläuterung der psychologischen Wirkung von Klängen, die als Gefahr assoziiert werden.

7. Blair Witch Project: Detaillierte Fallstudie zu Sound-Design-Strategien in verschiedenen Settings des Films.

8. [REC]: Analyse der spezifischen Tonspurgestaltung im urbanen Setting des spanischen Horrorfilms.

9. Klangschaften des Horrors - Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Manipulation der Lautsphäre zur bewussten Brechung des Realitätsanspruchs.

10. Filmographie/Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Medien und wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Sound Design, Horrorfilm, Pseudo-Dokumentarfilm, Lautsphäre, Unidentifizierbares Klangobjekt, UKO, Murray Schafer, Blair Witch Project, [REC], Authentizität, akustische Manipulation, Spannungssteigerung, Körperlaute, Found-Footage, Rezipientenwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Sound Design in pseudo-dokumentarischen Horrorfilmen gezielt eingesetzt wird, um trotz des Anspruchs auf Authentizität Angst und Unbehagen beim Zuschauer zu erzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die akustische Gestaltung von Räumen, die psychologische Wirkung unidentifizierbarer Klänge und die spezifische Manipulation der Tonspur in Found-Footage-Filmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Strategien das Sound Design nutzt, um den Wahrheitsanspruch pseudo-dokumentarischer Filme zu stützen oder gezielt zu unterwandern, um filmische Wirkung zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf dem Lautsphärenmodell von Murray Schafer basiert und die Tonspuren ausgewählter Beispielsequenzen detailliert untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Lautsphäre und eine detaillierte praktische Analyse der Filme BLAIR WITCH PROJECT und [REC].

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sound Design, UKO (Unidentifizierbares Klangobjekt), Authentizität, Lautsphäre, Spannungsaufbau und pseudo-dokumentarische Ästhetik.

Welche Rolle spielen "Körperlaute" in den analysierten Filmen?

Körperlaute dienen als wesentliche Marker für den emotionalen Zustand der Figuren und helfen dabei, dem Zuschauer ein Gefühl für deren unmittelbare Bedrohung und Verfassung zu vermitteln.

Warum sind gerade BLAIR WITCH PROJECT und [REC] als Beispiele gewählt worden?

Diese Filme sind paradigmatisch für das Genre des pseudo-dokumentarischen Horrorfilms und nutzen ihre jeweilige Umgebung (Wald vs. städtisches Gebäude) sehr unterschiedlich, um das Sound Design zur Verunsicherung des Rezipienten einzusetzen.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sound Design im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Lennart Riepenhusen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
40
Katalognummer
V203811
ISBN (eBook)
9783656305392
ISBN (Buch)
9783656305507
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sound Design Horror Horrorfilm Filmmusik Filmsound Psychologie [REC] Blair Witch Project Lautsphären akustische Ökologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lennart Riepenhusen (Autor:in), 2012, Sound Design im pseudo-dokumentarischen Horrorfilm, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203811
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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