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Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust

Titel: Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ann-Kathrin Müller (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden drei Szenen aus Faust I und Faust II bearbeitet, die sowohl die große Pluralität der Schauplätze als auch die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten verdeutlichen sollen. Zunächst wird Gretchens Stube dargestellt, deren Raumsymbolik sich besonders im Bereich der Religiosität bewegt. Auch die beiden nächsten Szenen, die ob ihrer gemeinsamen Situierung zusammen genommen wurden, beziehen sich mit ihrem Symbol des Gartens auf die Frage nach der Religion, jedoch ist dabei auch die Frage nach Ethik und Moral von großer Bedeutung. In eine ganz andere Richtung geht der Symbolgehalt des Schattigen Hains des zweiten Teils der Fausttragödie, der in allegorischer Form die Abfolge verschiedener Epochen mit ihren jeweiligen Charakteristika abbildet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

II. Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust

1. Faust I: Abend. Ein reinliches Zimmer

1.1 Gretchens geflochtene Zöpfe und ihr Bezug zur Raumsymbolik

1.2 Die religiöse Bedeutung von Gretchens Schlafzimmer

2. Faust I: Garten/ Ein Gartenhäuschen/ Marthens Garten

2.1 Zum Motiv des Gartens

2.2 Garten

2.3 Ein Gartenhäuschen

2.4 Marthens Garten

3. Faust II, 3.Akt: Innerer Burghof. Schattiger Hain

3.1 Renaissance

3.2 Barock

3.3 Rokoko

3.4 Sturm und Drang

3.5 Romantik

III. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Rolle der Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust-Dichtung. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie verschiedene Schauplätze – von Gretchens Stube über den Garten bis hin zur arkadischen Landschaft – gezielt eingesetzt werden, um Charaktere zu definieren, moralische Zustände abzubilden und epochenspezifische Entwicklungen allegorisch darzustellen.

  • Analyse der sakralen Symbolik in Gretchens privatem Wohnraum.
  • Untersuchung des Gartens als Grenzbereich zwischen Natur und Zivilisation.
  • Deutung der Raumsymbolik im Kontext ethischer und religiöser Fragestellungen.
  • Allegorische Interpretation der Schauplätze im Faust II als Spiegel historischer Epochen.
  • Gegenüberstellung von Fausts Studierstube und Gretchens „Mikrokirche“.

Auszug aus dem Buch

1.2 Die religiöse Bedeutung von Gretchens Schlafzimmer

Gretchens Zimmer wird sowohl durch das Mobiliar als auch durch die beinahe mystische Stimmung, die auch Faust intensiv empfindet, eindeutig als sakraler, heiliger Bereich gekennzeichnet. Die wenigen Möbel, mit denen ihr Zimmer ausstaffiert ist, hat sie – ebenso wie Faust – geerbt, jedoch hat jedes ihrer Möbelstücke seinen Zweck und seine Funktion. Jedes Teil bildet somit Gretchens ganz eigenen Charakter ab und steht im konkreten Gegensatz zu den Instrumentarien, die Faust selbst nur noch als sinnentleerte Requisiten seines wissenschaftlichen Lebens betrachtet ( Vgl. 397 ff ). Auf Grund des stetigen Gebrauchs und ihrer anerzogenen Reinlichkeit, findet sich auf Gretchens Besitztümern kein Staub, während an den Dingen in der Studierstube des Gelehrten bereits seit langem der Zahn der Zeit nagt. Beide Räume sind jedoch auch als Kerker charakterisiert: Faust ist in seinem engen und dunklen Zimmer – entsprechend seines geistigen und psychischen Zustandes – gefangen und auch Gretchen ist in ihrem armen, von schweren Schicksalsschlägen und mühevoller Arbeit geprägten Leben und Heim eingesperrt.

Im Gegensatz zu Fausts Studierzimmer hat Gretchens Privatraum jedoch noch eine andere Seite, einen Aspekt, der ihr hilft ihr mühsames Leben trotz ihrer Unzufriedenheit geduldig zu ertragen. Ihre Frömmigkeit spiegelt sich im Gesamtbild des Raumes wieder, Goethe verwendet hier eine Doppeldeutigkeit der Möbel, die nicht nur auf ihren pragmatischen Sinn hindeutet, sondern auch auf den sakralen Bereich der Kirche verweist. Den Möbeln können wichtige Gegenstände der katholischen Liturgie zugeordnet werden, die aus dem armseligen, aber reinen Zimmer eine Art Mikrokirche konstruieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Faust I: Abend. Ein reinliches Zimmer: Dieses Kapitel analysiert das Zimmer der Gretchen als sakralen Gegenraum zum wissenschaftlichen Kerker Fausts, wobei Möbelstücke und persönliche Attribute eine religiöse Frömmigkeit symbolisieren.

Faust I: Garten/ Ein Gartenhäuschen/ Marthens Garten: Hier wird der Garten als Ort der Verschränkung von Natur und Zivilisation gedeutet, der zugleich als Schauplatz für Gretchens moralische Erprobung und den Sündenfall dient.

Faust II, 3.Akt: Innerer Burghof. Schattiger Hain: Dieses Kapitel widmet sich der allegorischen Darstellung verschiedener Kulturepochen, von der Renaissance bis zur Romantik, die sich in der Gestaltung und Wandlung der Schauplätze widerspiegeln.

Schlüsselwörter

Goethe, Faust, Raumsymbolik, Raumgestaltung, Gretchen, Mephisto, Natur, Zivilisation, Frömmigkeit, Allegorie, Epochen, Literaturwissenschaft, Gartenmotiv, Sakralisierung, Renaissance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Funktion von Räumen und deren symbolische Bedeutung innerhalb von Goethes Faust-Tragödie und zeigt auf, wie diese die Interpretation der Handlung maßgeblich beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind die Raumgestaltung als Ausdruck von Charakter und Moral, die sakrale Symbolik im häuslichen Raum, das Gartenmotiv in der Literatur und die epochenspezifische allegorische Raumdarstellung im zweiten Teil der Tragödie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Vielschichtigkeit und kunstvolle Konstruktion der Räume im Faust zu entschlüsseln und zu zeigen, wie Goethe den Raum nutzt, um die psychische und spirituelle Entwicklung seiner Figuren abzubilden.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär textimmanente Interpretationen der Szenen mit der Einbeziehung literaturtheoretischer Konzepte zur Raumgestaltung verknüpft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert Gretchens Stube, das komplexe Motiv des Gartens als ambivalenten Lebensraum sowie die allegorische Gestaltung des Inneren Burghofs im Faust II als Repräsentation historischer Epochen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse am besten?

Begriffe wie Raumgestaltung, sakrale Symbolik, Natur-Zivilisations-Konflikt, literarische Topographie und Epochenallegorie stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich Gretchens Zimmer von Fausts Arbeitszimmer?

Gretchens Zimmer wird als rein, geordnet und sakral interpretiert, während Fausts Raum als mit Staub bedeckter, dunkler und wissenschaftlich sinnentleerter Kerker beschrieben wird.

Welche Bedeutung hat das Gartenhäuschen in der Verführungsszene?

Das Gartenhäuschen fungiert als privater, von der Gesellschaft geschützter Rückzugsort, der den Normverstoß ermöglicht und den Wendepunkt zur abwärts strebenden Handlung markiert.

Warum wird Euphorion als Allegorie der Romantik gesehen?

Euphorion repräsentiert mit seiner Zügellosigkeit, seinem Egoismus und seiner musikalisch-subjektiven Ausdrucksweise die von Goethe kritisch betrachteten Strömungen der romantischen Poesie.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Die Grenzen faustischen Strebens
Note
1,3
Autor
Ann-Kathrin Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
29
Katalognummer
V203155
ISBN (eBook)
9783668713598
ISBN (Buch)
9783668713604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raumgestaltung raumsymbolik goethes faust
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Kathrin Müller (Autor:in), 2011, Raumgestaltung und Raumsymbolik in Goethes Faust, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203155
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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