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Geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen - Magnus Petterssons Referenz- und Relevanzanalyse an Textauszügen von Sophie von La Roche

Titel: Geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen - Magnus Petterssons Referenz- und Relevanzanalyse an Textauszügen von Sophie von La Roche

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Pia-Loreen Kramm (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dem Hauptseminar zur feministischen Sprachkritik entwickelte sich bei mir ein gesteigertes Interesse an den geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen und ihren verschiedenen Realisierungsformen im Alltag. In dieser Arbeit soll es mir insbesondere darum gehen, die sprachlichen Variationen geschlechtsübergreifender Personenbezeichnungen im Alltag und der Erfahrungswelt einer Frau im 18. Jahrhundert an drei konkreten Beispielen aufzuzeigen.
Zu diesem Zweck habe ich meine Hausarbeit in zwei Teile gegliedert, wovon sich der erste mit den theoretischen Grundlagen beschäftigt und der zweite Teil sich der Untersuchung der drei Auszüge aus den Beispieltexten widmet.
Mit Hilfe von Magnus Petterssons Arbeit über die „Geschlechtsübergreifende[n] Personenbezeichnungen“ sollen zunächst theoretische und methodische Ansätze besprochen werden, um schließlich die Hintergründe für Petterssons Untersuchungen anhand von Sprachsystematik, der Gesellschaft, dem feministischen Sprachwandel und letztlich dem psychologischen Status von Personenbezeichnungen mit geschlechtsübergreifender Referenz nachvollziehen zu können.
Dann sollen, mittels seiner Arbeit, auch die theoretisch und methodischen Ausgangspunkte geklärt werden, wie die der Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie und außerdem die der Referenzsemantik.
Die Anwendung der Theorie und Methodik soll anschließend an drei ausgewählten Texten von Sophie von La Roche geschehen. Es soll den Fragen nachgegangen werden, inwiefern in dem Romanauszug der „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ und den Auszügen aus den Beiträgen der Frauenzeitschrift „Pomona für Teutschlands Töchter“ eine Variation der geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen herrscht und in welchen Kontext die aktuelle Referenz steht.
Bevor mit der Analyse im zweiten Teil begonnen werden kann, soll in den folgenden Kapiteln erst die Grundlage für die Untersuchung durch das Klären und Differenzieren des sprachlichen Werkzeugs und des Hintergrundwissens gelegt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der theoretische und methodische Ansatz M. Petterssons zu geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen

II.1. Beweggründe Petterssons

II.1.1. Der sprachsystematische Hintergrund

II.1.2. Der gesellschaftliche Hintergrund

II.1.3. Der feministische Sprachwandel und der Gebrauch von Personenbezeichnungen mit geschlechtsübergreifender Referenz

II.1.4 Der psychologische Status von Personenbezeichnungen mit geschlechtsübergreifender Referenz

II.2. Theoretische und methodische Ausgangspunkte

II.2.1. Sprachphilosophische und erkenntnistheoretische Ausgangspunkte

Der realistische Ansatz

II.2.2. Referenzsemantische Ausgangspunkte

II.2.2.1. Personenbezeichnung und Referenz

II.2.2.2. Bedeutung als Konzept und Referenz

II.2.2.3. Referenztypen bei Personenbezeichnungen

III. Anwendung

III.1. Fragestellung und Quellenauswahl

III.2. Untersuchung

III.2.1. „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“

III.2.2. „Über Engelland“

III.2.3. „Über Italien“

IV. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von Textauszügen der Schriftstellerin Sophie von La Roche, wie geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen sprachlich realisiert werden. Ziel ist es, die theoretischen Ansätze von Magnus Pettersson auf die Praxis anzuwenden und zu analysieren, inwieweit die Verwendung dieser Bezeichnungen in den Werken des 18. Jahrhunderts von Kontext, Textart und der gesellschaftlichen Stellung der Frau beeinflusst wird.

  • Grundlagen der feministischen Sprachkritik und deren Entwicklung.
  • Magnus Petterssons Referenz- und Relevanzanalyse von Personenbezeichnungen.
  • Analyse geschlechtsübergreifender vs. geschlechtsspezifischer Bezeichnungen.
  • Untersuchung literarischer Texte von Sophie von La Roche hinsichtlich ihrer Appellfunktion.
  • Einfluss des historischen Kontextes auf die sprachliche Konstruktion von Geschlecht.

Auszug aus dem Buch

II.1.1. Der sprachsystematische Hintergrund

Das zentrale Anliegen von Petterssons wissenschaftlicher Arbeit ist es, „Variationen im Gebrauch unterschiedlicher Realisierungstypen geschlechtsübergreifender Personenbezeichnungen textlinguistisch zu untersuchen“ (Pettersson, 2011: 13). Dafür schafft er im sprachsystematischen Hintergrund zuvor die Grundlage, indem er drei der Realisierungstypen der geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnung vorstellt: das Maskulinum, die Neutralform und die Beidbenennung (vgl. Pettersson, 2011:13).

Nach Pettersson ist jedes Substantiv entweder Maskulinum, Femininum oder Neutrum (vgl.2011:13). Demnach verfügen auch die geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen über ein grammatisches Geschlecht. Für Pettersson stellt sich ein Zusammenhang von grammatischen (=Genus) und dem biologischen Geschlecht (=Sexus) heraus, den es näher zu betrachten gilt. Auch wenn Genus und Sexus zwei unterschiedliche Kategorien sind, spricht Pettersson von „viele[n] Übereinstimmungen zwischen diesen beiden Systemen“ (2011: 14).

An einer maskulinen Personenbezeichnung wie „der Lehrer“ (2011: 14) verdeutlicht er, dass es zwei Lesarten gibt: zum einen könnte es sich um einen Mann handeln oder „der Lehrer“ als neutrale Form dienen, die auch eine Frau bezeichnet. Pettersson verweist darauf, dass mit Hilfe der Motivierung als einem „morphologische[n] Wortbildungsprozess bei dem sich das Genus der aktuellen Personenbezeichnung ändert“ (Pettersson, 2011:14), auch eine eindeutig feminine Personenbezeichnung entstehen kann. So würde durch das Anhängen des Suffixes '-in' ans Wortende eine Frau verstanden werden, die eine Lehrtätigkeit ausübt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Interesse an geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen und legt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise fest.

II. Der theoretische und methodische Ansatz M. Petterssons zu geschlechtsübergreifenden Personenbezeichnungen: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen Petterssons vor, inklusive sprachsystematischer, gesellschaftlicher und psycholinguistischer Aspekte.

II.1. Beweggründe Petterssons: Hier werden die Hintergründe für Petterssons Forschungsinteresse dargelegt, insbesondere im Hinblick auf feministische Sprachkritik und Sprachwandel.

II.1.1. Der sprachsystematische Hintergrund: Es werden die verschiedenen Realisierungstypen von Personenbezeichnungen, wie Maskulinum, Neutralform und Beidbenennung, erläutert.

II.1.2. Der gesellschaftliche Hintergrund: Dieses Kapitel thematisiert die feministische Sprachkritik und die Debatte um das generische Maskulinum.

II.1.3. Der feministische Sprachwandel und der Gebrauch von Personenbezeichnungen mit geschlechtsübergreifender Referenz: Untersuchung der Veränderungen im Sprachgebrauch und der Sensibilisierung für den Problemkomplex von Genus und Sexus.

II.1.4 Der psychologische Status von Personenbezeichnungen mit geschlechtsübergreifender Referenz: Diskussion kognitiver Assoziationen und referenzieller Ambiguität bei verschiedenen Personenbezeichnungen.

II.2. Theoretische und methodische Ausgangspunkte: Darstellung der sprachphilosophischen und erkenntnistheoretischen Basis, auf der Petterssons Analyse aufbaut.

II.2.1. Sprachphilosophische und erkenntnistheoretische Ausgangspunkte: Analyse des Verhältnisses zwischen Sprache und Welt, insbesondere im Kontext von Realismus und Idealismus.

Der realistische Ansatz: Erläuterung der Annahme, dass Bedeutungen durch Sprachgebrauch sozial und kognitiv konstruiert werden.

II.2.2. Referenzsemantische Ausgangspunkte: Einführung der zentralen Begriffe Referenz und Bedeutung als Konzept.

II.2.2.1. Personenbezeichnung und Referenz: Definition und Differenzierung von Referenzpotenzial sowie dem Einfluss der Äußerungssituation.

II.2.2.2. Bedeutung als Konzept und Referenz: Erklärung von Konzepten als Speicher von Wissen und deren Rolle bei der Organisation der Wirklichkeit.

II.2.2.3. Referenztypen bei Personenbezeichnungen: Klassifizierung der Referenz in spezifisch, nicht-spezifisch und generisch.

III. Anwendung: Umsetzung der Theorie auf die ausgewählten Texte von Sophie von La Roche.

III.1. Fragestellung und Quellenauswahl: Begründung der Textauswahl und der methodischen Herangehensweise an das Korpus.

III.2. Untersuchung: Empirische Analyse der gewählten Textauszüge hinsichtlich ihrer Personenbezeichnungen.

III.2.1. „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“: Untersuchung der Variation von Bezeichnungen in diesem Briefroman.

III.2.2. „Über Engelland“: Analyse der Sprachwahl in diesem Beitrag der Zeitschrift „Pomona“.

III.2.3. „Über Italien“: Analyse der Sprachwahl und der referenziellen Besonderheiten im Kontext eines weiteren Zeitschriftenbeitrags.

IV. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Fazit zur Bedeutung von Kontext für geschlechtsübergreifende Bezeichnungen.

Schlüsselwörter

Geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen, feministische Sprachkritik, Magnus Pettersson, Sophie von La Roche, generisches Maskulinum, Neutralform, Beidbenennung, Referenzsemantik, Sprachwandel, Sprachphilosophie, Textlinguistik, Gender, Sprachpraxis, 18. Jahrhundert, Pomona.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung geschlechtsübergreifender Personenbezeichnungen im Deutschen, basierend auf dem theoretischen Modell von Magnus Pettersson und angewandt auf historische Texte der Autorin Sophie von La Roche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die feministische Sprachkritik, der theoretische Ansatz der Referenzsemantik, die Analyse des Sprachwandels und die Untersuchung von Geschlechterrollen in literarischen Texten des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Variationstypen von Personenbezeichnungen in den Texten von Sophie von La Roche zu beschreiben und zu prüfen, inwieweit diese durch den Kontext und die gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit beeinflusst wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textlinguistische Analyse durchgeführt, die auf den referenzsemantischen Kategorien von Magnus Pettersson basiert und die Verwendung von Maskulina, Neutralformen und Beidbenennungen quantitativ und qualitativ auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Sprachphilosophie und Referenzsemantik sowie eine praktische Anwendung dieser Theorien an ausgewählten Briefromanen und Zeitschriftenartikeln von Sophie von La Roche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachkritik, Personenbezeichnungen, Referenzanalyse, Gender-Sprachgebrauch und historische Textlinguistik charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Sprachwahl von Sophie von La Roche?

Die Autorin stellt fest, dass La Roche zwar keine modernen Beidbenennungen verwendete, jedoch eine bewusste und häufige Wahl von Neutralformen traf, um ihre weibliche Leserschaft direkt anzusprechen und einzubinden.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Textgattungen?

Ja, die Analyse zeigt, dass der Briefroman eine stärkere Dominanz maskuliner Formen aufweist, während die Zeitschriftenbeiträge stärker auf Neutralformen zurückgreifen, um die Interaktion und Verbundenheit mit der Leserschaft zu fördern.

Welche Rolle spielt der Kontext bei der Referenz?

Der Kontext ist entscheidend: Er bestimmt, ob ein grammatisch maskulines Wort in einem spezifischen Fall einen Mann oder eine Frau bezeichnet oder ob es sich um eine allgemeine, geschlechtsabstrahierende Gruppe handelt.

Was besagt die Schlussfolgerung zur feministischen Sprachkritik?

Die Schlussfolgerung unterstreicht, dass trotz der historischen Distanz bereits bei Sophie von La Roche ein Gespür für die sprachliche Sichtbarkeit von Frauen erkennbar ist, auch wenn die heutigen Forderungen der feministischen Sprachkritik noch nicht existierten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen - Magnus Petterssons Referenz- und Relevanzanalyse an Textauszügen von Sophie von La Roche
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
2,3
Autor
Pia-Loreen Kramm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V202789
ISBN (eBook)
9783656291749
ISBN (Buch)
9783656292678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtsübergreifende personenbezeichnungen magnus petterssons referenz- relevanzanalyse textauszügen sophie roche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pia-Loreen Kramm (Autor:in), 2012, Geschlechtsübergreifende Personenbezeichnungen - Magnus Petterssons Referenz- und Relevanzanalyse an Textauszügen von Sophie von La Roche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202789
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Leseprobe aus  22  Seiten
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