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Politische Leibeserziehung im Nationalsozialismus

Titel: Politische Leibeserziehung im Nationalsozialismus

Referat (Ausarbeitung) , 2012 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan Brüggemann (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Leibeserziehung ist einer der Eckpfeiler des Nationalsozialismus (NS) und vermittelt eine kämpferisch-sportliche Ausbildung. Die Kampfleistung ist das Mittel der Leibeserziehung und beginnt unbewusst und wird über das bewusste Bewegen zur kämpferischen Leistungsfähigkeit geführt. In dieser Erziehung galt vor allem das Dogma: Dein Volk ist alles, du bist nichts! Dieser Satz verdeutlicht die intensive Leibeserziehung, da der gesamte Körper nicht nur sportlich, sondern auch geistig indoktriniert werden musste (Vgl. Ueberhorst, 1976, S.83, 85). Das NS-Regime wollte so seine Ideologie und Beeinflussung in der Jugend festsetzen und konnte sich in Zukunft fast sicher sein, dass es auf die volle Unterstützung des Volkes zählen konnte.
Der Einfluss der Leibeserziehung war von enormer Bedeutung, denn sie war einer der entscheidenden Gründe, um die Jugend auf den Krieg vorzubereiten. Eine so große Beeinflussung in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen verdeutlicht, dass es für uns eine große Aufgabe ist, sie zu selbstständigen und mündigen Erwachsenen zu erziehen. Der Sport nimmt hier einen hohen Stellenwert ein, weil er dazu beiträgt, dass eine ganzheitliche Bildung gewährleistet wird.
In dieser Referatsausarbeitung werde ich mit der Leibeserziehung im Nationalsozia-lismus befassen. Ich möchte einen kurzen Einblick in die einzelnen Einflüsse geben, wie zum Beispiel: Wie hat der Lehrerbund reagiert und wie verlief der Einfluss in der Hitlerjugend oder beim Bund Deutscher Mädel? Eine kurze Definition über die Leibeserziehung wird gegeben und ein Bezug zum geschichtlichen Kontext wird her-gestellt. Der Lehrerbund, sowie die Jugendverbände (HJ und BDM) werden behandelt und ein abschließendes Fazit wird gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Definition der Leibeserziehung

2.2 Definition der Sportpädagogik

2.3 Nationalsozialistische Leibeserziehung

3. Geschichtlicher Kontext

3.1 Entstehung

3.2 Höhepunkte

3.2.1 Olympische Spiele

3.2.2 Deutsches Turn- und Sportfest – Der Jahn-Mythos

3.3 Das Ende – Der Beginn des Krieges

4. Nationalsozialistischer Lehrerbund

4.1 Entstehung

4.2 Eingliederung des Sportlehrertums

4.3 Ziele

4.4 Umsetzung

5. Jugendverbände

5.1 Hitlerjugend (HJ)

5.2 Bund deutscher Mädel (BDM)

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Leibeserziehung als zentrales Instrument der Indoktrination im Nationalsozialismus sowie die damit verbundenen organisatorischen Strukturen in Schule und Jugendverbänden.

  • Die ideologische Instrumentalisierung von Leibesübungen und Sportpädagogik.
  • Die Rolle des Nationalsozialistischen Lehrerbundes bei der Gleichschaltung der Sportlehrerschaft.
  • Die Bedeutung der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel für die körperliche und politische Erziehung.
  • Die Vorbereitung der Jugend auf militärische Anforderungen durch den Sportunterricht.
  • Die Nutzung sportlicher Großveranstaltungen zur nationalsozialistischen Propaganda.

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehung

Die nationalsozialistische Leibeserziehung findet ihren Ursprung in Punkt 21 des NSDAP Parteiprogrammes vom 24.02.1920, indem es heißt, dass die Volksgesundheit gestärkt werden soll und eine Sport- und Turnpflicht gesetzlich festgelegt werden solle. Diese Auffassung wurde durch Hitlers Lehrsätze aus „Mein Kampf“ ergänzt. Er forderte in seinem Buch, dass Kinder und Jugendliche ihren Körper täglich mindestens zwei Stunden trainieren bzw. sich körperlich betätigen sollten, in verschiedensten Sportarten. Parallel zu dieser Forderung wurde die SA („Turn- und Sportabteilung“, später „Sturmabteilung“) gegründet. Sie diente der Festigung und dem Zusammenhalt der Mitglieder und löste Probleme, die der NSDAP im Wege standen, mit Gewalt (Vgl. Joch, 1981, S. 701 f.). Aus den Bestimmungen der bayerischen Schulen über das Turnen von 1927 lassen sich unter anderem folgende Persönlichkeitswerte entnehmen: Ordnung, Willenskraft, Pünktlichkeit, Kameradschaftlichkeit, Entschlusskraft und Pflichtbewusstsein (Vgl. Ueberhorst, 1976, S. 81). Diese Tugenden waren in der Leibeserziehung des Nationalsozialimus von entscheidender Bedeutung, da sie das verkörperten, wofür die sportliche und vaterslandsliebende Jugend steht. Hitler wollte eine Jugend, die herrisch, grausam, gewalttätig und unerschrocken ist; die aber auch schön und stark sei. Letztlich wollte er die deutsche Jugend zu einem Gottmenschen erziehen, der als Kultbild gelten sollte (Vgl. Prohl, 2010, S. 56).

Ab 1933 werden deshalb in allen Schulen fünf Stunden Sport unterrichtet, so dass Sport zum wichtigsten Schulfach wird. Das Ansehen der Sportlehrer steigt durch diese Form enorm und Sport ist das am besten durchsturkturierteste Fach und wird bei jeder Schule zum Aushängeschild (Vgl. Prohl, 2010, S. 57).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Leibeserziehung als politisches Instrument zur Vorbereitung der Jugend auf den Krieg und zur ideologischen Festigung.

2. Definitionen: Abgrenzung der Begriffe Leibeserziehung und Sportpädagogik sowie Einordnung in den nationalsozialistischen Kontext.

3. Geschichtlicher Kontext: Darstellung des Ursprungs der nationalsozialistischen Sportpolitik, ihrer Höhepunkte durch Propaganda und den Auswirkungen des Krieges.

4. Nationalsozialistischer Lehrerbund: Analyse der Entstehung und der erzwungenen Gleichschaltung der Lehrer- und Sportlehrerverbände zur Etablierung der NS-Ideologie.

5. Jugendverbände: Untersuchung der Funktionsweise und Indoktrination innerhalb der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädel.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der enormen Bedeutung der Leibeserziehung für die NS-Steuerung und die Lehren für heutige pädagogische Verantwortungsbereiche.

Schlüsselwörter

Leibeserziehung, Nationalsozialismus, Sportpädagogik, NSLB, Hitlerjugend, BDM, Indoktrination, Gleichschaltung, Körperertüchtigung, Propaganda, Sportunterricht, Wehrertüchtigung, NS-Ideologie, Erziehung, Antisemitismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das NS-Regime den Sport und die Leibeserziehung als zentrale Werkzeuge nutzte, um Kinder und Jugendliche ideologisch zu beeinflussen und auf den Krieg vorzubereiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Leibeserziehung, der Struktur des Lehrerbundes, der Gleichschaltung von Sportlehrern und der Rolle der Jugendorganisationen HJ und BDM.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine systematische Umgestaltung des Sportunterrichts und der Jugendverbände eine vollständige ideologische Unterwerfung und körperliche Vorbereitung der Jugend erreicht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und sportpädagogischer Schriften, um die Entwicklung der NS-Sportpolitik nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den geschichtlichen Kontext, die organisatorische Durchdringung durch den NS-Lehrerbund und die konkrete Ausgestaltung der Erziehung in HJ und BDM.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Indoktrination, Leibeserziehung, Nationalsozialismus, Gleichschaltung und Wehrertüchtigung maßgeblich charakterisiert.

Welche Bedeutung hatten die Olympischen Spiele 1936 für die NS-Leibeserziehung?

Sie dienten als zentrales propagandistisches Medium, um die vermeintliche Stärke der deutschen Nation und die Überlegenheit der nationalsozialistischen Ideologie international und national zu präsentieren.

Wie unterschied sich die sportliche Erziehung bei den Jungen von der bei den Mädchen?

Während bei den Jungen der perfekte Soldat im Zentrum stand, fokussierte sich die BDM-Erziehung zwar ebenfalls auf Sport, verlagerte den Schwerpunkt jedoch zunehmend auf die künftige Rolle als Mutter und Erzieherin im Sinne des Regimes.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Leibeserziehung im Nationalsozialismus
Hochschule
Universität Kassel  (Institut für Sport und Sportwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,3
Autor
Jan Brüggemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V203467
ISBN (eBook)
9783656297598
ISBN (Buch)
9783656299004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus Leibeserziehung Definition Sportpädagogik Olympische Spiele Jahn-Mythos Hitlerjugend HJ Bund Deutscher Mädel BDM
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Brüggemann (Autor:in), 2012, Politische Leibeserziehung im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203467
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Leseprobe aus  12  Seiten
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