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Sozialisation und Entwicklung sozialer Kompetenzen von Einzelkindern – wie bedeutend sind Geschwister als Entwicklungsressource?

Titel: Sozialisation und Entwicklung sozialer Kompetenzen von Einzelkindern – wie bedeutend sind Geschwister als Entwicklungsressource?

Hausarbeit , 2012 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sindy Bargel (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Familiäres und familienähnliches Zusammenleben findet heute in immer vielfältigeren Formen statt. Die Familie als Ort primärer Sozialisation und dessen besondere Bedeutung ist unumstritten. Das Familiensystem beinhaltet mehrere Subsysteme, u. a. die Geschwisterbeziehung. Lange Zeit wurde der Geschwisterbeziehung jedoch wenig Aufmerksamkeit geschenkt, ist deren Bedeutung aber für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation doch evident. Geschwister verbringen viel Zeit miteinander, teilen Geheimnisse, helfen einander und solidarisieren sich gemeinsam gegen die Eltern. Geschwister wirken aufeinander ein und beeinflussen damit gegenseitig ihre Entwicklung.
In dieser Arbeit werden zwei zentrale Lebensbereiche von Kindern beschrieben und auf entwicklungsrelevante Unterschiede geprüft: die Familie mit dem Schwerpunkt der Einzel- und Geschwisterkinder und die Beziehung zu Gleichaltrigen. Dahinter steht die Frage, ob Geschwister einen entwicklungsrelevanten Einfluss besitzen, also als Ressource dienen, die Einzelkindern vorenthalten bleibt. Hierfür werden diese kindlichen Umfelder beschrieben und Unterschiede zwischen Einzel- und Geschwisterkindern aufgezeigt, um damit die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen zu deren Entwicklung darzustellen. Somit soll die Frage geklärt werden, ob es Einzelkindern schwerer fällt, Freundschaften zu schließen, sich in Gleichaltrigengruppen zu integrieren und ob ihre soziale Entwicklung und der Erwerb sozialer Kompetenzen, im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern, erschwert ist.
Einzelkinder sind in der Öffentlichkeit immer noch mit starken Vorurteilen defizitären Charakters belastet; sie seien verwöhnt, kontaktscheu, egoistisch und könnten nicht teilen. Sie wurden lange Zeit als introvertiert und insgesamt unsozialer angesehen. Dies wurde zum einen durch die „Übermacht“ der Eltern und dadurch begründet, „dass Einzelkindern der alltägliche, weitgehend gleichberechtigte Kontakt mit Gleichaltrigen fehle und sie deshalb Entwicklungsnachteile gegenüber Geschwisterkindern hätten, was sich in einem geringen Einfühlungsvermögen und Anschlussbedürfnis äußere.“
Rund 30 Prozent der Kinder wachsen in Deutschland ohne Geschwister auf. Einzelkinder werden in den meisten Familien nicht geplant, sondern sind das Ergebnis bestimmter gesellschaftlicher und privater Lebensumstände und Erfahrungen ihrer Eltern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Demographische Entwicklung / Statistischer Überblick

3. Grundlegende Konzeptionen der sozialen Entwicklung

3.1 Sozialisation

3.2 Soziale Kompetenz und Sozialverhalten

3.3 Soziale Entwicklung aus lerntheoretischer und psychoanalytischer Sicht

4. Erkenntnisse aus der Geschwisterforschung

4.1 Merkmale von Geschwisterbeziehungen

4.2 Geschwisterrivalität

4.3 Bewältigung bei Veränderung der elterlichen Paarbeziehung

5. Funktionen von Geschwisterbeziehungen

6. Die Lebenswelt von Kindern ohne Geschwister

6.1 Die Lebensverhältnisse von Einzelkindern

6.2 Einzelkinder im Erwachsenenalter

7. Soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Geschwister eine entwicklungsrelevante Ressource darstellen, deren Fehlen bei Einzelkindern zu Nachteilen in der Sozialisation und beim Erwerb sozialer Kompetenzen führt.

  • Sozialisation und soziale Entwicklung von Kindern
  • Stellenwert von Geschwisterbeziehungen für die individuelle Entwicklung
  • Analyse der Lebenswelt von Einzelkindern im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern
  • Bedeutung von Peer-Beziehungen als Entwicklungsressource
  • Kritische Reflexion von Vorurteilen gegenüber Einzelkindern

Auszug aus dem Buch

4.1 Merkmale von Geschwisterbeziehungen

Geschwister bilden ein eigenständiges, familiäres Subsystem, das bezüglich seiner Sozialisationsfunktionen und hinsichtlich seiner Beziehungsqualität sowohl von den Erwachsenen-Kind-Beziehungen, als auch von den Beziehungen zu Gleichaltrigen und Freundschaften zu unterscheiden ist. Diese Trennung gilt ebenso in seiner Bedeutung für die individuelle Entwicklung der Kinder und wird durch die Ergebnisse der Geschwisterforschung gestützt. Geschwisterbeziehungen sind schicksalhafte, unkündbare, nicht freiwillig gewählte, horizontale Beziehungen. Die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen beschränkt sich nicht nur auf frühe Altersabschnitte, sondern entwickelt sich während des gesamten Lebens. Bis Ende des 20. Jahrhunderts standen relativ wenige empirische und theoretische Forschungsergebnisse zur Geschwisterforschung zur Verfügung. Vor allem die Zahl der Ein-Kind-Familien hatte sich zu dieser Zeit stark erhöht und stellte im Jahre 2000 gut die Hälfte der Haushalte mit Kindern dar. (vgl. Schmidt-Denter 2005, S. 52f.) Für Geschwisterbeziehungen sind folgende weitere Merkmale kennzeichnend: Sie sind eine der längsten, zeitlich ausgedehntesten zwischenmenschlichen sozialen Beziehungen, beschränken sich nicht auf die Phase der Kindheit, sondern entwickeln sich während des kompletten Lebens. Sie sind durch ein Höchstmaß an Intimität geprägt und meist von einer tiefwurzelnden emotionalen Ambivalenz (Vertraute und gleichzeitig Rivalen) gekennzeichnet. (vgl. Teubner 2005, S. 65)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Familiensysteme ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Entwicklungsunterschiede zwischen Einzel- und Geschwisterkindern.

2. Demographische Entwicklung / Statistischer Überblick: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Einzelkindes sowie demographische Trends zur Familiengröße in Deutschland.

3. Grundlegende Konzeptionen der sozialen Entwicklung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Sozialisation, sozialen Kompetenzen und deren Entwicklung aus verschiedenen psychologischen Perspektiven dargelegt.

4. Erkenntnisse aus der Geschwisterforschung: Das Kapitel behandelt Merkmale, Rivalität und die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen für die Bewältigung familiärer Veränderungen.

5. Funktionen von Geschwisterbeziehungen: Hier werden spezifische Funktionen wie wechselseitige Regulierung, Pionierfunktion und Identifikationsprozesse zwischen Geschwistern analysiert.

6. Die Lebenswelt von Kindern ohne Geschwister: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Lebensbedingungen von Einzelkindern sowie deren Situation im Erwachsenenalter.

7. Soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen: Hier wird die Bedeutung von Peer-Gruppen und Freundschaften als eigenständiges soziales System für die Entwicklung von Kindern thematisiert.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Einzelkinder durch ihre Familienkonstellation keine belegbaren Nachteile aufweisen.

Schlüsselwörter

Einzelkind, Geschwisterbeziehung, Sozialisation, soziale Kompetenz, Entwicklungspsychologie, Peer-Gruppe, Familie, Sozialverhalten, Kindheitsforschung, Entwicklungsressource, Geschwisterrivalität, Identitätsentwicklung, Freundschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Kinder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Geschwistern für die soziale Entwicklung und klärt, ob Einzelkinder aufgrund der fehlenden Geschwisterbeziehung Nachteile in der Sozialisation oder beim Erwerb sozialer Kompetenzen haben.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die Sozialisation, die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen, die Lebenswelt von Einzelkindern sowie die Rolle von Peer-Beziehungen und Freundschaften als Entwicklungsressourcen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob Geschwister eine entwicklungsrelevante Ressource darstellen, die Einzelkindern vorenthalten bleibt und somit deren soziale Entwicklung erschwert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse vorhandener entwicklungspsychologischer Studien und empirischer Erkenntnisse aus der Geschwisterforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzeptionen zur sozialen Entwicklung, Erkenntnisse aus der Geschwisterforschung, eine Analyse der Lebenswelt von Einzelkindern und die Betrachtung der Bedeutung sozialer Kontakte zu Gleichaltrigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Einzelkind, Geschwisterbeziehung, Sozialisation, soziale Kompetenz, Peer-Gruppe, Familienformen und Entwicklungsressourcen.

Gibt es eine „typische“ Einzelkindpersönlichkeit?

Nein, die Arbeit stellt dar, dass es keine wissenschaftlichen Belege für eine typische, defizitäre Einzelkindpersönlichkeit gibt und viele Vorurteile durch Studien nicht gestützt werden.

Wie wichtig ist der Kontakt zu Gleichaltrigen für Einzelkinder?

Der Kontakt zu Gleichaltrigen und Peer-Beziehungen stellen eine essenzielle Entwicklungsressource dar, die Einzelkinder genauso effektiv nutzen können wie Kinder mit Geschwistern.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialisation und Entwicklung sozialer Kompetenzen von Einzelkindern – wie bedeutend sind Geschwister als Entwicklungsressource?
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen  (Sozialwesen)
Veranstaltung
Soziale Arbeit
Note
1,0
Autor
Sindy Bargel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
25
Katalognummer
V203531
ISBN (eBook)
9783656304159
ISBN (Buch)
9783656306009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einzelkinder Geschwister Sozialisation Entwicklungspsychologie Sozialverhalten Geschwisterivalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sindy Bargel (Autor:in), 2012, Sozialisation und Entwicklung sozialer Kompetenzen von Einzelkindern – wie bedeutend sind Geschwister als Entwicklungsressource?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203531
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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