Unter dem Druck der globalen System- und Zivilisationskrise auf lokaler, regionaler, nationaler, kontinentaler und Weltebene werden strategische Akteure in Weltwirtschaft und Weltpolitik sich mehr und mehr genötigt sehen, zu einem fundamentalen Paradigmawechsel im Management überzugehen. Dies ist der Tenor, der von den strategischen Leadern des Davos Forum Weltgipfels als Repräsentanten eines eher anthropozentrischen, kapitalistischen Management Paradigmas par excellence bis hin zum Vatikan als Repräsentant par excellence eines theozentrischen Paradigmas zu vernehmen ist. Diese Studie formuliert dieses sich abzeichnende Paradigma auf historischer Grundlage.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurze Revuepassierung der Geschichte des kulturellen Relativismus und dilemmatheoretische Problemformulierung inklusive Lösungshypothese
2. Die Christozentrik als Integration des Theozentrismus-Anthropozentrismus und des Relativismus der anthropologischen Krise
3. Die Welt als Synergie
4. Theozentrisches, christozentrisches und anthropozentrisches Management
5. Die Zukunft des Managements: Theozentrisch orientiertes Management
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Paradigmenwechsel im Management zu skizzieren, der auf einer theozentrischen Integration von anthropozentrischen und theozentrischen Polen basiert, um der aktuellen globalen Zivilisations- und Wirtschaftskrise zu begegnen. Es wird untersucht, wie eine Rückbesinnung auf transzendente Werte und die Erkenntnis der Welt als Synergie die Grundlage für eine nachhaltige ethische Neuorientierung bilden können.
- Analyse der historischen Ursprünge des kulturellen Relativismus und deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft.
- Untersuchung der Christozentrik als verbindendes Prinzip für eine ganzheitliche Managementethik.
- Konzeptualisierung der Welt als Synergie zur Überwindung von Dualitäten und Komplexität.
- Entwurf eines theozentrisch orientierten Managementmodells für die Zukunft.
- Bewertung der anthropologischen Krise im Kontext globaler Diversitätsanforderungen.
Auszug aus dem Buch
Die Welt als Synergie
Schlafen-wachen und denken-handeln, ob wir unsere Augen öffnen oder schließen, begegnen wir interdependenten-komplementäre Zuständen, die die geistig-biologische Realität des Lebens auszumachen und zu definieren scheinen. Der Mensch ist von seiner Genese an, mit der Befruchtung des weiblichen Eis durch die männliche Samenzelle, die nun eine dynamische Einheit konstituieren, naturgemäß komplementär-synergetisch strukturiert. Es ist eines der fundamentalsten Charakteristika des Lebens, das ihn bis zu seinem Ende begleitet, wenn die dadurch bedingte Dynamik endet. Sie ist Kennzeichen des Lebens in seiner Einheit.
Die Suche nach der Antwort auf die Frage der Einheit und des Lebens verweist uns also immer wieder auf deren konstitutives komplementäres synergistisches Fundament. Beziehung, Interdependenz, Wechselwirkung, Interaktivität, Komplementarität, Relation oder Beziehung sind semantisch ähnliche Begriffe und Attribute, die Aspekte des Lebens bezeichnen. Sie alle nehmen Bezug auf die fundamentale, insbesondere physisch komplementäre Dualität des Menschen sowohl in struktureller, als auch in der dadurch bedingten funktionellen Hinsicht. Das Leben und seine Prozesse insgesamt sind durch diese konstitutive Dualität bedingt, die wir als Einheit wahrnehmen. Diese wirkt im menschlichen Mikrokosmos, zwischen den Mikrokosmen und zwischen dem Mikrokosmos und dem Makrokosmos.
Alles ist kosmologisch aus einem Urknall hervorgegangen und konstituiert ein Feld, das wir in seiner Dynamik noch nicht ganz überschauen können und das sich scheinbar schneller als das menschliche Bewusstsein entwickelt, das diese Realität zu erfassen sucht. Ebenso die in Genesis verankerte Schöpfungsordnung, derzufolge alles aus dem einen Wort hervorgegangen ist, dokumentiert die Einheit des Seienden mit einem erschaffenden Subjekt und der Schöpfung als synergistisch und unauslöschlich verbundener Komplementarität.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kurze Revuepassierung der Geschichte des kulturellen Relativismus und dilemmatheoretische Problemformulierung inklusive Lösungshypothese: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des kulturellen Relativismus und identifiziert das daraus resultierende Dilemma für die Zivilisation, während ein theozentrischer Lösungsansatz eingeführt wird.
2. Die Christozentrik als Integration des Theozentrismus-Anthropozentrismus und des Relativismus der anthropologischen Krise: Es wird die Rolle der Christozentrik als integratives Element beschrieben, das anthropozentrische Bedürfnisse mit theozentrischen Wahrheiten verbindet, um die anthropologische Krise zu adressieren.
3. Die Welt als Synergie: Hier wird das Konzept der Welt als synergistisches und komplementäres System hergeleitet, das die Grundlage für eine ganzheitliche Lebens- und Managementbetrachtung bildet.
4. Theozentrisches, christozentrisches und anthropozentrisches Management: In diesem Teil werden verschiedene Managementansätze gegenübergestellt und die Notwendigkeit der Rekonziliation durch die Christozentrik unterstrichen.
5. Die Zukunft des Managements: Theozentrisch orientiertes Management: Das letzte Kapitel schlussfolgert die Notwendigkeit eines fundamentalen Paradigmenwechsels hin zu einem theozentrisch orientierten Management, um nachhaltige Lösungen für globale Systemkrisen zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Management, Theozentrismus, Christozentrik, Synergie, Anthropologie, Kulturkrise, Relativismus, Globalisierung, Diversitätsmanagement, Ethik, Weltanschauung, Nachhaltigkeit, Säkularisierung, Interdependenz, Schöpfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im globalen Management, um die aktuellen, durch Relativismus und Säkularisierung verursachten System- und Zivilisationskrisen zu überwinden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind das Verhältnis von Mensch und Transzendenz, die Bedeutung von Synergie in der Weltordnung, die Ethik im Management und die Überwindung der anthropologischen Krise.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, ein theozentrisch orientiertes Managementmodell zu begründen, das als Lösung für die heutige Zivilisations- und Wirtschaftskrise dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verfolgt einen interdisziplinären, philosophisch-theologischen und systemtheoretischen Ansatz, um die kausalen Zusammenhänge menschlicher Existenz und organisationaler Prozesse zu modellieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Begriffe Theozentrismus und Synergie vertieft, die Rolle der Christozentrik als Integrationsprinzip analysiert und die Anwendung dieser Prinzipien auf das globale Management dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern gehören Management, Theozentrismus, Christozentrik, Synergie, anthropologische Krise, Ethik, Diversitätsmanagement und Nachhaltigkeit.
Warum wird die Wirtschaftskrise als "Bewusstseinskrise" bezeichnet?
Der Autor argumentiert, dass die äußere Schuldenkrise aus einem inneren Verlust des "konstitutiven menschlichen Kapitals" resultiert, da der Bezug zum metaphysischen Pol der Schöpfung verloren gegangen ist.
Welche Rolle spielt die Christozentrik für das zukünftige Management?
Die Christozentrik bietet laut Autor die notwendige "Rekonziliation" von theo- und anthropozentrischen Imperativen und liefert so das Fundament für eine verantwortungsvolle, solidarische und nachhaltige Managementführung.
Was versteht der Autor unter der "Welt als Synergie"?
Der Begriff beschreibt eine kosmologische Realität, in der alle Dinge, Menschen und Prozesse in einem komplementären, interdependenten Bezug zueinander stehen, der auf einer göttlichen Quelle basiert.
- Arbeit zitieren
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor:in), 2012, Der Management Paradigmawandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203315